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Lehre (Niedersachsen)

Gemeinde im Landkreis Helmstedt
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lehre
Lehre (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lehre hervorgehoben
Koordinaten: 52° 20′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Höhe: 84 m ü. NHN
Fläche: 71,67 km2
Einwohner: 12.135 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38165
Vorwahlen: 05308, 05309, 05301
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 014
Gemeindegliederung: 8 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 10
38165 Lehre
Website: www.lehre.de
Bürgermeister: Andreas Busch (parteilos)
Lage der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfKarte
Über dieses Bild

Lehre ist eine Gemeinde im Osten von Niedersachsen im Landkreis Helmstedt. Die Großstädte Braunschweig und Wolfsburg grenzen an das Gemeindegebiet. Die eigene Kreisstadt Helmstedt liegt etwa 30 Kilometer südöstlich der Gemeinde. Der Ortsteil Lehre liegt zentral in der Gemeinde und ist deren Sitz.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

NachbargemeindenBearbeiten

Lehre grenzt an folgende Städte bzw. Gemeinden (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Calberlah, Wolfsburg, Königslutter am Elm, Cremlingen, Braunschweig und Meine.

GemeindegliederungBearbeiten

EssehofBeienrodeGroß BrunsrodeEssenrodeWendhausen (Lehre)Flechtorf 

Ortsteil LehreBearbeiten

Zum 1. Februar 2018 lebten nach Zählung der Gemeinde 4.255 Einwohner im Ortsteil Lehre.[2] Er liegt etwa auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Durch den Ort fließt von Ost nach West die Schunter. Im Osten des Ortes lag im Forst Kampstüh die Heeresmunitionsanstalt Lehre, heute teilweise ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Ort befinden sich die Oberschule Lehre und die Grundschule Lehre.

GeschichteBearbeiten

Am 11. April 1945 wurde Lehre durch amerikanische Streitkräfte eingenommen.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Beienrode, Essehof, Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode, Klein Brunsrode und Wendhausen eingegliedert.[4]

PostwesenBearbeiten

Zur Entwicklung des Postwesens in Lehre siehe: Postroute Braunschweig–Calvörde

PolitikBearbeiten

 
Rathaus in Lehre

RatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Lehre besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 11.001 und 12.000 Einwohnern.[5] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die Wahl für die derzeitige Amtsperiode fand am 11. September 2016 statt.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Andreas Busch (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei / Liste SPD CDU UWG Grüne FDP Einzelbewerber Gesamt
Sitze 2016 10 10 3 3 1 1 28 Sitze
Sitze 2011 12 9 3 3 1 28 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Der parteilose und einzige Bewerber Andreas Busch wurde am 11. September 2016 mit 85,7 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt und trat sein Amt am 1. November 2016 an.

Zuvor hatte der parteilose Klaus Westphal ab 2006 als Bürgermeister der Gemeinde Lehre amtiert. 2014 war er für weitere sieben Jahre wiedergewählt worden, hatte aber Ende 2015 seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt, den er am 31. Oktober 2016 vollzog.

WappenBearbeiten

Wappen und Flagge der Gemeinde LehreBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde zeigt im blauen Wappenschild einen schrägrechts gestellten goldenen Eschenzweig mit acht Blättern, im Schildfuß belegt mit einem silbernen Wellenbalken.[7] Die acht Blätter des Eschenzweiges repräsentieren die acht einstmals selbständigen Gemeinden, das silberne Wellenband steht für die Schunter. Blau und Gold (Gelb) als grundlegende Wappenfarben sollen die Zugehörigkeit zum Braunschweiger Land zum Ausdruck bringen, und gleichzeitig nehmen sie Bezug zum ehemaligen Landkreis Braunschweig, dem sieben der acht Dörfer bis zu seiner Auflösung angehörten. Die Einheitsgemeinde führt das Wappen seit 1980. Die Flagge der Gemeinde enthält auf gelbem (goldenem) Grund das Gemeindewappen in seinen Farben Blau/Gelb (Gold) und links und rechts des Wappens je einen Längsstreifen in Blau.[7]

Wappen des Ortsteils LehreBearbeiten

Neben dem Wappen der Gemeinde Lehre mit ihren acht Ortschaften besitzt die Ortschaft Lehre auch noch ein eigenes Wappen. Es zeigt im geteilten Schild oben auf goldenem Grund eine grüne Eichel mit zwei Blättern, unten in blau einen goldenen Karpfen. Der Karpfen steht für die Fischzucht, die lange ein wichtiger Erwerbszweig war. Die beblätterte Eichel verweist auf die Baumbestände des Lehrer Wohld. Die Grundfarben Gold und Blau sollen die Zugehörigkeit zum Braunschweiger Land zum Ausdruck bringen. Dieses Wappen erhielt das Dorf Lehre schon 1962, also vor der Gemeindefusion.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde Lehre ist über die Landesstraße L 295 an die nahegelegenen Bundesautobahnen A 2 und A 39 angebunden. Der Bahnhof Lehre (Braunschw) lag westlich des Ortsteils Lehre an der 1998 stillgelegten Schuntertalbahn.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen mit Bezug zu LehreBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lehre (Niedersachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Einwohnerzahlen der Gemeinde Lehre auf braunschweig.online, 4. Februar 2018, abgerufen am 17. August 2018.
  3. Muna-Führung am 9. April basisgruppelehre.wordpress.com vom 31. März 2016, abgerufen am 15. April 2018.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 267.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 28. Dezember 2014
  6. Wahlergebnis 2016, abgerufen am 28. Januar 2017
  7. a b Hauptsatzung der Gemeinde Lehre (Memento des Originals vom 28. Dezember 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-lehre.de, abgerufen am 28. Dezember 2014
  8. Dorfmuseum Lehre gemeinde-lehre.de, abgerufen am 24. März 2018.