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Saint-Girons-en-Béarn

Gemeinde in Frankreich

Saint-Girons-en-Béarn ist eine französische Gemeinde mit 161 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel (bis 2015: Kanton Orthez).

Saint-Girons-en-Béarn
Saint-Girons-en-Béarn (Frankreich)
Saint-Girons-en-Béarn
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 33′ N, 0° 50′ WKoordinaten: 43° 33′ N, 0° 50′ W
Höhe 76–156 m
Fläche 5,20 km2
Einwohner 161 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km2
Postleitzahl 64300
INSEE-Code

Zentrum von Saint-Girons-en-Béarn

Der Name der Gemeinde ist zurückzuführen auf einen Märtyrer aus Aire-sur-l’Adour aus dem vierten Jahrhundert oder auf einen gleichnamigen Missionar, der im fünften Jahrhundert die nahe Chalosse evangelisierte.[1]

Die Bewohner werden Gironsais und Gironsaises genannt.[1]

GeographieBearbeiten

Saint-Girons-en-Béarn liegt ca. 60 km nordwestlich von Pau in der historischen Provinz Béarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Tilh (Landes)
Ossages (Landes)   Bonnut
Baigts-de-Béarn Saint-Boès

Saint-Girons-en-Béarn liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Grand Arrigan, hier im Oberlauf nur Arrigon genannt, ist ein Nebenfluss des Luy und durchquert das Gebiet der Gemeinde ebenso wie der Ruisseau de Lataillade, ein Nebenfluss des Gave de Pau.[2]

 
Zentrum von Saint-Girons-en-Béarn

GeschichteBearbeiten

Eine Besiedelung in gallorömischer Zeit belegen Spuren einer kleinen Befestigungsanlage. Administrativ gehörte das Dorf im Mittelalter zur Bailliage von Lagor und Pardies. Bekannt wurde die Gemeinde durch ihre Heilbäder mit Wasser aus schwefel- und eisenhaltigen Quellen, die seit dem 19. Jahrhundert bis in die Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts betrieben wurden.[1]

Im Jahre 2006 wurde die Gemeinde, vormals Saint-Girons in Saint-Girons-en-Béarn umbenannt.[3]

Toponyme und Erwähnungen von Saint-Girons-en-Béarn waren:

  • Sanctus-Gerontius (1101, Kopialbuch des Bistums Lescar),
  • Sent-Girons (1322, Kopialbuch von Orthez, genannt Martinet, Blatt 3),
  • Sent-Gerontz (1404, Urkunden aus Herrère, heute ein Ortsteil von Orthez),
  • Sanctz-Guyrontz und Saint-Guirons (1546 bzw. 1675, réformation de Béarn, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Saint Girons (1750 und 1793, Karte von Cassini bzw. Notice Communale),
  • Saint-Girons (1801, Bulletin des Lois) und
  • Saint-Girons-en-Béarn (2006).[4][5][6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 166 153 155 164 151 132 152 159 161
 
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[6] INSEE ab 2006[7][8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche, geweiht dem Apostel Matthäus. Sie wurde in den Jahren 1821 und 1822 als Ersatz für eine früheren Kirche erbaut, die sich am Friedhof unterhalb des Zentrums befand. Die alte Kirche war im Mittelalter mit einem Laienkloster verbunden. 1888 wurde die heutige Kirche restauriert, in den 1920er Jahren wurde ein Vorbau über dem Eingang hinzugefügt. Das Langhaus birgt ein Kirchenschiff. An der Nordwestecke des Gebäudes erhebt sich ein kleiner Glockenturm mit einem mit Schiefer gedeckten, polygonalen Helm. An allen vier äußeren Ecken sind Dachreitern aufgesetzt, die wie kleine, pyramidenförmige Dachhelme aussehen und kleine Kreuze an ihren Spitzen besitzen.[9][10][11][12]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Feld in Saint-Girons-en-Béarn

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

 
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[13]
Gesamt = 24

VerkehrBearbeiten

Saint-Girons-en-Béarn ist erreichbar über die Routes départementales 715 (Landes 463), 915 (Landes 370) und 947 (ehemalige Route nationale 647).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Conseil régional d’Aquitaine: Saint-Girons (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 28. November 2017.
  2. Ma commune : Saint-Girons-en-Béarn (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 28. November 2017.
  3. Décret n° 2006-808 du 7 juillet 2006 portant changement de nom de communes (fr) Légifrance. 7. Juli 2008. Abgerufen am 28. November 2017.
  4. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 148. 1863. Abgerufen am 28. November 2017.
  5. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 28. November 2017.
  6. a b Notice Communale Saint-Girons-en-Béarn (fr) EHESS. Abgerufen am 28. November 2017.
  7. Populations légales 2006 Commune de Saint-Girons-en-Béarn (64479) (fr) INSEE. Abgerufen am 28. November 2017.
  8. Populations légales 2014 Commune de Saint-Girons-en-Béarn (64479) (fr) INSEE. Abgerufen am 28. November 2017.
  9. Église Saint-Mathieu (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 28. November 2017.
  10. Clocher de l’église Saint-Mathieu (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 28. November 2017.
  11. Clochetons du clocher de l’église Saint-Mathieu (fr) visites.aquitaine.fr. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 28. November 2017.
  12. église paroissiale Saint-Marcel (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 28. November 2017.
  13. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Saint-Girons-en-Béarn (64479) (fr) INSEE. Abgerufen am 28. November 2017.