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Eugen Strähl

Schweizer Unternehmer und Autorennfahrer

UnternehmerBearbeiten

Eugen Strähl war viele Jahre als Unternehmer in der Futtermittelproduktion tätig. Die 2009 in Leimbach, Kanton Aargau, gegründete Eugen Strähl AG wurde 2019 wieder geschlossen.[1][2]

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Eugen Strähl bekam 1966 seine erste Fahrerlizenz und startete mit dem Alfa Romeo seiner Mutter bei Automobil-Slaloms, einer in den 1960er-Jahren in der Schweiz populären Motorsportform. In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren beschränkten sich seine Aktivitäten auf den Tourenwagensport.

1973 startete er zum ersten Mal für das Team seines Landsmanns Fredy Lienhard. Lienhard war Erbe der Lista Holding und betrieb einen eigenen Rennstall, für den Strähl in den folgenden Jahren immer wieder an den Start ging. Bis ins hohe Alter verband die beiden Rennfahrer eine enge Freundschaft. 1975 debütierte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und erreichte gemeinsam mit Gerhard Maurer und Christian Beez im Porsche 911 Carrera RS überraschend den Sieg in der GTS-Klasse und den zehnten Gesamtrang.

Eugen Strähl war einer der ersten Fahrer im Rennstall von Peter Sauber. Zweimal startete er für Sauber in Le Mans sowie 1976 und 1977 in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Seine beste Platzierung in der Meisterschaft war der zweite Gesamtrang beim 500-km-Rennen von Pergusa 1977. Seine fünf Rennsiege – in Le Castellet, Misano, monza und auf dem Hockenheimring – erzielte er in Sportwagenrennen ohne Status. Neben Starts in der Interserie bestritt er 1979 und 1980 drei Rennen in der Formel-2-Europameisterschaft.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1975 Schweiz  Gerhard Maurer Porsche 911 Carrera RS Schweiz  Gerhard Maurer Deutschland  Christian Beez Rang 10 und Klassensieg
1977 Schweiz  P. P. Sauber AG Sauber C5 Schweiz  Peter Bernhard Ausfall Ölleck
1978 Schweiz  Artos Francy Sauber PP AG Sauber C5 Schweiz  Marc Surer Schweiz  Harry Blumer nicht klassiert

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1976 Peter Sauber Sauber C5 Italien  MUG Italien  VAL Deutschland  NÜR Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Italien  IMO Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL Italien  PER Vereinigte Staaten  WAT Kanada  MOS Frankreich  DIJ Frankreich  DIJ Osterreich  SAL
13 5
1977 Sauber Sauber C5 Vereinigte Staaten  DAY Italien  MUG Frankreich  DIJ Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Italien  VAL Italien  PER Vereinigte Staaten  WAT Portugal  EST Frankreich  LEC Kanada  MOS Italien  IMO Osterreich  SAL Vereinigtes Konigreich  BRH Deutschland  HOK Italien  VAL
DNF DNF 2 5 5 DNF DNF
1978 Sauber Sauber C5 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  TAL Italien  MUG Frankreich  DIJ Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MIS Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Italien  VAL Vereinigte Staaten  ROD
DNF

LiteraturBearbeiten

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eugen Strähl AG
  2. Eugen Strähl AG gelöscht