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Bahnhof Güsten

Bahnhof im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt

Der Bahnhof Güsten ist ein Knotenbahnhof in Güsten, einer Kleinstadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Güsten
Empfangsgebäude von Nordwesten, 2018
Empfangsgebäude von Nordwesten, 2018
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bauform ehem. Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung LGT
IBNR 8010152
Kategorie 5
Eröffnung 10. Oktober 1865
Profil auf Bahnhof.de Guesten
Lage
Stadt/Gemeinde Güsten
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 47′ 35″ N, 11° 36′ 7″ OKoordinaten: 51° 47′ 35″ N, 11° 36′ 7″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Bahnhof Güsten entstand 1865 mit Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Bernburg nach Aschersleben. Im Zuge dieser Strecke wurde auch die Strecke in Richtung Staßfurt gebaut. 1879 folgte die Kanonenbahn von Berlin nach Blankenheim. Für diese Strecke baute man Gleise auf der anderen Seite des Empfangsgebäudes, der Bahnhof wurde somit zum Inselbahnhof. In Güsten entstand ebenfalls ein großes Bahnbetriebswerk, welches die Lokomotiven für die Harzquerung beheimatete. Es wurde auch durch die Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe 41 noch bis Anfang der 1990er Jahre bekannt.[3]

 
Bahnsteig 2, 2018

Im Jahr 1994 wurde das Bw Güsten zur Außenstelle des Bahnbetriebswerks Halberstadt, bevor es 1996 komplett geschlossen wurde.[4]

1998 wurde der Personenverkehr auf der Kanonenbahn in Richtung Barby eingestellt, 2004 wurde die Strecke stillgelegt.[5] Ab 2000 wurde der Bahnhof umgebaut, auf der Bahnhofsseite der Strecke BerlinBlankenheim wurden die Gleise entfernt und ein Busbahnhof errichtet.[6] Ab 2002 wurde auch der restliche Bahnhof umgebaut.

Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks entstand bis 2013 die größte Photovoltaikanlage der DB AG.[7]

2015 wurde das Empfangsgebäude gesperrt und ist seither ungenutzt[8], die Reisenden mussten einen Umweg über den Bahnübergang Ascherslebener Straße gehen, um die Bahnsteige zu erreichen.[9] Aus diesem Grund wurde 2017 ein neuer Reisendenübergang geschaffen.[10] 2019 wurde das Empfangsgebäude versteigert. Es soll nun saniert werden.[11]

Von den einst sechs Bahnsteiggleisen existieren heute noch drei, davon ein Stumpfgleis.[6]

VerkehrBearbeiten

BahnBearbeiten

Güsten wird im Fahrplanjahr 2019 von drei Regionalbahnlinien angefahren, welche sich immer zur vollen Stunde in Güsten treffen. Sie werden alle von Abellio Rail Mitteldeutschland mit Zügen der Baureihe 1648 bedient:

Linie Verlauf Takt
RE 10 Magdeburg Hbf – Güsten – Erfurt Hbf 120 min
RB 41 Magdeburg Hbf – Güsten – Aschersleben 120 min
RB 50 Dessau Hbf – Güsten (– Halberstadt) 60 (120) min

Die durchgehenden Züge halten an den Gleisen 2 und 3, die stündlichen Verstärker Richtung Dessau halten an Gleis 1.

BusverkehrBearbeiten

Am Busbahnhof verkehren werktags die Linien 111 und 143, wobei die Linie 111 auch zweimal an Samstagen verkehrt.[12][13]

 
Busbahnhof an der Stelle der ehemaligen Kanonenbahn

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Güsten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 41 025. In: eisenbahn-museumsfahrzeuge.com. Abgerufen am 4. März 2019.
  2. Geschichte BW Güsten. In: bahnhofgüsten.de. Abgerufen am 4. März 2019.
  3. Zeittafel. In: kanonenbahn.de. Abgerufen am 4. März 2019.
  4. a b Bahnhof Güsten nach Umbau. In: bahnhofgüsten.de. Abgerufen am 4. März 2019.
  5. Photovoltaikanlage Güsten. In: dbenergie.de. Abgerufen am 4. März 2019.
  6. Bahnhof Güsten: Gebäude wegen Baumängeln gesperrt. In: mz-web.de. 22. Oktober 2015, abgerufen am 4. März 2019.
  7. Der Gruselbahnhof von Güsten. In: youtube.com. Thueringer-Bahn Initiative, 17. Februar 2017, abgerufen am 4. März 2019.
  8. Falk Rockmann: Strippenzieher am Bahnhof Güsten. In: Volksstimme. 16. Juni 2018 (volksstimme.de).
  9. Ingmar Höfgen: Immobilien-Auktion: Leerstehender Bahnhof wurde verkauft. 10. März 2019, abgerufen am 11. März 2019.
  10. Fahrplan Linie 143. KVG Salzland, abgerufen am 4. März 2019.
  11. Fahrplan Linie 111. KVG Salzland, abgerufen am 4. März 2019.