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Klaus Ulonska

deutscher Leichtathlet
Klaus Ulonska (2012)

Klaus Ulonska (* 10. Dezember 1942 in Köln; † 14. März 2015 ebenda), eigentlich Klaus Dinckels-Ulonska, war ein deutscher Leichtathlet und Sportfunktionär.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

In seiner Jugend war Ulonska ein Sprinter, der insbesondere im Staffellauf erfolgreich war. 1961 wurde er bei den Männern mit der 4-mal-100-Meter-Staffel des ASV Köln erstmals deutscher Meister. Im selben Jahr belegte er im 100-Meter-Lauf den zweiten Platz. Bei den Europameisterschaften 1962 in Belgrad gewann er zusammen mit Peter Gamper, Jochen Bender und Manfred Germar beim 4-mal-100-Meter-Lauf die Goldmedaille. Im 200-Meter-Lauf dieser Europameisterschaften schied er jedoch im Zwischenlauf aus. In der gleichen Disziplin errang er bei den deutschen Meisterschaften 1962 den dritten Platz. 1963 folgte für den damals 1,74 m großen und 68 kg schweren Sportler schließlich erneut beim 4-mal-100-Meter-Lauf mit der Staffel des ASV Köln der Sieg in der deutschen Meisterschaft.

 
Klaus Ulonska mit der Verleihungsurkunde des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse (2014)

Zusammen mit Wolfgang Overath absolvierte Ulonska eine kaufmännische Lehre bei Kaufhof.[1] Später war er Geschäftsführer der Dinckels-Ulonska Bedachungsartikel GmbH[2] in Köln, deren Leitung er 2005 aufgab.[1]

Bereits als aktiver Leichtathlet engagierte sich Ulonska auch als Sportfunktionär und in der Politik. Für die CDU saß er viele Jahre im Rat der Stadt Köln.[3] Des Weiteren organisierte er das erfolgreiche ASV-Sportfest und stand zeitweise dem Eissportverein Kölner EK sowie dem örtlichen Stadtsportbund vor.[4]

Über Jahrzehnte war Ulonska überdies auch im Kölner Karneval als Sitzungspräsident sowie 1973 im Kölner Dreigestirn als Jungfrau Claudia aktiv.[1]

2006 wurde Ulonska Erster Vorsitzender des SC Fortuna Köln, den er aus einer sportlichen und finanziellen Krise zurück in die Dritte Liga führte und bis zu seinem Lebensende leitete.[1]

Seine Ehefrau Helge Lotte geborene Schurr (1944–2018) hatte er während seiner aktiven Zeit als Leichtathlet kennengelernt. Ihre gemeinsame Tochter Alexandra ist mit dem Unternehmer Patrick Adenauer verheiratet.[5][6]

 
Grab auf dem Friedhof Melaten (Juli 2018)

Im Alter von 72 Jahren erlag Ulonska in seinem Kölner Heimatstadtteil Lindenthal den Folgen eines Herzinfarkts und wurde auf dem Friedhof Melaten (HWG, zwischen Lit. M+T) beigesetzt.[7][8][1]

EhrungenBearbeiten

Ulonska erhielt 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Engagement in der Kommunalpolitik und 2014 in Anerkennung seines Lebenswerks das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das ihm im Beisein von Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, von Jürgen Roters, dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, überreicht wurde.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Philip Sagioglou, Christian Krämer: Nachruf auf Klaus Ulonska: Ein Freund der Stadt und ihrer Bürger, Kölner Stadt-Anzeiger, 13. März 2015.
  2. Handelsregister-Nr: 71IN17104
  3. Störfeuer aus den eigenen Reihen auf rundschau-online.de v. 28. September 2009
  4. Verschlungene Wege in Der Spiegel Ausgabe 33/1989
  5. Susanne Happe: Zum Tod von Klaus Ulonska: Ein Energiebündel und ein verlässlicher Freund. In: Kölnische Rundschau. (rundschau-online.de [abgerufen am 16. Juli 2018]).
  6. Gedenkseite von Helge Lotte Ulonska. Abgerufen am 16. Juli 2018.
  7. Präsident Klaus Ulonska stirbt an Herzinfarkt
  8. Phillip Arens: Ganz Köln weint um ein Original. In: Bild.de. 14. März 2015, abgerufen am 14. März 2015.
  9. Nachricht bei report-k vom 7. April 2014