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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 800 m (Männer)

Der 800-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 12., 13. und 15. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 57 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Stade Olympique des JO de Rio 2016 (28633599424).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 800-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 57 Athleten aus 39 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 12. August 2016 (Vorläufe)
13. August 2016 (Halbfinale)
15. August 2016 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille David Lekuta Rudisha (KeniaKenia KEN)
Silbermedaille Taoufik Makhloufi (AlgerienAlgerien ALG)
Bronzemedaille Clayton Murphy (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)

Athleten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Der aus dem Südsudan stammende Yiech Biel nahm als Flüchtling aus seinem Heimatland unter der olympischen Flagge und dem Kürzel ROT (Refugee Olympic Team) teil.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle TitelträgerBearbeiten

Olympiasieger David Lekuta Rudisha (Kenia  Kenia) 1:40,91 min London 2012
Weltmeister 1:45,84 min Peking 2015
Europameister Adam Kszczot (Polen  Polen) 1:45,18 min Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Ryan Martin (Vereinigte Staaten  USA) 1:45,79 min San José 2015
Südamerika-Meister Rafith Rodríguez (Kolumbien  Kolumbien) 1:46,48 min Lima 2015
Asienmeister Musaeb Abdulrahman Balla (Katar  Katar) 1:49,40 min Wuhan 2015
Afrikameister Nijel Amos (Botswana  Botswana) 1:45,11 min Durban 2016
Ozeanienmeister Sam Russell (Australien  Australien) 1:45,18 min Cairns 2015

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord David Lekuta Rudisha (Kenia  Kenia) 1:40,91 min London, Großbritannien 9. August 2012[1]
Olympischer Rekord Finale von London, Großbritannien

Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.

VorrundeBearbeiten

Die Athleten traten zu insgesamt sieben Vorläufen an. Für das Halbfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Athleten. Darüber hinaus kamen die drei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läufer sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1Bearbeiten

12. August 2016, 10:10 Uhr

Musa Hajdari war der erste Leichtathlet, der für den Kosovo bei Olympischen Spielen an den Start ging.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Ayanleh Souleiman Dschibuti  Dschibuti 1:45,48 min
2 Amel Tuka Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 1:45,72 min
3 Boris Berian Vereinigte Staaten  USA 1:45,87 min
4 Kleberson Davide Brasilien  Brasilien 1:46,14 min
5 Žan Rudolf Slowenien  Slowenien 1:46,93 min
6 Antoine Gakeme Burundi  Burundi 1:47,46 min
7 Musa Hajdari Kosovo  Kosovo 1:48,41 min
DSQ Abraham Rotich Bahrain  Bahrain IAAF Regel 163.3 – Bahnübertretung[2]

Vorlauf 2Bearbeiten

12. August 2016, 10:18 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Adam Kszczot Polen  Polen 1:45,83 min
2 Ferguson Rotich Kenia  Kenia 1:46,00 min
3 Andrés Arroyo Puerto Rico  Puerto Rico 1:46,17 min
4 Hamada Mohamed Agypten  Ägypten 1:46,65 min
5 Rafith Rodríguez Kolumbien  Kolumbien 1:46,65 min
6 Boitumelo Masilo Botswana  Botswana 1:48,48 min
7 Luke Mathews Australien  Australien 1:50,17 min
8 Brice Etès Monaco  Monaco 1:50,40 min

Vorlauf 3Bearbeiten

12. August 2016, 10:26 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 David Lekuta Rudisha Kenia  Kenia 1:45,09 min
2 Rynardt van Rensburg Sudafrika  Südafrika 1:45,67 min
3 Michael Rimmer Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:45,99 min
4 Clayton Murphy Vereinigte Staaten  USA 1:46,18 min
5 Jinson Johnson Indien  Indien 1:47,27 min
6 Anthony Romaniw Kanada  Kanada 1:47,49 min
7 Lutimar Paes Brasilien  Brasilien 1:48,38 min
8 Benjamín Enzema Äquatorialguinea  Äquatorialguinea 1:52,14 min NR
9 Alexander Beddoes Cookinseln  Cookinseln 1:52,76 min

Vorlauf 4Bearbeiten

 
Der US-Amerikaner Charles Jock kam als Sechster seines Rennens nicht über die Vorrunde hinaus

12. August 2016, 10:34 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Alfred Kipketer Kenia  Kenia 1:46,61 min
2 Andreas Bube Danemark  Dänemark 1:46,67 min
3 Yassine Hathat Algerien  Algerien 1:46,81 min
4 Álvaro de Arriba Spanien  Spanien 1:46,86 min
5 Wesley Vázquez Puerto Rico  Puerto Rico 1:46,96 min
6 Charles Jock Vereinigte Staaten  USA 1:47,06 min
7 Elliot Giles Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:47,88 min
8 Yiech Biel IOC  Refugee Olympic Team 1:54,67 min Flüchtling aus dem Südsudan
DSQ Joshua Ilustre Guam  Guam IAAF Regel 163.3 – Bahnübertretung[2]

Vorlauf 5Bearbeiten

12. August 2016, 10:42 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Taoufik Makhloufi Algerien  Algerien 1:49,17 min
2 Mustafa Smaili Marokko  Marokko 1:49,29 min
3 Giordano Benedetti Italien  Italien 1:49,40 min
4 Shō Kawamoto Japan  Japan 1:49,41 min
5 Jacob Rozani Sudafrika  Südafrika 1:49,79 min
6 Jozef Repčík Slowakei  Slowakei 1:49,95 min
7 Nijel Amos Botswana  Botswana 1:50,46 min
8 Kevín López Spanien  Spanien 1:53,41 min

Vorlauf 6Bearbeiten

12. August 2016, 10:50 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Brandon McBride Kanada  Kanada 1:45,99 min
2 Marcin Lewandowski Polen  Polen 1:46,35 min
3 Mark English Irland  Irland 1:46,40 min
4 Jeffrey Riseley Australien  Australien 1:46,93 min
5 Abubaker Haydar Abdalla Katar  Katar 1:47,81 min
6 Pol Moya Andorra  Andorra 1:48,88 min
7 Alex Amankwah Ghana  Ghana 1:50,33 min
DNF Abdelati El Guesse Marokko  Marokko

Vorlauf 7Bearbeiten

12. August 2016, 10:58 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Pierre-Ambroise Bosse Frankreich  Frankreich 1:48,12 min
2 Mohammed Aman Athiopien  Äthiopien 1:48,33 min
3 Amine Belferar Algerien  Algerien 1:48,40 min
4 Daniel Andújar Spanien  Spanien 1:48,50 min
5 Charles Grethen Luxemburg  Luxemburg 1:48,93 min
6 Peter Bol Australien  Australien 1:49,36 min
7 Francky-Edgard Mbotto Zentralafrikanische Republik  Zentralafrikanische Republik 1:52,97 min
DNS Musaeb Abdulrahman Balla Katar  Katar

HalbfinaleBearbeiten

Das Halbfinale wurde in drei Läufen ausgetragen. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten zwei Athleten. Darüber hinaus kamen die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läufer sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1Bearbeiten

 
Amel Tuka aus Bosnien/Herzegowina schied als Vierter seines Laufs im Halbfinale aus
 
Ein dritter Platz reichte dem polnischen Europameister Adam Kszczot nicht für den Finaleinzug
 
Ayanleh Souleiman aus Dschibuti wurde Vierter in seinem Halbfinalrennen und schied damit aus
 
Der Ire Mark English erreichte das Semifinale, scheiterte dort jedoch als Fünfter seines Laufs

13. August 2016, 22.08 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Pierre-Ambroise Bosse Frankreich  Frankreich 1:43,85
2 Taoufik Makhloufi Algerien  Algerien 1:43,85
3 Marcin Lewandowski Polen  Polen 1:44,56
4 Ferguson Rotich Kenia  Kenia 1:44,65
5 Mostafa Smaili Marokko  Marokko 1:45,78
6 Kleberson Davide Brasilien  Brasilien 1:46,19
7 Andrés Arroyo Puerto Rico  Puerto Rico 1:46,74
8 Michael Rimmer Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:46,80

Lauf 2Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Alfred Kipketer Kenia  Kenia 1:44,38
2 Boris Berian Vereinigte Staaten  USA 1:44,56
3 Yassine Hathat Algerien  Algerien 1:44,81
4 Amel Tuka Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 1:45,24
5 Reinhardt van Rensburg Sudafrika  Südafrika 1:45,33
6 Brandon McBride Kanada  Kanada 1:45,41
7 Andreas Bube Danemark  Dänemark 1:45,87
8 Mohammed Aman Athiopien  Äthiopien 1:46,14

Lauf 3Bearbeiten

13. August 2016, 22.26 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 David Lekuta Rudisha Kenia  Kenia 1:43,88
2 Clayton Murphy Vereinigte Staaten  USA 1:44,30
3 Adam Kszczot Polen  Polen 1:44,70
4 Ayanleh Souleiman Dschibuti  Dschibuti 1:45,19
5 Mark English Irland  Irland 1:45,93
6 Giovanni Benedetti Italien  Italien 1:46,41
7 Amine Belferar Algerien  Algerien 1:46,55
8 Hamada Mohamed Agypten  Ägypten 1:48,17

FinaleBearbeiten

15. August 2016, 22.45 Uhr

Qualifiziert hatten sich alle drei Kenianer sowie zwei US-Amerikaner. Hinzu kamen je ein Teilnehmer aus Algerien, Frankreich und Polen.

Toppfavorit war der auf Bahn drei startende kenianische Olympiasieger von 2012, Weltmeister und Weltrekordler David Lekuta Rudisha. Gleich zu Beginn schlug er ein hohes Tempo an und hatte zu seinem Nebenmann auf Bahn vier, dem Franzosen Pierre-Ambroise Bosse, aufgeschlossen. Die Führung nach zweihundert Metern übernahm Rudishas Landsmann Alfred Kipketer, der nach einer Zwischenzeit von sehr schnellen 49,23 s das Feld in die letzte Runde führte. Mit drei Metern Abstand folgten Rudisha, Bosse und der US-Läufer Boris Berian. Knapp dreihundert Meter vor dem Ziel ging dann Rudisha nach vorne, setzte sich von seinen Verfolgern ab und war nicht mehr einzuholen. In der letzten Kurve erhöhte auch Bosse das Tempo und übernahm die zweite Position. Doch sechzig Meter vor dem Ziel wurde der Franzose vom Algerier Taoufik Makhloufi gestellt und passiert. Auch der US-Läufer Clayton Murphy, der sich Bronze sicherte, zog an dem nachlassenden Bosse vorbei, sodass es keine Medaille den Franzosen gab. Knapp hinter ihm belegte der Kenianer Ferguson Rotich Rang fünf vor Vizeeuropameister Marcin Lewandowski aus Polen.

Es war ein schnelles Rennen. Silbermedaillengewinner Taoufik Makhloufi stellte einen neuen algerischen Landesrekord auf, die ersten Drei blieben unter 1:43 Minuten.

David Lekuta Rudisha gewann seine persönliche zweite und die für Kenia dritte Goldmedaille in Folge in dieser Disziplin.

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 David Lekuta Rudisha Kenia  Kenia 1:42,15
2 Taoufik Makhloufi Algerien  Algerien 1:42,61 NR
3 Clayton Murphy Vereinigte Staaten  USA 1:42,93
4 Pierre-Ambroise Bosse Frankreich  Frankreich 1:43,41
5 Ferguson Rotich Kenia  Kenia 1:43,55
6 Marcin Lewandowski Polen  Polen 1:44,20
7 Alfred Kipketer Kenia  Kenia 1:46,02
8 Boris Berian Vereinigte Staaten  USA 1:46,15

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 669 (englisch), abgerufen am 30. September 2018
  2. a b Wettkampfregeln der IAAF, Seite 73 (PDF), abgerufen am 30. September 2018