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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 100 m Hürden (Frauen)

100-Meter-Hürdenlauf der Damen bei den Olympischen Sommerspielen 2016

Der 100-Meter-Hürdenlauf der Frauen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 16. und 17. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 47 Athletinnen nahmen teil.

Olympische Ringe
Stade Olympique des JO de Rio 2016 (28633599424).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 100-Meter-Hürdenlauf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 47 Athletinnen aus 33 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 16. August 2016 (Vorrunde)
17. August 2016 (Halbfinale/Finale)
Medaillengewinnerinnen
Goldmedaille Brianna Rollins (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Silbermedaille Nia Ali (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Bronzemedaille Kristi Castlin (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)

Für die US-Mannschaft gab es einen dreifachen Erfolg. Brianna Rollins gewann vor Nia Ali und Kristi Castlin.

Für Deutschland starteten Pamela Dutkiewicz, Nadine Hildebrand und Cindy Roleder. Dutkiewicz und Hildebrand schieden im Halbfinale aus, Roleder erreichte im Finale Platz fünf.
Die Schweizerin Clélia Rard-Reuse scheiterte im Halbfinale, die Österreicherin Beate Schrott in der Vorrunde.
Athletinnen aus Liechtenstein nahmen nicht teil.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle TitelträgerinnenBearbeiten

Olympiasiegerin Sally Pearson (Australien  Australien) 12,35 s London 2012
Weltmeisterin Danielle Williams (Jamaika  Jamaika) 12,57 s Peking 2015
Europameisterin Cindy Roleder (Deutschland  Deutschland) 12,62 s Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meisterin LoLo Jones (Vereinigte Staaten  USA) 12,63 s San José 2015
Südamerika-Meisterin Yvette Lewis (Panama  Panama) 13,31 s Lima 2015
Asienmeisterin Wu Shuijiao (China Volksrepublik  Volksrepublik China) 13,12 s Wuhan 2015
Afrikameisterin Claudia Heunis (Sudafrika  Südafrika) 13,35 s Durban 2016
Ozeanienmeisterin Fiona Morrison (Neuseeland  Neuseeland) 13,57 s Cairns 2015

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord Kendra Harrison (Vereinigte Staaten  USA) 12,20 s London, Großbritannien 22. Juli 2016[1]
Olympischer Rekord Sally Pearson (Australien  Australien) 12,35 s Finale von London, Großbritannien 7. August 2012

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.

VorrundeBearbeiten

Die Vorrunde wurde in sechs Läufen durchgeführt. Für das Halbfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Athletinnen. Darüber hinaus die sechs Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läuferinnen sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1Bearbeiten

16. August 2016, 11:05 Uhr
Wind: −0,5 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Kristi Castlin Vereinigte Staaten  USA 12,68
2 Anne Zagré Belgien  Belgien 12,85
3 Nooralotta Neziri Finnland  Finnland 12,88
4 Shermaine Williams Jamaika  Jamaika 12,95
5 Susanna Kallur Schweden  Schweden 13,04
6 Caridad Jerez Spanien  Spanien 13,26
7 Katy Sealy Belize  Belize 15,79
DSQ Mulern Jean Haiti  Haiti IAAF Rule 168.7b – fehlerhaftes Überqueren der Hürde[2]

Lauf 2Bearbeiten

16. August 2016, 11:12 Uhr
Wind: −0,2 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Nia Ali Vereinigte Staaten  USA 12,76
2 Phylicia George Kanada  Kanada 12,83
3 Pedrya Seymour Bahamas  Bahamas 12,85
4 Wu Shuijiao China Volksrepublik  Volksrepublik China 13,03
5 Maíla Machado Brasilien  Brasilien 13,09
6 Michelle Jenneke Australien  Australien 13,26
7 Kazjarina Paplauskaja Weissrussland  Weißrussland 13,45
8 Beate Schrott Osterreich  Österreich 13,47

Lauf 3Bearbeiten

16. August 2016, 11:19 Uhr
Wind: +0,9 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Cindy Ofili Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,75
2 Nadine Hildebrand Deutschland  Deutschland 12,84
3 Isabelle Pedersen Norwegen  Norwegen 12,86
4 Andrea Ivančević Kroatien  Kroatien 12,90
5 Brigitte Merlano Kolumbien  Kolumbien 13,09
6 Angela Whyte Kanada  Kanada 13,09
7 Elisavet Pesiridou Griechenland  Griechenland 13,10
8 Anastassija Pilipenko Kasachstan  Kasachstan 13,29

Lauf 4Bearbeiten

16. August 2016, 11:26 Uhr
Wind: −0,1 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Cindy Roleder Deutschland  Deutschland 12,86
2 Tiffany Porter Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,87
3 Nickiesha Wilson Jamaika  Jamaika 12,89
4 Clélia Rard-Reuse Schweiz  Schweiz 12,91
5 Cindy Billaud Frankreich  Frankreich 12,98
6 Kierre Beckles Barbados  Barbados 13,01
7 Hanna Plotizyna Ukraine  Ukraine 13,12
8 Marthe Koala Burkina Faso  Burkina Faso 13,41

Lauf 5Bearbeiten

16. August 2016, 11:33 Uhr
Wind: +1,0 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Jasmine Camacho-Quinn Puerto Rico  Puerto Rico 12,70
2 Alina Talaj Weissrussland  Weißrussland 12,74
3 Pamela Dutkiewicz Deutschland  Deutschland 12,90
4 Nikkita Holder Kanada  Kanada 12,92
5 Tobi Amusan Nigeria  Nigeria 12,99
6 Karolina Kołeczek Polen  Polen 13,04
7 Oksana Schkurat Ukraine  Ukraine 13,22
8 Yvette Lewis Panama  Panama 13,35

Lauf 6Bearbeiten

16. August 2016, 11:40 Uhr
Wind: +0,4 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Brianna Rollins Vereinigte Staaten  USA 12,54
2 Megan Simmonds Jamaika  Jamaika 12,81
3 Sandra Gomis Frankreich  Frankreich 13,04
4 Nadine Visser Niederlande  Niederlande 13,07
5 Fabiana Moraes Brasilien  Brasilien 13,22
6 Valentina Kibalnikova Usbekistan  Usbekistan 13,29
7 Olena Janowska Ukraine  Ukraine 13,32
DNS Reïna-Flor Okori Äquatorialguinea  Äquatorialguinea

HalbfinaleBearbeiten

Das Halbfinale umfasste drei Läufe. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten zwei Athletinnen. Darüber hinaus kamen die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läuferinnen sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1Bearbeiten

 
Die Kroatin Andrea Ivancević schied als Siebter ihres Halbfinallaufs aus

17. August 2016, 20:45 Uhr
Wind: +0,2 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Brianna Rollins Vereinigte Staaten  USA 12,47
2 Pedrya Seymour Bahamas  Bahamas 12,64 NR
3 Cindy Roleder Deutschland  Deutschland 12,69
4 Tiffany Porter Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,82
5 Shermaine Williams Jamaika  Jamaika 12,86
6 Andrea Ivančević Kroatien  Kroatien 12,93
7 Sandra Gomis Frankreich  Frankreich 13,23
8 Alina Talaj Weissrussland  Weißrussland 13,66

Lauf 2Bearbeiten

 
Der Deutschen Nadine Hildebrand reichte ein vierter Platz in ihrem Semifinale nicht für die Finalteilnahme
 
Die Französin Cindy Billaud wurde Sechste in ihrem Halbfinalrennen und schied damit aus

17. August 2016, 20:53Uhr
Wind: −0,1 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Nia Ali Vereinigte Staaten  USA 12,65
2 Phylicia George Kanada  Kanada 12,77
3 Tobi Amusan Nigeria  Nigeria 12,91
4 Nadine Hildebrand Deutschland  Deutschland 12,95
5 Clélia Rard-Reuse Schweiz  Schweiz 12,96
6 Nooralotta Neziri Finnland  Finnland 13,04
7 Nickiesha Wilson Jamaika  Jamaika 13,14
DSQ Jasmine Camacho-Quinn Puerto Rico  Puerto Rico IAAF Rule 168.7b – fehlerhaftes Überqueren der Hürde[2]

Lauf 3Bearbeiten

17. August 2016, 21:01 Uhr
Wind: +0,8 m/s

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Kristi Castlin Vereinigte Staaten  USA 12,63
2 Cindy Ofili Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,71
3 Isabelle Pedersen Norwegen  Norwegen 12,88
4 Pamela Dutkiewicz Deutschland  Deutschland 12,92
5 Megan Simmonds Jamaika  Jamaika 12,95
6 Cindy Billaud Frankreich  Frankreich 13,03
DSQ Nikkita Holder Kanada  Kanada IAAF Rule 168.7b – fehlerhaftes Überqueren der Hürde[2]
Anne Zagré Belgien  Belgien

FinaleBearbeiten

17. August 2016, 22:55 Uhr
Wind: ±0,0 m/s

Für das Finale hatten sich alle drei US-Amerikanerinnen sowie zwei Athletinnen aus Großbritannien qualifiziert. Komplettiert wurde das Feld durch je eine Starterin von den Bahamas, aus Deutschland und Kanada.

Kendra Harrison, die Weltranglistenerste aus den USA, hatte die Qualifikation für die Spiele von Rio verpasst. Zwei Wochen nach den amerikanischen Ausscheidungswettkämpfen war sie in London Weltrekord gelaufen. Die Australierin Sally Pearson, Olympiasiegerin von 2012, und Weltmeisterin Danielle Williams aus Jamaika waren ebenfalls nicht mit dabei. So gab es keine eindeutige Favoritin. Alle drei US-Amerikanerinnen Brianna Rollins, Nia Ali und Kristi Castlin gingen nach ihrem starken Auftreten in den Halbfinalläufen mit sehr guten Aussichten in dieses Rennen. Weitere Kandidatinnen für vordere Platzierungen waren die britische Europameisterin von 2014 Tiffany Porter und die deutsche Europameisterin von 2016 Cindy Roleder, die allerdings nicht mehr ganz die Form von den Europameisterschaften hatte.

Rollins lag schon an der ersten Hürde in Führung vor ihrer Teamkameradin Ali sowie den beiden Britinnen Cindy Ofili und Porter. Zwischen der vierten und sechsten Hürde holte Castlin, die bislang am Ende des Feldes gelegen hatte, auf. Sie überholte Roleder und die Kanadierin Phylicia George, danach Pedrya Seymour von den Bahamas. Dann zog sie an Porter vorbei und an der letzten Hürde auch an Ofili. Ganz vorne allerdings gab es keine Änderungen mehr. Brianna Rollins wurde mit einem Meter Vorsprung auf Nia Ali Olympiasiegerin. Kristi Castlin gewann die Bronzemedaille, Cindy Ofili wurde Vierte. Auf den fünften Platz kam Cindy Roleder vor Pedrya Seymour.

Erstmals bei Olympischen Spielen gingen alle drei Medaillen in dieser Disziplin an Sportlerinnen aus einer Nation. Mit zwölf gewonnenen Medaillen sind die USA hier am erfolgreichsten. Es war der vierte Olympiasieg einer US-Athletin im 100-Meter-Hürdenlauf.

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Brianna Rollins Vereinigte Staaten  USA 12,48
2 Nia Ali Vereinigte Staaten  USA 12,59
3 Kristi Castlin Vereinigte Staaten  USA 12,61
4 Cindy Ofili Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,63
5 Cindy Roleder Deutschland  Deutschland 12,74
6 Pedrya Seymour Bahamas  Bahamas 12,76
7 Tiffany Porter Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 12,76
8 Phylicia George Kanada  Kanada 12,89

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Meldung von NBC Sports vom 22. Juli 2016 (englisch), abgerufen am 13. Oktober 2018
  2. a b c Wettkampfregeln der IAAF, Seite 93, abgerufen am 13. Oktober 2018