Wout Poels

niederländischer Radrennfahrer
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Wouter Lambertus Martinus Henricus „Wout“ Poels[1] (* 1. Oktober 1987 in Venray) ist ein niederländischer Radrennfahrer.

Wout Poels Straßenradsport
Wout Poels bei der Tour of Britain 2018
Wout Poels bei der Tour of Britain 2018
Zur Person
Vollständiger Name Wouter Poels
Geburtsdatum 1. Oktober 1987 (33 Jahre)
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße
Körpergröße 183 cm
Renngewicht 66 kg
Zum Team
Aktuelles Team Bahrain-McLaren
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge

Lüttich–Bastogne–Lüttich 2016

Letzte Aktualisierung: 29. September 2018

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Wout Poels begann seine internationale Karriere 2006 bei dem niederländischen Continental Team Fondas-P3Transfer, welches 2009 unter dem Namen Vacansoleil eine Lizenz als Professional Continental Team und 2012 als ProTeam erhielt.

Im Jahr 2008 gewann Pouls mit der Gesamtwertung der Vuelta Ciclista a León seinen ersten internationales Wettbewerb. Nach Etappensiegen bei der Tour de l’Ain (2010 und 2011) und der Tour of Britain 2010 wurde er bei derVuelta a España 2011 auf der schweren 14. Etappe zum Angliru zunächst als Zweiter hinter dem später wegen Doping disqualifizierten Juan José Cobo klassiert[2] und wurde schließlich 17. in der Gesamtwertung.

 
Poels (l.) verhalf Chris Froome zum Sieg des Giro d’Italia 2018

Bei der Tour de France 2012 stürzte er auf der 6. Etappe schwer. Er zog sich Risse in Milz und Niere sowie eine Lungenquetschung zu.[3][4] Ende September 2012 konnte er jedoch wieder mit dem Training beginnen. Sein Onkel Marijn Poels, ein Dokumentarfilmer, hat über sein Comeback im Auftrag des Regionalsenders L1 den Film Retour Poels gedreht, für den er – unmittelbar nachdem Wout Poels die letzten Schläuche entfernt worden waren – mit dem Filmen begann. Nach seinem Sturz gewann er bei der Tour de l’Ain 2013 eine Etappe.

Zur Saison 2014 wechselte Poels zum Omega Pharma-Quick Step und gewann eine Etappe der Baskenland-Rundfahrt.

Nach nur einer Saison unterzeichnete er 2015 einen Vertrag beim britischen Team Sky. Bei Tirreno–Adriatico gewann er die 4. Etappe, nachdem er auf dem letzten Anstieg angriff und nach der Abfahrt alleine ins Ziel fuhr.[5] Er half Teamkollege Chris Froome bei seinem zweiten Sieg der Tour de France[6], gewann die 5. Etappe der Tour of Britain und wurde mit 13 Sekunden Rückstand Zweiter im Gesamtklassement, zum Ende der Saison wurde Poels bei der Abu Dhabi Tour Dritter.

Poels gewann die Gesamtwertung der Valencia-Rundfahrt 2016 nachdem er zuvor zwei Etappen, darunter ein Einzelzeitfahren gewonnen hatte. Bei der Katalonien-Rundfahrt gewann er nach einer Soloattacke 15 Kilometer vor dem Ziel aus einer Ausreißergruppe heraus die 5. Etappe.[7] Außerdem wurde er beim Flèche Wallonne Vierter, vier Tage später verbuchte bei dem Klassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich den bis dahin größten Erfolg seiner Karriere, nachdem der Niederländer im Zielsprint Michael Albasini, Rui Costa und Samuel Sanchez schlagen konnte.[8] Des Weiteren startete er bei der Tour de France wieder in der Helferrolle für Froome, am Ende der Saison entschied Poels eine weitere Etappe der Tour of Britain für sich.

Bei der Vuelta a España 2017 ging Poels als Domestik für den späteren Geamtsieger Chris Froome an den Start und wurde auf der 20. Etappe bei der Bergankunft am Angliru Zweiter.

2018 gewann er bei der Andalusien-Rundfahrt eine Etappe und wurde Zweiter in der Gesamtwertung. Außerdem gewann er das Einzelzeitfahren bei Paris–Nizza und verhalf Froome beim Sieg des Giro d’Italia.[9] Darüber hinaus gewann er bei der Tour of Britain erneut eine Etappe.

2019 beendete er die Tour Down Under und die Algarve-Rundfahrt auf dem dritten Gesamtrang. Beim Dauphiné Libéré gewinnt er eine Etappe und wird Siebter im Endklassement. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich wird er Zehnter.

2020 wechselt er zum Team Bahrain-McLaren. Auf der ersten Etappe der Tour de France war Poels in einem Massensturz an der 3-Kilometer-Marke verwickelt und erlitt einen Rippenbruch und eine Lungenquetschung.[10] Er beendete die Tour de France auf dem 110. Platz. Bei der Vuelta a España beendete er auf dem sechsten Gesamtrang.

ErfolgeBearbeiten

2008
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour2011201220132014201520162017201820192020
  Giro d’Italia2112
  Tour de FranceDNFDNF2844285826110
  Vuelta a España17DNF386346
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

TeamsBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. POELS Wouter "Wout" (Wouter Lambertus Martinus Henricus). In: memoire-du-cyclisme.eu. Abgerufen am 3. Dezember 2020 (französisch).
  2. Wout Poels ready in time for the Angliru. In: alkhaleejtoday.co. 31. Oktober 2020, abgerufen am 2. November 2020 (arabisch).
  3. Video-Rückblick: Poels über seinen Sturz bei der Tour 2012. In: radsport-news.com. Abgerufen am 3. Dezember 2020.
  4. Richard Moore: Wout Poels: From horrific crash to Team Sky success. In: cyclingweekly.com. 16. April 2015, abgerufen am 3. Dezember 2020 (englisch).
  5. Stephen Farrand: Poels ready to fight for overall victory at Tirreno-Adriatico. In: cyclingnews.com. 14. Mai 2015, abgerufen am 1. Oktober 2018 (englisch).
  6. Sadhbh O'Shea: Wout Poels looking for more after helping Froome to Tour de France glory. In: cyclingnews.com. 4. November 2015, abgerufen am 1. Oktober 2018 (englisch).
  7. Alasdair Fotheringham: Volta a Catalunya: Poels solos to stage 5 win in Valls. In: cyclingnews.com. 25. April 2016, abgerufen am 1. Oktober 2018 (englisch).
  8. Patrick Fletcher: Poels wins Liege-Bastogne-Liege. In: cyclingnews.com. 24. April 2016, abgerufen am 1. Oktober 2018 (englisch).
  9. Stephen Farrrand: Poels inspires Froome's resurrection at the Giro d'Italia. In: cyclingnews.com. 20. Mai 2018, abgerufen am 1. Oktober 2018 (englisch).
  10. Poels erleidet Rippenbruch und Lungenquetschung. In: radsport-news.com. 30. August 2020, abgerufen am 3. Dezember 2020.

WeblinksBearbeiten

Commons: Wout Poels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien