Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 1985

1980Landtagswahl
1985
1990
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,1
36,5
6,0
4,6
0,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1980
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+3,7
−6,7
+1,0
+1,6
+0,4

Die Wahlen zum Landtag von Nordrhein-Westfalen der 10. Wahlperiode fanden am 12. Mai 1985 statt.

   
Insgesamt 227 Sitze

Bei dieser Landtagswahl stellte sich die SPD-Alleinregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau der Wiederwahl. Die CDU nominierte Bernhard Worms als Spitzenkandidat. Die SPD erhielt 52,1 Prozent der abgegebenen Stimmen (1980: 48,4 %) – bis heute ihr größter Erfolg in Nordrhein-Westfalen. Die CDU erhielt 6,7 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 1980.

Die SPD konnte somit weiter allein regieren. Der Wahlkampf der SPD wurde von dem damals noch recht unbekannten Bodo Hombach geleitet.[1]

Die FDP kehrte mit 6,0 Prozent in den Landtag zurück, nachdem sie 1980 mit 4,98 Prozent der Stimmen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Die Grünen scheiterten erneut an der Fünf-Prozent-Hürde.

Johannes Rau bildete das Kabinett Rau III. Einige Posten blieben unverändert (z. B. Finanzen = Diether Posser, Inneres = Herbert Schnoor, Wirtschaft = Reimut Jochimsen). Erstmals gab es ein Umweltministerium („Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft“; Minister: Klaus Matthiesen). Rau war seit September 1978 Ministerpräsident; er blieb es bis zu seinem Rücktritt im Mai 1998.

ErgebnisBearbeiten

Wahl vom 12. Mai 1985
Wahlberechtigte: 12.705.763
Wähler: 9.560.681
Wahlbeteiligung: 75,25 %
Gültige Stimmen: 9.479.440
Partei Stimmen
absolut
Anteil
in %
Wahl-
kreisbe-
werber
Direkt-
man-
date
Sitze
SPD 4942346 52,14 151 125 125
CDU 3463656 36,54 151 26 88
FDP 565413 5,96 151 14
GRÜNE 431371 4,55 151
Frieden 61818 0,65 151
EAP 3701 0,04 65
Zentrum 3366 0,04 15
MLPD 3338 0,04 67
FAP 929 0,01 12
Mündige Bürger 925 0,01 7
KPD 434 0,00 8
ASD 400 0,00 3
Familie 375 0,00 2
EFP 284 0,00 4
HP 280 0,00 5
LD 199 0,00 2
BSA 51 0,00 3
Einzelbewerber 554 0,01 4
Total 9479440 952 151 227

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DER SPIEGEL vom 20. Mai 1985: Drehbuch für Bonn