Rosheim

französische Gemeinde

Rosheim ist eine französische Stadt im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) mit 5224 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018).

Rosheim
Wappen von Rosheim
Rosheim (Frankreich)
Rosheim
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Molsheim
Kanton Molsheim
Gemeindeverband Portes de Rosheim
Koordinaten 48° 30′ N, 7° 28′ OKoordinaten: 48° 30′ N, 7° 28′ O
Höhe 164–842 m
Fläche 30,02 km²
Einwohner 5.224 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 174 Einw./km²
Postleitzahl 67560
INSEE-Code
Website http://www.rosheim.com

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals urkundlich 778 als Rodasheim erwähnt[1] Zuerst bekam hier das Kloster Fulda Besitz, 959 dann das Kloster Lure (bei Belfort), als Kaiser Otto I. ihm hier Güter schenkte.[2] Auch das Kloster Jung-Sankt-Peter in Straßburg erhielt 1052 hier Besitz durch eine Urkunde Kaiser Heinrichs III.[3] Stadtrecht bekam Rosheim 1262, verbunden mit dem Recht, eine Stadtmauer zu bauen. 1303 wurde Rosheim Reichsstadt. 1354 gehörte sie zu den Städten, die den Zehnstädtebund bildeten.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Rosheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Molsheim im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 3.062[4] 3004 3291 3499 3766 4016 4548 4721 5149

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in einer Aufnahme von Henri Le Secq (1851)
 
Synagoge

In Rosheim stehen zahlreiche Gebäude als Monuments historiques unter Denkmalschutz:

Siehe auch:

PartnergemeindenBearbeiten

Rosheim unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde Kappelrodeck in Baden-Württemberg (Deutschland). Die Partnerschaftsurkunde zwischen beiden Gemeinden wurde am 9. Oktober 1994 in Kappelrodeck und am 12. März 1995 in Rosheim unterzeichnet.

VerkehrBearbeiten

Rosheim liegt an der Bahnstrecke Sélestat–Saverne und wird von TER-Zügen von und nach Strasbourg und Sélestat bedient.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Heinrich Eggestein (ca. 1415–1488), Pionier des Buchdrucks, in Rosheim geboren
  • Josel von Rosheim (1476–1554), einer der bedeutendsten Vertreter des mitteleuropäischen Judentums in seiner Zeit, vermutlich in Rosheim gestorben
  • Leopold Roos (1768–1838), Talmudlehrer, über 30 Jahre lang Rabbiner in Grünstadt
  • Jean-Marie Lehn (* 1939), Nobelpreis für Chemie 1987, in Rosheim geboren
  • Claude Vasconi (1940–2009), Architekt, in Rosheim geboren
  • Maxime Alexandre (1899–1976), surrealistischer Schriftsteller, in Rosheim begraben

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1026–1036.

WeblinksBearbeiten

Commons: Rosheim – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Straßb. Urk. 14, Schannat Hist. Fuld.
  2. Reg. Imp. Ii., 266
  3. Regg. H. III., 290
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Molsheim