Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Wolfsburg

Großstadt in Niedersachsen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wolfsburg
Wolfsburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wolfsburg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 25′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 204,09 km2
Einwohner: 124.045 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 608 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 38440–38448
Vorwahlen: 05361, 05362, 05363, 05365, 05366, 05367, 05308
Kfz-Kennzeichen: WOB
Gemeindeschlüssel: 03 1 03 000
Stadtgliederung: 16 Ortschaften, wiederum gegliedert in 40 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Porschestraße 49
38440 Wolfsburg
Webpräsenz: www.wolfsburg.de
Oberbürgermeister: Klaus Mohrs (SPD)
Lage der Stadt Wolfsburg in Niedersachsen
Landkreis GöttingenLandkreis HolzmindenLandkreis SchaumburgLandkreis GoslarRegion HannoverLandkreis HildesheimSalzgitterLandkreis WolfenbüttelBraunschweigLandkreis WolfenbüttelLandkreis PeineLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis HelmstedtWolfsburgLandkreis GifhornLandkreis Nienburg/WeserLandkreis NortheimLandkreis DiepholzFreie Hansestadt BremenFreie Hansestadt BremenHamburgHamburgKönigreich der NiederlandeNordrhein-WestfalenHessenThüringenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernBrandenburgSachsen-AnhaltOsnabrückLandkreis OsnabrückDelmenhorstOldenburg (Oldb)Landkreis WesermarschLandkreis VechtaLandkreis EmslandLandkreis Grafschaft BentheimLandkreis LeerEmdenLandkreis LeerLandkreis CloppenburgLandkreis AmmerlandWilhelmshavenMellumLandkreis AurichLandkreis AurichLandkreis WittmundLandkreis AurichLandkreis FrieslandLandkreis OldenburgLandkreis CuxhavenLandkreis OsterholzLandkreis VerdenLandkreis StadeLandkreis HarburgLandkreis LüneburgLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis HeidekreisLandkreis UelzenLandkreis CelleLandkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild
Schriftzug Wolfsburg als Rabatte am Ortseingang, das W als Logo des VfL Wolfsburg gestaltet

Wolfsburg ist eine kreisfreie Großstadt im Osten des Landes Niedersachsen. Die Stadt wurde 1938 als Sitz des Volkswagenwerks gegründet und ist mit rund 125.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Niedersachsens.

Wolfsburg zählt zu den wenigen Stadtgründungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Bis Mai 1945 trug die Stadt den Namen Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben.[2] Die Stadt war als Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes konzipiert, in dem der KdF-Wagen – der spätere VW Käfer – produziert werden sollte. 1972 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Wolfsburg zur Großstadt wurde. Im Jahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte.[3][4]

Wolfsburg bildet mit den Städten Braunschweig und Salzgitter eines der neun Oberzentren in Niedersachsen und gehört zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Braunschweig rund 26 Kilometer südwestlich, Magdeburg rund 64 Kilometer südöstlich und Hannover rund 74 Kilometer westlich.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Übersicht der Region
 
Der Mittellandkanal neben dem VW-Werk

Das Aller-Urstromtal mit dem Mittellandkanal verläuft in Ost-West-Richtung durch Wolfsburg. Das Stadtgebiet greift im Süden auf die Hochfläche des Ostbraunschweigischen Flachlandes, im Norden auf den Vorsfelder Werder, im Westen auf das Feuchtgebiet Barnbruch und im Osten auf das Niedermoorgebiet Drömling über. Der höchste Punkt liegt mit 140 Metern über NHN bei Almke, der niedrigste mit 54 Metern im Ilkerbruch.[5] Die höchste Erhebung in der Kernstadt ist mit 110 Metern der Klieversberg.

KlimaBearbeiten

Der Jahresniederschlag beträgt 532 mm und liegt damit im unteren Zehntel der in Deutschland erfassten Werte; nur an 7 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Oktober, die meisten Niederschläge fallen im Juni; in diesem Monat fallen 1,9-mal mehr Niederschläge als im Oktober. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 17 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbarkreise und -gemeindenBearbeiten

Die nachfolgenden Landkreise, Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Wolfsburg (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen):

Sicht vom Schillerteich-Center über die Innenstadt; links die zur Weihnachtszeit angeleuchteten Schornsteine des Heizkraftwerks Wolfsburg Nord/Süd, rechts die grünleuchtende Volkswagen Arena

StadtgliederungBearbeiten

 
Gliederung der Stadt und Flächennutzung
 
Gliederung der Stadt Wolfsburg
Hauptartikel: Stadtgliederung Wolfsburg

Das Stadtgebiet von Wolfsburg gliedert sich in 40 Stadt- und Ortsteile. Ein Stadtteil allein oder mehrere Stadtteile bzw. ein oder mehrere Ortsteile zusammen bilden die insgesamt 16 Ortschaften, die durch Ortsräte vertreten werden. Jeder Ortsrat hat einen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Ortsräte wurden zunächst nur in den 1972 nach dem Wolfsburg-Gesetz nach Wolfsburg eingemeindeten Stadtteilen gebildet. Damals wurden elf Ortsräte eingerichtet. Sie übernahmen teilweise die Funktionen der früheren Stadt- und Gemeinderäte dieser Orte. Im Jahre 1991 wurden für Detmerode, Westhagen und für die Nordstadt, die aus mehreren Stadtteilen besteht, weitere Ortsräte gebildet und 2001 erfolgte die Einrichtung der Ortsräte für die ebenfalls aus mehreren Stadtteilen bestehenden Bereiche Stadtmitte und Mitte-West. Somit gibt es in Wolfsburg heute flächendeckend insgesamt 16 Ortsräte. Diese Gremien werden von den Bürgern direkt gewählt und sind in ihrem Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten anzuhören.

Die 16 Ortschaften[6] (mit Einwohnerzahlen im Jahr 2015) und den zugehörigen Stadt- und Ortsteilen:[7]

SonderbezirkBearbeiten

Einen Sonderfall stellt das Gebiet mit Volkswagenwerk und Allerpark in der Stadtgliederung dar: Obwohl es sich fast mittig im Wolfsburger Stadtgebiet befindet, ist es keiner Ortschaft zugeordnet, sondern wird als „Sonderbezirk“ geführt. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, langfristig den Allerpark politisch zuzuordnen. Jedoch erhebt die Ortschaft Nordstadt ebenso wie die Stadtmitte Besitzansprüche auf den Allerpark. Der Ostteil des Allersees, der sich im Allerpark befindet, gehört politisch zur Ortschaft Neuhaus-Reislingen. Das liegt an den alten Gemarkungsgrenzen, die durch die Gebietsreform 1972 nicht geändert wurden.

NaturschutzgebieteBearbeiten

Im Wolfsburger Stadtgebiet sind sieben Naturschutzgebiete (NSG) ausgewiesen. Im Westen liegen im Aller-Urstromtal die Gebiete „Allertal zwischen Gifhorn und Wolfsburg“, „Barnbruch“, „Ilkerbruch“, „Düpenwiesen“ und „Südliche Düpenwiesen“, im Osten ebenfalls im Aller-Urstromtal das NSG „Wendschotter und Vorsfelder Drömling“ und im Süden das Gebiet „Talniederung im Barnstorfer Wald“.[8]

Siehe auch:

GeschichteBearbeiten

Vorgeschichte der Stadt WolfsburgBearbeiten

Im Jahre 1302 wurde die Wolfsburg als Sitz des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben erstmals urkundlich erwähnt. Anfangs war dies ein Wohnturm an der Aller, der erst in späteren Jahrhunderten seinen wehrhaften Charakter als Wasserburg erhielt. Eine Vorgängeranlage war vermutlich die um 1200 entstandene Turmhügelburg Rothehof der Rothehöfer Linie des Geschlechts. 1372 folgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Neuhaus. Nach dem Erlöschen des Geschlechts derer von Bartensleben 1742 ging ihr Besitz einschließlich der Wolfsburg durch Erbgang an die Grafen von der Schulenburg über. Das gräfliche Gut war ein bedeutender Arbeitgeber für die der Burg nahe liegenden Siedlungen Rothenfelde und Heßlingen sowie den schulenburgischen Gutsweiler Rothehof.

Einige der heutigen Ortsteile, darunter Heßlingen mit dem bis 1928 als Gutsbezirk selbständigen Wolfsburg,[9] gehörten im 18. Jahrhundert zum Herzogtum Magdeburg und bildeten eine Exklave, die zum Holzkreis gehörte. Erst 1932 wurden sie aus dem Landkreis Gardelegen, der zur preußischen Provinz Sachsen gehörte, in den hannoverschen Landkreis Gifhorn umgegliedert. Andere Ortsteile, wie Vorsfelde und die vom Landkreis Helmstedt zu Wolfsburg gekommenen Dörfer, gehörten über Jahrhunderte zum Gebiet des späteren Herzogtums Braunschweig, hingegen Fallersleben und die schon vor 1932 zum Landkreis Gifhorn gehörenden Dörfer zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (später Königreich Hannover und Provinz Hannover).

Über das heutige Stadtgebiet verlief im 18. und 19. Jahrhundert die Postroute Braunschweig–Calvörde.

Stadt- und Werksgründung sowie Zweiter WeltkriegBearbeiten

 
Grundsteinlegung des Volkswagenwerks durch Adolf Hitler, 1938

Am 26. Mai 1938 legte Adolf Hitler den Grundstein für das Volkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals, wo der KdF-Wagen – später VW Käfer genannt – gebaut wurde. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Daher wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1938 durch Verordnung des Oberpräsidenten des Regierungsbezirks Lüneburg die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ im Landkreis Gifhorn gebildet. Sie bestand aus den vormaligen Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) sowie einzelnen Grundstücken der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf, alle zum Landkreis Gifhorn gehörig. Das Zentrum der neuen Stadt sollte in der Gemarkung Heßlingen entstehen. Der Bau von Kirchen wurde ab 1940 bewusst ausgeschlossen, da Wolfsburg eine Stadt ohne Kirchen werden sollte.[10] Bereits zu dieser Zeit wurde der Einsatz von ausländischen Facharbeitern in Erwägung gezogen. Die in Bahnhofsnähe errichtete Tullio-Cianetti-Halle erinnert mit ihrem Namen an ein 1937 ratifiziertes Abkommen mit der italienischen Mussolini-Regierung. Der an der Berlin-Lehrter Eisenbahn liegende Bahnhof trug weiterhin den Namen Rothenfelde-Wolfsburg.[11]

Während des Zweiten Weltkriegs diente das neu gebaute Autowerk vor allem der Rüstungsindustrie, auch unter Einsatz Tausender Zwangsarbeiter. In den für die Produktion der KdF-Wagen gebauten Hallen wurden Kübelwagen, Ersatzteile für Panzer und andere Rüstungsgüter wie die Vergeltungswaffe 1 produziert. Die Zwangsarbeiter wurden unter anderem im KZ Arbeitsdorf und im KZ-Außenlager Laagberg zwangsinterniert. Am 11. April 1945 wurde das Werk Ziel von alliierten Luftangriffen und durch Bomben zu zwei Dritteln zerstört.

StadtaufbauBearbeiten

Ende 1937 beauftragte die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens (GEZUVOR) den Architekten Peter Koller mit der Planung und dem Bau der neu zu gründenden Stadt mit bis zu 90.000 Einwohnern, die den vorläufigen Namen Stadt des KdF-Wagens trug. Es sollte eine vorbildliche Arbeiterstadt entstehen, um als Muster für andere städtebauliche Maßnahmen im Deutschen Reich zu dienen. Beim Bau der neuen Stadt konnte Koller die herkömmlichen baurechtlichen Beschränkungen umgehen, da das 1937 geschaffene Gesetz über die Neugestaltung deutscher Städte zur Anwendung kam. Koller hatte ab Herbst 1937 zusammen mit dem Garten- und Landschaftsplaner Wilhelm Heintz die Grundzüge der Stadtentwicklung anhand statistischer Untersuchungen des täglichen Bedarfs der zukünftigen Stadtbewohner und anhand eingehender topografischer Untersuchungen des vorhandenen Geländes entwickelt.

 
Zweigeschossige Wohnblocks der ersten Bauphase an der Goethestraße
 
Dreigeschossige Wohngebäude in der Stadtmitte

Koller wurde 1938 Chef des Stadtbaubüros und unterstand im Sinne des „Führerprinzips“ zunächst direkt Generalbauinspektor Albert Speer, später Robert Ley als Leiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF). 1938 legte Koller seinen Entwurf („Koller-Plan“) für den Bau der neuen Stadt vor, der nach geringen Änderungen von Adolf Hitler genehmigt wurde. Nach dem „Koller-Plan“ war eine Stadt im Grünen vorgesehen, die sich an die vorhandene Topografie anpasst. Darin stellte der Mittellandkanal die Trennlinie zwischen Wohnen und Arbeiten dar. Während das VW-Werk in dem flachen, baumarmen Niederungsgebiet nördlich des Kanals entstand, war das Südufer mit leichten Anhöhen und ausgedehnten Waldflächen der Stadt vorbehalten. Auf dem Klieversberg als der höchsten Stelle war eine „Stadtkrone“ mit repräsentativen Parteibauten vorgesehen.

Baubeginn bei der Wohnbebauung mit 6700 geplanten Wohnungen im ersten Bauabschnitt war das Jahr 1938. Zuerst entstand die Siedlung Steimker Berg als Wohnquartier für Führungskräfte des Volkswagenwerks und der Stadtverwaltung. Weitere Wohnbauten wurden in den Stadtteilen Wellekamp und Schillerteich für Arbeiter errichtet. Für den Bau war die Neuland, Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft der Deutschen Arbeiterfront in der Stadt des KdF-Wagens[12] zuständig.

Ende 1941 kamen aufgrund der kriegsbedingten Materialknappheit und des Arbeitskräftemangels die Bauarbeiten zum Stillstand. Bis dahin waren lediglich knapp 2.900 Wohnungen fertiggestellt. In die bereits vorbereitete Stadtsilhouette wurden an Stelle der fehlenden festen Wohnbebauung Barackensiedlungen eingefügt. Kollers ursprüngliche Stadtplanung kam aufgrund des Zweiten Weltkriegs nur ansatzweise zur Verwirklichung. Neben den Wohnungen zählt zu den wenigen verwirklichten Bauvorhaben die (heute als Parkplatz genutzte) Prachtstraße am CongressPark, die nach der ursprünglichen Planung als Paradestraße für die Aufmärsche der NSDAP unterhalb der (geplanten) Residenz des „Führers“ auf dem Klieversberg dienen sollte.

1945 bis 1970Bearbeiten

Am 25. Mai 1945 beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Drängen der britischen Besatzungsmacht die Änderung des bisherigen Städtenamens „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in „Wolfsburg“.[13] Damit erhielt die Stadt ihren endgültigen Namen nach dem bereits 1302 urkundlich erwähnten Schloss Wolfsburg.[14] Dass die Keimzelle der Stadt bereits in vorvergangener Zeit die topographische Bezeichnung „Wolfsburg“ aufwies, die auch (s. o., „Vorgeschichte der Stadt Wolfsburg“) bis 1928 amtlicher Name des Gutsbezirks war, steht der Behauptung entgegen, Adolf Hitlers Beiname „Wolf“ (enthalten etwa in „Wolfsschanze“) sei inspirierend gewesen, als die Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Namen „Wolfsburg“ annahm.

Das VW-Werk stand zunächst unter der Leitung des britischen Majors Ivan Hirst. Er verhinderte die Demontage der Fertigungsmaschinen, indem er dem Volkswagenwerk Aufträge der britischen Regierung verschaffte. Nur durch diese Aufträge konnte das Volkswagenwerk nach Kriegsende bestehen bleiben und somit das Wachstum der Stadt Wolfsburg auslösen.

Bei den Kommunalwahlen 1948 erhielt die rechtsgerichtete Deutsche Rechtspartei in Wolfsburg über 60 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde später aus formalen Gründen annulliert.[15] Zum 1. Oktober 1951 schied die Stadt aus dem Landkreis Gifhorn aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Die kommenden Jahrzehnte waren geprägt durch das Wirtschaftswunder. Damit einher ging das schnelle Wachstum der Stadt und des Volkswagenwerks. Wolfsburg verzeichnete einen enormen Zuwachs durch Gastarbeiter, die vor allem aus Italien kamen. Zahlreiche repräsentative öffentliche Gebäude und Kirchen wurden errichtet, teilweise von namhaften Architekten.

 
Der einmillionste Volkswagen vom 5. August 1955

Am 5. August 1955 lief der einmillionste Volkswagen in Wolfsburg vom Band. Dieses Ereignis wurde mit einem goldfarbenen Käfer gefeiert, bei dem zahlreiche Chromteile mit geschliffenen Glasperlen besetzt sind.[16] 1958 wurde das Rathaus der Stadt eingeweiht. 1960 wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

1970 bis heuteBearbeiten

Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform von 1972 wurden 20 Orte durch das Wolfsburg-Gesetz nach Wolfsburg eingemeindet (siehe auch unter Eingemeindungen). Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und Wolfsburg erlangte mit nahezu 131.000 Einwohnern den Status einer Großstadt; die Stadtfläche vergrößerte sich von 35 auf 204 Quadratkilometer. Für die eingemeindeten Stadtteile wurden elf direkt gewählte Ortsräte mit jeweils einem Ortsbürgermeister eingerichtet. 1973 wurde mit fast 132.000 die höchste Einwohnerzahl der Stadt erreicht.

 
Burg Neuhaus mit Burgteich

Mit Wirkung vom 1. Februar 1978 wurde die Stadt Wolfsburg aus dem Regierungsbezirk Lüneburg ausgegliedert und dem Regierungsbezirk Braunschweig zugeordnet, ehe die Regierungsbezirke in Niedersachsen zum 1. Januar 2005 aufgelöst wurden. 1982 erhielt die Stadt mit der A 39 einen direkten Autobahnanschluss als Abzweigung von der A 2 (OberhausenHannoverWerder) und 1988 wurde Wolfsburg zur Hochschulstadt, als die staatliche Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (heute: Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften) einen Standort hier einrichtete.

Im Jahre 1991 kamen zu den elf Ortsräten aus dem Jahre 1972 noch weitere drei hinzu (Detmerode, Westhagen und Nordstadt). Schließlich wurden 2001 noch die Ortsräte Stadtmitte und Mitte-West eingerichtet. Damit gibt es derzeit 16 Ortsräte in der Stadt.

In einer „Sympathiekundgebung“ für den neuen VW Golf V begrüßte die Stadt Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober 2003 im Internet, auf dem Briefpapier der Stadt und auf den Ortsschildern alle Besucher mit dem Namen Golfsburg.[17] Diese Aktion fand ein bundesweites Echo in der Presse, in Rundfunk- und Fernsehnachrichten.

In den Jahren 2004 und 2012 war Wolfsburg Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte Wolfsburg im Sommer 2009 durch den Gewinn der deutschen Fußballmeisterschaft durch den VfL Wolfsburg. Die in der Innenstadt gefeierte Party mit etwa 100.000 Menschen war einzigartig in der Wolfsburger Stadtgeschichte.[18]

2016 wurde Wolfsburg der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[19]

 
Eingemeindungen

EingemeindungenBearbeiten

Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wurden die Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) mit insgesamt 857 Einwohnern sowie zahlreiche Flurstücke der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf (damals alle Landkreis Gifhorn) zur „Stadt des KdF-Wagens“ vereinigt, 1945 wurde sie in „Stadt Wolfsburg“ umbenannt. 1951 verließ sie den Landkreis Gifhorn und wurde kreisfrei.

Am 1. Juli 1972 wurden eingemeindet:[20]

  • vom Landkreis Gifhorn:
    • Stadt Fallersleben (rund 12.000 Einwohner)
    • Gemeinden Almke, Barnstorf, Ehmen, Hattorf, Hehlingen, Heiligendorf, Mörse, Neindorf, Sandkamp und Sülfeld
  • vom Landkreis Helmstedt:
    • Stadt Vorsfelde (rund 11.000 Einwohner)
    • Gemeinden Brackstedt, Kästorf, Neuhaus, Nordsteimke, Reislingen, Velstove, Warmenau und Wendschott

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Von rund 1000 Einwohnern 1938 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt bis 1950 auf 25.000 und verdoppelte sich bis 1958 auf 50.000. Durch Gründung neuer Stadtteile wie Detmerode und Westhagen stieg die Einwohnerzahl weiter rasch an. Am 1. Juli 1972 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg auf Grund der Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1973 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.971 ihren historischen Höchststand. Ende Dezember 2014 lebten in Wolfsburg nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 123.027 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen ab 1938 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

 
Bevölkerungsentwicklung seit 1938
Jahr Einwohner
31. Dezember 1938 1144
17. Mai 1939* 6797
31. Dezember 1940 14.494
31. Dezember 1945 14.296
29. Oktober 1946* 18.924
13. September 1950* 25.422
25. September 1956* 45.384
31. Dezember 1958 53.793
6. Juni 1961* 64.562
31. Dezember 1965 84.099
27. Mai 1970* 88.655
Jahr Einwohner
31. Dezember 1975 126.298
31. Dezember 1980 125.935
31. Dezember 1985 121.703
25. Mai 1987* 124.896
31. Dezember 1990 128.510
31. Dezember 1995 126.331
31. Dezember 2000 121.805
31. Dezember 2005 121.199
31. Dezember 2010 121.451
31. Dezember 2011* 120.889
31. Dezember 2015 124.045

* Volkszählungsergebnis

ReligionenBearbeiten

StatistikBearbeiten

Im Jahre 2016 waren von den Einwohnern Wolfsburg 34,6 % evangelisch-lutherisch und 16,7 % römisch-katholisch, 48,7 % gehörten einer anderen oder keiner Konfession an.[21]

Christliche KonfessionenBearbeiten

Das Gebiet der heutigen Stadt Wolfsburg gehörte bis 1945 zu den beiden ehemaligen Ländern Hannover und Braunschweig. Daher gehörten die lutherischen Kirchengemeinden der Orte im heutigen Stadtgebiet Wolfsburgs auch zu diesen beiden Landeskirchen. An dieser Zugehörigkeit hat sich bis heute nichts geändert. Grob gesehen gehören die Kirchengemeinden der Innenstadt und des westlichen Stadtgebiets zum Kirchenkreis Wolfsburg innerhalb des Sprengels Lüneburg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und die Kirchengemeinden des östlichen Stadtgebiets zur Propstei Vorsfelde der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Eine Gemeinde der Evangelisch-reformierten Kirche befindet sich ebenfalls in Wolfsburg sowie die Stadtmission und die Evangelische Gemeinschaft Fallersleben, die zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband gehören (Gemeinschaften innerhalb der Evangelischen Kirche).

Von Anfang an zogen jedoch auch Katholiken nach Wolfsburg. Die Region gehört zum Bistum Hildesheim. Wolfsburg ist Sitz des Dekanates Wolfsburg-Helmstedt, es umfasst neben Wolfsburg auch den Landkreis Gifhorn und den Großteil des Landkreises Helmstedt. Zur Pfarrei St. Christophorus in der Innenstadt gehören heute auch die katholischen Kirchen in den Stadtteilen Alt-Wolfsburg, Detmerode und Rabenberg. Die Kirchen in den Stadtteilen Westhagen und Wohltberg wurden geschlossen. In Fallersleben und Vorsfelde befindet sich je eine weitere katholische Pfarrei.

Neuapostolische Kirchen befinden sich in den Stadtteilen Fallersleben und Köhlerberg, ihre Gemeinden gehören zum Kirchenbezirk Braunschweig. Die neuapostolische Kirche in Vorsfelde wurde aufgegeben. 1950 wurde die Gemeinde Wolfsburg gegründet, bereits ab 1948 fanden neuapostolische Gottesdienste von der schon 1923 gegründeten Gemeinde Fallersleben aus in einer Wolfsburger Schulbaracke statt. Ferner sind in Wolfsburg folgende Konfessionen freikirchlicher Struktur vertreten: Siebenten-Tags-Adventisten, Baptisten, Pfingstler, Gemeinde Gottes, Selbständige Lutheraner, Mennoniten, Methodisten und Apostelamt Jesu Christi. Außerdem finden sich in der Stadt zwei Versammlungen der Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Andere ReligionenBearbeiten

Seit Februar 2005 besteht die Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg-Region Braunschweig. Die orthodoxe jüdische Gemeinde zu Wolfsburg wurde im Herbst 2007 gegründet. Das jüdische Zentrum mit Gemeindesitz samt Synagoge befindet sich in Sandkamp.

 
Die Al-Salam-Moschee des Islamischen Kulturzentrums

Das Islamische Kulturzentrum mit der Al-Salam-Moschee wurde 2006 eröffnet. Entworfen wurde es von dem Wolfsburger Architekturbüro Koller-Heitmann-Schütz. Hauptsponsor des Baus war der Herrscher des Emirats Schardscha Sultan bin Mohamed al-Qasimi.[22] Die Moschee hat kein Minarett. Ferner gibt es in Wolfsburg die Eyüp-Sultan-Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Wolfsburg in der Stadtmitte.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus (Hauptgebäude)
 
Beim Wochenmarkt 1973

An die Spitze der jungen „Stadt des KdF-Wagens“ wurde gemäß Verordnung des Oberpräsidenten der Regierung zu Lüneburg Nr. 145 vom 22. Juni 1938 mit Wirkung vom 1. Juli 1938 Regierungsassessor Karl Bock als kommissarischer Bürgermeister bestimmt. Auch seine Nachfolger wurden von der Regierung eingesetzt.

Im Jahr 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentant der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Stadtdirektor bzw. Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Wolfsburg die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

RatBearbeiten

Der Rat der Stadt ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Wolfsburg. Über die Vergabe der 46 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Die folgenden Diagramme zeigen das Ergebnis der Kommunalwahl vom 11. September 2016.

Ratswahl 2016[23]
Wahlbeteiligung: 52,3 %
 %
30
20
10
0
29,9
24,9
17,3
10,5
7,5
3,3
3,0
1,9
1,1
0,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,8
-6,7
+5,4
+10,5
-2,4
+0,9
+1,5
-2,0
+1,1
-0,6
Aktuelle Sitzverteilung im Rat
         
Von 46 Sitzen entfallen auf:

VerwaltungsvorstandBearbeiten

Der Oberbürgermeister ist Chef der Verwaltung, also Vorgesetzter aller Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Dabei unterstützen ihn vier Dezernenten, die auf seinen Vorschlag hin als Wahlbeamte vom Rat gewählt werden. Sie bilden zusammen den Verwaltungsvorstand, in dem wöchentlich die wichtigsten Entscheidungen der Verwaltung beraten werden.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister(in) seit 1938Bearbeiten

Name von bis Amt
Karl H. Bock 1. Juli 1938 Dezember 1938 kommissarischer Bürgermeister der „Stadt des KdF-Wagens“
Werner Steinecke Dezember 1938 1945 Bürgermeister
Felix Laurent 14. Mai 1945 30. September 1945 Bürgermeister
Siegfried Zaayenga 1. Oktober 1945 25. September 1946 Bürgermeister
Werner Kunze 25. September 1946 12. Juni 1947 Bürgermeister
Karl Hieber 12. Juni 1947 20. Dezember 1948 Bürgermeister
Heinrich Heuchling 20. Dezember 1948 4. März 1949 Bürgermeister
Ulrich Pusch 4. März 1949 21. Juni 1949 Staatskommissar
Arthur Bransch 21. Juni 1949 4. Dezember 1953 Bürgermeister, ab 28. November 1951 Oberbürgermeister
Friedrich Mock 4. Dezember 1953 17. Dezember 1954 Oberbürgermeister
Arthur Bransch 17. Dezember 1954 28. April 1958 Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
Uwe-Jens Nissen 28. April 1958 18. September 1961 Oberbürgermeister
Hugo Bork 24. Oktober 1961 5. Juli 1972 Oberbürgermeister
Volkmar Köhler 5. Juli 1972 15. November 1972 Oberbürgermeister
Hugo Bork 15. November 1972 9. August 1974 Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
Helmut Simson 17. September 1974 3. November 1976 Oberbürgermeister
Rolf Nolting 3. November 1976 12. November 1986 Oberbürgermeister
Werner Schlimme 12. November 1986 6. November 1996 Oberbürgermeister
Ingrid Eckel 6. November 1996 22. Februar 2001 Oberbürgermeisterin
Rolf Schnellecke 22. Februar 2001 31. Dezember 2011 Oberbürgermeister
Klaus Mohrs seit 1. Januar 2012 --- Oberbürgermeister

Stadtdirektoren und Oberstadtdirektoren 1946–2001Bearbeiten

Name von bis Amt
Johannes Dahme 1. August 1946 30. Juni 1950 Stadtdirektor
Otto Grimm 15. Mai 1950 31. Oktober 1951 Stadtdirektor, ab 1. Oktober 1951 Oberstadtdirektor
Walter Wegener 1. Februar 1952 9. Mai 1953 Oberstadtdirektor
Wolfgang Hesse 1. Oktober 1953 31. Oktober 1964 Oberstadtdirektor
Günter Balk 16. Februar 1965 11. Oktober 1973 Oberstadtdirektor
Werner Hasselbring 23. Januar 1974 22. September 1982 Oberstadtdirektor
Peter Lamberg 1. Mai 1983 30. April 1995 Oberstadtdirektor
Rolf Schnellecke 1. Mai 1995 21. Februar 2001 Oberstadtdirektor

OrtsbürgermeisterBearbeiten

  • Almke-Neindorf: Hans-Ulrich Achilles (SPD)
  • Barnstorf-Nordsteimke: Hans-Georg Bachmann (SPD)
  • Brackstedt-Velstove-Warmenau: Angelika Jahns, MdL (CDU)
  • Detmerode: Ralf Mühlisch (SPD)
  • Ehmen-Mörse: Peter Kassel (CDU)
  • Fallersleben-Sülfeld: Bärbel Weist (P.U.G.)
  • Hattorf-Heiligendorf: Angela Karp (CDU)
  • Hehlingen: Ira von Steimker (CDU)
  • Kästorf-Sandkamp: Ralf Fruet (CDU)
  • Mitte-West: Adam Ciemniak (SPD)
  • Neuhaus-Reislingen: Hans-Jürgen Friedrichs (SPD)
  • Nordstadt: Immacolata Glosemeyer, MdL (SPD)
  • Stadtmitte: Detlef Conradt (SPD)
  • Vorsfelde: Günter Lach, MdB (CDU)
  • Wendschott: Andrea Kienapfel (SPD)
  • Westhagen: Ludmilla Neuwirth (CDU)

VerschuldungBearbeiten

Die Gesamtsumme der Schulden beim öffentlichen Bereich der Stadt Wolfsburg belief sich zum Jahresende 2012 auf 317,4 Millionen Euro. Jeder Einwohner war damit mit 2616 Euro verschuldet.[24] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Wolfsburg damit an Platz 90 der Pro-Kopf-Verschuldung.

Geplante FusionenBearbeiten

Am 13. März 2013 beschloss der Rat einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit dem Landkreis Helmstedt. Ziel der Verhandlungen soll die Auflösung des Landkreises Helmstedt und die Bildung eines Gemeindeverbandes Wolfsburg sein. Am selben Tag wurde ebenfalls einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Nachbarstadt Königslutter zwecks Eingliederung in die Stadt Wolfsburg beschlossen. Die Fusionspläne in Gestalt eines Gemeindeverbandes Wolfsburg-Helmstedt wurden vom Land Niedersachsen als unvereinbar mit der Niedersächsischen Verfassung abgelehnt. Einen Beschluss, die Fusionsverhandlungen offiziell für beendet zu erklären, haben jedoch weder der Kreistag des Landkreises Helmstedt noch der Rat der Stadt Wolfsburg gefasst. Insofern ruhen die Fusionsgespräche bis auf Weiteres.[25]

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Wappens von Wolfsburg stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der schon die Wappen von Bergen (Landkreis Celle), Salzgitter, Wunstorf und von vielen anderen Städten entworfen hat. Das Wappen wurde 1947 durch Hauptsatzung eingeführt, nach einer stilistischen Vereinfachung am 23. März 1950 von der Stadtvertretung wiederum gebilligt und am 23. Mai desselben Jahres vom Niedersächsischen Minister des Innern Richard Borowski genehmigt. 1952 wurde es, mit nochmaliger ministerieller Genehmigung vom 20. September und wiederum 1960/61 mit erneuter, wenngleich eigentlich überflüssiger Genehmigung des Lüneburger Regierungspräsidenten vom 7. März 1961 geringfügig überarbeitet; zunächst war das offene Burgtor schwarz mit goldenem Fallgitter, jetzt ist es silbern und geschlossen. Diese zeichnerische Veränderung wurde durch Klaus Grözinger durchgeführt.[26]

Blasonierung: „In Rot über grünem, mit drei silbernen Wellenbalken belegtem Schildfuß, eine zweitürmige silberne Burg, auf deren Zinnenmauer über geschlossenem Tor ein goldener, blaubezungter, widersehender Wolf nach rechts schreitet.“[27]
Wappenbegründung: Das Wappen mit dem Wolf und der Burg erklärt sich von selbst (sog. redendes Wappen); letztere erinnert zusätzlich an das Schloss Wolfsburg, das seit 1135 nachweisbar ist. Das rote Feld symbolisiert die ehemalige Gemeinde Rothehof-Rothenfelde, eine weitere Urzelle der Stadt. Die Wellen schließlich sind die der Aller.

Bearbeiten

  • Die Stadtflagge wurde bereits 1955 eingeführt.
  • Für offizielle und hoheitliche Anlässe kommt das Wolfsburger Wappen zum Einsatz.
  • In Imagekampagnen präsentiert sich die Stadt mit dem Namensgeber der Stadt, dem Wolf.
Banner Flagge, Wappen und Logo
   
 

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die Stadt Wolfsburg unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Ehemalige Partnerstadt:

StädtefreundschaftenBearbeiten

Konsularische VertretungenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

LandschaftsverbändeBearbeiten

Die Stadt Wolfsburg ist Mitglied im Verband Braunschweigische Landschaft e. V. mit Sitz in Braunschweig sowie im Lüneburgischen Landschaftsverband e. V. mit Sitz in Uelzen. Diese Verbände wurden zur Pflege kultureller Einrichtungen in den Regionen gegründet.

Theater und VeranstaltungszentrenBearbeiten

 
Scharoun-Theater
  • Das Scharoun-Theater Wolfsburg, erbaut nach Plänen des Architekten Hans Scharoun, wurde 1973 eröffnet. Es bietet 777 Plätze bei Musiktheater-Vorführungen und 833 Plätze im Schauspiel. Jährlich gibt es etwa zwei eigene Produktionen, ansonsten handelt es sich um eine Spielstätte für Tourneetheater und anderweitige Gastspiele.
  • Die Wolfsburger Figurentheater Compagnie in der Bollmohr-Scheune in Heßlingen
  • Das Galerie Theater in Heßlingen
  • Das Holzbanktheater in Reislingen
  • Der CongressPark in der Stadtmitte
  • Das Hallenbad – Kultur am Schachtweg in der Stadtmitte
  • Das Tanzende Theater Wolfsburg im Hallenbad – Kultur am Schachtweg
  • Das Zaubertheater UNIKUM (Kleine Bühne Hoffmannhaus) in Fallersleben
  • Die Autostadt mit zahlreichen Auftrittsorten

MuseenBearbeiten

Hauptartikel: Museen in Wolfsburg

Bedeutende BauwerkeBearbeiten

 
Innenhof von Schloss Fallersleben mit Brücke über dem rekonstruierten Wassergraben
 
Altstadt im Stadtteil Vorsfelde
 
Das Einkaufszentrum „City-Galerie“ in der Stadtmitte
  • Die Burg Neuhaus im Stadtteil Neuhaus ist eine mittelalterliche Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich seit 1981 im Besitz der Stadt.
  • Neben Fallersleben verfügt auch Vorsfelde über ein historisches Zentrum mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden, darunter der St.-Petrus-Kirche.
  • 1958 wurde am Marktplatz im Südabschnitt der Porschestraße das Rathaus eingeweiht. 1990 wurde der Südkopf ausgebaut, wobei die Einkaufspassage „Südkopf-Center“ (von den Wolfsburgern wegen ihrer Form auch „Schiff“ genannt) entstand. Am Südkopf befindet sich auch die Wolfsburger „Kulturmeile“, bestehend aus Scharoun-Theater, CongressPark (früher: Stadthalle), Planetarium, Alvar-Aalto-Kulturhaus (mit Stadtbibliothek) und dem 1994 eröffneten Kunstmuseum. Das Rathaus wurde 1994 um das „Rathaus B“ erweitert.
  • In der Innenstadt wurde 1977–1980 der zuvor noch befahrbare mittlere Abschnitt der Porschestraße zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Der Haupteinkaufsbereich der Innenstadt teilt sich in drei Teile: Porschestraße-Nord (mit dem „Nordkopf“), -Mitte und -Süd (mit dem „Südkopf“). Die Porschestraße-Mitte bietet eine Wasserlandschaft und viele Sitzgelegenheiten. Auch die 2001 fertiggestellte Einkaufspassage „City-Galerie“ mit rund 100 Geschäften befindet sich in diesem Abschnitt der Fußgängerzone.
  • Im November 2005 wurde das phæno eröffnet, ein interaktives Wissenschaftsmuseum. Der architektonisch außergewöhnliche Bau entstand nach den Plänen von Zaha Hadid. Auf fast 9000 m² Ausstellungsfläche sind 250 Experimentierstationen aufgebaut, die naturwissenschaftliche Phänomene erlebbar machen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 80 Millionen Euro.
  • Das Einkaufszentrum Designer Outlets Wolfsburg, kurz DOW, wurde am 15. Dezember 2007 eröffnet. Seit einer Erweiterung beträgt die Verkaufsfläche 16.000 m².

Weitere kulturelle Einrichtungen und GruppenBearbeiten

  • Die Italienische Konsularagentur in Wolfsburg unterhält eine Kulturabteilung und beteiligt sich mit Konzerten, Ausstellungen und Seminaren am kulturellen Leben der Stadt.
  • Die Bands Protector und Oomph! wurden 1986 bzw. 1989 in Wolfsburg gegründet.
  • Vom 23. April bis zum 10. Oktober 2004 fand in der Stadt Wolfsburg die zweite Niedersächsische Landesgartenschau statt.
  • Seit 2009 ist das Delphin-Kino wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

KirchenBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

 
Heilig-Geist-Kirche von Alvar Aalto
  • saisonbedingt: Eishockey (Grizzly Adams Wolfsburg) in der Eis Arena; Fußball-Bundesliga in der Volkswagen Arena (Herren) sowie im AOK-Stadion (Damen)
  • Januar/Februar:
  • April/Mai: Movimentos – Internationales Tanzfestival im KraftWerk/Autostadt
  • Mai:
    • Schützen- und Volksfest im Allerpark (pro Jahr etwa 350.000 Besucher)[29]
    • Campus Open Air am Robert-Koch-Platz, Projekt der Musikschmiede an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
    • alle zwei Jahre die Drömling-Messe auf dem Bürgerplatz und im Schützenhaus Vorsfelde
  • Juni: Internationale Sommerbühne (Schloss Wolfsburg)
  • Juni/Juli: GartenRomantik am Schloss Wolfsburg
  • Juli/August: Jazz ’n’ more, Open-Air-Konzerte in der Fußgängerzone
  • August:
    • Rock im Allerpark – Open-Air-Rockfestival
    • Altstadtfest in der Altstadt Fallersleben
    • Eberfest in der Altstadt Vorsfelde
  • August/September: Gourmetfest viertägige Musik-/Kulturveranstaltung mit kulinarischen Genüssen
  • Oktober:
    • Herbstmarkt der Kunsthandwerker auf Burg Neuhaus
    • Alle zwei Jahre die IZB (Internationale Zulieferer Börse), die größte Automobilzuliefererbörse Europas im Allerpark
  • November/Dezember: Weihnachtsmärkte in der Innenstadt, in der Autostadt, im Schloss Wolfsburg und an verschiedenen Plätzen in der Stadt

SonstigesBearbeiten

Eine bekannte Speise aus Wolfsburg ist die VW-Currywurst. Das Werksessen der Wolfsburger ist eine von einem Volkswagen-eigenen Wirtschaftsbetrieb schon seit 1973 zubereitete Currywurst bzw. die dazugehörige, nach einem geheimgehaltenen Rezept zubereitete und typischerweise warme Currysauce.[30][31] 80 Prozent der Würste werden in den Kantinen der deutschen VW-Werke konsumiert.[32] Die große Beliebtheit von Wurst und Sauce hat mittlerweile dazu geführt, dass man sie auch außerhalb des Volkswagenwerks kaufen kann. In Berlin ist sie inzwischen im Museum zu sehen.[33] 2014 wurden 6,3 Millionen VW-Currywürste hergestellt.[34]

Freizeit und SportBearbeiten

 
Das BadeLand am Allersee

FreizeitBearbeiten

  • Das phæno ist eines der größten Science Center in Deutschland.
  • Das größte Erlebnisbad Norddeutschlands, das BadeLand, befindet sich im Allerpark.
  • Die Autostadt, ein Themenpark rund um das Thema Auto und Maschine, befindet sich nördlich des Mittellandkanals, unweit vom Hauptbahnhof und der Innenstadt.
  • Im Allerpark gibt es die einzige Sechs-Mast-Wasserski-Anlage Europas im sogenannten „Arena-See“ und gleich nebenan die größte Skateboard-Funbox Europas.
  • Wolfsburg besitzt viele Stadtparks, zum Beispiel die Schlossparks in Alt-Wolfsburg und Fallersleben, den Klieversberg, den Allerpark und den Schillerteich-Park. Teilweise besteht die Möglichkeit zum Cross-Golfen. Insgesamt sind die öffentlichen Parkanlagen in Wolfsburg doppelt so groß wie der Central Park in New York City. Im Süden der Stadt liegt der ausgedehnte Stadtwald, im Osten der Drömling und im Westen der Barnbruch, die auch als Naherholungsgebiete dienen.
  • Das Hallenbad – Kultur am Schachtweg im ehemaligen Hallenbad ist eines der größten Kulturzentren Norddeutschlands. Neben Konzerten, Kleinkunst und Programmkino bietet das Haus vielfältige Angebote für Jugendliche (Übungs-/Proberäume) und Kinder (Kinderbetreuung)
  • Die SoccaFive Arena im Allerpark bietet viele Spiel- und Sportmöglichkeiten.
  • Das Planetarium Wolfsburg ist mit 15 Meter Kuppeldurchmesser das größte Planetarium Niedersachsens. Technisch gehört es dank Zeiss-Velvet-Projektoren und dem Evans&Sutherland Digistar 5 zu den modernsten der Welt.
  • Das VW-Bad ist ein Freibad, das unter Denkmalschutz steht.
  • Darüber hinaus gibt es in Wolfsburg mehrere Theater (siehe oben), viele Museen, Reitanlagen, Sportplätze, Jugendzentren, Stadien und ähnliches.

SportBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaftsdaten und ansässige UnternehmenBearbeiten

Wolfsburg hat rund 120.000 Arbeitsplätze. Über 76.000 Einpendler (Stand 2015) arbeiten in der Stadt.[35] Mit 92.600 Euro (Stand 2013) ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte.[3]

 
Das Volkswagenwerk Wolfsburg von Osten

Der mit Abstand größte Arbeitgeber ist die Volkswagen AG, die in Verwaltung und Werk über 50.000 Menschen beschäftigt. Durch das Volkswagenwerk und die vielen Zulieferer in Wolfsburg und der näheren Region ist die Wirtschaft stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Um Wolfsburg von dieser Monoindustrie wegzubewegen, die bei Krisen im Automobilsektor sehr anfällig ist, gründeten Stadt und Volkswagen AG 1999 die Wolfsburg AG. Das Konzept sieht die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Beschäftigungsperspektive am Standort Wolfsburg vor.

Auch weitere in Wolfsburg ansässige Unternehmen haben zumeist den Schwerpunkt Automobilindustrie. So hat auch der internationale IT-Dienstleister H & D International Group, der auch im Banken-, Versorgungs- und Gesundheitswesen tätig ist, hier seinen Sitz. Weitere Unternehmen wie Sitech oder Autovision sind in der Stadt als VW-Tochterunternehmen ansässig. Eines der zehn größten deutschen Logistikunternehmen, die Schnellecke Group, deren Inhaber der ehemalige Oberbürgermeister Rolf Schnellecke ist, erzielte im Jahr 2012 835 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt fast 19.000 Mitarbeiter. Zudem hat der nach eigenen Angaben größte System-Friseur Deutschlands, Frisör Klier, hier seinen Sitz.

VerkehrsanbindungBearbeiten

SchienenverkehrBearbeiten

Der Wolfsburger Hauptbahnhof liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin. Er wird von Intercity-Express-Zügen der Linien Berlin – Braunschweig – KasselFrankfurt (Main)MannheimKarlsruheBasel – (BernInterlaken) und Berlin – Hannover – HammKöln (– Bonn)/Düsseldorf (– Köln/Bonn Flughafen) jeweils im Zwei-Stunden-Takt bedient. Außerdem halten hier Intercity-Züge auf der Strecke Berlin – Stendal – Hannover – Amsterdam im Zwei-Stunden-Takt. Mit einem CityNightLine-Zug konnte unter anderem Zürich, Brüssel und Paris ohne Umstieg erreicht werden.

Im Regionalverkehr halten hier Regionalbahnen in Richtung OebisfeldeStendal sowie über Oebisfelde und Haldensleben nach Magdeburg mindestens im Zweistundentakt. Mit dem RE30 besteht stündlich eine Verbindung zur Landeshauptstadt Hannover über Gifhorn. Die Linie RE50, wie die RE30 von enno betrieben, verbindet stündlich den Wolfsburger Hauptbahnhof mit Hildesheim Hbf über Braunschweig Hbf.

Im Westen der Stadt liegt der Trennungsbahnhof Fallersleben, in dessen Nähe die Bahnstrecke nach Braunschweig (Weddeler Schleife) abzweigt, die auch von ICE-Zügen befahren wird. In Fallersleben halten Regionalzüge in Richtung Braunschweig und Hannover. Außerdem zweigt hier eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Strecke ins Volkswagenwerk ab.

Die Bahnhöfe Vorsfelde an der Strecke Richtung Stendal und Ehmen an der Braunschweiger Strecke wurden in den 1970er Jahren stillgelegt, ebenso wie die Bahnhöfe Almke und Neindorf an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde bei der Gesamtstilllegung dieser Strecke.[36]

StraßenverkehrBearbeiten

 
Verkehr in der Innenstadt (Stand 2008)

Durch das westliche Stadtgebiet von Wolfsburg führt die A 39, die nördlich der Stadt bei Weyhausen (Landkreis Gifhorn) beginnt und Richtung Süden zur A 2 (OberhausenWerder bei Berlin) führt. Die Weiterführung der A 39 als direkte Verbindung nach Braunschweig, Salzgitter und zur A 7 wurde Anfang 2009 fertiggestellt. Außerdem ist in Planung, die A 39 bei Weyhausen nördlich weiter bis nach Lüneburg an den nördlichen Teil der A 39, der bis zum Maschener Kreuz südlich von Hamburg führt, heranzubauen.

Ferner führen die B 188 BurgdorfFriesack und die B 248 NortheimDannenberg, die auf dem Stadtgebiet weitgehend durch die A 39 ersetzt wurde, durch Wolfsburg.

Der „Berliner Ring“ stellt eine Art Stadt-Peripherie dar, die die Innenstadt mit einer vier- (teilweise auch sechs-)spurigen Straße umgibt und zahlreiche, ebenfalls mehrspurige Abzweigungen, z. B. zur Braunschweiger Straße und zur Heinrich-Nordhoff-Straße, besitzt. Über den Berliner Ring/die Braunschweiger Straße sind alle wichtigen Orte innerhalb Wolfsburgs zu erreichen.

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Wolfsburg bedienen zahlreiche Buslinien der Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG) mit einem Fahrgastaufkommen von rund 12,8 Millionen Fahrgästen pro Jahr. Seit dem 26. Oktober 2014 gibt es ein neues Busliniennetz.

SchifffahrtBearbeiten

Auf dem Mittellandkanal werden große Mengen Fracht transportiert. Die Schifffahrt sämtlicher Couleur wird an den Häfen Wolfsburgs bedient.

 
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

FlugverkehrBearbeiten

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, der sich in Braunschweig-Waggum befindet, wird größtenteils von Privatfliegern und Firmen (z. B. Volkswagen Air Service) genutzt. Linienflüge gibt es nicht. Er ist der zweitgrößte Forschungsflughafen Europas. Der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Hannover-Langenhagen in Langenhagen.

MedienBearbeiten

  • freischwimmer (Stadtmagazin, erscheint fünf Mal pro Jahr, bis Februar/März 2016)
  • hallo Wolfsburg (bis September 2014 Wolfsburger Rundblick) (Samstagszeitung, gratis)
  • indigo (Stadtmagazin, erschien monatlich bis Dezember 2015)
  • Neue Wolfsburger (Mittwochszeitung, gratis)
  • TV38 – Fernsehsender der Region (früher: OKTV) mit Hauptsitz und Sendezentrale in Westhagen
  • viseo (Onlinemagazin)
  • wobfreunde (Stadtmagazin, erscheint halbjährlich im Juni und November, gratis)
  • wobstories.tv (Internetfernsehen mit Wolfsburger Reportagen und Dokumentationen)
  • Wolfsburg live (Stadtmagazin, erscheint alle zwei Monate)
  • Wolfsburger Allgemeine ZeitungWAZ (Tageszeitung)
  • Wolfsburger Blatt (Internetzeitung)
  • Wolfsburger Kurier (Sonntagszeitung, gratis)
  • Wolfsburger NachrichtenWN (Tageszeitung)

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS)
  • Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB)
  • Klinikum der Stadt Wolfsburg
    • Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS)
    • Institut für klinische Pathologie
    • Institut für klinische Chemie, Laboratoriums- und Transfusionsmedizin

Bildung und ForschungBearbeiten

BildungseinrichtungenBearbeiten

 
Neue Schule, ehemals Pestalozzischule
19 Grundschulen
  • Bunte Grundschule
  • Grundschule am Drömling
  • Grundschule Alt-Wolfsburg
  • Grundschule Ehmen-Mörse
  • Eichendorffschule
  • Grundschule Fallersleben
  • Friedrich-von-Schiller-Schule
  • Grundschule Hasenwinkel
  • Grundschule Heidgarten
  • Grundschule Schunterwiesen
  • Hellwinkelschule
  • Käferschule
  • Laagbergschule
  • Leonardo-da-Vinci-Grundschule
  • Regenbogenschule
  • Grundschule Sülfeld
  • Waldschule Eichelkamp
  • Grundschule Wendschott
  • Grundschule Wohltberg
Zwei Förderschulen
  • Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung (Primarbereich: Standort Friedrich-von-Schiller-Schule; Sekundarbereich: Schulzentrum Vorsfelde)
  • Peter-Pan-Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung)
Zwei Hauptschulen
  • Hauptschule Fallersleben
  • Hauptschule Vorsfelde
Zwei Realschulen
  • Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule
  • Realschule Vorsfelde
Zwei Oberschulen
  • Eichendorffschule
  • Wolfsburger Oberschule
 
Eingang zum Ratsgymnasium
Sieben Gymnasien
Vier Gesamtschulen
  • Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (Integrierte Gesamtschule)
  • Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule (Integrierte Gesamtschule mit deutsch-italienischem Zweig)
  • Freie Waldorfschule, Gesamtschule mit Primarstufe; Ersatzschule in freier Trägerschaft
  • Neue Schule Wolfsburg, Gesamtschule mit Primarstufe; Ersatzschule in freier Trägerschaft
Vier Berufsbildende Schulen
 
BBS I Schachtweg
  • Carl-Hahn-Schule (Fachrichtung: Wirtschaft/Verwaltung und Gesundheit)
  • BBS 2 (Fachrichtung: gewerblich-technisch)
  • BBS Anne-Marie-Tausch (Fachrichtung: Erziehung, Pflege und Therapie)
  • Berufsfachschule Kosmetik / Oskar Kämmer Schule
Sonstige
  • Musikschule der Stadt Wolfsburg
  • Volkshochschule Wolfsburg
  • Stadtbibliothek Wolfsburg
  • Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation
  • Evangelische Familienbildungsstätte (FABI)
 
Ostfalia Hochschule und Plastik „Rückblick“

HochschulenBearbeiten

  • Seit 1988 befindet sich in Wolfsburg ein Standort der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, die 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule Wolfenbüttel mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Landes Niedersachsen entstand. Die sonstigen Standorte der Fachhochschule sind Wolfenbüttel, Salzgitter und Suderburg. Die Hochschule wurde im Jahre 2005 für 25 Millionen Euro erweitert, da stets ein erheblicher Bewerberüberhang besteht.
    • Fakultät Fahrzeugtechnik
    • Fakultät Gesundheitswesen
    • Fakultät Wirtschaft
    • Institute der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg:
      • Institut für Fahrzeugbau Wolfsburg
      • Institut für Recycling
      • Institut für Fahrzeuginformatik und Fahrzeugelektronik
      • Wolfsburger Institut zur Betriebs- und Unternehmensentwicklung e. V.
  • Die AutoUni ist eine unternehmenseigene Bildungseinrichtung der Volkswagen AG (VW) in der Stadt Wolfsburg. Sie wurde 2002 gegründet, die Eröffnung war 2007. Angeboten werden sollen vorerst Bildungsprogramme für Postgraduierte, bis 2008 ausschließlich für Angehörige des VW-Konzerns.
    • Fachbereich für „Mobilität“
    • Fachbereich für „Nachhaltigkeit“
    • Fachbereich für „Gesundheit“
    • Fachbereich „Führung und Dienstleistung“

Forschung und InstituteBearbeiten

  • Institut für klinische Pathologie
  • Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS)
  • Institut für klinische Chemie, Laboratoriums- und Transfusionsmedizin
  • Das Klinikum der Stadt Wolfsburg ist das akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und eines der größten in ganz Niedersachsen; es besitzt ein Einzugsgebiet von mehr als 180.000 Menschen und ist zweitgrößter Arbeitgeber der Stadt Wolfsburg.

Im Jahre 2003 haben über 26.000 Menschen an Wolfsburger Schulen und Instituten gelernt und studiert (Tendenz steigend).

Im Oktober 2003 wurde die Projektgruppe Nachhaltige Mobilität des Fraunhofer ICT gegründet. Vorrangiges Ziel der Projektgruppe ist die Stärkung der angewandten Forschung in den Bereichen Werkstoffe, Produkte und Verfahren.

EhrenbürgerBearbeiten

Die Stadt Wolfsburg hat seit ihrer Gründung 17 Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Drei weitere Ehrenbürger der ehemaligen Städte Fallersleben und Vorsfelde wurden im Zuge ihrer Eingemeindung am 1. Juli 1972 übernommen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hans von Bartensleben (Hans der Reiche, 1512–1583), Glaubensschlichter, Schlossbaumeister, Armenstifter
  • Gebhard Werner Graf von der Schulenburg (1722–1788), Hofmarschall am preußischen Hofe unter Friedrich dem Großen, Begründer der Wolfsburger Linie der Grafen von der Schulenburg. Geboren und aufgewachsen auf der Wolfsburg im heutigen Stadtteil Alt-Wolfsburg
  • Hoffmann von Fallersleben, bürgerlich August Heinrich Hoffmann (1798–1874), Germanist, Sprachforscher, Bibliothekar, (Lieder-) Dichter („Das Lied der Deutschen“), geboren und aufgewachsen im heutigen Stadtteil Fallersleben
  • Heinrich Büssing (1843–1929), Fahrzeugkonstrukteur, Großunternehmer. Geboren und aufgewachsen im heutigen Stadtteil Nordsteimke
  • Hanns Kerrl (1887–1941), Politiker (NSDAP), geboren und aufgewachsen im heutigen Stadtteil Fallersleben
  • Gustav Kurt Beck (1902–1983), österreichischer Maler, wirkte lange Zeit in Wolfsburg bis zu seinem Tod
  • Heinrich Heidersberger (1906–2006), Künstler, Fotograf, Ehrenbürger
  • Peter Koller (1907–1996), Stadtplaner
  • Horus Engels (1914–1991), Künstler, Bildhauer, lebte und wirkte in Wolfsburg
  • Sibylle von Schieszl (1918–2010), Physikerin und Managerin in der Automobilindustrie, wurde der Frauenort in Wolfsburg gewidmet
  • Peter Szaif (1923–1970), Bildhauer, lebte in Wolfsburg und schuf zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum
  • Hermann Kracht (1929–2011), Bildhauer, lebte und wirkte in Wolfsburg
  • Volkmar Köhler (1930–2012), ehemaliger Oberbürgermeister und Ratsherr der Stadt Wolfsburg, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär in der Bundesregierung, Ehrenbürger
  • Dorothea Chabert (* 1931), Keramik-Künstlerin, lebt und arbeitet seit 1972 auf Schloss Wolfsburg
  • Arnulf Baumann (* 1932), Geistlicher und ehemaliger Leiter des Diakonischen Werks, Vertreter der Bessarabiendeutschen, Träger des Bundesverdienstkreuzes
  • Ilse Schwipper (1937–2007), Anarchafeministin und Begründerin der Wolfsburger Kommunen Bäckergasse und der Kommune K 3
  • Gottfried Münzenberg (* 1940), deutscher Physiker, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Rolf Schnellecke (* 1944), Oberbürgermeister 2001–2011, Ehrenbürger, geboren in der Stadt des KdF-Wagens, heute Wolfsburg
  • Rolf-Dieter Postlep (* 1946), geboren in Wolfsburg, Ökonom und seit 2000 Präsident der Universität Kassel
  • Wolfgang Wolter (1947–2005), Schauspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Rainer Marggraf (* 1949) geboren in Wolfsburg, Umweltökonom
  • Matthias Mülmenstädt (* 1949), deutscher Botschafter in Litauen, geboren in Wolfsburg
  • Lothar Krist (* 1951), Jazzmusiker, geboren im heutigen Stadtteil Fallersleben
  • Margit Müller (* 1952), Hockey-Weltmeisterin
  • Gabriele von Lutzau (* 1954 in Wolfsburg als Gabriele Dillmann), Künstlerin und Bildhauerin, Stewardess während der Entführung des Flugzeugs „Landshut“, die von der Boulevardpresse als Engel von Mogadischu gefeiert wurde, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
  • Bernhard Mattes (* 1956), Unternehmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, geboren in Wolfsburg
  • Wolfgang Müller (* 1957), Künstler, Musiker (Die Tödliche Doris), Autor, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Siegfried Reich (* 1959), ehemaliger Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Fallersleben
  • Joachim Franz (* 1960), Extremsportler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Manuela Kuck (* 1960), Schriftstellerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Thomas Rettke (* 1960), Sänger und Produzent, Gründer der Band Heaven’s Gate, geboren in Wolfsburg
  • Peter Bialobrzeski (* 1961), Fotograf, Hochschulprofessor, geboren in Wolfsburg
  • Karin Janke (* 1963), Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
  • Max Müller (* 1963), Musiker, Sänger und Bandleader der Band Mutter, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Steffen Kluge (* 1964), Künstler und Fotograf, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Gerald Lembke (* 1966), Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Social Media Marketing
  • Achim Wohlgethan (* 1966), ehemaliger Soldat der Bundeswehr und Buchautor
  • Armin Baumgarten (* 1967), Maler und Bildhauer, geboren in Wolfsburg
  • Anselm Rose (* 1969), Intendant der Dresdner Philharmonie
  • Edward Berger (* 1970), Filmregisseur und Drehbuchautor, geboren in Wolfsburg
  • Ilja Braun (* 1970), Verlagslektor, Journalist und Übersetzer
  • Dero Goi (* 1970), Musiker (Oomph!), geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Sascha Paeth (* 1970), Musiker, Produzent, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Heidi Schmidt (1972–2010), Schriftstellerin, Kinderbuchautorin, geboren in Wolfsburg
  • Matthias Brodowy (* 1972), Kabarettist und Musiker, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Paultheo von Zezschwitz (* 1972), Chemiker und Unternehmer, geboren in Wolfsburg
  • Matthias Bethge (* 1973), Neurowissenschaftler
  • Daniel Erdmann (* 1973), Jazzsaxophonist und -flötist, geboren in Wolfsburg
  • Katja Giammona (* 1975), Schauspielerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Stephan Schiffers (* 1975), Filmregisseur und Drehbuchautor, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Valeska Homburg (* 1976), deutsche Sportreporterin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Graziella de Santis (* 1976), Schauspielerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Jan Schanda (* 1977), Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Stefanie Gottschlich (* 1978), Fußballspielerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Heinrich Schiffers (* 1978), Musiker und Filmkomponist, Mitglied der Band 2raumwohnung, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Daniel Eichholz (* 1978), Musiker, Mitglied der Band 2raumwohnung, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • René Oltmanns (* 1979), Schauspieler, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Lars-Uwe Lang (* 1980), Handballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Janne Schäfer (* 1981), Schwimmerin, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Anna-Katharina Samsel (* 1985), Eiskunstläuferin, Model, Schauspielerin, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Sergej Karimow (* 1986), Fußballspieler, Nationalspieler der kasachischen Fußballnationalmannschaft, aufgewachsen in Wolfsburg
  • Jonas Deumeland (* 1988), Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Dennis Riemer (* 1988), Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Mike Könnecke (* 1988), Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Oliver Kragl (* 1990), Fußballspieler, geboren in Wolfsburg
  • Kevin Wolze (* 1990), Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
  • Senta-Sofia Delliponti (* 1990), Sängerin und Musicaldarstellerin, geboren in Wolfsburg
  • A.n.d.r.e. (* 1992), Sänger, geboren in Wolfsburg

Siehe auchBearbeiten

  Portal: Region Braunschweig – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Region Braunschweig

LiteraturBearbeiten

  • Sven Beckmann: Wolfsburg. Eine Stadt fällt aus dem Rahmen. Hrsg.: Stadt Wolfsburg, Kommunikation und Marketing. Braun, Berlin 2005, ISBN 3-935455-43-7 (Fotogr.: Wolfgang Huppertz. Text dt. und engl.).
  • Rosmarie Beier (Hrsg.): Aufbau West, Aufbau Ost. Die Planstädte Wolfsburg und Eisenhüttenstadt in der Nachkriegszeit. Buch zur Ausstellung des Deutschen Historischen Museums vom 16. Mai bis 12. August 1997. Deutsches Historisches Museum, Berlin 1997, ISBN 3-7757-0661-5.
  • Knut Diers: Wolfsburg in 24 Stunden. L-&-H-Verl., Hamburg 2004, ISBN 3-928119-85-0.
  • Emanuel Eckardt (Hrsg.): Autostadt in Wolfsburg (= Merian extra. Band 55). Jahreszeiten-erl., Hamburg 2002, ISBN 3-7742-6715-4.
  • Ulfert Herlyn, Wulf Tessin: Faszination Wolfsburg. 1938–2000. Leske + Budrich, Opladen 2000, ISBN 3-8100-2653-0.
  • Volkmar Köhler: Die Volkswagenwerke in Wolfsburg und Hannover (= Kleine Kunstführer für Niedersachsen. Heft 20). Musterschmidt, Göttingen/Berlin/Frankfurt 1958, DNB 452492130.
  • Stephan Krull (Hrsg.): 75 Jahre „Stadt des KdF-Wagen“/Wolfsburg. Ossietzky-Verlag, Hannover 2013, ISBN 978-3-944545-01-1 (Tagungsband).
  • Wolfgang Rähmer, Jürgen Rähmer: Flaggenstreit und Betglockenkorn. Streifzüge durch Wolfsburgs Geschichte an Hand von Berichten über die Schulen und Lehrer in Wolfsburg und Heßlingen vom Anfang bis zur Stadtgründung 1938. Rähmer, Wolfsburg 1999, OCLC 933935539.
  • Hedwig Richter, Ralf Richter: Die Gastarbeiter-Welt. Leben zwischen Palermo und Wolfsburg. Schöningh, Paderborn u. a. 2012, ISBN 978-3-506-77373-9.
  • Christian Schneider: Stadtgründung im Dritten Reich. Wolfsburg und Salzgitter. Ideologie, Ressortpolitik, Repräsentation. Heinz Moos Verlag, München 1979, ISBN 3-7879-0136-1 (Zugl.: München, Techn. Univ., Fachbereich Architektur, Diss., 1978).
  • Christoph Stölzl (Hrsg.): Die Wolfsburg-Saga. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2216-6 (Aufsatzsammlung; Bildband).
  • Wolf Tietze, Erhard Kühlhorn (Hrsg.): Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Blatt Wolfsburg. Erläuterungsheft (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Bd. 2, Teil 6). Lax, Hildesheim; Verl. für Regionalgeschichte, Bielefeld 1977, ISBN 3-7848-3626-7.
  • Braunschweigische Landschaft e. V. – Arbeitsgruppe Denkmalpflege: Kulturdenkmale in Wolfsburg mit Stadt- und Ortsteilen. Red. Bearb.: Christina Damm-König. Appelhans Verlag Braunschweig, Juni 2004, ISBN 3-937664-05-X.
  • Manfred Walz: Wohnungsbaupolitik und Industrieansiedlungspolitik in Deutschland 1933–1939. Dargestellt am Aufbau des Industriekomplexes Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter (= Campus. Bd. 111). Campus-Verlag, Frankfurt 1979, ISBN 3-593-32485-7 (Zugl.: Aachen, Techn. Hochsch., Fak. für Bauwesen, Diss. rer. nat.).[37]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wolfsburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Wolfsburg – Reiseführer
  Wikinews: Wolfsburg – in den Nachrichten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Walter Krämer, Götz Trenkler, Denis Krämer: Das neue Lexikon der populären Irrtümer. 555 weitere Vorurteile, Mißverständnisse und Denkfehler von Advent bis Zyniker. Eichborn, Frankfurt am Main 1998, ISBN 978-3-8218-0587-0, S. 365; Ungekürzte Taschenbuchausg: Piper, München/Zürich 2006, ISBN 978-3-492-24612-5.
  3. a b ssu/dpa-AFX: Wirtschaftskraft. Kleinstädte toppen München bei Pro-Kopf-Einkommen. In: spiegel.de. Spiegel Online. 29. Juli 2013, abgerufen am 19. April 2015 („Laut einer Studie haben kleinere Ballungszentren in Deutschland eine weit größere Wirtschaftskraft als Großstädte. Der VW-Standort Wolfsburg belegt demnach Platz eins, die Millionenmetropole München nur Rang 14.“).
  4. Wirtschaftskraft der Städte. Groß ist nicht gleich stark. In: iwkoeln.de. Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln. 1. August 2013, abgerufen am 10. Oktober .
  5. Datenblatt auf der Website der Stadt 2014. Archiviert vom Original am 13. April 2016, abgerufen am 20. Oktober 2016 (PDF; 873 kB). Ehemals abgerufen am 29. Januar 2013.
  6. Hauptsatzung der Stadt Wolfsburg vom 22. Februar 2017 (PDF; 662 kB). In: wolfsburg.de, abgerufen am 6. August 2017.
  7. Statistisches Jahrbuch 2016 (PDF; 4,6 MB). In: wolfsburg.de, abgerufen am 10. Oktober 2016.
  8. Schutzgebiete auf der interaktiven Umweltkarte. Abgerufen am 10. Oktober 2016., ehemals abgerufen am 26. August 2011. – Schutzgebiete auf der interaktiven Umweltkarte. In: nlwkn.niedersachsen.de. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen 10. Oktober 2016.
  9. Gemeindeverzeichnis von 1900. Königreich Preußen. Provinz Sachsen. Regierungsbezirk MagdeburgLandkreis Gardelegen. In: gemeindeverzeichnis.de, abgerufen am 10. Oktober 2016.
  10. Katholische Kirche – Dekanat Wolfsburg Gifhorn Helmstedt: Stadt ohne Kirchen – eine Legende? Abgerufen am 30. Juni 2013.
  11. Strecke 208 und Strecke 209d im Kursbuch 1944, abgerufen am 18. Oktober 2016.
  12. Im nächsten Jahr wird die Stadt entstehen. In: 50 Jahre Wolfsburg im Spiegel der Presse. Hrsg. von der Stadt Wolfsburg, Referat Presse und Information, Wolfsburg 1988, DNB 890522561, S. 12.
  13. Thomas Assheuer: Triumph der StadtDie Werk-Stadt. Metropole Provinz: Wolfsburg hat keine Geschichte und steckt doch voller Vergangenheit. Eine Rundfahrt. In: Zeit Online. Politik. 30. November 2013, abgerufen am 18. Oktober 2016 („Dieser Artikel ist aus der dritten Ausgabe des Magazins ‚DIE ZEIT Geschichte‘, die sich dem Thema ‚Triumph der Stadt‘ widmet.“).
  14. Stadt Wolfsburg: Stadtportrait Wolfsburg – Chronik 1945 bis 1978 (Memento vom 9. April 2014 im Internet Archive), abgerufen am 18. Oktober 2016.
  15. Günter Riederer: Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945. In: bpb.de, Bundeszentrale für politische Bildung. 19. März 2013, abgerufen am 18. Oktober 2016.
  16. Volkswagen Käfer. Autostadt GmbH, abgerufen am 26. Juni 2014.
  17. Marketing-Aktion: Golf-Rausch in Wolfsburg. In: Spiegel Online, 23. Juli 2003.
  18. Fußball Bundesliga – 100 000 Wolfsburg-Fans feiern bis in den Morgen. In: handelsblatt.com. Handelsblatt. 24. Mai 2009, abgerufen am 18. Oktober 2016 (zum Gewinn der Fußballmeisterschaft).
  19. Wolfsburg – jung und von alters her tolerant. In: reformation-cities.org/cities. Website des Projekts „Reformationsstädte Europas“, abgerufen am 24. April 2017; vgl. das Stadtporträt auf der Projektseite zum „Europäischen Stationenweg“: Wolfsburg. „Mitschöpfer Mensch. Arbeit neu entdecken“. In: r2017.org, abgerufen am 10. Oktober 2016.
  20. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 (= Systematische Verzeichnisse). W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  21. Stadt Wolfsburg Statistik Bevölkerungsbericht 2017 Einwohner nach Konfession 2016, S. 26, abgerufen am 7. September 2017.
  22. Wolfsburg: Heimat und Brücke zwischen den Kulturen. In: islam.de. 10. Juli 2006, abgerufen am 19. Oktober 2016 („Quelle: Braunschweiger Nachrichten – Von Jens Frede“).
  23. Wolfsburg hat gewählt! Endgültiges amtliches Wahlergebnis liegt vor. In: wolfsburg.de/rathaus, abgerufen am 19. Oktober 2016 (mit PDF-Links zum Kommunalwahlergebnis Wolfsburg).
  24. Andreas Burth: Schulden-Ranking der 103 kreisfreien Städte in Deutschland. Haushaltssteuerung.de – Portal zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft, 3. August 2014, abgerufen am 19. September 2014.
  25. Information des Landkreises Helmstedt, abgerufen am 11. Juli 2017
  26. Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch der Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg. Eckensberger, Braunschweig 1977, DNB 780686667; Neuauflage unter dem Titel: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen und Flaggen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg. Braunschweiger Zeitungsverlag, [Braunschweig] 2003, ISBN 3-926701-59-5.
  27. § 1 Absatz 2 Hauptsatzung der Stadt Wolfsburg, zit. n.: Das Wolfsburger Stadtwappen. Auszug aus der Hauptsatzung der Stadt Wolfsburg. In: wolfsburg.de, abgerufen am 20. Oktober 2016; vgl. den (gleichlautenden) vollständigen Text der Hauptsatzung (PDF; 662 kB). In: wolfsburg.de, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  28. Lt. der Stadt Wolfsburg seien im Vorfeld der Entscheidung alle Bestrebungen gescheitert, die offiziellen Verbindungen zu Luton wieder zu aktivieren. Quelle: Städtepartnerschaften und -freundschaften. In: wolfsburg.de. Stadt Wolfsburg, abgerufen am 19. Oktober 2016: „Heute besteht lediglich noch zwischen den Feuerwehren beider Städte Kontakt.“
  29. Website des Schützengesellschaft e. V. In: sg-wolfsburg.de, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  30. Wolfsburg. Garantiert ohne Motoröl: Currywurst von Volkswagen. In: faz.net. 4. Januar 2008, abgerufen am 4. März 2015 („Volkswagen hat noch mehr zu bieten als populäre Fahrzeuge. In der werkseigenen Fleischerei werden jährlich zwei Millionen Currywürste hergestellt, die ein Verkaufsschlager in der Region Wolfsburg/Braunschweig sind.“).
  31. Weltrekord: 4,8 Millionen Currywürste im Jahr. In: wob-gegen-mob.de. 8. Februar 2011, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  32. Werks-Fleischerei will Produktionsrekord brechen. In: Wolfsburger Nachrichten. 13. Juli 2011; zitiert in: MV Ticketbox. In: mv-ticketbox.de, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  33. VW-Currywurst im Berliner Currywurstmuseum. In: wob-gegen-mob.de. 22. Februar 2011, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  34. Eigenproduktion: Die Volkswagen-Currywurst. faz.net. 17. Januar 2015, abgerufen am 17. Januar 2015 („Quelle: dpa“).
  35. Über 76.000 Pendler fahren jeden Tag nach Wolfsburg. In: waz-online.de, 22. Oktober 2016, abgerufen am 16. Februar 2017.
  36. Bahnstreckenverlauf Schandelah – Vorsfelde (bzw. – Abzweig Oebisfelde) (rot) sowie Lehre – BS-Gliesmarode und Lehre – WOB-Fallersleben (blau). In: Google Maps, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  37. Auch zu Planungsvorhaben der DAF.