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Kontrollschild (Schweiz)

in der Schweiz

Kontrollschild ist der in der Schweizerischen Eidgenossenschaft verwendete Begriff für das am Motorfahrzeug angebrachte Kennzeichen. Umgangssprachlich wird es allgemein Autonummer oder Nummernschild genannt.

Inhaltsverzeichnis

Kantonale KontrollschilderBearbeiten

vor 1905Bearbeiten

1894 schrieb der Kanton Basel-Stadt vor, dass Velokennzeichen auch an Motorfahrzeugen anzubringen sind.[1] 1901 vergab der Kanton Luzern Kontrollschilder für Motorfahrzeuge, 1902 verordnete der Kanton Zürich, dass Motorfahrzeuge vorne und hinten ein Kontrollschild aufweisen müssen.[1]

1905–1933Bearbeiten

Am 6. Februar 1905 beschlossen die Kantone eine Nummernverteilung nach untenstehendem Schema. Die Kontrollschilder hatten das Schweizerwappen links und das Kantonswappen rechts. Die Schilder waren in Schwarz mit weisser Schrift gehalten.[1]

1–1000 Kanton Zürich  Zürich
1001–2200 Kanton Bern  Bern
2201–2600 Kanton Luzern  Luzern
2601–2700 Kanton Uri  Uri
2701–2900 Kanton Schwyz  Schwyz
2901–3000 Kanton Obwalden  Obwalden
3001–3100 Kanton Nidwalden  Nidwalden
3101–3300 Kanton Glarus  Glarus
3301–3400 Kanton Zug  Zug
3401–3800 Kanton Freiburg  Freiburg
3801–4100 Kanton Solothurn  Solothurn
4101–4600 Kanton Basel-Stadt  Basel-Stadt
4601–4800 Kanton Basel-Landschaft  Basel-Landschaft
4801–5000 Kanton Schaffhausen  Schaffhausen
5001–5200 Kanton Appenzell Ausserrhoden  Appenzell Ausserrhoden
5201–5300 Kanton Appenzell Innerrhoden  Appenzell Innerrhoden
5301–5800 Kanton St. Gallen  St. Gallen
5801–6000 Kanton Graubünden  Graubünden
6001–6400 Kanton Aargau  Aargau
6401–6700 Kanton Thurgau  Thurgau
6701–7100 Kanton Tessin  Tessin
7101–8000 Kanton Waadt  Waadt
8001–8400 Kanton Wallis  Wallis
8401–8800 Kanton Neuenburg  Neuenburg
8801–9999 Kanton Genf  Genf

1911 wurden die zugeteilten Nummern teilweise aufgebraucht, daher fügte man als Suffix einen Buchstaben ein. Ein Berner Kontrollschild konnte demnach beispielsweise 1841P lauten.[1] Ab 1922 begannen einige Kantone, die Schilder in weiss mit schwarzer Schrift produzieren zu lassen, da sie weniger schmutzempfindlich sind.[1]

Dieses System wurde 1933 abgelöst, die zugeteilten Nummernblöcke waren auch mit den Suffixen bald aufgebraucht und es wurde das heutige Schema eingeführt.[1]

Seit 1933Bearbeiten

 
Vorderes Kontrollschild
(FR =Kanton Freiburg  Kanton Freiburg)
 
Hinteres Kontrollschild im Querformat
(GR =Kanton Graubünden  Kanton Graubünden)
 
Hinteres Kontrollschild im Hochformat
(SZ =Kanton Schwyz  Kanton Schwyz)
 
Sechsstellige Nummern mit 1000er-Trennzeichen in Form eines schmalen Leerzeichens
(ZH =Kanton Zürich  Kanton Zürich)
 
Kontrollschild für Zweiräder
(GE =Kanton Genf  Kanton Genf)
 
Kontrollschild für Zweiräder
(OW =Kanton Obwalden  Kanton Obwalden)

Die Kontrollschilder werden von den Motorfahrzeugbehörden der Kantone ausgegeben. Dabei finden seit 1933 zweistellige alphabetische Kurzzeichen für die Kantone mit einer ein- bis sechsstelligen Nummer Verwendung, dabei haben nur sechsstellige Nummern ein Tausendertrennzeichen in Form eines schmalen Leerzeichens.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Staaten Europas werden die Schweizer Kontrollschilder nicht einem bestimmten Fahrzeug, sondern dessen Halter zugeteilt. Dieser kann die Kontrollschilder auf Antrag auch als Wechselschilder für maximal zwei Fahrzeuge nutzen. In vielen Kantonen können bis zu 99 Veteranenfahrzeuge (Fahrzeugalter im Minimum 30 Jahre) pro Schild eingelöst werden.[2] Bei regulären Fahrzeugen können im Normalfall nur zwei Fahrzeuge mit demselben Nummernschild eingelöst werden.

Das Wort Kennzeichen wird im Gesetz nur für Fahrradkennzeichen verwendet.[3]

Bislang werden Buchstaben nur für die Kantonsbezeichnung bzw. Sondernutzungen verwendet.

Schema Kanton Höchste Motorwagen-Nummer aus laufender Serie
Ohne Spezialnummern, Wunschnummern usw., gemäss Quelle(n)
Nummer Datum
AG • XXX XXX Kanton Aargau  Aargau 500 000 Mai 2017[4][5]
AR • XX XXX Kanton Appenzell Ausserrhoden  Appenzell Ausserrhoden
AI • XX XXX Kanton Appenzell Innerrhoden  Appenzell Innerrhoden
BL • XXX XXX Kanton Basel-Landschaft  Basel-Landschaft
BS • XXX XXX Kanton Basel-Stadt  Basel-Stadt
BE • XXX XXX Kanton Bern  Bern
FR • XXX XXX Kanton Freiburg  Freiburg
GE • XXX XXX Kanton Genf  Genf 820 000 2016[6]
GL • XX XXX Kanton Glarus  Glarus
GR • XXX XXX Kanton Graubünden  Graubünden
JU • XX XXX Kanton Jura  Jura
LU • XXX XXX Kanton Luzern  Luzern
NE • XXX XXX Kanton Neuenburg  Neuenburg
NW • XX XXX Kanton Nidwalden  Nidwalden
OW • XX XXX Kanton Obwalden  Obwalden
SH • XX XXX Kanton Schaffhausen  Schaffhausen
SZ • XXX XXX Kanton Schwyz  Schwyz
SO • XXX XXX Kanton Solothurn  Solothurn
SG • XXX XXX Kanton St. Gallen  St. Gallen 400 000 Ende 2014[7]
TI • XXX XXX Kanton Tessin  Tessin1
TG • XXX XXX Kanton Thurgau  Thurgau
UR • XX XXX Kanton Uri  Uri
VD • XXX XXX Kanton Waadt  Waadt 600 000 2016[8]
VS • XXX XXX Kanton Wallis  Wallis
ZG • XXX XXX Kanton Zug  Zug 100 000 Januar 2016[9]
ZH • XXX XXX Kanton Zürich  Zürich 900 000 28. September 2016[10]

1 Das Kürzel TI wird auch den Einwohnern der italienischen Exklave Campione d’Italia vergeben.

Gestaltung der SchilderBearbeiten

 
Händlerschild, Kanton Bern

Das vordere Kontrollschild, etwas kleiner, enthält nur Kantonskürzel und Nummer, das hintere zusätzlich links das Schweizerwappen, rechts das jeweilige Kantonswappen.

Alle Schweizer Nummernschilder können bei der Prägung wahlweise in Langformat oder Hochformat angefordert werden (betrifft nur hinteres Nummernschild).

SondernutzungenBearbeiten

 
Zollkontrollschild, Kanton St. Gallen
 
Mietwagenschild

Stehen auf einem Kontrollschild hinter der Nummer ein oder zwei Buchstaben, so handelt es sich um eine Sondernutzung, zum Beispiel für Autohändler oder als temporäres Kontrollschild. Aufgrund einer Richtlinie dürfen Mietfahrzeuge nicht mehr anhand des Kontrollschilds als solche erkennbar sein. Daher sind die V-Nummern nicht mehr in Gebrauch und Mietwagen sind häufig in den versicherungsgünstigen Kantonen VD oder AI angemeldet.

Die Kontrollschilder für Autohändler (umgangssprachlich «Garagenummern», «U-Nummern») stehen nur eingetragenen Autohändlern und Reparaturwerkstätten zur Verfügung. Diese Nummern können kurzzeitig für sämtliche Motorfahrzeuge für Überprüfungsfahrten und Überführungsfahrten genutzt werden, unabhängig von deren Motorleistung und dem Emissionsausstoss. Nebst der Anbringung an den ordentlichen Autonummernhalterungen der Fahrzeuge ist es auch zulässig, diese «U»-Nummern mittels Magnet auf der Motorhaube und am Heck, z. B. unter der Heckscheibe oder in eine Kunststofftasche angehängt, anzubringen.

«U» Händlerschild (Unternehmen, Umhangschild), umgangssprachlich meist «Garagenummer» oder «U-Nummer» genannt
«V» Mietfahrzeug (nicht mehr in Gebrauch)
«Z» Zollschild (befristet gültig)

Hintergrundfarben und AbmessungenBearbeiten

 
Kontrollschild Mopeds (bis 2017, vgl. Art. 151i VZV)
 
Kontrollschild Arbeitsfahrzeuge
 
Kontrollschild Ausnahme­fahrzeuge (altes Format 31x24 cm [bis 1972 ausgegeben])
 
Kontrollschild Landwirtschaftliche Fahrzeuge

Die Hintergrundfarbe und die Abmessung der Kontrollschilder ist von der Art der Verwendung bzw. von Fahrzeugtypen abhängig. Diese werden in vielen Kantonen jeweils unabhängig voneinander nummeriert. Es kann also durchaus sein, dass mehrere Fahrzeuge ein Kontrollschild mit der gleichen Zahl haben. Es existieren folgende Formate und Farben:

Arten von KontrollschildernBearbeiten

Gestaltung Schild vorne Schild hinten Verwendung
schwarz auf weiss ja ja, lang oder hoch Motorwagen und Anhänger
schwarz auf blau ja ja, lang oder hoch Arbeitsfahrzeuge
schwarz auf braun ja ja, lang oder hoch Ausnahmefahrzeuge
schwarz auf grün ja nein Landwirtschaftliche Fahrzeuge
schwarz auf weiss nein ja, schmal Motorräder, Klein- und dreirädrige Fahrzeuge
schwarz auf gelb nein ja, schmal Kleinmotorräder und Leichtmotorfahrzeuge bis ca. 45 km/h (ab 2017 nur noch im Hochformat[11])
weiss auf schwarz ja, Kürzel «M»
statt Kantonskürzel
ja, lang oder hoch, ohne Kantonswappen,
Kürzel «M» statt Kantonskürzel
Militärfahrzeuge

AbmessungenBearbeiten

Masse der Kontrollschilder[12] in mm
Vorderes Schild (ausgegeben bis 1972) 380 × 110
Vorderes Schild (ausgegeben ab 1972) 300 × 80
Hinteres Schild, lang (ausgegeben ab März 1959 bis 1987, vor 1959 gab es nur hohe Schilder) 440 × 110
Hinteres Schild, lang (ausgegeben ab 1987) 500 × 110
Hinteres Schild, hoch (ausgegeben bis 1. November 1972) 310 × 240
Hinteres Schild, hoch (ausgegeben ab 2. November 1972) 300 × 160
Hinteres Schild für Motorräder und bis 2017 Kleinmotorräder (schmal) 180 × 140
Hinteres Schild Kleinmotorräder (ausgegeben ab 30. November 2012, vgl. Art. 83 Abs. 3d VZV) 100 × 140

VergabeBearbeiten

Kontrollschilder werden grundsätzlich dem Halter zugeteilt und nicht dem Fahrzeug. Bei einem Fahrzeugwechsel des Halters wird nach der Ummeldung dasselbe Kontrollschild ans neue Fahrzeug montiert. Das bisherige Fahrzeug, das einem neuen Besitzer gehört, erhält dann das Kontrollschild des neuen Halters. Meldet der bisherige Halter kein neues Fahrzeug mehr an, so gibt er das Kontrollschild an die ausgebende Behörde zurück. Je nach Kanton bleibt es für eine gewisse Zeit für den bisherigen Halter reserviert. Da die Zuteilung auf eine Person (und nicht auf ein Fahrzeug) erfolgt, kann je nach Kanton eine Nummer auch verkauft werden. Im Kanton St. Gallen beispielsweise kann mit fünf- oder mehrstellige Nummern gehandelt werden, während ein- bis vierstellige Nummern nur vererbt werden können.[13][14]

Die Kontrollschilder werden nach Verfügbarkeit abgegeben. Das heisst, werden Kontrollschilder zurückgegeben, so gelangen diese in einigen Kantonen nach angemessener Zeit wieder in Umlauf. Existieren keine solchen, werden neue Schilder mit fortlaufender Nummerierung geprägt. In anderen Kantonen, wie beispielsweise Genf, werden stets neue fortlaufende Nummern vergeben.

In den letzten Jahren sind viele Kantone dazu übergegangen, zurückgegebene Kontrollschilder mit besonders niedrigen Zahlen (ein- bis vierstellig) oder mit besonders einprägsamen Zahlen (zum Beispiel 100 000 oder 22 333) gegen bestimmte erhöhte Gebühren oder an meistbietende Interessenten zu verkaufen. Dazu stellen viele Kantone entsprechende Internetportale zur Verfügung. So musste im Kanton St. Gallen die Berufsfeuerwehr der Stadt St. Gallen die Nummern «SG 1» bis «SG 20» zurückgeben, damit diese an Meistbietende versteigert werden kann. «SG 1» wurde als nunmehr teuerstes Schild für 135'000 Franken versteigert. Die Versteigerung dient der Aufbesserung des Finanzhaushalts des Kantons.[15] Im Jahr 2017 hat ein Unternehmer aus dem Wallis aus "Protest" gegen den Kanton die Nummer VS 1 für 160'100 Franken ersteigert.[16]

Einige Kantone erlauben Wunschkennzeichen ausserhalb laufender Nummern. So vergab der Kanton Bern 1996 die Nummer BE 999 999.[17]

AutoindexBearbeiten

Hauptartikel: Autoindex

In vielen Kantonen ist das Register der Kontrollschilder öffentlich einsehbar, teilweise über Online-Halterabfragen über das Internet, sofern der Halter keine entsprechende Auskunftssperre beantragt hat. Ausserdem können jedes Jahr neu aufgelegte Bücher mit einer Liste der Kontrollschilder und dem dazugehörigen Halter käuflich erworben werden.

Militärische FahrzeugeBearbeiten

 
Hinteres Schild
 
Vorderes Schild

Militärfahrzeuge (Fahrzeuge der Armee und Verwaltungsfahrzeuge der Departementsbereiche Verteidigung), Fahrzeuge des Grenzwachtkorps, der Zolluntersuchungsbehörden, der armasuisse sowie teilweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz werden durch das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt der Armee (SVSAA) mit Militärkontrollschildern immatrikuliert (Art. 28 Abs. 1 VFBF). Dieses Kontrollschild trägt das Schweizerwappen gefolgt von einem «M» (Kürzel für «Militaire») und der Nummer mit weissen Zeichen auf schwarzem Grund.

Die M-Nummern werden nach Fahrzeugtyp und Beschaffungstranche vergeben und sind in der Beschaffungsserie fortlaufend, z.B. Pz 87 (Leopard 2):

  • 1. Serie: 035 Stück: M77101 bis M77135
  • 2. Serie: 120 Stück: M77136 bis M77255
  • 3. Serie: 225 Stück: M77256 bis M77480
  • Entpannungspanzer 65: 69 Stück: M78631 bis M78699

Bei Prototypen wird jeweils die Ziffer 0 an erster Stelle nach dem M genutzt, sowohl bei Fahrzeugen, die Eingang in die Schweizer Armee finden (z.B Prototyp Entpannungspanzer 65: M0870), wie auch bei Fahrzeugen, die nicht in Serie beschafft werden (z. B. 35Mm Kan Flab Pz B22L: M0888 und M0889 oder der Panzerkanone 68: M0872, M0898, M0899). Das Schild sieht dem Liechtensteiner Kontrollschild ähnlich, welches jedoch das Fürstenwappen und das Kürzel «FL» trägt.

Diplomaten-KontrollschilderBearbeiten

 
Diplomatenkontrollschild aus dem Kanton Genf

Fahrzeuge von Angehörigen des Diplomatischen und Konsularischen Corps sowie einiger Internationaler Organisationen tragen ein vom Standort-Kanton der Botschaft bzw. des Konsulats ausgegebenes Kontrollschild nach dem Muster (Art. 84 Abs. 4 und 86 VZV).

  • Zeichen «CD» auf grünem Grund:
    • Dienstwagen der diplomatischen Missionen
    • Motorfahrzeuge der Mitglieder des diplomatischen Personals dieser Missionen
  • Zeichen «CC» auf grünem Grund:
    • Dienstwagen der von einem Berufsbeamten geleiteten konsularischen Posten
    • Motorfahrzeuge von Berufskonsularbeamten
    • Separates Zusatzzeichen «CC» für höchstens einen Wagen jedes Honorar-Postenchefs eines konsularischen Postens, dem der Bundesrat das Exequatur erteilt hat. Der Fahrzeugausweis trägt in diesen Fällen den Vermerk «CC-Zeichen bewilligt».
  • Zeichen «CD» auf blauem Grund:
    • Dienstwagen ständiger Missionen oder anderer Vertretungen bei zwischenstaatlichen Organisationen sowie Motorfahrzeuge der Mitglieder des diplomatischen Personals dieser Missionen
    • Dienstwagen institutioneller Begünstigter wie zwischenstaatlichen Organisationen, internationalen Institutionen, Sekretariaten oder anderen durch einen völkerrechtlichen Vertrag eingesetzten Organen, unabhängigen Kommissionen, internationalen Gerichtshöfen, Schiedsgerichten sowie anderen internationalen Organen (Art. 2 Abs. 1 lit. a,b,i,j,k,l und m des Gaststaatgesetzes), die Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen geniessen, sowie die Motorfahrzeuge der höchstgestellten Beamten dieser institutionellen Begünstigten, die in der Schweiz diplomatischen Status geniessen.
  • Zeichen «AT» auf grünem Grund:
    • Fahrzeuge von Angehörigen des Verwaltungs- und technischen Personals diplomatischer Missionen.

Die Zeichen «CD», «CC» und «AT» werden gefolgt vom Kantonskürzel und zwei durch einen Punkt getrennten Zahlen, wovon der zweite Ziffernblock den Entsendestaat kennzeichnet und der erste Block eine Laufnummer für die Fahrzeuge dieses Staates darstellt. Die ersten Zahlen der Laufnummer sind dem Chef der Vertretung oder der Organisation und seinen Stellvertretern vorbehalten:

Nicht mehr verwendete Kontrollschild-TypenBearbeiten

 
ehem. Kontrollschild Administration
 
ehem. Kontrollschild Administration Blau

Zivile Fahrzeuge des Bundes trugen früher das Schweizerwappen gefolgt von einem «A» (Kürzel für «Administration») und der Nummer mit schwarzen Zeichen auf weissem Grund. Sie trugen auch kein Kantonswappen. Die erste Ziffer der fünfstelligen Nummer stand für das Departement, zu dem das Fahrzeug gehörte. Diese Kontrollschild werden nicht mehr verwendet. Die Amtsstellen erhalten heute normale Kontrollschilder des Kantons. Einzige Ausnahme bilden die Bereiche Verteidigung und armasuisse innerhalb des VBS, welche die Armeenummern mit Schweizerwappen und weissem «M» auf schwarzem Grund verwenden.

A • 1XXXX = EDA Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
A • 2XXXX = EDI Eidgenössisches Departement des Innern
A • 3XXXX = EJPD Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
A • 4XXXX = VBS Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
A • 5XXXX = EFD Eidgenössisches Finanzdepartement
A • 6XXXX = WBF Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
A • 7XXXX = UVEK Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
 
ehem. Kennzeichen der PTT

Post, Telegraf und Telefon (PTT) sowie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) waren bis 1997/98 Teil der Bundesverwaltung, ihre Fahrzeuge trugen das Schweizerwappen gefolgt von einem «P» (Kürzel für «Post») und der Nummer mit schwarzen Zeichen auf weissem, gelbem oder blauem Grund. Die Post und die SBB blieben nach der Verselbständigung vollständig in Bundesbesitz und konnten die P-Schilder vorerst weiterverwenden, hingegen mussten die Fahrzeuge des Telecom-Bereichs, die ab 1. Januar 1998 zur teilprivatisierten Swisscom gehörten, sofort auf kantonale Nummernschilder wechseln.

P • 1XXXX bis P • 7XXXX Schweizerische Post
P • 8XXXX bis P • 9XXXX Schweizerische Bundesbahnen

Alle Fahrzeuge von Post und Bundesbahnen wurden bis 31. Dezember 2003 auf normale kantonale Schilder umgerüstet. Zuständig für die Ausgabe ist das Strassenverkehrsamt des Kantons, in dem die jeweilige Dienststelle ihren Sitz hat.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kontrollschilder – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Fahrzeug-Kontrollschilder in der Schweiz. morger.net. Abgerufen am 23. Oktober 2011.
  2. Veteranenfahrzeuge Erklärung über Abweichungen bei Veteranenfahrzeugen
  3. Strassenverkehrsgesetz (SVG) (PDF; 365 kB)
  4. https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/historisch-bald-ist-ag-500-000-zu-haben-ein-lukratives-geschaeft-fuer-kanton-130902354
  5. http://www.igsk.org/Public/AG500000.aspx
  6. https://www.24heures.ch/vaud-regions/vd-600-000-prennent-route/story/11212138
  7. http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kanton/Die-letzten-300-000er-Nummern;art122380,3891670
  8. https://www.24heures.ch/vaud-regions/vd-600-000-prennent-route/story/11212138
  9. http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/zug/Jetzt-hat-auch-Zug-sechsstellige-Nummernschilder;art93,659767
  10. https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/kanton-zuerich-praegt-erste-900-000ernummer-und-verkauft-sie-gleich/story/29380344
  11. http://www.pom.be.ch/pom/de/index/strassenverkehr-schifffahrt/kontrollschilder/aktuell.meldungNeu.html/pom/de/meldungen/svsa/2014/07/20140722_1120_neues_schilderformatfuerkleinmotorraederbzwleichtmotorfahrzeuge
  12. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.strassenverkehrsamt.lu.ch Strassenverkehrsamt LU Kanton Luzern
  13. Kanton St. Gallen: Allgemeine Geschäftsbedingungen zur Versteigerung von Kontrollschildern im Internet, 1. Oktober 2013, abgerufen am 25. August 2016
  14. Art. 8bis des VIII. Nachtrag zur Einführungsverordnung zum eidgenössischen Strassenverkehrsgesetz des Kanton St. Gallen
  15. Tages-Anzeiger: 2,6 Millionen Gewinn dank tiefer Autonummern, abgerufen am 23. Februar 2013
  16. 20 Minuten: "Er ersteigerte «VS 1» nur aus Protest", http://www.20min.ch/schweiz/romandie/story/Er-ersteigerte--VS-1--nur-aus-Protest-10185129 (abgerufen am 16. März 2017)
  17. http://www.auktion-ch.ch/ks/Wunschnummern.aspx