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Wahl zum 18. Landtag von Nordrhein-Westfalen

Wikimedia-Liste
(Weitergeleitet von Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022)
Im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtages nehmen mindestens 181 Abgeordnete Platz

Die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen sein und findet bei regulärem Ablauf der fünfjährigen Wahlperiode voraussichtlich im Mai 2022 statt.

Inhaltsverzeichnis

WahlsystemBearbeiten

→ Hauptartikel: Wahlsystem zum Landtag Nordrhein-Westfalen

Der nordrhein-westfälische Landtag wird nach einem System der personalisierten Verhältniswahl mit geschlossenen Listen gewählt, das dem Bundestagswahlrecht ähnelt. Der Landtag hat mindestens 181 Abgeordnete, von denen 128 in Wahlkreisen direkt über die Erststimme gewählt werden. Maßgeblich für die relative Größe der Fraktionen im Landtag ist aber die Zweitstimme. Überhangmandate werden durch Ausgleichsmandate ausgeglichen, so dass praktisch immer eine dem Zweitstimmenanteil entsprechende proportionale Zusammensetzung des Landtags sichergestellt wird. Die Wahlvorschläge müssen spätestens am 59. Tag vor der Wahl bis 18 Uhr eingereicht werden.

AusgangslageBearbeiten

2012Landtagswahl 2017
Endgültiges Endergebnis (in %)[1]
 %
40
30
20
10
0
33,0
31,2
12,6
7,4
6,4
4,9
1,0
3,5

Bei der Landtagswahl 2017 wurde die rot-grüne Koalition abgewählt und verlor ihre parlamentarische Mehrheit. Nachdem auch die Linke nicht in den Landtag einziehen konnte, ergab sich im Landesparlament eine knappe Mehrheit von einem Sitz (100 zu 99) für ein schwarz-gelbes Bündnis. Am 13. Juni 2017 verkündeten CDU und FDP, ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen zu haben. Der Koalitionsvertrag wurde am 26. Juni 2017 unterzeichnet.[2] Am 27. Juni 2017 wurde Armin Laschet mit 100 Stimmen im Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt. Am 30. Juni wurden die Minister seines Kabinetts ernannt und vereidigt, womit die neue schwarz-gelbe Landesregierung ihre Arbeit aufnahm.

Im Oktober 2017 traten die AfD-Abgeordneten Marcus Pretzell, Alexander Langguth und Frank Neppe aus der Fraktion und der Partei aus. Die AfD-Fraktion verkleinerte sich dadurch auf 13 Mandatsträger, die drei Abgeordneten führten ihr Mandat als Fraktionslose weiter.[3]

Parteien und KandidatenBearbeiten

Mit Landeslisten können zur Landtagswahl nur Parteien kandidieren. Kreiswahlvorschläge können indes auch von Wählergruppen und einzelnen Wahlberechtigten eingereicht werden. Bis zu einer vom jeweiligen Wahlleiter festzulegenden Frist müssen die Landeslisten beim Landeswahlleiter und die Kreiswahlvorschläge beim zuständigen Kreiswahlleiter eingereicht werden.[4]

Für eine Landesliste sind 1000 und für jeden Kreiswahlvorschlag 100 Unterstützungsunterschriften vorzulegen. Parteien, die bundesweit in keinem Landesparlament vertreten sind, müssen zudem ihre Parteieigenschaft nachweisen. Parteien, die im Landtag vertreten sind oder im Bundestag aufgrund eines Wahlvorschlags aus Nordrhein-Westfalen vertreten sind, benötigen keine Unterstützungsunterschriften.

Aktuell im Landtag vertretene ParteienBearbeiten

Kurzbez. Partei Anzahl Sitze
Wahl 2017 aktuell
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 72 72
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 69 69
FDP Freie Demokratische Partei 28 28
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 14 14
AfD Alternative für Deutschland 16 13
Blaue Die blaue Partei 3

UmfragenBearbeiten

SonntagsfrageBearbeiten

Infratest dimap-Umfrage vom 24. Februar 2019
im Vergleich zur Wahl 2017 (auf halbe %-Punkte gerundet)
 %
40
30
20
10
0
30
23
17
12
9
6
3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 05/2017
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-3
-8
+10,5
-0,5
+1,5
+1
-1,5
Institut Datum CDU SPD FDP AfD Grüne Linke Sonst.
Infratest dimap[5] 24.02.2019 30 % 23 % 12 % 9 % 17 % 6 % 3 %
Mentefactum[5] 25.11.2018 28 % 19 % 11 % 11 % 19 % 8 % 5 %
Infratest dimap[5] 07.10.2018 28 % 21 % 11 % 12 % 17 % 8 % 3 %
YouGov[5] 19.09.2018 31 % 24 % 10 % 13 % 10 % 7 % 5 %
Infratest dimap[5] 13.05.2018 35 % 22 % 9 % 12 % 12 % 7 % 3 %
Forsa[5] 25.02.2018 34 % 24 % 12 % 7 % 10 % 7 % 6 %
Infratest dimap[5] 14.01.2018 34 % 28 % 10 % 9 % 9 % 7 % 3 %
YouGov[5] 12.09.2017 35 % 30 % 9 % 9 % 6 % 8 % 3 %
Infratest dimap[5] 03.09.2017 33 % 30 % 13 % 8 % 6 % 6 % 4 %
Landtagswahl 2017 14.05.2017 33 % 31,2 % 12,6 % 7,4 % 6,4 % 4,9 % 4,5 %

VerlaufBearbeiten

 
Sonntagsfragen zur Landtagswahl NRW der Institute Forsa (F), Infratest Dimap (D) und YouGov (Y) sowie Ergebnis der Wahl 2017.

Siehe auchBearbeiten

Quellen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Endgültiges Endergebnis, Landeswahlleiter Nordrhein-Westfalen, zuletzt abgerufen am 19. Oktober 2017.
  2. Der Koalitionsvertrag für NRW steht, auf rp-online.de, 14. Juni 2017, zuletzt abgerufen am 14. Juni 2017.
  3. Stefan Tomik: Das sind die AfD-Abtrünnigen. In: FAZ.net. 14. November 2017, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  4. Wahlbekanntmachung 2017: Ministerialblatt (MBl. NRW.) Ausgabe 2016 Nr. 8 vom 24.3.2016 Seite 173 bis 192 (Memento des Originals vom 12. Januar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mik.nrw.de, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, abgerufen am 23. Mai 2017. (PDF; 347 kB)
  5. a b c d e f g h i Übersicht der Wahlumfragen zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, auf wahlrecht.de, abgerufen am 13. Mai 2018.