Neckertal

Gemeinde in der Schweiz
Neckertal
Wappen von Neckertal
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. GallenKanton St. Gallen Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Toggenburgw
BFS-Nr.: 3378i1f3f4
Postleitzahl: 9105 Schönengrund (Wald)
9113 Degersheim (Wolfensberg,
         Mämetschwil, Wolfhag)
9114 Hoffeld
9115 Dicken
9116 Wolfertswil (Moos)
9122 Mogelsberg
 (Sitz der Gemeindeverwaltung)
9122 Ebersol
9123 Nassen
9125 Brunnadern
9126 Necker
9127 St. Peterzell
Koordinaten: 730043 / 245467Koordinaten: 47° 20′ 50″ N, 9° 9′ 35″ O; CH1903: 730043 / 245467
Höhenbereich: 585–1171 m ü. M.
Fläche: 49,00 km²
Einwohner: 4035 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 82 Einw. pro km²
Website: www.neckertal.ch
Das Bahnhofsgebäude Brunnadern-Neckertal wurde 2017 abgebrochen, um Platz zu schaffen für die Neugestaltung des Bahnhofs­areals.[2]

Das Bahnhofsgebäude Brunnadern-Neckertal wurde 2017 abgebrochen, um Platz zu schaffen für die Neugestaltung des Bahnhofs­areals.[2]

Lage der Gemeinde
ZürichseeWägitalerseeWalenseeKanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton GlarusKanton SchwyzKanton ThurgauKanton ZürichWahlkreis See-GasterWahlkreis SarganserlandWahlkreis St. GallenWahlkreis WerdenbergWahlkreis WilBütschwil-GanterschwilEbnat-KappelHemberg SGKirchberg SGLichtensteigLütisburgMosnangNeckertalNesslauOberhelfenschwilWattwilWildhaus-Alt St. JohannKarte von Neckertal
Über dieses Bild
w

Neckertal ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Toggenburg des Kantons St. Gallen in der Schweiz. Sie entstand am 1. Januar 2009 durch die Fusion der Gemeinden Brunnadern, Mogelsberg und St. Peterzell.

Die Gemeinden Neckertal, Oberhelfenschwil und Hemberg planen per 1. Januar 2023 die Fusion zu einer Einheitsgemeinde.[3]

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet der Gemeinde Neckertal stand im Spätmittelalter unter Herrschaft der Grafschaft von Toggenburg und gelangte mit dem Toggenburg 1468 an die Fürstabtei St. Gallen. 1798 kam es zum Kanton Säntis und seit 1803 gehört es zum Kanton St. Gallen. Mit der Gründung des Ringkantons erfolgte auch die Schaffung der politischen Gemeinden. Bis 2002 gehörten Brunnadern und St. Peterzell zum Bezirk Neutoggenburg, Mogelsberg hingegen zum Bezirk Untertoggenburg.

In der Abstimmung vom 21. Oktober 2007 stimmten die Einwohner der drei Gemeinden Brunnadern, St. Peterzell (mit Wald-Schönengrund) und Mogelsberg (mit Nassen, Necker, Hoffeld, Ebersol und Dicken) für eine Fusion, die per 1. Januar 2009 vollzogen wurde. Der Name der neuen Gemeinde leitet sich ab vom Fluss Necker, an dessen Mittellauf sie liegt. Ende 2010 hatte die politische Gemeinde Neckertal 4130 Einwohner.

→ siehe auch: Abschnitte Geschichte in den Artikeln Brunnadern SG, Mogelsberg und St. Peterzell.

GeografieBearbeiten

Neckertal liegt in einem östlichen Seitental der Thur. Die Nachbargemeinden sind Oberhelfenschwil, Wattwil, Hemberg, Degersheim, Bütschwil-Ganterschwil und Lütisburg im Kanton St. Gallen sowie Schwellbrunn und Schönengrund im Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Geplante Einheitsgemeinde NeckertalBearbeiten

 
Vorschlag für ein Wap­pen für die Einheits­gemeinde Neckertal

Die Gemeinden Neckertal, Hemberg und Oberhelfenschwil planen per 1. Januar 2023 die Fusion zu einer neuen Einheitsgemeinde. Im Mai 2020 wurden der Öffentlichkeit Vorschläge für den Gemeindenamen und das Gemeindewappen präsentiert. Die neue Gemeinde soll den Namen Neckertal tragen, denn eine Zusammenführung der drei bisherigen Gemeindenamen ist nicht möglich. Wie beim Gemeindenamen ist auch beim Gemeindewappen eine Zusammenführung der drei bisherigen Wappen nicht sinnvoll. Deshalb wird ein komplett neues Wappen vorgeschlagen. Unter den fünf Tannen, welche die ursprünglich fünf Gemeinden St. Peterzell, Brunnadern, Mogelsberg, Oberhelfenschwil und Hemberg symbolisieren, fliesst der Necker. Überhöht sind die Tannen von einer Sonne.[4]

Als Verwaltungsstandort wird Mogelsberg vorgeschlagen, den nur dort findet die neue Verwaltung im bestehenden Gemeindehaus genug Platz. Der neue Gemeinderat soll aus sieben Mitgliedern bestehen, inklusive Gemeindepräsident und Schulpräsident.[4]

VerkehrBearbeiten

Durch die Gemeinde Neckertal führt die Hauptstrasse 8 von Herisau über Waldstatt nach Wald-Schönengrund und westlich weiter über die Wasserfluh nach Lichtensteig und Wattwil. Eine weitere Hauptverbindung besteht dem Necker entlang nach Ganterschwil und weiter nach Wil.

Seit dem 3. Oktober 1910, der Eröffnung des Wasserfluhtunnels der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT), ist die Gemeinde Neckertal mit den Bahnhöfen Brunnadern-Neckertal und Mogelsberg an das Netz der heutigen Schweizerischen Südostbahn (SOB) angebunden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

→ siehe auch: Abschnitte Sehenswürdigkeiten in den Artikeln Brunnadern SG, Mogelsberg und St. Peterzell.

WeblinksBearbeiten

Commons: Neckertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Anina Rütsche: Brunnadern: Abbruch beginnt nächste Woche. In: St. Galler Tagblatt (online), 8. März 2017
  3. Urs M. Hemm: Gemeindefusion im Neckertal: Mit dem klaren Ja an der Grundsatzabstimmung ist der erste Schritt getan. In: St. Galler Tagblatt (online), 1. Juli 2019
    Urs M. Hemm: Dem Ziel einen Schritt nächer. In: St. Galler Tagblatt (online), 1. Juli 2020
  4. a b Urs M. Hemm: Grossfusion im Neckertal: Nun sind die Vorschläge für Name und Wappen der neuen Gemeinde bekannt. In St. Galler Tagblatt (online), 26. Mai 2020