Sankt Margarethen (Holstein)

Sankt Margarethen (niederdeutsch Sankt Margrethen) ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Sie gehört zum Amt Wilstermarsch in der Metropolregion Hamburg.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sankt Margarethen
Sankt Margarethen (Holstein)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sankt Margarethen hervorgehoben

Koordinaten: 53° 53′ N, 9° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Wilstermarsch
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,24 km2
Einwohner: 816 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25572
Vorwahl: 04858
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 095
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Kohlmarkt 25
25554 Wilster
Website: www.wilster.de
Bürgermeister: Volker Bolten (UWStM)
Lage der Gemeinde Sankt Margarethen im Kreis Steinburg
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Über dieses Bild
Blick vom Elbdeich

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Sankt Margarethen liegt am Unterlauf der Elbe acht Kilometer östlich von Brunsbüttel und der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 431 und die Deutsche Fährstraße.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Sankt Margarethen gliedert sich in folgende Ortsteile:[2]

  1. Heideducht
  2. Kirchducht
  3. Osterbünge
  4. Stuven

NachbargemeindenBearbeiten

Büttel Landscheide Nortorf
 
Brokdorf

GeschichteBearbeiten

Sankt Margarethen wird 1344 erstmals als Elredeluete urkundlich erwähnt. Das Dorf hieß vormals Elredefleth, wurde aber von der Strömung der Elbe so sehr bedroht, dass man es abriss und an die heutige Stelle verlegte. Eingeweiht wurde das neue Dorf im Juli 1500 am Margarethentag.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Sankt Margarethen setzt sich aus vier Ratsfrauen und sieben Ratsherren zusammen.[3]

  • UWStM: 11 Sitze

(Stand: Kommunalwahl 6. Mai 2018)

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister von Sankt Margarethen ist Volker Bolten. Seine Stellvertreter sind Hauke Carstens und Inken Rotzoll (alle drei UWStM).[3]

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Wappens von Sankt Margarethen stammt von dem Wappenzeichner Lothar Leissner[4] aus Itzehoe, der sämtliche Wappen in Schleswig-Holstein entworfen hat. Das Wappen wurde am 9. März 1993 genehmigt.[5]

Blasonierung: „Von Silber und Blau im Wellenschnitt geteilt. Oben wachsend die rot gekleidete heilige Margaretha mit goldener Märtyrerkrone, in der Rechten ein gesenktes goldenes Schwert, in der Linken ein goldenes Buch haltend und beiderseits begleitet von jeweils zwei sechsstrahligen blauen Sternen übereinander. Unten ein auf dem Rücken liegender, rot gezungter silberner Drache, mit der Spitze des Schwertes überdeckt.“[5][6]
Wappenbegründung: Die Heilige im Wappen der Gemeinde St. Margarethen bezieht sich sowohl auf den auf sie zurückgehenden Namen des Ortes als auch auf dessen Vergangenheit. Die Märtyrerin Margaretha wurde wegen ihres christlichen Glaubens in einen römischen Kerker geworfen und gemartert. Den Versuchen, sie dem Heidentum zurückzugewinnen, widerstand sie; dieser Kampf wird im Wappen durch den Drachen symbolisiert. Der Widerstand der Einwohner gegen die zerstörenden Gewalten des Wassers ist mit dem Kampf der Margaretha gegen den Drachen der Versuchung vergleichbar. Die vier Sterne im Wappen vertreten die Gemeindeteile Heideducht, Kirchducht, Osterbünge und Stuven. Zugleich spricht die Vierzahl die engen Beziehungen zwischen St. Margarethen und den Nachbargemeinden Büttel, Kudensee und Landscheide an. Die untere blaue Schildhälfte symbolisiert das Wasser der Elbe. Im übrigen sind die im Wappen dominierenden Farben Blau, Silber und Rot die Landesfarben Schleswig-Holsteins.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehenBearbeiten

  • Albert de Badrihaye (1880–1976), flämischer Maler/Grafiker, Professor, Heraldiker, in den 1930er Jahren lebte er vor Ort in seinem Hausboot

KulturdenkmaleBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sankt Margarethen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Schleswig-Holstein-Topographie: Städte und Dörfer des Landes. Pölitz – Schönbek. Band 8. Flying-Kiwi-Verlag Junge, Flensburg 2007, ISBN 3-926055-89-8, S. 240 (360 S.).
  3. a b Die Gemeindevertretung von Sankt Margarethen. In: Webseite Wilstermarsch. Abgerufen am 5. September 2017.
  4. Wappenentwürfe von Lothar Leissner. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 5. September 2017.
  5. a b Martin Reißmann: Die Wappen der Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Husum 1997, ISBN 3-88042-815-8, S. 297 und 394.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein.