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Die Signa Holding GmbH (Eigenschreibung: SIGNA) ist Österreichs größtes Immobilienunternehmen in privater Hand und betreibt große Handelsbeteiligungen in Deutschland.

Signa Holding GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1999
Sitz Innsbruck und Wien, OsterreichÖsterreich Österreich

Leitung

  • Geschäftsführung: Christoph Stadlhuber, Marcus Mühlberger
  • Executive Board: Dieter Berninghaus (Chairman), Christoph Stadlhuber, Wolfram Keil, Frank Tölle
Mitarbeiter 200 (im Bereich Real Estate), 20.000 (im Bereich Retail)
Branche Immobilien, Handel
Website www.signa.at

Das Unternehmen wurde 1999 von René Benko gegründet, der sich 2013 aus der operativen Unternehmensführung zurückzog. Aus einem Zwei-Mann-Unternehmen, das zunächst auf klassische Immobilienentwicklung fokussiert war, ist mittlerweile ein gesamteuropäisches Immobilien- und Handelsunternehmen mit diversen Bürostandorten geworden.

Seit 2013 hat Signa zwei eigenständige Kerngeschäftsbereiche, Signa Real Estate (Immobilien) und Signa Retail (Handel). Im selben Jahr erwarb die Gruppe über die Signa Retail die Mehrheit am deutschen Sportartikelhändler Karstadt Sports und an Karstadt Premium (mittlerweile The KaDeWeGroup) und stieg damit erstmals auch in das operative Handelsgeschäft ein. Im Sommer 2014 übernahm Signa zusätzlich die komplette Karstadt Warenhaus GmbH. Seither folgten weitere Beteiligungen im Handelssegment.

Das Unternehmen beschäftigt im Real Estate Bereich rund 200 Mitarbeiter in vier unabhängigen Geschäftseinheiten. Dazu gehören die Signa Development Selection, die Signa Funds, Signa Luxury Hotels sowie die Signa Prime Selection, die sich auf die Investition und das langfristige Halten von Immobilien in besten Innenstadtlagen Europas konzentriert.

Der gesamte Handelssektor – sieben deutsche Handelsunternehmen und das Joint Venture mit Eataly – wird im Bereich Signa Retail gebündelt. Signa Retail erzielt mit 20.000 Mitarbeitern an über 125 Standorten einen konsolidierten Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro pro Jahr.[1]

Inhaltsverzeichnis

StrukturBearbeiten

Die Unternehmensgruppe ist seit 1999 kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2013 erwarb die Gruppe die Mehrheit am deutschen Sportartikelhändler Karstadt Sports sowie an Karstadt Premium und stieg damit erstmals in das operative Handelsgeschäft ein. Im Sommer 2014 übernahm Signa zusätzlich die komplette Karstadt Warenhaus GmbH. Im Oktober 2015 gründete Signa Retail mit Eataly, einem der größten Vertreiber von italienischen Konsumgütern weltweit, das Joint Venture Eataly Distribuzione GmbH.[2] 2016 beteiligte sich Signa Retail mehrheitlich an Outfitter, einem Multi-Channel-Anbieter im Sportbereich und erweitert seine Online-Ausrichtung zusätzlich um Dress-for-less, ein Online-Outlet für Designer-Mode, um internetstores, ein Bike- und Outdoor E-Commerce-Unternehmen und um Tennis-Point, ein Multi-Channel Retailer im Tennisbereich.

Seit 2013 hat Signa zwei eigenständige Kerngeschäftsbereiche:

Signa Real Estate Signa Retail
An sechs Standorten in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz sind im Unternehmensteil Signa Real Estate rund 200 Mitarbeiter beschäftigt und managen ein Immobilienvermögen von rund 6 Milliarden Euro. Der Immobilienteil untergliedert sich in vier unabhängige Bereiche: Signa Prime Selection, Signa Development Selection, Signa Real Estate Management und Signa Funds.[3] Der gesamte Handelssektor wird im Unternehmensteil Signa Retail gebündelt. Signa Retail erzielt mit über 20.000 Mitarbeitern an über 100 Standorten einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.
  • Karstadt Warenhaus GmbH: großer deutscher Warenhauskonzern mit über hundertjähriger Tradition
  • Karstadt Sports GmbH: Nr. 2 Sportartikelanbieter in Deutschland
  • The KaDeWe Group GmbH: KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München bilden die Gruppe an Warenhäusern im Premiumsegment. Mitte 2015 hat La Rinascente, Europas führender Betreiber von Luxuskaufhäusern, 50,1 % der operativen Gesellschaft von The KaDeWe Group erworben.
  • Outfitter: Multi-Channel-Anbieter im Sportbereich und Full-Service-Anbieter für Teamsportarten und Corporate Fashion in Deutschland
  • dress-for-less GmbH: Seit 1999 bestehendes Online-Outlet für Marken- und Designermode
  • internetstores: Online-Anbieter und Marktführer für Outdoor- und Fahrradartikel in zehn europäischen Ländern, betreibt 20 Onlineshops und vertreibt sieben Eigenmarken.
  • Tennis-Point: Multi-Channel Retailer im Tennisbereich mit 12 Filialen und Onlineshops in 19 Ländern sowie 10 Sprachen.
  • Joint Venture Eataly Distribuzion GmbH: Das wachsende Gastronomie- und Foodkonzept startet mit einer Filiale in München. Weitere Standorte sind in Österreich und der Schweiz geplant.

Die Unternehmensgruppe umfasst ein Immobilienvermögen von mehr als 6 Milliarden Euro[4] und gehört zu den großen privaten Immobilieneigentümern in den Innenstädten von Wien und Innsbruck. Derzeit liegt das Projektentwicklungsvolumen bei rund 5 Milliarden Euro mit großen Developments u.a. in Wien, München, Berlin und Bozen.

Die Gruppe ist nicht nur in ihren Kernmärkten Österreich und Deutschland aktiv, sondern auch in Italien, der Schweiz, Luxemburg sowie in Belgien.

GesellschaftsstrukturBearbeiten

Hauptgesellschafter der Signa-Holding ist die Familie Benko Privatstiftung mit einem kontrollierenden Anteil von 90 %. Ernst Tanner, Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, hält die restlichen 10 % der Anteile an der Signa Holding. 2016 schied der zweitgrößte Gesellschafter, die Falcon Private Bank aus,[5] sowie 2015 der langjährige Signa-Partner George Economou, zweitgrößter Besitzer an Panamax-Schiffen weltweit[6]. Die Signa Prime Selection AG ist das Flagship-Unternehmen der Signa Real Estate und mit einem Portfolio im Wert von rund 4 Mrd. Euro ein bedeutender Eigentümer, Entwickler und Betreiber innerstädtischer Einzelhandelsimmobilien im deutschsprachigen Europa.[7]

Group Executive BoardBearbeiten

Die operative und strategische Führung der Signa-Gruppe erfolgt seit Beginn des Jahres 2013 durch das Executive Board (EB), das vom Chairman Dieter Berninghaus[8] und drei langjährigen Vorständen einzelner Geschäftsbereiche, Christoph Stadlhuber, Wolfram Keil und Frank Tölle, geführt wird. Das EB befasst sich nicht nur mit den Geschäften der einzelnen Bereiche, sondern auch mit unternehmensübergreifende Angelegenheiten, wie unter anderem Gruppenstrategie und Koordination, sowie Fundraising.[9]

UnternehmensbeiratBearbeiten

Seit seinem Wechsel in den Beirat fungiert René Benko als Vorsitzender; stellvertretender Vorsitzender ist der ehemalige österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (dieser ist u. a. auch Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag sowie Vorsitzender der Haselsteiner Privatstiftung). Weiters sitzen im Beirat: Roland Berger, Walid A. Chammah, Günter Koller, Eduardo Leemann (CEO Falcon Private Bank Zürich), Karl Samstag (ehemaliger CEO der Bank Austria UniCredit), Susanne Riess, Karl Stoss, Rainer De Backere (vormals CIO Westfälische Provinzial Versicherung), Peter Hasskamp (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank), Ernst Tanner und Wendelin Wiedeking.[10][11]

Auszug aus dem ImmobilienvermögenBearbeiten

Das neue Verwaltungsgebäude der Deutschen Börse in Eschborn bei Frankfurt (The Cube), die von der KaDeWe Group gemieteten Luxuskaufhäuser KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in bester Münchner Innenstadtlage, sowie Objekte in der Wiener Fußgängerzone der Mariahilfer Straße sind Teil des Signa-Portfolios; ebenso weitere Häuser in den Zentren von München und Berlin.[12] In Österreich zählen unter anderem das Kaufhaus Tyrol als auch die Immobilien des Goldenen Quartiers in Wien oder das an den Verfassungsgerichtshof und das Kunstforum vermietete, gleichnamige Gebäude auf der Freyung und eines der beiden Häuser, in dem sich Meinl am Graben befindet, zum Signa-Portfolio. Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass die Signa die Wiener Postsparkasse, Sitz der Bawag P.S.K., gekauft und langfristig an die Bank zurückvermietet hat.[13]

GeschichteBearbeiten

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Ab 2012: Übernahme von KarstadtBearbeiten

In mehreren Teilschritten wurde die Übernahme der Karstadt Premium GmbH (seit 1. März 2015 The KaDeWe Group GmbH), der Karstadt Sports GmbH und der Karstadt Warenhaus GmbH inklusive der Karstadt Feinkost GmbH & Co KG und der LeBuffet Restaurant & Café GmbH vollzogen.

Ende Dezember 2012 wurde über die Signa Prime Selection AG ein Portfolio von insgesamt 17 Karstadt-Kaufhäusern zu einem Kaufpreis von über 1,1 Milliarden angekauft, zu denen unter anderem auch das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin zählt.[14] Als Partner dieser Transaktion agierte mit 37,55 % die BSG Group des israelischen Geschäftsmannes Beny Steinmetz.[15][16] Diese Transaktion stellte 2012 die mit Abstand größte Investition in Einzelhandelsimmobilien in Deutschland dar.[17]

Am 16. September 2013 wurde verlautbart, dass Signa zusammen mit der BSG Group 75,1 % der operativen Karstadt Premium GmbH und 75,1 % der operativen Karstadt Sports GmbH von der Berggruen Holdings des deutsch-amerikanischen Unternehmers Nicolas Berggruen für 300 Mio. Euro übernommen hat. Diese Mittel wurden zur Stärkung der Karstadt-Gruppe verwendet und dienen der Modernisierung der einzelnen Standorte dienen, um Karstadt langfristig wettbewerbsfähig zu halten.[18]

Die The KaDeWe Group (ehem. Karstadt Premium GmbH) betreibt die drei Luxuswarenhäuser Kaufhaus des Westens in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München. Karstadt Sports ist mit seinen 28 Sport-Häusern einer der führenden Anbieter im stationären Sportartikelhandel in Deutschland.

Am 15. August 2014 erwarb die Signa Holding 100 % der Eigentumsanteile an der Karstadt Warenhaus GmbH[19] als auch die restlichen Anteile an der Karstadt Premium GmbH (The KaDeWe Group GmbH) und der Karstadt Sports GmbH. Die Berggruen Holdings zog sich damit vollständig aus dem operativen Geschäft der Karstadt Gruppe zurück, wie auch aus den Beteiligung an einzelnen Karstadt-Immobilien.

Im Januar 2015 übernahm die Beny Steinmetz Gruppe – Real Estate (BSG RE) rund 20 Karstadt-Immobilien (z.B Nürnberg, Köln, Konstanz usw.) vollständig. Die Häuser stammen aus dem Paket, das BSG-RE gemeinsam mit Signa vom Highstreet Konsortium im Dezember 2012 übernommen hatte. Somit ist nunmehr die BSG-RE Group der Vermieter zahlreicher Filialen des Warenhauskonzerns. Das operative Handelsgeschäft der Karstadt Warenhaus GmbH blieb davon unbenommen, denn dieses war zuvor auch schon zu 100 % bei Signa. Im Gegenzug übernahm Signa die drei Immobilien der KaDeWe Group mit dem KaDeWe in Berlin, dem Oberpollinger in München und dem Alsterhaus in Hamburg vollständig. Die BSG RE gab ihre bisherigen Anteile an Signa ab. Dies gilt ebenso für die Häuser Karstadt Ku’damm Berlin und Karstadt Stuttgart. Auch sie gehören nunmehr Signa alleine. Das Kartellamt hat dieser Transaktion im Dezember 2014 bereits zugestimmt.[20]

Im Juni 2015 erwarb La Rinascente im Rahmen einer langfristig angelegten Partnerschaft 50,1 % der operativen Gesellschaft von der The KaDeWe Group GmbH, 49,9 % verbleiben langfristig im Besitz von Signa Retail.[21]

Im Herbst 2015 konnte Karstadt erstmals nach Jahren operativ ein positives Ergebnis präsentieren und steuert für das Bilanzjahr 2015/16 erstmals wieder auf einen Gewinn von rund 50 Millionen Euro zu.[22]

2015: Joint Venture mit EatalyBearbeiten

Im Oktober 2015 gründete Signa Retail mit Eataly, dem größten Vertreiber von italienischen Konsumgütern weltweit und einem der am schnellsten wachsenden und erfolgreichsten Gastronomie- und Foodkonzepte, das Joint Venture Eataly Distribuzione GmbH. In die neu gegründete Partnerschaft zwischen Signa Retail und Eataly fließen die unterschiedlichen Kompetenzen der beteiligten Unternehmen ein: Von Eataly kommen Ware, Vermarktungskonzept und fachspezifisches Training, von Signa Retail die gastronomische Systemkompetenz auf dem deutschen Markt durch Le Buffet, die Organisation und die Systeme durch Karstadt Warenhaus und die Immobilienkompetenz durch die Signa Gruppe in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Als erster Standort wurde im November 2015 ein Eataly-Flagshipstore in München in der Schrannenhalle direkt am Viktualienmarkt eröffnet. Bis 2021 ist die Expansion an mindestens fünf weiteren Standorten in den drei genannten Ländern geplant.

2016: Weiteres WachstumBearbeiten

Beteiligung an Outfitter

Im April 2016 hat sich Signa Retail mehrheitlich an Outfitter, einem der führenden Multi-Channel-Anbieter im Sportbereich, beteiligt. Im Rahmen dieser Beteiligung hat Signa Retail 60 % von Outfitter erworben – die übrigen 40 % verblieben bei Ron Berger. Der Gründer und bisherige Alleingesellschafter bleibt somit weiterhin signifikant beteiligt und wird zusammen mit seinem Mitgeschäftsführer Thorsten Bichowski das Geschäft auch in Zukunft operativ führen.

Beide Partner investierten „einen substanziellen Millionenbetrag“ in das Unternehmen, um bestehende Geschäftsfelder auszubauen. Der Plan ist, mit der Koppelung von Karstadt Sports und Outfitter Voraussetzungen für die angestrebte Marktführerschaft in Deutschland zu schaffen.[23]

Übernahme von dress-for-less

Im August 2016 übernahm Signa Retail das Online-Outlet für Designermode dress-for-less zu 100 Prozent. dress-for-less wurde 1999 gegründet und ist in 13 Ländern präsent. Das Kerngeschäft erfolgt in der D-A-CH-Region und in den Niederlanden. 2011 erwarb der in Spanien ansässige Shopping Club Privalia das deutsche Unternehmen. Im November 2015 zog sich Privalia zurück, und das Management-Team unter dem Vorsitz des Geschäftsführers Antonio Gonzalo übernahm die Gesellschaft. Mittlerweile ist Mirco Schultis – Gründer von dress-for-less im Jahre 1998 – in die Rolle des CEO zurückgekehrt, um den Erfolgskurs der frühen 2000er Jahre wieder zu etablieren. Auch Holger Hengstler wird das Unternehmen als aktiver Beirat unterstützen. Das gemeinsame Ziel mit dem neuen Eigentümer SIGNA Retail ist es, das Unternehmen zu alter Stärke zurückzuführen. Die Gesellschaft beschäftigt an ihrem Sitz im hessischen Kelsterbach rund 260 Mitarbeiter. Der Versand der Ware erfolgt über 60 Länder ebenso zentral von dort.[24]

Übernahme von Internetstores

Anfang November 2016 beteiligte sich Signa Retail mit 87 % am Spezialversender für Fahrrad- und Outdoor-Produkte Internetstores.[25] Das gesamte Management von Internetstores blieb an Bord: René Köhler begleitet das Unternehmen als Vorsitzender des Beirats weiter. Die Aufgabe des CEO übernahm zum 1. Oktober 2016 Markus Winter. Auch die bisherigen Geschäftsführer Bernd Humke (Finanzen) und Ralf Kindermann (Einkauf) blieben im Unternehmen.[26] Internetstores ist Stand 2017 mit Online-Shops in 14 europäischen Ländern aktiv. Zum Portfolio gehören im Bereich Outdoor der deutsche Online-Händler Campz und das schwedische Internetunternehmen Addnature. Im Fahrradsegment ist Internetstores mit Fahrrad.de und Brügelmann vor allem in Deutschland aktiv, mit Bikester in ganz Europa.[27]

Übernahme von Tennis-Point

Ende 2016 beteiligte sich Signa Retail mit 78 % mehrheitlich am Multichannel-Retailer Tennis-Point und baute ihr Portfolio im Bereich des Sportartikel-Einzelhandels so weiter aus. Die Unternehmensgründer Christian Miele, Thomas Welle und Philipp Tippkemper leiten das Unternehmen weiterhin und behalten 22 % der Anteile. [28] Tennis-Point hat mit seinem Angebot von über 12.000 Tennis- und Laufartikeln von über 100 verschiedenen Sportmarken, Eigenmarken und Exklusivmarken eine breite Produktpalette, die in den 19 Onlineshops und den 12 Filialen an verschiedenen Standorten der DACH-Region vertrieben werden. Der erste Onlineshop wurde anlässlich der Australian Open im Jahr 2008 eingeführt; mittlerweile gibt es diese in zehn verschiedenen Sprachen.[29]

Joint Venture für Karstadt München Bahnhofplatz

In zentraler Lage in München, zwischen Hauptbahnhof und Stachus, ist Signa Real Estate im Oktober 2016 in ein Joint Venture mit dem Partner RFR Holding GmbH gegangen und hat sich am bekannten Warenhausensemble Karstadt München Bahnhofplatz beteiligt.[30]

Seit 2017Bearbeiten

Übernahme der BAI

Anfang Jänner 2017 hat Signa Real Estate erklärt, den renommierten Wiener Bauträger BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH im Rahmen zu übernehmen. Die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH ist ein Bauträger mit einem aktuellen Investitionsvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro, einem Portfolio von derzeit 18 Projekten und einem Projektentwicklungsvolumen von über 440.000 Quadratmeter. Als Teil der BAI-Gruppe werden ebenso die eigenen Dienstleistungsgesellschaften für Projektentwicklung und Bauträgerschaft (BAI), Makler (BAReal) sowie eine Hausverwaltung (Donath) erworben und durch die neuen Eigentümer weitergeführt.[31] Erklärtes zukünftiges Ziel für die BAI unter der neuen Eigentümerschaft ist es, ein eigenständiger „Wohnbauträger für leistbares Wohnen in Wien“ zu werden.[32]

Weitere Übernahmen

Mitte Juni 2017 Jahres erwarb das Unternehmen die Mehrheit (70 %) am Online-Marktplatz hood.de und 60 % der Online-Plattform Mybestbrands.[33]

SteuervermeidungBearbeiten

Durch die Luxemburg-Leaks wurde bekannt, dass Signa auf Basis eines von der Wirtschaftsprüfungskanzlei PricewaterhouseCoopers erstellten Steuersparmodells[34] zwecks Steuervermeidung Geld durch Luxemburg geleitet hat. Steuervereinbarungen zwischen den Luxemburger Behörden und Signa sind im Internet einsehbar.[35][36]

VerschiedenesBearbeiten

Am 13. Mai 2013 wurde verlautbart, dass sich der Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner über seine Familien-Privatstiftung an der Signa Prime Selection AG beteiligt hat. Neben einer Mehrheitsbeteiligung von mehr als 50 % an der Signa-Gruppe sind auch noch der Staatsfonds Abu Dhabis über die Falcon Private Bank mit fast 20 %[37] sowie einige prominente Persönlichkeiten an der Signa Prime Selection AG beteiligt.[38] Zu den Unternehmerpersönlichkeiten, die an der Signa Prime beteiligt sind, gehören Niki Lauda, Roland Berger, Johann Graf, Wendelin Wiedeking, Ernst Tanner, Arthur Eugster[39], Harti Weirather und Torsten Toeller.[40]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bitte entweder wayback- oder webciteID oder archive-is-Parameter angeben
  2. Eataly - Erfolgsgeschichte eines Feinkosthändler Süddeutsche Zeitung am 25. November 2015
  3. Signa Struktur, abgerufen am 9. November 2015
  4. Wirtschaftsblatt (Memento vom 10. Oktober 2014 im Internet Archive) vom 2. Oktober 2014
  5. Signa: Karstadt Eigentümer Benko trennt sich von Falcon Private Bank - manager magazin. In: manager magazin. (manager-magazin.de [abgerufen am 5. Dezember 2016]).
  6. André Exner: Karten bei Signa Holding werden neu gemischt. In: Wirtschaftsblatt. 21. September 2015, archiviert vom Original am 29. September 2015, abgerufen am 28. September 2015.
  7. Abu Dhabi neuer Großaktionär bei Benko. In: Solid. 21. September 2015, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  8. Berninghaus künftig Chef des Einzelhandels der Karstadt-Mutter Signa - manager magazin. Abgerufen am 19. August 2016.
  9. Signa Executive Board, abgerufen am 19. Oktober 2015
  10. Wendelin Wiedeking neu im Signa Holding Beirat und im Aufsichtsrat der Signa Prime Selection AG. Presseerklärung der Signa Holding GmbH auf ots.at, 30. November 2011. Abgerufen am 16. September 2013.
  11. Aktueller Beirat, abgerufen am 6. Oktober 2015
  12. Objekte Auszug aus den Immobilien-Objekten
  13. Signa kauft Bawag Zentrale. (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Wirtschaftsblatt, 13. Dezember 2013. Abgerufen am 16. Dezember 2013.
  14. Tiroler Investor schlägt in Deutschland zu. ORF.at, 22. Dezember 2012. Abgerufen am 22. Dezember 2012.
  15. Finanzen Kompakt II. In: Die Welt, 18. Januar 2013. Abgerufen am 16. September 2013.
  16. Warenhauskette: Diamanten-Milliardär steigt bei Karstadt ein. In: Spiegel online, 21. November 2013.
  17. Melanie Agne, Christoph von Schwanenflug: Die größten Einzelhandels-Deals 2012. In: Immobilien-Zeitung, 2. Januar 2013. Abgerufen am 4. Februar 2013.
  18. Berggruen versilbert Karstadt-Perlen. n-tv.de, 16. September 2013. Abgerufen am 16. September 2013.
  19. Bericht auf der Tagesschau Website
  20. Benko teilt Karstadt auf. In: Format, Nr. 4/2015, Abgerufen am 6. Oktober 2015.
  21. Signa verkauft KaDeWe Group mehrheitlich an La Rinascente. (Memento vom 11. Juni 2015 im Internet Archive) In: Wirtschaftsblatt, 6. Oktober 2015, Abgerufen am 6. Oktober 2015.
  22. Karstadt schafft die Wende Süddeutsche Zeitung am 22. Oktober 2015
  23. Signa Retail erwirbt 60 Prozent der Anteile von Outfitter Etailment im April 2016
  24. Signa Retail übernimmt dress-for-less: Karstadt-Eigentümer stärkt das Online-Geschäft. In: www.handelsblatt.com. Abgerufen am 19. August 2016.
  25. Signa Retail übernimmt 87 Prozent von internetstores. In: www.immoversum.com. Abgerufen am 10. April 2017.
  26. Benko kauft auch internetstores. In: www.sport-fachhandel.com. Abgerufen am 10. April 2017.
  27. Mega-Deal: Benkos Signa Retail übernimmt Internetstores. In: www.sazsport.de. Abgerufen am 10. April 2017.
  28. Signa übernimmt mehrheitlich Tennis-Point. In: derstandard.at. Abgerufen am 10. April 2017.
  29. Signa Retail schnappt sich Tennis Point. In: w ww.internetworld.de. Abgerufen am 10. April 2017.
  30. Benkos Signa-Gruppe hat milliardenschwere Projekte. In: orf.at. Abgerufen am 10. April 2017.
  31. BAI an Signa und Investorengruppe verkauft. In: immobilien.diepresse.com. Abgerufen am 10. April 2017.
  32. Signa will groß in den Wohnbau einsteigen. In: kurier.at. Abgerufen am 10. April 2014.
  33. Signa Retail: Sieben Online-Töchter in 14 Monaten. In: www.textilwirtschaft.de. Abgerufen am 10. Juli 2017.
  34. Karl Gaulhofer: Die Steueroase Luxemburg und ihr Co-Architekt. In: Die Presse. 6. November 2014, abgerufen am 27. November 2014.
  35. Luxleaks – Auch Stronach im Steuerparadies?
  36. ICIJ, Luxemburg Leaks, unter Kategorie 'finance' zu finden
  37. Neuer Großaktionär: Abu Dhabi steigt bei Benkos Signa ein Die Presse vom 21. September 2015 – abgerufen am 19. Oktober 2015
  38. Leo Himmelbauer: Rene Benko holt Haselsteiner zu Signa Prime (Memento vom 15. Juni 2013 im Internet Archive). In: Wirtschaftsblatt, 13. Mai 2013. Abgerufen am 16. September 2013.
  39. Kaffeemaschinen-Milliardär steigt bei Signa Prime ein. Archiviert vom Original am 18. Mai 2016, abgerufen am 29. August 2016.
  40. Torsten Töller steigt bei SIGNA ein. In: Kurier, 8. Dezember 2013. Abgerufen am 16. Dezember 2013.

Koordinaten: 47° 15′ 55″ N, 11° 23′ 40″ O