Gribbohm

Gemeinde in Deutschland

Gribbohm (niederdeutsch: Gribboom) ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Außenbezirke Bebek und Langenklint.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gribbohm
Gribbohm
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gribbohm hervorgehoben

Koordinaten: 54° 2′ N, 9° 21′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Schenefeld
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 13,23 km2
Einwohner: 440 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25596
Vorwahl: 04827
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 031
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 2
25560 Schenefeld
Website: www.gribbohm.de
Bürgermeister: Gerd Saß (FWG)
Lage der Gemeinde Gribbohm im Kreis Steinburg
AasbüttelAasbüttelAebtissinwischAgethorstAltenmoorAuuferBahrenflethBeidenflethBekdorfBekmündeBesdorfBlomesche WildnisBokelrehmBokelrehmBokhorstBorsflethBreitenbergBreitenburgBreitenburgBreitenburgBrokdorfBrokstedtBüttelChristinenthalDägelingDammflethDrageEcklakElskopEngelbrechtsche WildnisFitzbekGlückstadtGrevenkopGribbohmHadenfeldHeiligenstedtenHeiligenstedtenerkampHennstedtHerzhornHingstheideHodorfHohenaspeHohenfeldeHohenlockstedtHolstenniendorfHorst (Holstein)HujeItzehoeKaaksKaisborstelKellinghusenKiebitzreiheKleveKollmarKollmoorKrempdorfKrempeKremperheideKrempermoorKronsmoorKrummendiekKudenseeLägerdorfLandrechtLandscheideLockstedtLohbarbekLooftMehlbekMoordiekMoorhusenMühlenbarbekMünsterdorfNeuenbrookNeuendorf b. ElmshornNeuendorf-SachsenbandeNienbüttelNortorfNuttelnOelixdorfOeschebüttelOldenborstelOldendorfOttenbüttelPeissenPöschendorfPoyenbergPulsQuarnstedtRadeReherRethwischRosdorfSankt MargarethenSarlhusenSchenefeldSchlotfeldSilzenSommerlandStördorfStörkathenSüderauVaaleVaalermoorWackenWarringholzWestermoorWewelsflethWiedenborstelWillenscharenWilsterWinseldorfWittenbergenWristWulfsmoorKarte
Über dieses Bild

Geografie und VerkehrBearbeiten

Gribbohm liegt direkt westlich von Wacken. Der Nord-Ostsee-Kanal, die Bundesstraße 431 und die Marschbahn verlaufen durch das Gebiet der Gemeinde; die nächsten Bahnhöfe sind in Wilster und Burg (Dithmarschen). Der Forstbach, Nuttelner Bach und die Holstenau fließen durch die Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Der Name des Ortes wurde 1538 erstmals in den Akten erwähnt und geht vermutlich auf den „Grie´ßbaum“, der Stange eines Schiedsrichter, mit der in einem Turnier die Kämpfenden eines Zweikampfes getrennt werden konnten, zurück.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWG seit der Kommunalwahl 2018 sechs und die Wählergemeinschaft AWG drei Sitze.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün vor einem von Silber und Rot zehnmal gestückten Balken ein linksgewendeter, silbern gekleideter Landmann, der ein ihm zugewendetes, sich aufbäumendes silbernes Pferd am kurzen Zügel hält.“[3]

Dem Wappen liegt eine Sage zur Namensgebung der Gemeinde zugrunde. Im 17. Jahrhundert soll es in dem Ort einen Grenz- bzw. Zollbaum gegeben haben, an dem man Schmuggler fassen (plattdeutsch: griepen) wollte. So wurde der Zollbaum „Griepbohm“ genannt. Man erzählt sich nun, dass einst in Nienbüttel ein Pferd durchgegangen sei, das auch in Wacken nicht eingefangen werden könnte. Als es in Richtung Gribbohm lief, sollen die Leute gesagt haben: „Lat da Tier man lopen, he kümmt ja für den Boom!“ (Lass das Tier laufen, es kommt ja an den (Grenz-)Baum.) Und beim Zollbaum in Gribbohm habe man das Tier dann tatsächlich greifen können („kunn man dat Tier griepen“). So sei der „Griepboom“ Ursprung des Ortsnamens geworden.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Thomas Carstens (1881–1926), Politiker, Offizier, Logenmeister der Hamburger Freimaurerloge und Großgrundbesitzer, wurde in Gribbohm geboren.
  • Der in Berlin lebende Aktionskünstler John Bock wurde 1965 in Gribbohm geboren.

WeblinksBearbeiten

Commons: Gribbohm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 3: Ellerbek - Groß Rönnau. 1. Aufl. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2003, ISBN 978-3-926055-73-6, S. 304 (dnb.de [abgerufen am 26. April 2020]).
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein