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GeographieBearbeiten

Die im Toggenburg auf halbem Weg zwischen Wil und Wildhaus liegende Gemeinde ist nach Einwohnern gemessen die zweitgrösste und nach Fläche viertgrösste Toggenburger Gemeinde und gilt als Hauptort des Toggenburgs. Wattwil hat eine Fläche von 51 km² und 8569[2] Einwohner (31. Dezember 2017).

Das Dorf liegt auf rund 610 m ü. M. an der Thur. Der höchste Punkt Wattwils ist der Tweralpspitz mit 1321 m ü. M., und der tiefste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 590 m.

Zum Gemeindegebiet gehören die Dörfer Wattwil, Ricken sowie die Weiler bzw. Quartiere Bleiken, Scheftenau, Bunt, Hochsteig, Chrummbach/Heiterswil, Hummelwald, Schönenberg, Steintal, Laad, Ulisbach, Schmidberg und Hänsenberg sowie seit dem 1. Januar 2013 das Dorf Krinau.

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 897 wurde Wattwil unter dem Begriff Wattinwilare (das Gehöft des Watto) erstmals erwähnt. Im 19. Jahrhundert und anfangs des 20. Jahrhunderts war Wattwil ein bedeutendes Zentrum für die Textilindustrie.

Öffentlicher VerkehrBearbeiten

 
Als 1910 die BT und die Ricken­bahn eröffnet wurden, bekam Wattwil einen neuen Bahnhof.
 
Bus des Busbetriebs Lichtensteig–Wattwil–Ebnat-Kappel (BLWE)

Seit die Toggenburgerbahn am 24. Juni 1870 auf der Strecke WilEbnat-Kappel den Betrieb aufnahm, ist Wattwil von der Eisenbahn erschlossen. Als am 1. Oktober 1910 gemeinsam die Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) die Strecke RomanshornSt. Gallen–Wattwil und die SBB die Rickenlinie Wattwil–Uznach eröffneten, wurde Wattwil zum Bahnknotenpunkt des Toggenburgs. Am 1. Oktober 1912 eröffnete die BT die Verlängerung der Toggenburgerbahn von Ebnat-Kappel ins Obertoggenburg nach Nesslau-Neu St. Johann.

Wattwil wird mit dem Voralpenexpress stündlich mit St. Gallen und RapperswilLuzern verbunden. Im Regionalverkehr wird Wattwil von den Linien S 4, S 8 und S 9 der S-Bahn St. Gallen bedient. Die Linie St. Gallen–Wattwil–Nesslau-Neu St. Johann mit dem Bahnhof Wattwil steht heute im Eigentum der Südostbahn (SOB), die Strecke Wattwil–Uznach–Rapperswil gehört den SBB.

Auf Wattwiler Gemeindegebiet liegen das Ostportal des 8,6 Kilometer langen Rickentunnels, das Westportal des Wasserfluhtunnels sowie der Bahnhof Lichtensteig.

Wattwil verfügt seit 1970 über einen Ortsbus des Busbetriebs Lichtensteig–Wattwil–Ebnat-Kappel (BLWE), der zwischen Ebnat-Kappel und Lichtensteig die verschiedenen Quartiere und Weiler erschliesst. Die Kurse der Schneider Busbetriebe verkehren über den Rickenpass nach Rapperswil. Postautokurse führen nach Hemberg und zeitweise über Nesslau-Neu St. Johann nach Wildhaus.

SchulenBearbeiten

Wattwil ist ein bedeutender Schulstandort mit folgenden Einrichtungen:

Sehenswürdigkeiten und TourismusBearbeiten

Sehenswürdigkeiten von Wattwil sind unter anderem das Kloster Sta. Maria der Engel mit der hochbarocken Kirche (erbaut 1621), die Burgruine Iberg, alte Fabrikanten- und Bauernhäuser und die spätklassizistische Kubli-Kirche.

Von der neueren Architektur ist u. a. die Markthalle Toggenburg (Architekt: Walter Bieler) sehenswert.

Durch das Gemeindegebiet verläuft der 60 Kilometer lange Thurweg, ein Wanderweg entlang der Thur von Wil nach Wildhaus.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wattwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Gemeinde Wattwil Online: Wattwil in Zahlen. Abgerufen am 12. Dezember 2017.