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Ergersheim (Bas-Rhin)

französische Gemeinde

Ergersheim (elsässisch: Arische) ist eine französische Gemeinde mit 1325 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Ergersheim
Wappen von Ergersheim
Ergersheim (Frankreich)
Ergersheim
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Molsheim
Gemeindeverband Région de Molsheim-Mutzig
Koordinaten 48° 34′ N, 7° 32′ OKoordinaten: 48° 34′ N, 7° 32′ O
Höhe 157–261 m
Fläche 6,51 km2
Einwohner 1.325 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 204 Einw./km2
Postleitzahl 67120
INSEE-Code
Website mairie-ergersheim.fr

Brücke über den Canal de Bruche in Ergersheim

GeographieBearbeiten

In Ergersheim kreuzen sich die Hauptstraßen D30 und D45. Nachbargemeinden sind Dahlenheim, Osthoffen, Ernolsheim-Bruche, Dachstein und Wolxheim. Nach Straßburg sind es ca. 22 km.

GeschichteBearbeiten

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ergersheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Molsheim im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
Einwohner 792[1] 655 626 585 726 843 937 1.023 1.265

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt den Stadtpatron, den Heiligen Nikolaus, zugleich Schutzpatron der St.-Nikolaus-Kirche. Das Salzfass mit den drei Kindern zu seinen Füßen weist auf die Auferweckung der getöteten Scholaren hin, deren Leichen in einem Salzfass eingepökelt waren und die der Hl. Nikolaus nach der Legende wieder zum Leben erweckt haben soll.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die römisch-katholische St.-Nikolaus-Kirche wurde dem Stadtpatron geweiht. Die Hauptfassade stammt von 1873.
  • Die St.-Michaels-Kapelle ist der einzige Zeuge des seit 1444 verschwundenen Dorfes Rimlenheim bei Ergersheim. Diese Kapelle stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist in die Weinberge im Tal der Rüsselkäfer eingebettet. Das verschwundene Dorf Rimlenheim wurde erstmals 884 erwähnt. Der Weiler wurde von den Armagnacs, einem wilden Söldnerhaufen, im Jahre 1444 zerstört. Es blieben nur fünf Häuser im frühen 17. Jahrhundert. Die Kapelle wurde einst mit einem von Ostermeyer, Soultz-les-Bains, gemeißelten Altarbild von 1741 zu Ehren der Jungfrau Maria geschmückt. Eine Messe zum Gedenken an die verschwundenen Dorfbewohner wird in dieser Kapelle am 29. September mit einer Wallfahrt gefeiert, dem Tag des Erzengels Michael.
  • Das Trappistinnenkloster Abbaye Notre-Dame d’Altbronn. Die Zisterzienser-Nonnen belegen seit 1895 die alte, 1820 gebaute Villa der Simonis, einer aus Italien zugezogenen Familie. Mehrere Mitglieder dieser Familie zeichnen sich in den Reihen des Klerus aus und widmen sich sozialen und karitativen Werken. So z. B. war Jacob Ignatius Simonis (1831–1903) katholischer Geistlicher, Professor und Reichstagsabgeordneter und galt als einer der führenden Köpfe der katholisch-elsässischen Protestlergruppe. Paul Müller-Simonis war Mitgründer der Elsaß-Lothringischen Zentrumspartei (ELZ). Im Jahr 1895 wurde der Villa eine Kirche und ein Klostergebäude angefügt.
  • altes Waschhaus von Ergersheim am Bruche-Kanal/Nebengewässer der Ill
  • ehemalige Wäscherei, mehrstöckiger quadratischer Turm von 1835, heute Privatbesitz, in Ergersheim am Bruche-Kanal
  • der Bruche (Fluss)-Kanal/Nebengewässer der Ill in Ergersheim

PartnergemeindenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, 2 Bände, Paris 1999, ISBN 2-84234-055-8.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Molsheim