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Kirchberg SG

Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Schweiz
SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Kirchbergf zu vermeiden.
Kirchberg
Wappen von Kirchberg
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Toggenburgw
BFS-Nr.: 3392i1f3f4
Postleitzahl: 9533 Dietschwil
9533 Kirchberg
9534 Gähwil
9602 Bazenheid
9602 Müselbach
UN/LOCODE: CH KRG
Koordinaten: 720376 / 251132Koordinaten: 47° 24′ 0″ N, 9° 2′ 0″ O; CH1903: 720376 / 251132
Höhe: 735 m ü. M.
Fläche: 42,59 km²
Einwohner: 9016 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 212 Einw. pro km²
Website: www.kirchberg.ch
Bazenheid

Bazenheid

Karte
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Über dieses Bild
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Kirchberg ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen. Sie liegt im Wahlkreis Toggenburg.

Ausser dem gleichnamigen Hauptort gehören auch die Ortschaften Bazenheid an der Thur, Gähwil, Dietschwil, Müselbach, Schalkhausen, Oetwil, Rupperswil, Nuetenwil, Lamperswil und Stelz zur Gemeinde. Der Ort hat sowohl eine katholische als auch eine reformierte Kirche.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Nachbargemeinden sind Rickenbach TG, Wilen TG, Sirnach, Fischingen, Mosnang, Lütisburg und Jonschwil.

GeschichteBearbeiten

Eine möglicherweise eisenzeitliche Befestigungsanlage liegt bei Unterbazenheid. 745 wurden die umliegenden Weiler erstmals erwähnt, 1222 trat auch der Name Kilchberc erstmals auf. Im Mittelalter war die grosse Mehrheit der Einwohner teils der Fürstabtei St. Gallen, teils den Grafen von Toggenburg hörig. Auf dem Gemeindegebiet liegen 17 Burgruinen und Burgstellen, darunter die Burg Alt-Toggenburg (Iddaburg) bei Gähwil. 1445 fand im Gemeindegebiet das Gefecht bei Kirchberg statt. 1468 ging das ganze Gemeindegebiet durch Kauf an die Fürstabtei über. Die Reformation war nur kurze Zeit erfolgreich; immerhin blieb die Heiligkreuzkirche bis 1954, als die Evangelischen eine eigene Kirche bezogen, paritätisch genutzt.

1831 wurde der Bezirk Alttoggenburg gebildet, zu dem Kirchberg mit drei weiteren Gemeinden gehörte. Von den Bauern gingen die meisten dem Nebenerwerb der Stickerei nach, und von 1897 bis 1814 gab es im Dorf eine Stickfachschule. In den 1930er Jahren kam die Heimstickerei zum Erliegen. Als Teil der Region Wil erlebt Kirchberg seit 1960 einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Umgekehrt ist die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe seither von über 400 auf 170 zurückgegangen. Dennoch hat Kirchberg immer noch den grössten Viehbestand im Kanton St. Gallen.[2]

VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet liegt an der SBB-Strecke Wil–Wattwil und ist zudem durch Buslinien abgedeckt. Im Jahr 2006 wurde die Umfahrung von Bazenheid fertiggestellt. Die Gemeinde grenzt direkt an den Autobahnzubringer der A1 in Wil.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 4194
1900 5025
1950 5619
1980 6398
2000 7904
2010 8149

SehenswürdigkeitenBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

In Bazenheid gibt es seit 1984 eine Müllverbrennungsanlage der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB). Der 1992 errichtete 95 Meter hohe Kamin der Anlage war der höchste Kamin im Kanton Sankt Gallen. Er wurde im Jahre 2009 durch einen neuen, nur noch 50 Meter hohen Kamin ersetzt.[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kirchberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Geschichte auf www.kirchberg.ch, abgerufen am 20. Oktober 2017
  3. Ein Wahrzeichen verschwindet. In: Tagblatt, 20. Oktober 2009.