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Bahnhof Sandersleben (Anh)

Bahnhof in Sandersleben, Sachsen-Anhalt

Der Bahnhof Sandersleben (Anh) ist eine Betriebsstelle der hier miteinander kreuzenden Bahnstrecken Halle–Vienenburg und Berlin–Blankenheim auf dem Gemeindegebiet von Arnstein in Sachsen-Anhalt. Der Bahnhof trägt den Namen von Sandersleben (Anhalt).

Sandersleben (Anh)
Empfangsgebäude, Halle-Vienenburger Seite (2009)
Empfangsgebäude, Halle-Vienenburger Seite (2009)
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung LSL
IBNR 8010311
Kategorie 4
Profil auf Bahnhof.de Sandersleben__Anh_
Lage
Stadt/Gemeinde Arnstein
Ort/Ortsteil Sandersleben (Anhalt)
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 40′ 44″ N, 11° 33′ 34″ OKoordinaten: 51° 40′ 44″ N, 11° 33′ 34″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt

LageBearbeiten

Der Bahnhof befindet sich im Landkreis Mansfeld-Südharz nahe dem Harz im Südwesten Sachsen-Anhalts. Das zugehörige Dorf Sandersleben (Anhalt) gehört seit 2010 als Ortschaft zu Arnstein. Der Bahnhof liegt im Westen des Dorfes nahe einem Sportplatz und der Wipper. Im Bereich des Bahnhofs stehen Häuser entlang der Bahnstrecken. Typisch für einen Keilbahnhof treffen hier zwei Bahnstrecken aufeinander, die Bahnstrecke Halle – Vienenburg im östlichen Teil des Bahnhofs mit der Bahnstrecke Berlin – Blankenheim im westlichen Teil des Bahnhofs.

GeschichteBearbeiten

 
Gleis 3 auf der Blankenheimer Seite mit zweitem Empfangsgebäude in Insellage (2017)

Der Bahnhof wurde am 15. Oktober 1871 mit Inbetriebnahme des Streckenabschnittes Könnern – Aschersleben durch die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft (MHE) eröffnet. Mit dem Bau der Berlin-Blankenheimer Eisenbahn durch die Preußische Staatsbahn wurde westlich der bestehenden Anlagen ein zweiter Bahnhof angelegt. Da die MHE eine Nutzung ihres Empfangsgebäudes durch die Staatsbahn verweigerte, erhielt der am 15. Mai 1879 eröffnete Bahnhof ein eigenes Empfangsgebäude, das östlich der neuen Strecke, somit mittig zwischen beiden Strecken seinen Platz fand. Nach der Verstaatlichung der MHE im Jahr 1879 wurde das Gebäude von 1871 einer anderen Nutzung zugeführt.[1][2]

In den 1980er Jahren wurde die Verbindung Erfurt – Magdeburg (Bahnstrecke Berlin – Blankenheim) über Sandersleben (Anh) mit drei Eilzugpaaren sowie einigen Personenzügen befahren. Zu dieser Zeit war ein Ausbau der Strecke geplant, um die alternative Strecke über Bitterfeld und Naumburg zu entlasten. Das sollte vor allem für den Güterverkehr geschehen. Eine Elektrifizierung war damals vorgesehen; das wurde allerdings nach dem Errichten einiger Fahrleitungsmasten (beispielsweise südlich von Sandersleben (Anhalt) bei Blankenheim) abgebrochen.[3]

PersonenverkehrBearbeiten

SchienenpersonennahverkehrBearbeiten

Es halten Züge von Abellio Rail Mitteldeutschland in Sandersleben (Anh). Eingesetzt werden seit 9. Dezember 2018 nur noch Dieseltriebwagen der Baureihe 1648. In den Jahren zuvor wurden auch Dieseltriebwagen der Baureihen 612, 640 und 642 eingesetzt. Im Fahrplanjahr 2019 wird der Bahnhof Sandersleben (Anh) von folgenden Linien bedient:

Linie Linienverlauf Takt (min)
RE 4 HalleKönnernSandersleben (Anh) – Aschersleben – Halberstadt – Wernigerode – VienenburgGoslar 120
RE 10 Magdeburg – Schönebeck – GüstenSandersleben (Anh)SangerhausenSömmerdaErfurt 120
RE 24 Halle – Könnern – Sandersleben (Anh) – Aschersleben – Gatersleben – Halberstadt 120

BusverkehrBearbeiten

Die Buslinie 430 der Verkehrsgesellschaft Südharz verbindet den Bahnhof werktags zweistündlich mit Hettstedt und der Lutherstadt Eisleben.[4] Hinzu kommen seltener zusätzliche Verbindungen, zum Beispiel nach Sandersleben (Anhalt), Bernburger Straße.

BahnhofsanlageBearbeiten

 
Zugang zum Fußgängertunnel, 2017

Der Bahnhof ist als Inselbahnhof angelegt, wobei das Gleis der Berlin-Blankenheimer Bahn (Gleis 3) westlich und die Gleise der Halle-Vienenburger Bahn (Gleise 1 und 2) östlich des Empfangsgebäudes der Berlin-Blankenheimer Bahn liegen. Am nördlichen Bahnhofskopf überquert die Berlin-Blankenheimer Bahn die Halle-Vienenburger Bahn. Nördlich und südlich des Empfangsgebäudes der Berlin-Blankenheimer Bahn sind beide Strecken über Weichenstraßen miteinander verbunden. Alle Gleise verfügen über Seitenbahnsteige, ein Fußgängertunnel verbindet die Bahnsteige 1 und 2. Letzteres wird im Regelfall nicht mehr genutzt.

Östlich von Bahnsteig 2 steht das ehemalige Empfangsgebäude der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft, die die Halle-Vienenburger Bahn im Jahr 1865 in Betrieb nahm.

Der Bahnhof Sandersleben (Anh) ist barrierefrei ausgebaut.[5]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Sandersleben (Anhalt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Bauausführungen auf der Eisenbahnstrecke Berlin–Blankenheim. In: Deutsche Bauzeitung. Heft X–XII, 1883, Sp. 407–422 (zlb.de [PDF; abgerufen am 22. August 2017]). Die Bauausführungen auf der Eisenbahnstrecke Berlin–Blankenheim (Memento des Originals vom 6. September 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.zlb.de
  2. Sandersleben. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bf-s.zielbahnhof.de. Archiviert vom Original am 29. April 2017; abgerufen am 22. August 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bf-s.zielbahnhof.de
  3. Stephan Kindling: TT-Sandersleben. In: die-tt-bahn.de. Abgerufen am 21. August 2017.
  4. VGS Südharzlinie. VGS Linien. In: vgs-suedharzlinie.de. Abgerufen am 21. August 2017.
  5. Sandersleben (Anh). In: bahnhof.de. Deutsche Bahn AG, abgerufen am 22. August 2017.