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Gemeinde Venray
Flagge der Gemeinde Venray
Flagge
Wappen der Gemeinde Venray
Wappen
Provinz Limburg Limburg
Bürgermeister Hans Gilissen (PvdA)
Sitz der Gemeinde Venray
Fläche
 – Land
 – Wasser
165 km2
163,32 km2
1,68 km2
CBS-Code 0984
Einwohner 43.332 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 263 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 32′ N, 5° 58′ OKoordinaten: 51° 32′ N, 5° 58′ O
Bedeutender Verkehrsweg A73 N270 N277
Vorwahl 0478
Postleitzahlen 5801–5804, 5807–5809, 5811–5817, 5861–5863
Website Homepage von Venray
LocatieVenray.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Venray (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) (limburgisch Venroj) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Limburg. Ihre Gesamtfläche beträgt 165 km². Die Gemeinde hat 43.332 Einwohner (Stand 31. Januar 2019), verteilt auf den Hauptort Venray (etwa 27.500 Einwohner) und 10 andere Dörfer. Dazu gehören unter anderem Ysselsteyn, Leunen, Oirlo und Oostrum. Seit dem 1. Januar 2010 gehören auch die Ortschaften Blitterswijck, Geijsteren und Wanssum der bisherigen Gemeinde Meerlo-Wanssum zum Gemeindegebiet.

Lage und WirtschaftBearbeiten

Venray liegt zwischen der Maas und dem Naturgebiet De Peel, das die Grenze zur Provinz Noord-Brabant bildet. Oostrum, 2 km. östlich von Venray, hat einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie NijmegenVenloRoermond. Von hier fahren Busse nach Venray selbst.

Venray liegt außerdem an der Autobahn A73 NijmegenVenlo.

Der US-amerikanische Konzern Xerox betreibt in Venray eine Fabrik, in der Fotokopiergeräte hergestellt werden. Darüber hinaus existieren kleine Fabriken und Handelsunternehmen. Zahlreiche Arbeitsplätze gibt es auch in der Krankenpflege: es gibt zwei psychiatrische Anstalten, mehrere Altersheime und ein Regionalkrankenhaus.

Die Umgebung Venrays besitzt eine bedeutende Land-, Garten- (Blumen, Spargel) und Viehwirtschaft (Mastschweine).

GeschichteBearbeiten

Schon um 1200 gab es das Dorf Rooy oder Rode (der Name weist auf eine durch eine Waldrodung entstandene Siedlung hin). Es gehörte im 15. Jahrhundert zum Herzogtum Geldern. Eine 1651 gegründete Lateinschule so wie mehrere Klöster weisen auf eine Blütezeit im späten 17. Jahrhundert hin. Diese wurde zum Teil durch den ertragreichen Torfabbau im Moor De Peel verursacht. Im 18. Jahrhundert gab es einen ernsthaften Rückgang und viel Armut. Als 1883 der Eisenbahnanschluss zustande kam und schlaue Bauern eine gute Schafsrasse züchteten und viele dieser Tiere nach Australien und Neuseeland zu exportieren wussten, kam Venray zu erneuter Blüte. Das Peel-Gebiet wurde zum Teil urbar gemacht, was eine Verbesserung der Landwirtschaft brachte.

Im Zweiten Weltkrieg hatte Venray viel zu leiden. Die Peel-Raam-Stellung verlief quer durch die Gemeinde, und in den Jahren 1940 (deutsche Eroberung) und 1944/1945 (alliierte Eroberung) entstanden große Kriegsschäden. Auch fielen sehr viele Menschen dem Kriegsgeschehen zum Opfer. Ab 1952 wurde, mit Erfolg, ein Industrialisierungsplan durchgeführt.

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahlen 2018[2]
 %
30
20
10
0
29,7
19,7
13,2
12,9
10,8
9,4
4,3
keine
VL
SWV
Sonst.h
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
+0,4
+19,7
-1,6
+1,0
+0,3
+0,3
-1,7
-18,3
VL
SWV
Sonst.h
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
h PP2 0,0 % (–9,2 %), inVENtief 0,0 % (–9,1 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[3]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2009a 2014 2018
CDA 14 12 14 9 10 8 7 10 9 9
VENRAY Lokaalb 5
SP 2 2 4 4
D66 0 3 2 3 3
Samenwerking Venray 2 2 2 3 2 5 5 4 3 3
VVD 3 2 1 2 3 3 2 2 2 2
PvdA 3 5 4 4 4 4 6 4 1 1
Plaatselijk Progressief in het Kwadraatc 2 4 3
inVENtief 1 1 2
Lijst Kateman 0
Nederlandse Volks-Unie 0
Fractie Van de Vorle 2 2 4 4 5
PSP 1
PPR
CPN
Kleine Arbeiders Partij 0
Gesamt 23 23 23 25 25 25 25 27 27 27
Anmerkungen
a Aufgrund der Eingemeindung der Dörfer Blitterswijck, Geijsteren und Wanssum (damals der Gemeinde Meerlo-Wanssum angehörig) nach Venray zum 1. Januar 2010 fanden die Gemeinderatswahlen bereits am 22. November 2009 statt.
b VENRAY Lokaal entstand aus dem Zusammenschluss der Parteien inVENtief und Plaatselijk Progressief in het Kwadraat.
c Im Jahre 2006 kandidierte die Partei Plaatselijk Progressief in het Kwadraat unter dem Namen „Lokaal Actief“.

Kollegium von Bürgermeister und BeigeordnetenBearbeiten

Zwischen 2018 und 2022 besteht eine Koalition aus CDA, D66 und VENRAY Lokaal.[4]> Die Koalitionsparteien stellen dem Kollegium die Beigeordneten bereit, wobei die CDA mit zwei Beigeordneten im Kollegium zugegen sind und die D66 und VENRAY Lokaal jeweils einen Beigeordneten beitragen. Sie wurden am 22. Mai 2018 im Rahmen einer Ratssitzung berufen.[5] Folgende Personen gehören zum Kollegium und sind in folgenden Bereichen zuständig[6]:

Funktion Name Partei Ressort Anmerkung
Bürgermeister Hans Gilissen PvdA allgemeine Verwaltung, Sicherheit und rechtliche Angelegenheiten seit dem 2. Januar 2010 im Amt
Beigeordnete Jan Loonen CDA Wirtschaft, Gebietsentwicklungen und Veranstaltungen stellvertretender Bürgermeister
Anne Thielen CDA gesellschaftliche Sachen, Jugend und Lebensqualität
Martijn van der Putten D66 Bildung, Stadtplanung und Mittel
Carla Brugman-Rustenburg VENRAY Lokaal Nachhaltigkeit, öffentliche Raum und Mobilität
Gemeindesekretär Karel Joosten seit Juli 2010 im Amt

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Venray

Das Naturgebiet De Peel kann besucht werden. In Ysselsteyn, 8 km südwestlich von Venray entfernt, befindet sich der Kriegsgräberfriedhof Ysselsteyn, die einzige deutsche Kriegsgräberstätte der Niederlande. Sie hat etwa 32.000 Gräber und wird vor allem am Volkstrauertag von Deutschen besucht.

 
Kirche: de Sint Petrus-Bandenkerk
 
Kirche: de Onze Lieve Vrouw van Zeven Smarten of Paterskerk

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Venray – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 2. September 2018 (niederländisch)
  3. Sitzverteilung im Gemeinderat: 1982–2002 2006 2009 2014 2018, abgerufen am 2. September 2018 (niederländisch)
  4. Coalitieakkoord 2018 - 2022 Gemeente Venray, abgerufen am 2. September 2018 (niederländisch)
  5. Nieuw college aan de slag. In: peelenmaasvenray.nl. 24. Mai 2018, abgerufen am 2. September 2018 (niederländisch).
  6. College van B & W Gemeente Venray, abgerufen am 2. September 2018 (niederländisch)