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Saint-Médard (Pyrénées-Atlantiques)

Pyrénées-Atlantiques

Saint-Médard ist eine französische Gemeinde mit 215 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Artix et Pays de Soubestre (bis 2015: Kanton Arthez-de-Béarn).

Saint-Médard
Saint-Médard (Frankreich)
Saint-Médard
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Artix et Pays de Soubestre
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 32′ N, 0° 35′ WKoordinaten: 43° 32′ N, 0° 35′ W
Höhe 69–178 m
Fläche 11,26 km2
Einwohner 215 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km2
Postleitzahl 64370
INSEE-Code

Rathaus von Saint-Médard

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Sent Medart.[1] Er stammt vom heiligen Medardus von Noyon, einem Bischof im 5. Jahrhundert.[2]

GeographieBearbeiten

Saint-Médard liegt ca. 40 km nordwestlich von Pau in der historischen Provinz Béarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Labeyrie Castelner (Landes)
Peyre (Landes)
Monget (Landes)
 
Hagetaubin Casteide-Candau

Saint-Médard liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Ein Nebenfluss des Luy, der Luy de Béarn, und dessen Zufluss, der Juren, strömen durch das Gebiet der Gemeinde.[3]

 
Haus in Saint-Médard

GeschichteBearbeiten

Vermutlich aufgrund der Nähe zum Fluss Luy de Béarn und zum schützenden Wald verlief durch Saint-Médard eine Römerstraße, und es gab zudem ein befestigtes Lager auf einem Höhenzug über dem Flusstal. An der gleichen Stelle wurde im Mittelalter eine Burg errichtet, von der außer dem Namen des Viertels Castet-Abidon keine Spuren bis in die heutige Zeit überdauerten. Zu Zeiten des Ancien Régimes gehörte Saint-Médard zum Unterbezirk von Saint-Sever im heutigen Département Landes, bevor die Gemeinde mit der Neuordnung der Territorien zu Beginn der Französischen Revolution mit der Gründung des Départements Basses-Pyrénées dem Béarn zugeordnet wurde. Die Grundherrschaft besaß im 17. Jahrhundert der Graf von Abidon.[2][4]

Toponyme und Erwähnungen von Saint-Médard waren:

  • Saint-Medart (1537, Notare aus Garos),
  • Saint Medard (1750, Karte von Cassini),
  • Semedard (1793, Notice Communale) und
  • Saint-Médard (1863, Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées).[4][5][6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach dem Beginn der Aufzeichnungen am Endes des 18. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf rund 715 Einwohnern an. In der Folge reduzierte sich die Einwohnerzahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf ein Niveau von rund 200, das bis heute gehalten wird.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 262 240 235 215 196 206 185 209 215
 
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2009[7]
 
Pfarrkirche

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche in Saint-Médard. Sie datiert aus dem 14. Jahrhundert und ist eine der wenigen Gotteshäuser der Region im gotischen Stil. Sie birgt interessante verzierte Kapitelle, ein Kreuzrippengewölbe und ein sehr altes Taufbecken. Der Plattenbelag im Kircheninneren befindet sich in einem guten Zustand.[8]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Landwirtschaft ist traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

 
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[9]
Gesamt = 28

VerkehrBearbeiten

Saint-Médard wird durchquert von den Routes départementales 31 und 264.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Saint-Médard (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  2. a b Conseil régional d’Aquitaine: Saint-Médard (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 6. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  3. Ma commune : Saint-Médard (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  4. a b Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 150. 1863. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  5. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  6. a b Notice Communale Saint-Médard (fr) EHESS. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  7. Populations légales 2014 Commune de Saint-Médard (64491) (fr) INSEE. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  8. Église de Saint-Médard (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 6. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  9. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Saint-Médard (64491) (fr) INSEE. Abgerufen am 6. Dezember 2017.