Zharnel Hughes

britischer Sprinter

Zharnel Hughes (* 13. Juli 1995 in Sandy Ground) ist ein britischer Sprinter anguillanischer Herkunft.

Zharnel Hughes


Zharnel Hughes bei der EM 2018

Nation Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Anguilla Anguilla
Geburtstag 13. Juli 1995 (27 Jahre)
Geburtsort Sandy Ground, Anguilla
Größe 190 cm
Gewicht 82 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 9,91 s (100 m)
20,02 s (200 m)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Sommerspiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Commonwealth Games 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe Olympische Spiele
Silber Tokio 2020 4 × 100 m
Logo der World Athletics Weltmeisterschaften
Silber Doha 2019 4 x 100 m
Bronze Eugene 2022 4 x 100 m
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
Gold Gold Coast 2018 4 × 100 m
Logo der EAA Europameisterschaften
Gold Berlin 2018 100 m
Gold Berlin 2018 4 × 100 m
letzte Änderung: 24. Juli 2022

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Zharnel Hughes bei den CARIFTA-Games 2010 in George Town, bei denen er in der U17-Wertung den achten Platz über 100 Meter belegte. Ein Jahr später belegte er bei den Spielen in Montego Bay den sechsten Platz. 2012 gewann er bei den CARIFTA-Games in Hamilton die Bronzemedaille über 100 Meter und belegte über 200 Meter Rang vier in der U20-Wertung. Anschließend gewann er bei den Zentralamerika- und Karibikjuniorenmeisterschaften in San Salvador in der U18-Wertung die Goldmedaille im 200-Meter-Lauf sowie Silber über 100 Meter. Er qualifizierte sich in beiden Disziplinen für die Juniorenweltmeisterschaften in Barcelona und gelangte dort beide Male bis in das Halbfinale. 2013 gewann er den 100-Meter-Lauf bei den CARIFTA-Games in Nassau und wurde Vierter über 200 Meter. Bei den Zentralamerika- und Karibikspielen in Morelia wurde er Siebter über 100 Meter. Anschließend gewann er bei den Panamerikanischen Juniorenmeisterschaften in Medellín die Goldmedaille über diese Distanz.

2014 gewann er bei den Zentralamerika- und Karibikjuniorenmeisterschaften in Morelia den Titel über 200 Meter in einer neuen Meisterschaftsrekordzeit von 20,33 s. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Eugene wurde er Fünfter. 2015 wurde Hughes britischer Meister über 200 m und qualifizierter sich für die Weltmeisterschaften in Peking, bei denen er im Finale mit 20,02 s den fünften Platz belegte. 2016 erfolgte das Erstrundenaus bei den Europameisterschaften in Amsterdam und er konnte sich auch nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizieren. 2017 gelangte er mit der britischen 4-mal-100-Meter-Staffel bei den World Relays auf den Bahamas in das Finale, musste den Lauf aber vorzeitig abbrechen. Bei den Weltmeisterschaften in London gelangte er über 200 Meter bis in das Halbfinale.

2018 nahm er an den Commonwealth Games im australischen Gold Coast teil und siegte dort ursprünglich über 200 Meter vor Jereem Richards aus Trinidad und Tobago. Er wurde jedoch im Nachhinein wegen des Blockierens eines anderen Läufers disqualifiziert und musste somit seine Medaille abgeben. Am letzten Tag der Spiele gewann er mit der englischen 4-mal-100-Meter-Staffel in 38,13 s die Goldmedaille vor Südafrika und Jamaika. Hughes qualifizierte sich über 100 Meter für die Europameisterschaften in Berlin und gewann dort im Finale mit neuem Meisterschaftsrekord von 9,95 s die Goldmedaille vor seinem Landsmann Reece Prescod und dem Türken Jak Ali Harvey. Einen weiteren Europameistertitel holte er mit der britischen 4-mal-100-Meter-Staffel. 2019 wurde er in 9,95 s Zweiter bei den Müller Anniversary Games und belegte im Herbst bei den Weltmeisterschaften in Doha in 10,03 s im Finale den sechsten Platz und schied über 200 m mit 20,30 s im Halbfinale aus. Zudem gewann er in 37,36 s gemeinsam mit Adam Gemili, Richard Kilty und Nethaneel Mitchell-Blake die Silbermedaille hinter den Vereinigten Staaten. 2021 wurde er in 10,13 s Dritter beim Müller British GP und gelangte anschließend bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio bis ins Finale über 100 m und wurde dort wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Zudem gewann er in 37,51 s gemeinsam mit Chijindu Ujah, Richard Kilty und Nethaneel Mitchell-Blake die Silbermedaille hinter Italien.

Persönliche BestzeitenBearbeiten

  • 100 Meter: 9,91 s (+0,4 m/s), 9. Juni 2018 in Kingston
  • 200 Meter: 20,02 s (−0,1 m/s), 27. August 2015 in Peking

WeblinksBearbeiten