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Mogelsberg

Teil der Gemeinde Neckertal, Kanton St. Gallen, Schweiz
Mogelsberg
Wappen von Mogelsberg
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Toggenburg
Politische Gemeinde: Neckertali2
Postleitzahl: 9122
Koordinaten: 726744 / 247558Koordinaten: 47° 22′ 0″ N, 9° 7′ 0″ O; CH1903: 726744 / 247558
Höhe: 755 m ü. M.
Fläche: 32,96 km²
Einwohner: 2203 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 67 Einw. pro km²
Website: www.mogelsberg.ch
Karte
Mogelsberg (Schweiz)
Mogelsberg
www
Gemeindestand vor der Fusion am 31. Dezember 2008

Mogelsberg ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Neckertal im Wahlkreis Toggenburg des Kantons St. Gallen in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Der Kurort Mogelsberg liegt im Neckertal oberhalb des Flusses Necker an der Hauptstrasse sowie der Südostbahn-Linie zwischen St. Gallen und Wattwil.

Der tiefste Punkt befindet sich am Fluss Necker mit 600 m ü. d. M, der höchste Punkt an der Wilkethöhe bei 1175 m ü. d. M. Das Dorf Mogelsberg liegt auf einer Höhe von 755 m ü. d. M.

Mogelsberg verfügte für St. Galler Verhältnisse über eine überdurchschnittlich grosse Gemeindefläche und wies ein Strassennetz von über 200 km auf. Zur Gemeinde Mogelsberg gehörten die Dörfer und Weiler Mogelsberg, Dicken (Teile von Dicken lagen auch auf Gemeindegebiet von St.Peterzell), Necker, Nassen, Dieselbach, Hoffeld, Ebersol, Hofstetten, Furt und Wolfensberg (ist direkt an der Gemeinde Degersheim bzw. beim Dorf Degersheim gelegen und wird hauptsächlich auch von Degersheim her bedient). Die Gemeinde hatte neun Postleitzahlen und unterhielt sechs Primar- und drei Oberstufenschulen.

Die Nachbargemeinden von Mogelsberg waren Degersheim SG, Schwellbrunn, St. Peterzell, Hemberg, Brunnadern, Oberhelfenschwil, Ganterschwil und Lütisburg.

GeschichteBearbeiten

Mogelsberg wird urkundlich erstmals 1152 erwähnt, damals noch unter dem Namen Magoldesberch, was so viel wie Mein goldener Berg bedeutet. 1224 existierte in Mogelsberg bereits ein Heilbad. 1468 kaufte die Abtei St. Gallen das ganze Toggenburg. 1528 trat im Zuge der reformatorischen Bewegung beinahe die gesamte Mogelsberger Bevölkerung zum evangelischen Glauben über. Die Grafen von Toggenburg als weltliche Herrschaften setzten jedoch 1567 durch, dass die Kirche für Messfeieren wieder genutzt werden konnte. Im 17. Jahrhundert wütete mehrmals die Pest im Dorf. 1798–1803 gehörte Mogelsberg zum Kanton Säntis. 1810 wurde die paritätische Jakobuskirche erbaut (Renovationen 1932 und 1992). 1910 wurde die «Darlehenskasse» gegründet, die heutige Raiffeisenbank. Im selben Jahr fuhr zum ersten Mal die Bodensee-Toggenburgbahn (BT) von St. Gallen nach Kaltbrunn. 1984 wurde das Resort Hotel mit Sportzentrum eröffnet (Schliessung 2009).[1]

Mogelsberg war bis zum 31. Dezember 2008 eine eigenständige politische Gemeinde, in der Abstimmung vom 21. Oktober 2007 stimmten die Einwohner von Mogelsberg für eine Fusion mit Brunnadern SG und St. Peterzell zur neuen Gemeinde Neckertal per 1. Januar 2009.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die paritätische Kirche Mogelsberg

Die 1810 erbaute paritätische Kirche in der Dorfmitte gehört zum Typus des spätbarocken Predigtsaals mit nüchterner Raumhülle. Die Renovation 1992 brachte viel Licht in das Gotteshaus. Der Chorraum weist einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre auf.[2]

Das neben der Kirche gelegene, von Johann Jakob Haltiner erbaute Gasthaus Rössli ist ein Strickbau des 18. Jahrhunderts mit Mansarddach und geschweiftem Quergiebel.

Im Weiler Hofstetten gibt es eine Gruppe von Strickbauten aus dem 17. Jahrhundert.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mogelsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinde Mogelsberg (Hrsg.): Mogelsberg - Ein Werk über die Geschichte und Gegenwart. Mogelsberg 1999.
  2. Geschichtliches zur Kirche Mogelsberg