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Kanton St. Gallen

Kanton in der Schweiz
Kanton St. Gallen
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: SG
Amtssprache: Deutsch
Hauptort: St. Gallen
Beitritt zum Bund: 1803
Fläche: 2026 km²
Website: www.sg.ch
Bevölkerung
Einwohner: 502'476 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 248 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
23,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Arbeitslosenquote: 2,7 % (31. Dezember 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons

Koordinaten: 47° N, 9° O; CH1903: 741029 / 229345

Der Kanton St. Gallen (schweizerdeutsch Sanggale, französisch Saint-Gall, italienisch San Gallo, rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Sogn Gagl?/i) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und liegt in der Region Ostschweiz. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt St. Gallen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Der Ostschweizer Kanton St. Gallen grenzt an die schweizerischen Kantone Graubünden, Glarus, Schwyz, Zürich, Thurgau, im Norden an den Bodensee sowie im Osten an das österreichische Bundesland Vorarlberg und das Fürstentum Liechtenstein. Durch den Bodensee grenzt der Schweizer Kanton indirekt an die Landkreise Konstanz, Bodenseekreis und Lindau in Deutschland. Ferner umschliesst er die Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden.[4]

Der höchste Berg des Kantons ist der Ringelspitz mit 3247 m ü. M., bekannter dürfte jedoch der Säntis (2502 m ü. M.) sein. Der tiefste Punkt ist mit 395 Meter über Meer der Bodensee. Die grössten St. Galler Seen sind der Bodensee, der Zürichsee und der Walensee, die alle allerdings nicht ausschliesslich auf St. Galler Gebiet liegen. Der grösste See ausschliesslich auf St. Galler Gebiet ist daher der Stausee Gigerwaldsee.

Bedeutendere Flüsse sind der Rhein, die Thur, die Linth, die Sitter und die Seez.

Geographische Regionen und UnterregionenBearbeiten

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung[5][6]
 

Die Einwohner des Kantons werden Sankt Galler genannt. Per 31. Dezember 2016 betrug die Einwohnerzahl des Kantons St. Gallen 502'476.[7] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 248 Einwohnern pro Quadratkilometer über dem Schweizer Durchschnitt (204 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 31. Dezember 2015 auf 23,5 Prozent, während landesweit 24,6 Prozent Ausländer registriert waren.[8] Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 2,7 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[9]

Nationalitäten im Kanton St. Gallen
Herkunftsstaat[10] 2000 2010
Schweiz  Schweiz 80,43 78,17
Deutschland  Deutschland 1,86 4,43
Serbien  Serbien
Montenegro  Montenegro
Kosovo  Kosovo
4,31 4,02
Italien  Italien 3,49 2,74
Mazedonien  Mazedonien 1,60 1,93
Osterreich  Österreich 1,12 1,41
Turkei  Türkei 1,42 1,03
Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 1,37 1,03
Portugal  Portugal 0,56 0,84

SprachenBearbeiten

Amtssprache im Kanton St. Gallen ist Deutsch, Umgangssprache ist Schweizerdeutsch.

2012 gaben 89,3 Prozent der Bevölkerung Deutsch, 3,6 Prozent Italienisch und 1,2 Prozent Französisch als Hauptsprache an.[11] Angaben zur anderen Schweizer Amtssprache Rätoromanisch wurden nicht gemacht. Englisch gaben 2,5 Prozent der Bevölkerung als Hauptsprache an.

Aufgrund der heterogenen Zusammenstellung des Kantons durch die Mediationsakte 1803 existieren im Kanton St. Gallen verschiedene Dialekte, so unter anderem der Rheintaler, der St. Galler, der Toggenburger oder der Sarganserländer Dialekt.

Bis ins Mittelalter wurde in den südlichen Gegenden des Kantons St. Gallen Rätoromanisch gesprochen. Aus diesem Grunde sind viele geografische Bezeichnungen (Ortschaften, Flurnamen, Berge, Gewässer) in dieser Gegend romanischer Herkunft.[12] Die dortigen schweizerdeutschen Dialekte haben heute noch einen romanischen Akzent (Sarganserland und Werdenberg).

Religionen – KonfessionenBearbeiten

 
Konfessionelle Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen (Stand: Volkszählung 2000)

2012 bekannten sich 47,4 Prozent der Bevölkerung zum römisch-katholischen und 22,2 Prozent zum evangelisch-reformierten Glauben, während 15,1 Prozent sich selbst als konfessionslos bezeichneten.[11] Bei der Volkszählung 2000 waren 52 % der Kantonsbevölkerung römisch-katholisch, 26 % evangelisch-reformiert, 10 % gehörten anderen christlichen Kirchen an, 6 % waren muslimisch und 6 % konfessionslos.

Da der Kanton St. Gallen erst 1803 aus verschiedenen Territorien geschaffen worden ist, ist er konfessionell sehr heterogen. Rein katholisch sind das nördliche Fürstenland (einst Besitz des St. Galler Fürstabts), doch mit Ausnahme der traditionell reformierten Stadt St. Gallen (einst freie Reichsstadt), sowie die südlichen Teile des Kantons (einst Untertanengebiete der Innerschweiz), unter anderem das Sarganserland. Das im Westen gelegene Toggenburg ist gemischt, doch überwiegend reformiert, das im Osten gelegene Rheintal ist ebenfalls gemischt, doch vorwiegend katholisch (ausgenommen insbesondere die reformierten ehemaligen zürcherischen und glarnerischen Untertanengebiete von Sax und Werdenberg).

Öffentlich-rechtlich anerkannt sind die römisch-katholische Kirche, die evangelisch-reformierte Kirche, die christkatholische Kirche sowie die jüdische Gemeinde St. Gallen.

Siehe auchBearbeiten

Verfassung und PolitikBearbeiten

 
Erste Seite der Verfassung des Kantons St. Gallen

Die gegenwärtige Kantonsverfassung des Kantons St. Gallen[13] datiert vom 10. Juni 2001 (mit seitherigen Änderungen).

LegislativeBearbeiten

Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist der Kantonsrat, der 120 Mitglieder zählt und vom Volk nach dem Proporzwahlrecht auf eine feste Amtszeit von vier Jahren gewählt wird.

Über Volksabstimmungen, das heisst obligatorisches Referendum bei Verfassungsänderungen, fakultatives Referendum bei Gesetzesänderungen sowie Volksinitiativen betreffend den Erlass von Verfassungs- oder Gesetzesbestimmungen, hat auch das stimmberechtigte Volk direkten Anteil an der Gesetzgebung. Die Abstimmung über ein Gesetz können 4000 Stimmberechtigte verlangen; um ein Gesetz vorzuschlagen, bedarf es der Unterstützung durch 6000 Stimmberechtigte, und um eine Verfassungsänderung zu beantragen, sind 8000 Stimmberechtigte vonnöten. Eine allgemeine rechtsetzende Tätigkeit schliesslich können 4000 Stimmberechtigte verlangen (Einheitsinitiative). Dem obligatorischen bzw. fakultativen Referendum unterliegen sodann Staatsausgaben in vom Gesetz festgelegten Höhen.

Die Zusammensetzung des Kantonsrates seit den Wahlen im Kanton St. Gallen 2016 lautet wie folgt:

Partei Prozent Sitze Sitzverteilung (Kreisdiagramm) Sitzverteilung (Säulendiagramm)
Schweizerische Volkspartei (SVP) 29,63 40
5
20
2
26
26
40
1
20 26 26 40 
Von 120 Sitzen entfallen auf:
Wahlen zum St. Galler Kantonsrat vom 28. Februar 2016
Wahlbeteiligung: 45,34 %
 %
30
20
10
0
29,63
20,43
20,31
16,01
5,26
3,79
1,69
1,54
1,34
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2012
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,23
-2,54
+1,91
-0,16
-0,69
-1,26
-0,49
-1,07
+0,07
Sonst.
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 20,42 26
FDP.Die Liberalen (FDP) 20,31 26
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 16,71 20
Grüne Partei der Schweiz (GPS) 4,76 5
Grünliberale Partei (GLP) 4,21 2
Sonstige - 1

ExekutiveBearbeiten

Oberstes vollziehendes bzw. ausführendes Organ (Exekutive) ist die Regierung, welche sieben gleichberechtigte Mitglieder zählt. Sie werden nach dem Majorzwahlrecht vom Volk auf eine feste Amtszeit von vier Jahren gewählt. Den Vorsitzenden, Regierungspräsident (bis 2002 Landammann) genannt, wählt der Kantonsrat nach dem Rotationsprinzip für jeweils eine einjährige Amtsdauer.

Die Regierungsräte der aktuellen Legislatur vom 1. Juni 2012 bis 31. Mai 2016 (seit den Wahlen im Kanton St. Gallen 2012) und ihre jeweiligen Departemente lauten wie folgt:

Mitglieder der Regierung des Kantons St. Gallen (Amtsjahr vom 1. Juni 2016 bis 31. Mai 2017)[14]
Regierungsrat Amtsbezeichnung Partei Departement
Martin Klöti Regierungspräsident FDP Departement des Innern
Heidi Hanselmann Regierungsrätin SP Gesundheitsdepartement
Benedikt Würth Regierungsrat CVP Finanzdepartement
Stefan Kölliker Regierungsrat SVP Bildungsdepartement
Bruno Damann Regierungsrat CVP Volkswirtschaftsdepartement
Marc Mächler Regierungsrat FDP Baudepartement
Fredy Fässler Regierungsrat SP Sicherheits- und Justizdepartement

Leiter der Staatskanzlei ist Staatssekretär Canisius Braun (seit 2009).

JudikativeBearbeiten

Die Rechtsprechung (Judikative) wird auf kantonaler Ebene durch das Kantons-, Handels-, Verwaltungs- und das Versicherungsgericht ausgeübt.

Auf regionaler Ebene bestehen erstinstanzliche Kreis- und Arbeitsgerichte sowie als vorgeschaltete Schlichtungsbehörde die Vermittler.

Das Kassationsgericht, bis dahin oberste kantonale Gerichtsinstanz, wurde auf den 1. Januar 2011 abgeschafft.

Gemeinden und KreiseBearbeiten

Als dezentrale Einheiten kennt der Kanton St. Gallen als Normalfall die politischen Gemeinden. Grössere Gemeinden werden unten aufgeführt.

Spezialgemeinden sind die Orts- und die Schulgemeinden, die es allerdings nicht mehr im ganzen Kanton gibt, ferner die evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirchgemeinden.

Die Aufgaben der früheren Bezirke wurden in den letzten Jahren zunehmend auf andere Körperschaften übertragen; als Institution wurden die Bezirke schliesslich mit der neuen Kantonsverfassung abgeschafft. Die heutigen Wahlkreise (siehe unten) erfüllen keine Aufgaben der Staatsverwaltung mehr.

Vertretung auf nationaler EbeneBearbeiten

St. Gallen entsendet – wie jeder Vollkanton – zwei Abgeordnete in den Ständerat und aufgrund seiner Einwohnerzahl zwölf Vertreter in den Nationalrat.

WirtschaftBearbeiten

 
Agglomerationen und Eisenbahnlinien im Kanton St. Gallen

2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner 72'486 Schweizer Franken.[11] 2012 wurden 285'210 Beschäftigte im Kanton St. Gallen gezählt, wovon 11'696 auf den primären (Urproduktion), 87'948 auf den sekundären (Industrie) und 185'566 auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) entfielen. 37'012 Arbeitsstätten wurden 2012 im Kanton gezählt (davon 4428 im primären, 6688 im sekundären und 25'896 im tertiären Sektor). Die Arbeitslosenquote bezifferte sich per 31. Dezember 2015 auf 2,7 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[9]

Im Kanton wird die Hälfte der Gesamtfläche als landwirtschaftliche Flächen genutzt.[15] Bis etwa 1920 war der bei weitem wichtigste Industriezweig der St. Galler Wirtschaft die Textilindustrie.

VerkehrBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Die «Alte Ordnung» in der Ostschweiz bis 1798

Der Kanton St. Gallen wurde 1803 auf Antrag des helvetischen Abgeordneten Karl Müller-Friedberg von Napoleon Bonaparte geschaffen. Das Gebiet des Kantons entstand aus der Verschmelzung der helvetischen Kantone Linth und Säntis abzüglich der wiederhergestellten Kantone Glarus und Appenzell. Diese «Konkursmasse» bestand aus den folgenden Gebieten (der Grösse nach):

Der neu gebildete Kanton St. Gallen trat 1803 gemeinsam mit den anderen neuen Kantonen Thurgau, Waadt, Aargau, Graubünden und Tessin als gleichberechtigtes Bundesglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Die kurzzeitig auf dem st. gallischen Territorium gebildeten helvetischen Kantone Linth und Säntis wurden aufgelöst.

Der junge Kanton gab sich 1803 und 1814 die ersten Kantonsverfassungen und konnte sich in der nachnapoleonischen Zeit gegenüber territorialen Ansprüchen des ehem. Fürstabts von St. Gallen, Pankraz Vorster, einerseits und gegenüber separatistischen Kantonsteilen andererseits behaupten.

In der Verfassung von 1814 wurden aufgrund der konfessionellen Heterogenität des Kantons Angelegenheiten wie Kirchen-, Ehe- und Schulsachen nicht dem Staat, sondern den katholischen und reformierten Bevölkerungsgruppen, den sogenannten «Kantonsteilen» überantwortet, sodass neben dem allgemeinen gesetzgebenden Grossen Rat (heute Kantonsrat) auch ein katholischer und ein reformierter Grosser Rat eingeführt wurden (→ konfessioneller Dualismus).

1831 wurde eine repräsentativ-demokratische Verfassung eingeführt, die mit dem «Volksveto» bereits erste direkt-demokratische Züge aufwies und das bisherige oligarchische Regime ablöste. 1861 übernahm der Staat nach heftigen Streitigkeiten das bisher kirchliche Schulwesen. Die starke Konfessionalisierung des Kantons prägte St. Gallen aber noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein. 1875 wurde das «Volksveto» durch das fakultative Referendum (Einspracherecht des Volkes gegen Gesetze) ersetzt.

In der Verfassung von 1890 wurden mit der Einführung der Volksinitiative (Recht des Volkes, Gesetze vorzuschlagen), der Erleichterung das Referendums und der Volkswahl der Regierung die Volksrechte modernisiert. Dieses Grundgesetz galt, mit vielen Änderungen, bis zum Erlass der bis heutige gültigen Verfassung von 2001, die in erster Linie die zahlreichen verfassungsrechtlichen Neuerungen der vergangenen hundert Jahre zusammenfasste und die Reorganisation des Kantons abschloss.

Das Stimm- und Wahlrecht für Frauen wurde in St. Gallen auf kantonaler und kommunaler Ebene 1972 eingeführt.[16]

WappenBearbeiten

Blasonierung: «In Grüne ein kreuzweise von einem grünen Band umwundenes silbernes Stäbebündel (Fasces) mit fünf sichtbaren Stäben und durchgehendem rechtsgewendetem silbernem Beil mit rückseitigem Dorn.»[17]
Wappenbegründung: Das Wappen St. Gallens zeigt in Grün ein silbernes Rutenbündel mit Beil (auch Liktorenbündel bzw. lateinisch Fasces genannt). Den Ursprung dieses Bündels findet man im römischen Reich. Liktoren trugen einen Rutenbündel mit einem Beil hohen Beamten voraus. Der Bündel galt als Symbol der Gerichtsgewalt. Die Farbe Grün ist auch in den Wappen der ebenfalls 1803 gegründeten Kantonen Thurgau und Waadt sichtbar.

Im Jahr 2011 wurde das Wappen in seiner Darstellungsform modifiziert. So wurde der Dorn des Beils entfernt, das helle Grün in ein dunkles geändert und die Wappenform nach unten spitzverlaufend gestaltet. Aufgrund dessen ist die oben aufgeführte Blasonierung teilweise korrekt.

Die Revolutionäre in Frankreich übernahmen deren Symbole. Die Helvetische Republik übernahm neben der Trikolore auch das Rutenbündel. Im Vergleich zur französischen Marianne wählte die Schweiz ihre Helvetia. Nachdem Napoleon Bonaparte den Kanton St. Gallen gründete, wurde der Rutenbündel übernommen und zeigt heute, unter welchen Umständen der Kanton gegründet wurde. Das St. Galler Rutenbündel hat acht (davon sichtbar fünf) Stäbe für die acht ehemaligen Bezirke des Kantons zur Zeit der Kantonsgründung.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

WahlkreiseBearbeiten

Der Kanton St. Gallen ist seit dem 1. Januar 2003 in die folgenden Wahlkreise gegliedert, die im Uhrzeigersinn aufgelistet werden:

 
Wahlkreise des Kantons St. Gallen
 
Dünn ausgezogene Linien: Gemeindegrenzen
Wahlkreise des Kantons St. Gallen
Wahlkreis Einwohner Politische Gemeinden
St. Gallen 121'981 St. Gallen, Eggersriet, Wittenbach, Häggenschwil, Muolen, Waldkirch, Andwil, Gossau, Gaiserwald
Rorschach 42'404 Mörschwil, Goldach, Steinach, Berg, Tübach, Untereggen, Rorschacherberg, Rorschach, Thal
Rheintal 72'000 Rheineck, St. Margrethen, Au, Berneck, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Rebstein, Marbach, Altstätten, Eichberg, Oberriet, Rüthi
Werdenberg 38'445 Sennwald, Gams, Grabs, Buchs, Sevelen, Wartau
Sarganserland 40'234 Sargans, Vilters-Wangs, Bad Ragaz, Pfäfers, Mels, Flums, Walenstadt, Quarten
See-Gaster 66'231 Amden, Weesen, Schänis, Benken, Kaltbrunn, Gommiswald, Uznach, Schmerikon, Rapperswil-Jona, Eschenbach
Toggenburg 46'215 Wildhaus-Alt St. Johann, Nesslau, Ebnat-Kappel, Wattwil, Lichtensteig, Oberhelfenschwil, Neckertal, Hemberg, Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg, Mosnang, Kirchberg
Wil 75'042 Jonschwil, Oberuzwil, Uzwil, Flawil, Degersheim, Wil, Zuzwil, Oberbüren, Niederbüren, Niederhelfenschwil

Bis Ende Dezember 2002 kannte der Kanton St. Gallen eine Aufteilung in Bezirke.

Politische GemeindenBearbeiten

 
Städte und Orte des Kantons St. Gallen

Der Kanton St. Gallen umfasst 77 politische Gemeinden per 1. Januar 2015, im Weiteren 43 Schulgemeinden, 98 Ortsgemeinden, 78 örtliche Korporationen, 17 ortsbürgerliche Korporationen, 313 Gemeinden nach Gemeindegesetz sowie 57 Zweckverbände.[18] Nachfolgend aufgelistet sind die bevölkerungsreichsten der 77 politischen Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern per 31. Dezember 2016:[19]

Politische Gemeinde Einwohner
St. Gallen, Hauptort 75'481
Rapperswil-Jona 26'962
Wil 23'751
Gossau 18'055
Uzwil 12'816
Buchs 12'531
Altstätten 11'438
Flawil 10'505

Weitere Gemeinden mit bekannten Ortschaften sind:

Politische Gemeinde Einwohner
Rorschach 9408
Wattwil 8630
Uznach 6340
Sargans 6063
Bad Ragaz 5874
Wildhaus-Alt St. Johann 2667

Internationale PartnerschaftenBearbeiten

Der Kanton St. Gallen pflegt seit geraumer Zeit ausgewählte Regionen-Partnerschaften in Ost- und Mitteleuropa sowie in Norditalien:[20]

Siehe auchBearbeiten

  Portal: St. Gallen – Das Portal St. Gallen bietet eine Übersicht zu den Artikeln über den Kanton St. Gallen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton. Bundesamt für Statistik (BFS), 6. April 2017, abgerufen am 1. Juni 2017 (provisorische Jahresergebnisse).
  2. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 26. August 2016, abgerufen am 31. Mai 2017.
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  4. Geografie und Klima. Staatskanzlei St. Gallen, archiviert vom Original am 30. Dezember 2010, abgerufen am 26. Juni 2008. Geografie und Klima (Memento vom 30. Dezember 2010 im Internet Archive)
  5. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Bevölkerungsentwicklung nach Region, 1850–2000. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 7. Januar 2014.
  6. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Bevölkerungsstand. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 19. Juni 2017.
  7. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton. Bundesamt für Statistik (BFS), 6. April 2017, abgerufen am 1. Juni 2017 (provisorische Jahresergebnisse).
  8. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 26. August 2016, abgerufen am 31. Mai 2017.
  9. a b Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  10. Bevölkerung – Basiskennzahlen Kanton St.Gallen. Fachstelle für Statistik Kanton St. Gallen, abgerufen am 1. März 2012 (PDF; 405 kB).
  11. a b c Kennzahlen. St. Gallen. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 16. August 2015.
  12. Maximilian Wilhelm Götzinger 1891: Die romanischen Ortsnamen des Kantons St. Gallen. Online (PDF; 4,1 MB)
  13. Verfassung des Kantons St. Gallen. In: admin.ch. Bundeskanzlei (BK), abgerufen am 16. August 2015.
  14. Regierung des Kantons St.Gallen. Amtsjahr vom 1. Juni 2016 bis 31. Mai 2017. Staatskanzlei St. Gallen, abgerufen am 20. Juni 2016.
  15. Quelle: Statistik für die EUREGIO-Bodensee. In: Aufgelistet! Die zehn Landkreise der Bodenseeregion, … In: Südkurier vom 25. Februar 2011 und in: Ders. vom 2. Juli 2011
  16. Meyers Enzyklopädisches Lexikon, 1977, Band 20, S. 686.
  17. Mühlemann, Louis, Wappen und Fahnen der Schweiz, 700 Jahre Confoederatio Helvetica, Lengnau, 1991, 3. Auflg.
  18. Amt für Gemeinden. Staatskanzlei St. Gallen, 11. Dezember 2015, abgerufen am 17. Januar 2016.
  19. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  20. Partnerregionen. Staatskanzlei St. Gallen, abgerufen am 21. April 2014.