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Landesliga Hessen 1945/46
Meister nicht offiziell ausgespielt
Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg
Mannschaften 21 in 2 Gruppen
Oberliga Süd

Die Landesliga Hessen 1945/46 war die erste Spielzeit der obersten hessischen Amateurklasse nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie war eine Ebene unterhalb der Oberliga Süd angesiedelt und bestand aus zwei Gruppen. Die beiden Gruppensieger der Landesliga bestritten nach Saisonende Aufstiegsspiele zur Oberliga Süd, in denen sich Viktoria Aschaffenburg durchsetzte. Ein Abstieg fand nicht statt.

HintergrundBearbeiten

Die Spielzeit 1945/46 im damals noch Groß-Hessen genannten Land Hessen war geprägt von zwei konkurrierenden Verbänden, dem Süddeutschen Fußball-Verband sowie dem neugegründeten Sportverband Groß-Hessen.

Der Sportverband Groß-Hessen richtete zunächst für die Sportkreise Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt die Mainliga sowie für die Sportkreise Kassel und Fulda die Kurhessenliga ein. Die Mainliga nahm am 2. Dezember 1945 den Spielbetrieb auf. Am 19. Dezember 1945 beschloss der Süddeutsche Fußball-Verband seinerseits die Bildung einer zweigleisigen Landesliga Groß-Hessen als Unterbau der Oberliga Süd. Daraufhin wurde die Mainliga nach bereits wenigen Spielen wieder aufgelöst. Ihre Vereine wurden in die beiden Gruppen der Landesliga eingegliedert, die am 30. Dezember 1945 den Spielbetrieb aufnahm. Mit dem SV Kurhessen Kassel und Borussia Fulda nahmen auch zwei kurhessische Vereine an der Landesliga teil. Die Ergebnisse der bereits in der Mainliga ausgetragenen Spiele wurden übernommen. Die Kurhessenliga nahm ihren Spielbetrieb am 6. Januar 1946 auf.

Im Februar 1946 wurde in Groß-Hessen ein Fachausschuß Fußball gebildet, aus dem im Juli 1946 der Hessische Fußball-Verband (HFV) entstand. Für die folgende Saison wurde eine fünfgleisige Landesliga eingerichtet, in der beide bestehenden Landesligagruppen sowie die Kurhessenliga aufgingen.

Landesliga Groß-HessenBearbeiten

Gruppe WestBearbeiten

Platz Verein Sp. Tore Punkte
1 SV Wiesbaden 18 48:28 25:11
2 1. Rödelheimer FC 18 63:35 23:13
3 FV Biebrich 02 18 40:42 21:15
4 Sportfreunde Frankfurt 18 39:45 19:17
5 Rot-Weiss Frankfurt 18 33:32 18:18
6 Spvgg. 03 Neu-Isenburg 18 38:19 17:19
7 SC Opel Rüsselsheim 18 30:33 17:19
8 SpVgg Griesheim 02 18 32:37 16:20
9 SV Darmstadt 98 18 40:53 13:23
10 SG 01 Hoechst 18 23:62 11:25
  • Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur Oberliga Süd
  • Da der SV Wiesbaden zwei seiner Punkte am grünen Tisch erlangt hatte, wurde zur Ermittlung des Gruppensiegers in Aschaffenburg ein Entscheidungsspiel zwischen Wiesbaden und dem 1. Rödelheimer FC ausgetragen, das Rödelheim mit 3:1 gewann.

    Gruppe OstBearbeiten

    Platz Verein Sp. Tore Punkte
    1 Viktoria Aschaffenburg 20 75:29 34:60
    2 Germania Bieber 20 49:31 27:13
    3 VfB Friedberg 20 54:38 24:16
    4 VfB 1900 Offenbach 20 47:37 24:16
    5 VfB 06 Großauheim 20 38:40 20:20
    6 FC Hanau 93 20 34:38 19:21
    7 Borussia Fulda 20 34:39 19:21
    8 SV Kurhessen Kassel 20 30:41 16:24
    9 VfL Germania Frankfurt 20 31:48 13:27
    10 Union Niederrad 20 33:56 13:27
    11 TSV 1860 Hanau 20 26:54 11:29
  • Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur Oberliga Süd
  • Der VfL Germania Frankfurt trat zunächst als SG Sachsenhausen an.

    Aufstiegsspiele zur Oberliga SüdBearbeiten

    Viktoria Aschaffenburg gewann gegen den 1. Rödelheimer FC mit 2:0 in Rödelheim sowie 6:2 in Aschaffenburg und stieg damit in die Oberliga Süd auf.

    KurhessenligaBearbeiten

    Platz Verein Sp. Tore Punkte
    1 Eintracht Kassel 22 69:28 33:11
    2 SG Kirchditmold 22 74:36 31:13
    3 FV 1910 Horas 22 61:43 30:14
    4 SpVgg Olympia Niederzwehren 22 52:33 27:17
    5 1. FV Bebra 22 73:50 25:19
    6 Germania Fulda 22 51:62 22:22
    7 SG Hessen Hersfeld 22 47:51 21:23
    8 Blau-Weiß Kassel 22 51:61 20:24
    9 VfL Rothenditmold 21 38:47 18:24
    10 SV Rotenburg 22 39:56 15:29
    11 SV Neuhof 21 23:64 12:30
    12 Hessisch Lichtenauer FV 22 41:88 08:36
  • Absteiger
  • Ein Aufstieg aus der Kurhessenliga fand nicht statt. Bis auf den Tabellenletzten Hessisch Lichtenauer FV wurden in der folgenden Saison alle Vereine in die vergrößerte Landesliga übernommen.

    LiteraturBearbeiten