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GeographieBearbeiten

 
Historisches Luftbild aus 400 m von Walter Mittelholzer von 1923

Die Gemeinde zeichnet sich durch eine Vielzahl von lose miteinander verbundenen Weilern aus – mit einem entsprechend kleinen Dorfkern. Die ursprünglich zum Bezirk Rorschach gehörende Gemeinde ist jetzt im Wahlkreis Rorschach. Das Gemeindegebiet schliesst sich unmittelbar an das östliche Ende der Stadt St. Gallen an und breitet sich Richtung Bodensee aus. Das Gebiet wird zu beiden Seiten von den zwei Flüsschen Goldach und Steinach begrenzt. Nachbargemeinden sind Berg, Steinach, Tübach, Goldach, Untereggen, St. Gallen und Wittenbach.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot ein stehender goldener Greif.

GeschichteBearbeiten

Die 811 als Maurini vilare erstmals genannte Ortschaft befindet sich nordöstlich der Stadt St. Gallen und gilt als ein Vorort dessen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf Grund des Gesetzes zur Bekämpfung der Heimatlosigkeit jenische Familien eingebürgert.

Die Gemeinde hat sich in den letzten Jahren von einer landwirtschaftlich geprägten Struktur zu einer klassischen Vorortsgemeinde entwickelt. Typische Anzeichen dafür sind:

  • Enormes Bevölkerungswachstum von 1990 bis 2004 von 34.9 Prozent
  • Geringer Ausländeranteil mit rund 8 Prozent
  • Tiefster Steuerfuss im Kanton St. Gallen mit 75 % (Jahr 2018)
  • Gute Anbindung an die Stadt St. Gallen mit eigener Buslinie 11 und eigenem Bahnhof
  • Infrastrukturen sind auf die Stadt ausgerichtet: Kein Schwimmbad usw.

Um der Gefahr zu begegnen, sich zu einer Schlafgemeinde zu entwickeln, hat die Gemeinde früh begonnen, das Gewerbe zu fördern. Erfolg dieser Politik ist zum Beispiel die Ansiedlung von Firmen wie swiss windows. Aber auch zahlreiche andere Gewerbebetriebe sind zu finden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1809 1850 1900 1950 2000 2005 2007 2010 2011 2012 2017
Einwohnerzahl 1324 1249 1584 1649 3116 3400 3366 3508 3518 3576 3583

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof (1976)

Auf dem Gemeindegebiet von Mörschwil liegt die Autobahnverzweigung Meggenhus (A1 / A1.1) und die früher zum Kohleabbau benutzten Cholegruebe. Der Dorfkern sowie einige Quartiere wurden bis Dezember 2018 mit der Buslinie 11 der VBSG erschlossen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 hat die Postauto AG mit den Kursen 210 und 211 den Busbetrieb in Mörschwil übernommen. Mörschwil hat einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Rorschach–St. Gallen.

SchulenBearbeiten

Unterstufe und MittelstufeBearbeiten

Mörschwil verfügt über drei Schulhäuser, das Gallusschulhaus für die 1. bis 3. Klasse und das Otmarschulhaus sowie das Aleaschulhaus für die 4. bis 6. Klasse.

OberstufeBearbeiten

In der Gemeinde Mörschwil gibt es keine Sekundarschule, dafür ein Gymnasium, die Untere Waid, ein Privatgymnasium (mit rund 110 Schülerinnen und Schüler) mit eidgenössischer Matura-Anerkennung. Von 1924 bis 2007 wurde das Gymnasium vom Orden der Patres von La Salette geführt. Heute sind die meisten Lehrkräfte Laien (Nichtordensleute). Im August 2007 ging die Schule an eine zivile Trägerschaft über. Die kleine Schule gilt als sehr weltoffen und ist bekannt für gute Führung durch engagierte Lehrkräfte. Das Gymnasium und Untergymnasium ist offen für Mädchen und Knaben aller Konfessionen; die Aufnahmebedingungen sind die gleichen wie die der öffentlichen Gymnasien des Kantons St. Gallen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Emil Spiess (1895–1985), Vikar und Ehrenbürger von Mörschwil
  • Markus Rauh (1939–2019), Manager, lebte in Mörschwil

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mörschwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.