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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bahrdorf
Bahrdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bahrdorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 23′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Samtgemeinde: Velpke
Höhe: 77 m ü. NHN
Fläche: 40,6 km2
Einwohner: 1824 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38459
Vorwahlen: 05364, 05358
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 001
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grafhorster Straße 6
38458 Velpke
Website: www.velpke.de
Bürgermeister: Heinz-Udo Liedtke (SPD)
Lage der Gemeinde Bahrdorf im Landkreis Helmstedt
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfKarte
Über dieses Bild

Bahrdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen. Die Gemeinde Bahrdorf ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Velpke.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Bahrdorf liegt zwischen den Naturparks Elm-Lappwald und Drömling.

GemeindegebietBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist reich an sandigen Böden. Misch- und Kiefernwälder bestimmen das Forstbild. Überwiegend werden Getreide und Zuckerrüben angebaut. Vermehrt wird auch Raps angebaut. Das Land ist von kleineren Hügeln bestimmt. Der höchste Hügel ist der Steinberg mit 115 m ü. NN.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

Ein weiterer Wohnplatz ist Bullerbü (ein Kilometer von Rickensdorf entfernt).

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 973 war die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde als Bardorp in einer Schenkung an den Bischof von Magdeburg. Im 13. Jahrhundert berief sich der damalige Bischof von Magdeburg und verlangte von dem in Bahrdorf ansässigen Rittergeschlecht de Bardorpe die Auslieferung. Da diese die Forderungen nicht erfüllten, kam es zu einer Belagerung durch den Erzbischof von Magdeburg und den Lehnsherrn von Oebisfelde, die die Bahrdorfer Burg jedoch überstand. Die Burg zerfiel und wurde im 18. Jahrhundert in ein herzogliches Gut umgewandelt, das heute noch existiert. Von der alten Burg erhalten ist lediglich der Bergfried.

Zur Entwicklung des Postwesens in Bahrdorf siehe: Postroute Braunschweig–Calvörde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Mackendorf, Rickensdorf und Saalsdorf eingegliedert.[2]

Ortsname, HerkunftBearbeiten

Alte Bezeichnungen: 8./9. Jahrhundert Bardorf, 937 Bardorp, Mitte 11. Jahrhundert Barthorpa, 1209 Bardorp, 1189 Barthorp, 1328 Bardorp, 1344 Bardorpe.

Der Ortsname könnte auf das Wort „Wald-Dorf“ zurückgehen. Er enthält möglicherweise „baeru, baero“ für „Wald“, germanisch „barwa“ für „Nadel-Baum, Wald“. Eine andere Möglichkeit der Deutung des Ortsnamens besteht im polnischen Wort „bara“ für „Sumpf“. Aufgrund der Lage des Ortes am Wald und in der Flussaue der Lapau, beziehungsweise einstigen Ausläufern des Drömlings, ist nicht eindeutig festzulegen.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2016[4]
Wahlbeteiligung: 61,50 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,33
34,88
5,48
4,99
4,32
EB Schaare
EB Runkehl
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,76
-4,14
-2,68
-0,24
+4,32
EB Schaare
EB Runkehl
Aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat
   
Insgesamt 11 Sitze
  • SPD: 4
  • Sonst.: 1
  • CDU: 6

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Bahrdorf. Über die Vergabe der elf Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl.

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Heinz-Udo Liedke (SPD) wurde am 3. November 2011 gewählt.

WappenBearbeiten

Gespalten in Blau und Gold, darin in verwechselten Farben eine vierblättrige Eiche mit drei Eicheln.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Bahrdorf
  • Evangelisch-lutherische St.-Stephanus-Kirche in Bahrdorf
  • Domäne (ehemalige Wasserburg)

ReligionenBearbeiten

In der Ortschaft Bahrdorf befindet sich die evangelisch-lutherische St.-Stephanus-Kirche, sie gehört zur Propstei Vorsfelde. Weitere Kirchen befinden sich in den Ortsteilen Mackendorf, Rickensdorf und Saalsdorf.

Da sich nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus katholischen Gebieten auch in Bahrdorf und den umliegenden Ortschaften niederließen, wurde 1946 die zur Velpker Kirche Unbefleckte Empfängnis Mariä gehörende katholische Pfarrvikarie Bahrdorf gegründet. Sie umfasste neben Bahrdorf auch die Ortschaften Mackendorf, Papenrode, Querenhorst, Rickensdorf und Saalsdorf. Zum Bau einer katholischen Kirche kam es in Bahrdorf jedoch nicht, die Gottesdienste fanden in der Wohnung des Pfarrers oder in der evangelischen Kirche statt. 1966 wurde die Pfarrvikarie Bahrdorf wieder aufgelöst und kam zur Kirchengemeinde Velpke zurück.[5]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Bahrdorf liegt östlich der Bundesstraße 244. Bahrdorf lag an der in diesem Bereich stillgelegten Bahnstrecke Helmstedt–Oebisfelde.

LiteraturBearbeiten

  • Willi Scherfise: 1000 Jahre Bahrdorf. Kühne, Helmstedt 1973

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahrdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271.
  3. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 28. Dezember 2014; abgerufen am 3. August 2019.
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2016 Samtgemeinde Velpke
  5. Peter Eppert: 75 Jahre St. Marien Velpke. Grafhorst 2004, S. 10 u. 12.