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Magdeburg Hauptbahnhof

Bahnhof in Magdeburg

AnlageBearbeiten

 
Gleisplan des Hauptbahnhofs

Der Hauptbahnhof ist ein Durchgangsbahnhof, jedoch auch ein Inselbahnhof, da ein Teil des Bahnhofsgebäudes zwischen den Gleisen 5 und 6 liegt. Die Gleise des Bahnhofs sind überdacht und durch Treppen oder Aufzüge zu erreichen. Die Empfangshalle mündet in einen unterirdischen Bahnhofstunnel, der zu den Bahnsteigen führt. Im gesamten Bahnhof befinden sich rund 20 Geschäfte und Gastronomiebetriebe, darunter McDonald’s und Subway.

Das Hauptbahnhofsgebäude ist im Norden durch den Nebeneingang am Kölner Platz, im Westen durch den Nebeneingang am Konrad-Adenauer-Platz und im Osten durch den Haupteingang am Willy-Brandt-Platz zugänglich. Zurzeit befinden sich am Konrad-Adenauer- und am Willy-Brandt-Platz die Taxistände. Nach dem Bau eines Tunnels für den Individualverkehr am Damaschkeplatz, sollen die Taxistände in den kommenden Jahren aber im Westen konzentriert werden. Parkplätze am Bahnhof gibt es an allen drei Bahnhofsvorplätzen. Außerdem kann man im Parkhaus des direkt am Hauptbahnhof gelegenen Einkaufscenters City Carré Magdeburg parken.

GeschichteBearbeiten

VorläuferBearbeiten

An der Stelle des jetzigen Hauptbahnhofs befanden sich ursprünglich Anlagen der Festung Magdeburg. Die zunächst von verschiedenen Bahngesellschaften zwischen 1839 und 1849 errichteten Bahnstrecken in andere Städte verfügten jeweils über eigene Bahnhöfe. Sie befanden sich in der Nähe der Elbe auf dem westlichen Flussufer, das dafür künstlich aufgeschüttet wurde. Reste der Magdeburger Eisenbahntore zeugen am Elbufer noch von dieser Vergangenheit. Mit der zunehmenden Industrialisierung und wachsenden Bedeutung Magdeburgs wuchs der Platzbedarf für Bahnhöfe. Ein zentraler Bahnhof war jedoch an dieser Stelle nicht zu realisieren.

VorgeschichteBearbeiten

Die bereits bestehenden Bahnanlagen der Stadt Magdeburg wurden den schnell wachsenden Verkehrsaufgaben nicht mehr gerecht, der Bau eines neuen Zentralbahnhofs wurde dringlich, allerdings stand in der Stadt kein Gelände zur Verfügung. Sowohl die Stadt Magdeburg als auch verschiedene Eisenbahngesellschaften hatten langwierige Verhandlungen mit den Militärbehörden geführt, um das nicht mehr benötigte Festungsgelände zu kaufen, zunächst gemeinsam, schließlich parallel. 1870 konnten die drei Eisenbahngesellschaften Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft, Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft, Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger-Eisenbahngesellschaft 33 Hektar des Festungsgeländes im Westen erwerben.[1]

Bau ab 1870Bearbeiten

 
Hauptbahnhof Magdeburg auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1907
 
Ehemaliges Westempfangsgebäude und Bahnhofshalle (Januar 1925) – heute Kölner Platz

Im Jahre 1870 wurde der Grundstein für den neuen Zentralbahnhof Magdeburg gelegt. Beteiligt waren die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft und Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft, die stark unter den beengten Platzverhältnissen der Bahnanlagen am Ufer der Elbe zu leiden hatten. Die Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft zeigte hingegen kein großes Interesse am Neubau, da sie mit der bestehenden Situation kaum Probleme hatte.

Jede der beiden Eisenbahngesellschaften wollte ein eigenes repräsentatives Empfangsgebäude besitzen. Die Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft baute zwischen 1872 und 1882 das östliche Empfangsgebäude im Stil eines toskanischen Palazzos. Die Außenverkleidung bestand aus Sandstein, der in Ostlutter bei Lutter am Barenberge im heutigen Landkreis Goslar gewonnen wurde. Das westliche Empfangsgebäude wurde von der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft erbaut und wurde von der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft mitgenutzt. Im Gegensatz zum östlichen Gebäude wurde hier für die Nordfassade Nebraer Sandstein verwendet: Die Wandflächen bestanden hingegen aus Ziegelblendsteinen. Beide Gebäude waren gleich lang und durch einen Personen- und einen Gepäcktunnel miteinander verbunden. Die Bahnsteige wurden jeweils mit Hallen überspannt.

Am 15. Mai 1873 verkehrte bereits der erste Zug zwischen dem neuen Zentralbahnhof und der Stadt Burg. Die offizielle Übergabe für den Verkehr erfolgte am 18. August 1873. Die Bauarbeiten waren aber erst um das Jahr 1893 vollständig abgeschlossen.

Neben den Bahnanlagen für den Reiseverkehr entstanden auch umfangreiche Güterverkehrsanlagen. So wurden südöstlich des Empfangsgebäudes der Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft die dazugehörigen Güterverkehrsanlagen gebaut. Die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft hatte dagegen ihre Anlagen westlich des eigenen Empfangsgebäudes. Natürlich wurden auch Behandlungsanlagen für die Lokomotiven und Wagen der jeweiligen Eisenbahngesellschaft benötigt. Für die Lokomotiven wurden südlich (zwischen den Strecken nach Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Buckau) zwei große Rundlokschuppen erbaut. Von diesen Anlagen ist nur noch das Sozialgebäude erhalten. Dieses beheimatete bis Mitte der 1990er Jahre eine Betriebsakademie, steht nun jedoch leer.

Für die Wagen wurde südlich vom mittleren Empfangsgebäude ein Wagenschuppen errichtet. Auf dem Gelände werden heute noch Reisezugwagen der Deutschen Bahn AG gewartet. Mit der Verstaatlichung der Eisenbahngesellschaften im Jahre 1880 wurden alle Anlagen zusammengefasst und fortan als eine Betriebsstelle betrachtet. Die Gleisgeometrie hat sich, abgesehen von Umbauten zur Einführung des S-Bahn-Betriebes im Jahr 1974, kaum verändert.

Am 1. Juli 1923 begann eine neue Ära. Der erste mit einer E-Lok bespannte Zug erreicht aus Richtung Zerbst den Magdeburger Hauptbahnhof. Die Arbeiten hatten bereits 1910 begonnen, ruhten dann wegen des Ersten Weltkriegs und setzten sich erst Anfang der zwanziger Jahre fort. Ab dem 7. Oktober 1934 konnte dann auch elektrisch nach Halle (Saale) gefahren werden.

Zerstörung 1945 und WiederaufbauBearbeiten

 
Panorama vom Willy-Brandt-Platz aus

Der Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 traf auch den Hauptbahnhof. Das mittlere Empfangsgebäude wurde völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das östliche Empfangsgebäude erlitt schwere Schäden, die Bahnsteighallen brachen zum Teil zusammen. Die Gleisanlagen waren mit Bombentrichtern übersät, die Stellwerke zum Teil zerstört. Ende März 1946 war das elektrisch betriebene Eisenbahnnetz in der Sowjetischen Besatzungszone wieder vollständig in Betrieb, dann verfügten die sowjetischen Militärbehörden die Einstellung des Betriebes und die sofortige Demontage der Fahrleitungsanlagen. Das rollende Material ging als Reparationsgut in die Sowjetunion und kam erst Anfang der 1950er Jahre in die damalige Deutsche Demokratische Republik in stark reduziertem und reparaturbedürftigem Umfang zurück. Das Bahnnetz wurde nunmehr zum dritten Mal elektrifiziert, und erst ab 1956 gab es wieder einen elektrischen Zugbetrieb. 1946 hatte der Wiederaufbau des Hauptbahnhofes begonnen, jedoch ohne die Dachkonstruktionen der historischen Bahnhofshalle. Anstelle des Inselbahnhofs entstand 1961/62 ein Verwaltungsgebäude.

Umbau und ModernisierungBearbeiten

 
Ausgang zum Konrad-Adenauer-Platz

1974 nahm die S-Bahn Magdeburg ihren Betrieb auf. Weitere umfangreiche Umbaumaßnahmen gab es 1984. Im Jahre 1992 baute die Bahn die Bahnsteige um, um einen ICE-Betrieb zu ermöglichen. Neben der Verlängerung einzelner Bahnsteige wurde 2003 der Fußgängertunnel nach Westen verlängert, so dass der Bahnhof auch vom Konrad-Adenauer-Platz zugänglich war. Damit entstanden ein neuer Eingangsbereich, die Verbindung zum neuen Busbahnhof, ein neuer Taxistand und Parkplätze.

Unter der Projektbezeichnung Magdeburg 21 soll der Hauptbahnhof zu einer modernen Drehscheibe im Bahnverkehr werden. Im Zuge des Bahnhof-21-Projekts, das 1993 Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan fand, sollen 35 Hektar Flächen für die Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt werden.[2] Um die Verkehrs- und Betriebsabläufe zu optimieren und Taktzeiten zu minimieren werden Gleise, Weichen, Oberleitungsanlagen, Signal- und Sicherungstechnik sowie die Bahnsteiganlagen um- und neugebaut. Die Entflechtung des Spurplans erhöht außerdem die Geschwindigkeit, mit der Züge den Bereich des Knotens Magdeburg passieren können. Ein besonderer Knotenpunkt soll Magdeburg in einem neuen Nord-Süd-Korridor durch Deutschland werden. Dieser soll bereits bestehende, überlastete Hauptverkehrsstrecken entlasten und wichtige Hafenstädte mit dem Hinterland verknüpfen.[3]

Von 2000 bis 2004 sind bereits über 280 Millionen in das Gleisnetz rund um den Bahnhof investiert worden. Am 22. Juni 2003 ging das erste von drei Elektronischen Stellwerken im Knoten Magdeburg in Betrieb. Für insgesamt 150 Millionen Euro sollten drei ESTWs an die Stelle von 22 alten Stellwerken treten, die zumeist aus dem frühen 20. Jahrhundert stammten. Damals war es wegen der großen Fläche und der hohen Anzahl an Weichen das größte in Europa.[4] Ein zweites Stellwerk folgte im November des gleichen Jahres, das dritte am 21. März 2004.[5]

Die 2007 begonnenen Umbaumaßnahmen des südwestlichen Bahnhofkopfes sind bereits abgeschlossen. Die Vorbereitungen für den Bauabschnitt Mitte sind zurzeit in Gange. Im Zuge dieser Arbeiten werden großzügig Gleisanlagen und sechs innerstädtische Brückenbauwerke modernisiert. Die größten Probleme bereiten die Eisenbahnbrücken über die Ernst-Reuter-Allee. Die Stelle unter den Brücken gilt als Nadelöhr im Berufsverkehr, da beidseitig zweispurige Straßen in und aus der Innenstadt auf eine Spur reduziert werden. Zudem knickt die zwischen den Spuren liegende Straßenbahnstrecke einerseits ab und sorgt zusammen mit den Ampelschaltungen für häufigen Stau. Deswegen ist geplant, den Autoverkehr in ein 90 Millionen Euro teures Tunnelbauwerk zu verlegen; darüber liegend bleiben nur noch Fuß-, Fahrrad- und Straßenbahnverkehr auf einer Ebene. So könnten dann die Brücken erneuert werden, ohne die Widerlager zu ersetzen. Gegen den Tunnel lagen mehrere Klagen vor, da befürchtet wurde, dass der Tunnel den Stau nicht entschärfen würde und dass sich wegen der geringen Höhe des Tunnels der LKW-Verkehr in der Innenstadt verstärken könnte. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Klagen aber endgültig abgewiesen, der Tunnel darf somit ab 2015 gebaut werden.[6]

In mehreren Schritten sollen die Bahngleise umgebaut und die Bahnsteigzugänge barrierefrei ausgerüstet werden. 2016 und 2017 werden zunächst die Güterzuggleise an der westlichen Seite des Bahnhofs am Damaschkeplatz modernisiert, danach folgten 2017 und 2018 die Gleise 6 bis 8. Abschließend wurde 2018 und 2019 an den Gleisen 2 bis 5 gebaut.

Seit dem 12. Mai 2019 ist die neue Eisenbahninfrastruktur einschließlich der neu gebauten Bahnsteige 2 bis 5 in Betrieb. Ende 2019 sollen Arbeiten an den Personenunterführungen beginnen, 2020 die Empfangshalle modernisiert werden. Es ist geplant, das Umbauprojekt des Bahnknotens Magdeburg im Jahr 2021 fertigzustellen.[7]

VerkehrsanbindungBearbeiten

Der Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof in Magdeburg und neben dem Halleschen Hauptbahnhof der zentrale Bahnhof für Eisenbahnverkehr in Sachsen-Anhalt. Er ist an das Fernverkehrsnetz und an das Netz des Schienenpersonennahverkehrs angebunden. Dabei verdichten sich die IC-Linien 55 und 56 zu einem Stundentakt zwischen Leipzig und Hannover. Er ist ebenfalls an die S-Bahn Mittelelbe eingeschlossen. Täglich passieren rund 800 Züge den Eisenbahnknotenpunkt Magdeburg.[8]

Über den unmittelbar angrenzenden Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und einige Haltepunkte der Straßenbahn ist der Hauptbahnhof Magdeburg mit dem innerstädtischen ÖPNV verbunden.

Aufgrund des Hochwassers in Mitteleuropa 2013 und der damit verbundenen Sperrung der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin im Raum der Elbebrücke Hämerten bei Stendal wurden bis 4. November 2013 viele Fernverkehrszüge über Magdeburg umgeleitet und hielten auch dort. Damit bestand stündlich mit ICE- und IC-Zügen Anschluss nach Berlin (ohne Zwischenhalt) und über Hannover, Hamm (Westf), Dortmund nach Köln.

FernverkehrBearbeiten

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
ICE 10 BerlinPotsdamMagdeburgBraunschweigHannoverBielefeldDortmundDuisburgKöln einzelne Züge DB Fernverkehr
ICE 25 Berlin – Potsdam – Magdeburg – Braunschweig – HildesheimKassel-WilhelmshöheNürnbergMünchen einzelner Zug DB Fernverkehr
IC 55 DresdenLeipzigBitterfeldDessauMagdeburg – Braunschweig – Hannover – Bielefeld – Dortmund – Wuppertal – Köln 120 DB Fernverkehr
IC 56 Leipzig – Halle – Bitterfeld – Dessau – Magdeburg – Braunschweig – Helmstedt – Hannover – BremenOldenburgLeerEmdenNorddeich Mole 120 DB Fernverkehr

Regional- und S-Bahn-VerkehrBearbeiten

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
HBX Berlin – Potsdam – MagdeburgHalberstadt (Zugteilung)QuedlinburgThale / Wernigerode – Goslar einzelne Züge (Fr–So) Abellio
RE 1 MagdeburgBurg – Genthin – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Frankfurt (Oder) (– Cottbus) 060 DB Regio Nordost
RE 6 Magdeburg – Haldensleben – OebisfeldeWolfsburg einzelne Züge Abellio
RE 8 Magdeburg – Biederitz – Königsborn – Gommern – Zerbst – Roßlau – Dessau – Bitterfeld – Halle 120 DB Regio Südost
RE 10 Magdeburg – Schönebeck – GüstenSandersleben – Hettstedt – SangerhausenSömmerdaErfurt 120 Abellio
RE 11 MagdeburgOschersleben – Halberstadt – Wegeleben – Quedlinburg – Thale 060 Abellio
RE 13 Magdeburg – Biederitz – Zerbst – Dessau – Bitterfeld – Delitzsch – Leipzig 120 DB Regio Südost
RE 20 Magdeburg – Tangerhütte – Stendal – Hohenwulsch – SalzwedelUelzen 120 DB Regio Südost
RE 21 Magdeburg – Oschersleben – Halberstadt – Wernigerode – Ilsenburg – Vienenburg – Goslar 120 Abellio
RE 30 MagdeburgMagdeburg-Buckau – Schönebeck – Calbe – Sachsendorf 060 DB Regio Südost
RE 31 Magdeburg – Oschersleben – Halberstadt – Langenstein – Blankenburg 120 Abellio
RB 36 Magdeburg – Barleben – Haldensleben – Wegenstedt – Oebisfelde – Wolfsburg 060 (Magdeburg–Haldensleben)
120 (Haldensleben–Wolfsburg)
Abellio
RB 40 (Genthin –) Burg – Biederitz – Magdeburg – Eilsleben – Helmstedt – Königslutter – Braunschweig 060 (Mo–Fr)
120 (Sa–So)
DB Regio Südost
RB 41 Magdeburg – Schönebeck – Staßfurt – Güsten – Aschersleben 120 Abellio
RB 42 Magdeburg – Biederitz – Königsborn – Gommern – Zerbst – Roßlau – Dessau einzelne Züge DB Regio Südost
RB 43 Magdeburg – Magdeburg-Buckau – Dodendorf – Osterweddingen – Langenweddingen – Oschersleben 120 Abellio
RB 48 Magdeburg – Magdeburg-Buckau – Schönebeck – Calbe – Bernburg 120 (Mo–Fr) Abellio
S 1 Schönebeck-Bad Salzelmen – Magdeburg – Zielitz – Tangerhütte – Stendal – Wittenberge 030 (Schönebeck–Zielitz)
060 (Zielitz–Wittenberge)
DB Regio Südost

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

 
Busbahnhof Magdeburg

Der Hauptbahnhof Magdeburg ist tagsüber durch die Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 6, 8, 10 und Stadtbuslinie 59, nachts durch die Nachtbuslinien N4 und N5 der MVB an den Nahverkehr angebunden. Erreichbar ist er über die Haltestelle Hauptbahnhof, Haltestelle City Carre und Haltestelle Damaschkeplatz. Außerdem befindet sich zwischen dem Damaschkeplatz und dem Hauptbahnhof der ZOB Magdeburg, welcher an regionale und überregionale Buslinien angeschlossen ist.

IndividualverkehrBearbeiten

Zentraler Verkehrsknotenpunkt der Stadt ist der Damaschkeplatz direkt am Hauptbahnhof. Über diesen verläuft der Magdeburger Ring (B71) als Hochstraße, durch den die Bundesautobahnen A 2 und A 14 zu erreichen sind. Im Osten unterläuft die Ernst-Reuter-Allee die Schnellstraße. Sie ist die Hauptverkehrsader der Innenstadt für den Verkehr aus den westlichen Stadtteilen Magdeburgs, genauso wie die parallel zum Magdeburger Ring verlaufenden Erzbergerstraße/Otto-von-Guericke-Straße für den Verkehrsfluss aus dem Norden in die Innenstadt.

Parkplätze der Deutschen Bahn befinden sich am Willy-Brandt-Platz, am Kölner Platz und am Konrad-Adenauer-Platz. Diese sind unterteilt in Kurzzeitparkplätze, Parkplätze mit einer maximalen Parkdauer von 24 Stunden und Langzeitparkplätze. Außerdem befindet sich direkt am Bahnhof das Parkhaus des City-Carres, in dem ebenfalls Kurz- und Langzeitparkplätze existieren. Somit stehen insgesamt über 1.300 Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof zur Verfügung.[9]

Taxistände gibt es am Willy-Brandt-Platz und am Konrad-Adenauer-Platz. Auto- und Fahrradverleihservicestellen befinden sich ebenfalls im und am Hauptbahnhof. Die Räder des bahneigenen Services Call a Bike finden sich am westlichen Ausgang zum angrenzenden ZOB.[10] Vor dem Bahnhof, auf dem Bahnhofsvorplatz, gibt es 144 Fahrradabstellplätze an Anlehnbügeln[11], dazu kommen über 114 Plätze an Anlehnbügeln auf dem Kölner Platz und knapp 100 weitere Plätze am Konrad-Adenauer-Platz, sowie durch Restaurants und Dienstleister betriebene Abstellmöglichkeiten.

Hauptbahnhof Magdeburg in der LiteraturBearbeiten

Im Roman Der nasse Fisch von Volker Kutscher, der als Vorlage für die Verfilmung Babylon Berlin diente, hält sich die Hauptfigur Gereon Rath, nach einem Treffen mit dem Berliner Polizeipräsidenten, einen Moment im Hauptbahnhof Magdeburg auf.[12]

LiteraturBearbeiten

  • Ulrich Meissner, 100 Jahre Magdeburger Hauptbahnhof, Magdeburg 1973

WeblinksBearbeiten

  Commons: Magdeburg Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Helmut Asmus: 1200 Jahre Magdeburg. 1848 — Gegenwart. Band 3. Scriptum, Magdeburg 2005, S. 222–223.
  2. Bahn und Stadt im Dialog: Projekte 21. In: Bundesbaublatt, 3/1998, S. 68–70.
  3. Umbau Hauptbahnhof Magdeburg
  4. Meldung Erstes ESTW für Magdeburg. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2003, S. 344.
  5. Meldung ESTW-Projekt abgeschlossen. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2004, S. 197.
  6. Streit und Zank um ein Bauprojekt – Chronik des Tunnelbaus in Magdeburg. (Nicht mehr online verfügbar.) Mitteldeutscher Rundfunk, archiviert vom Original am 23. November 2015; abgerufen am 30. November 2015.
  7. https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/knoten-magdeburg
  8. Ausbauzustand HBF Magdeburg
  9. DB "Magdeburg Hbf - Ihre Parkmöglichkeiten" Stand 19. August 2014.
  10. Call a Bike Magdeburg Hauptbahnhof
  11. Bereich zwischen Bahnhofsgebäude bis zu den Straßenbahngleisen
  12. Volker Kutscher, Der nasse Fisch, Kiepenheuer & Witsch Köln, 64. Auflage 2018, ISBN 978-3-462-04022-7, Seite 507.