Landesparlament

Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland
Gesamtanzahl der Abgeordneten in den deutschen Landesparlamenten
(nach Parteizugehörigkeit, unabhängig von Fraktionszugehörigkeit)
CDU und CSU
  
  
609 (16)
SPD
  
453 (16)
Grüne
  
313 (15)
AfD
  
254 (14)
Linke
  
116 0(8)
FDP
  
72 (10)
FW und BVB/FW
  
  
048 0(4)
Andere*)
  
18 0(7)
Parteilose
  
11 0(7)
*) 
Andere: Bündnis Deutschland 9 (2), SSW 4 (1), BSW 3 (3), BfTh 2 (1).

Insgesamt 1894 Mandate, in Klammern Anzahl der Landesparlamente. Stand: 1. Februar 2024

Gesamtstimmenanteile der Parteien bei den jeweils letzten Landtagswahlen
Stand: 18. Oktober 2023
 %
40
30
20
10
0
30,8
19,6
16,5
12,3
5,5
4,9
4,5
5,8
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a CDU 24,2 %, CSU 6,6 %
g FW 4,3 %, BVB/FW 0,2 %

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Im Grundgesetz (Art. 28, Art. 54 Abs. 3 GG) werden die Landesparlamente allgemein als Volksvertretungen der Länder bezeichnet.

In den Flächenländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Wahlperiode liegt bei fünf Jahren (im Stadtstaat Bremen bei nur vier Jahren). In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus in Berlin und Bürgerschaft in Bremen und Hamburg. Der gewählte Abgeordnete eines Landesparlamentes wird als Mitglied des Landtages (MdL) bzw. Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA), der Bremischen Bürgerschaft (MdBB) oder der Hamburgischen Bürgerschaft (MdHB) bezeichnet.

Hierarchie und Aufgaben Bearbeiten

Konstitutionell ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bund der deutschen Länder, an den sie freiwillig Kompetenzen abgetreten haben. Die Landesparlamente sind daher Ausdruck des deutschen Föderalismus und bewahren die Tradition der regionalen Gesetzgebungskompetenz. Allerdings darf ein Landesparlament nicht in die Gesetzgebung des Bundes eingreifen.[1]

Hauptaufgaben des Landesparlaments sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Landesgesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes.[2]

Landesparlamente in Deutschland Bearbeiten

Bundesland Volksvertretung Letzte
Wahl
Legislatur-
periode
Nächste Wahl
(voraussichtlich)
Baden-Württemberg  Baden-Württemberg Landtag von Baden-Württemberg 14. März 2021 17. Frühjahr 2026
Bayern  Bayern Bayerischer Landtag 8. Oktober 2023 19. Herbst 2028
Berlin  Berlin Abgeordnetenhaus von Berlin 12. Februar 2023 19. Herbst 2026
Brandenburg  Brandenburg Landtag Brandenburg 1. September 2019 07. 22. September 2024
Bremen  Bremen Bremische Bürgerschaft 14. Mai 2023 21. Frühjahr 2027
Hamburg  Hamburg Hamburgische Bürgerschaft 23. Februar 2020 22. Winter 2025
Hessen  Hessen Hessischer Landtag 8. Oktober 2023 21. Herbst 2028
Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern Landtag Mecklenburg-Vorpommern 26. September 2021 08. Herbst 2026
Niedersachsen  Niedersachsen Niedersächsischer Landtag 9. Oktober 2022 19. Herbst 2027
Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen 15. Mai 2022 18. Frühjahr 2027
Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz Landtag Rheinland-Pfalz 14. März 2021 18. Frühjahr 2026
Saarland  Saarland Landtag des Saarlandes 27. März 2022 17. Frühjahr 2027
Sachsen  Sachsen Sächsischer Landtag 1. September 2019 07. 1. September 2024
Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt Landtag von Sachsen-Anhalt 6. Juni 2021 08. Frühjahr 2026
Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein Schleswig-Holsteinischer Landtag 8. Mai 2022 20. Frühjahr 2027
Thüringen  Thüringen Thüringer Landtag 27. Oktober 2019 07. 1. September 2024

Die Dauer einer Legislaturperiode beträgt in Bremen vier Jahre, in allen anderen Landesparlamenten fünf Jahre.

Wahlen Bearbeiten

Wahlmodus Bearbeiten

Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor.

Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet. In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.

Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat). In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entschied sich der Wähler bis 2021 mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wurde. Zur Landtagswahl 2026 wurde ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht nach Vorbild des Bundestagswahlrechts eingeführt. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden.

Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

Das Wahlrecht in Bremen sieht für die beiden Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven jeweils die Möglichkeit vor, fünf Stimmen auf die Listen für den Wahlbereich oder konkrete Kandidierende zu verteilen.

Wahlmodi in den deutschen Ländern[3]
Land Wahl­periode in Jahren Wahl­alter
aktiv/
passiv
Wahlsystem Listenform Stim­men­zahl Mandate
(davon in Wahl­kreisen)
Sperr­klausel Grund­mandats­klausel Aus­gleichs­mandate Sitz­zuteilungs­verfahren
Baden-Württemberg  Baden-Württemberg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 120 (70) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Bayern  Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 02 180 (91) landesweit nein getrennt nach Regierungs­bezirken Sainte-Laguë[4]
Berlin  Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
Brandenburg  Brandenburg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
Bremen  Bremen 4 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 05 083 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
Hamburg  Hamburg 5 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Hessen  Hessen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 071 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Niedersachsen  Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Saarland  Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 01 051 (0) landesweit d’Hondt
Sachsen  Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 120 (60) landesweit zwei Mandate ja Sainte-Laguë[5]
Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 091 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 069 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
Thüringen  Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer


Wahlergebnisse Bearbeiten

 
Stärkste und zweitstärkste Parteien in den Landesparlamenten. Die Farbe des Landes entspricht jeweils der Farbe der stärksten Partei der letzten Wahl, die Farbe des Punktes der zweitstärksten (Stand 27. März 2022).
  • CDU
  • CSU
  • SPD
  • Grüne
  • Linke
  • AfD
  • Letzte Landtagswahlergebnisse Bearbeiten

    Die Tabelle listet die prozentualen Anteile an den gültigen Stimmen, die für die landesweite proportionale Verteilung der Mandate ausschlaggebend sind (z. B. Landesstimmen oder Zweitstimmen). Gelistet sind alle Ergebnisse, die 1 Prozent überschreiten, sowie alle Ergebnisse von Parteien, die im Bundesdurchschnitt mindestens 0,5 Prozent oder in mindestens vier Ländern 1 Prozent erreichten. Wahlergebnisse, die zum Überschreiten einer Sperrklausel führten, sind fettgedruckt.

    Bundesland letzte
    Wahl
    Wahl­beteiligung CDU/
    CSUa
    SPD Grüne AfD FDP Linke Freie
    Wähler
    /
    BVB/FWb
    Tier-
    schutz-
    partei
    PARTEI Basis ÖDP weitere Parteiend Sonst.
    bad
     Baden-Württemberg
    2021 63,8 24,1 11,0 32,6 09,7 10,5 03,6 03,0 1,2 1,0 0,8 4,3
    bay
     Bayern
    2023 73,1 a37,0a 08,4 14,4 14,6 03,0 01,5 15,8 0,5 0,5 0,9 1,8 1,6
    ber
     Berlin
    2023 62,9 28,2 18,4 18,4 09,1 04,6 12,2 00,3 2,4 1,4 0,5 0,1 4,3
    bra
     Brandenburg
    2019 61,3 15,6 26,2 10,8 23,5 04,1 10,7 0b5,0b 2,6 0,6 1,5
    Bremen
     Bremen
    2023 56,8 26,2 29,8 11,9 0 05,1 10,9 1,1 1,0 0,8 0,4 BIW 9,4; Volt 2,0 1,5
    ham
     Hamburg
    2020 63,2 11,2 39,2 24,2 05,3 04,97 09,1 00,6 0,7 1,4 0,7 Volt 1,3 2,1
    hes
     Hessen
    2023 66,0 34,6 15,1 14,8 18,4 05,0 03,1 03,5 1,5 0,8 0,5 0,2 4,0
    mev
     Mecklenburg-Vorpommern
    2021 70,8 13,3 39,6 06,3 16,7 05,8 09,9 01,1 1,7 0,8 1,7 0,1 3,1
    nie
     Niedersachsen
    2022 60,3 28,1 33,4 14,5 11,0 04,7 02,7 00,8 1,5 0,9 1,0 1,4
    nor
     Nordrhein-Westfalen
    2022 55,5 35,7 26,7 18,2 05,4 05,9 02,1 00,7 1,1 1,1 0,8 0,1 2,1
    rhe
     Rheinland-Pfalz
    2021 64,4 27,7 35,7 09,3 08,3 05,5 02,5 05,4 1,7 1,1 0,7 2,9
    saa
     Saarland
    2022 61,4 28,5 43,5 004,99 05,7 04,8 02,6 01,7 2,3 1,0 1,4 0,1 bunt.saar 1,4 1,8
    sac
     Sachsen
    2019 66,5 32,1 07,7 08,6 27,5 04,5 10,4 03,4 1,5 1,6 0,3 2,7
    san
     Sachsen-Anhalt
    2021 60,3 37,1 08,4 05,9 20,8 06,4 11,0 03,1 1,4 0,7 1,5 0,1 3,6
    sch
     Schleswig-Holstein
    2022 60,3 43,4 16,0 18,3 04,4 06,4 01,7 00,6 0,7 0,7 1,1 SSW 5,7 0,9
    thu
     Thüringen
    2019 64,9 21,7 08,2 05,2 23,4 05,0 31,0 1,1 0,4 Tierschutz hier 1,1 3,2
    Gesamtc e30,8e 19,6 16,5 12,3 05,5 04,9 0f4,5f 1,1 0,9 0,7 0,6 2,5
    * 
    Vorläufiges amtliches Endergebnis
    a 
    CSU nur in Bayern
    b 
    BVB/FW nur in Brandenburg
    c 
    Stand: 18. Oktober 2023. Anteil in Prozent an erhaltenen Wählerstimmen von allen gültig abgegebenen Stimmen der letzten 16 Wahlen zu Landtagen, Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern; bei Zwei-Stimmen-System wurde die Landes- bzw. Zweitstimme der Wählers gezählt; in Bayern werden beide Stimmen für die proportionale Sitzverteilung zusammengezählt, die Summe wurde durch zwei geteilt; in Bremen und Hamburg hat jeder Wähler fünf Stimmen für die Landesliste, hier wurde die Zahl der gültigen Wahlzettel proportional nach der Anzahl der Stimmen aufgeteilt.[6]
    d 
    Andere Parteien mit mindestens 1 % bei der Wahl.
    e 
    CDU 24,2 %, CSU 6,6 %
    f 
    Freie Wähler 4,3 %, BVB/FW 0,2 %

    Wahltermine Bearbeiten

    Die Wahltermine werden vom Landtag oder vom Landesinnenministerium festgelegt. Dafür gibt es bei regulären Neuwahlen ein vorgegebenes Zeitfenster. Für vorgezogene Neuwahlen wird ein Beschluss des Landtages, des Landtagspräsidenten oder des Ministerpräsidenten auf Auflösung des Landtages bzw. vorzeitige Beendigung der Wahlperiode benötigt. Gewählt wird regelmäßig an einem Sonntag; häufig sehen die Wahlgesetze auch allgemeine Feiertage als Möglichkeit vor.

    Kritik an Wahlterminen Bearbeiten

    Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem Dauerwahlkampf, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern mit Ausnahme Bremens eine fünfjährige Wahlperiode, lediglich dort wird alle vier Jahre gewählt. Ein anderer Vorschlag ist die Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Länder mit außerplanmäßigen Wahlterminen nur bei Koalitionsbrüchen. Dies würde zu verkürzten Wahlperioden in den betroffenen Ländern führen, die nur bis zum nächsten Takt reichen würden. Dazu müsste der verfassungsmäßige Status der Länder geändert werden. Man spricht hier von der horizontal simultanen Variante der Wahlterminierung innerhalb eines Mehrebenensystems, während derzeit auf beiden Ebenen konsekutiv gewählt wird.

    Derzeit wird in folgenden Ländern zumindest annähernd gleichzeitig gewählt:

    • Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (März der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2021, 2026, …)
    • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (September der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2021, 2026, …)
    • Bayern und Hessen (September der durch fünf mit Rest drei teilbaren Jahre: 2023, 2028, …)
    • Brandenburg, Sachsen und Thüringen (August bzw. September der durch fünf mit Rest vier teilbaren Jahre: 2019, 2024, …)
    • Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (Frühjahr der durch fünf mit Rest zwei teilbaren Jahre: 2022, 2027, …)

    Statistiken deutscher Landesparlamente Bearbeiten

    Aktuelle Sitzverteilungen Bearbeiten

    Folgende Übersicht listet die Anzahl der Abgeordneten pro Fraktion bzw. Gruppe und die fraktionslosen Abgeordneten nach Partei auf.

    Parlament von Wahl Sitze gesamt
    (abs. Mehrheit)
    Regierungs­fraktionen CDU/
    CSU
    SPD Grüne AfD Linke FDP FW/
    BVB/FW
    Andere Fraktions­lose
    Sitze %
    bad
     Baden-Württemberg[7][8]
    2021 154 0(78) 100 64,9 42 19 58 17 18
    bay
     Bayern[9][10]
    2023 203 (102) 127 62,6 CSU
    85
    17 32 32 37
    ber
     Berlin[11]
    2023 159 0(80) 086 54,1 52 34 34 16 21 2 (BSW 1, parteilos 1)
    bra
     Brandenburg[12]
    2019 088 0(45) 050 56,8 15 25 10 24 10 BVB/FW
    G04G
    Bremen
     Bremen[13][14]
    2023 087 0(44) 048 55,2 24 28 10 10 05 BD 8 2 (parteilos)
    ham
     Hamburg[15]
    2020 123 0(62) 086 69,9 15 53 33 06 11 (FL) 5 (FDP 2, BSW 1, parteilos 2)
    hes
     Hessen[16]
    2023 133 0(67) 075 56,4 52 23 22 27 8 1 (parteilos)
    mev
     Mecklenburg-Vorpommern[17]
    2021 079 0(40) 043 54,4 12 34 05 13 09 05 1 (AfD)
    nie
     Niedersachsen[18]
    2022 146 0(74) 081 55,5 47 57 24 17 1 (AfD)
    nor
     Nordrhein-Westfalen[19][20]
    2022 195 0(98) 115 59,0 76 56 39 12 12
    rhe
     Rheinland-Pfalz[21]
    2021 101 0(51) 054 53,5 31 39 09 06 06 06 4 (AfD 2, BSW 1, parteilos 1)
    saa
     Saarland[22]
    2022 051 0(26) 029 56,9 19 29 03
    sac
     Sachsen[23]
    2019 119 0(60) 066 55,5 44 10 12 34 14 5 (AfD 1, BD 1, FW 1, parteilos 2)
    san
     Sachsen-Anhalt[24]
    2021 097 0(49) 056 57,7 40 09 06 23 12 07
    sch
     Schleswig-Holstein[25]
    2022 069 0(35) 048 69,6 34 12 14 05 SSW 4
    thu
     Thüringen[26]
    2019 090 0(46) 042 46,7 21 08 05 19 29 G04G 4 (BfTh 2, parteilos 2)
    Gesamt 1.894 609
    (524+85)
    453 313 249 116 70 47
    (43+4)
    12 25+
    Gesamt einschließlich Fraktionslosen 609
    (524+85)
    453 313 254 116 72 48
    (44+4)
    18* Parteilos
    11
    Anteil in % 100,0 32,2 23,9 16,5 13,1 6,1 3,7 2,5 0,6 1,3
    Fraktionen (Gruppen) in Landesparlamenten 15+1 16 15 14 8 8 (1) 2 (1) 2
    Regierungsbeteiligungen 9 12 10 3 2 1
    Ministerpräsidenten 7 7 1 1

    Die Sitzanzahlen der Parteien mit den jeweils meisten Sitzen sind fett geschrieben. Parteien, die an der Landesregierung beteiligt sind, sind durch grauen Hintergrund hervorgehoben. Die Partei, die den Ministerpräsidenten stellt, ist dunkelgrau hervorgehoben. Die Sitzanzahlen geschäftsführender Regierungsparteien sind kursiv geschrieben.

    (FL) 
    Nur fraktionslose Abgeordnete, siehe Spalte Fraktionslose.
    + 
    Davon parteilos 11, AfD 5, BSW 3, BfTH und FDP je 2, BD und FW je 1
    * 
    BD 9, SSW 4, BSW 3, BfTH 2


    Frauenanteil Bearbeiten

    Die folgende Liste zeigt die Anteile der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten (vergleiche Entwicklung ab 2015):

    Land Stand Anteil siehe auch:
    Abschnitt im Hauptartikel des Parlaments
    Baden-Württemberg  Baden-Württemberg Mai 2023 29,9 %[27]
    Bayern  Bayern Mai 2023 27,3 %[28] Frauenanteil im Bayerischen Landtag
    Berlin  Berlin Mai 2023 37,7 %[28]
    Brandenburg  Brandenburg Mai 2023 31,8 %[28]
    Bremen  Bremen Juli 2023 37,9 %[29]
    Hamburg  Hamburg Mai 2023 43,9 %[28]
    Hessen  Hessen Mai 2023 34,3 %[28]
    Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern Mai 2023 36,7 %[28]
    Niedersachsen  Niedersachsen Mai 2023 34,2 %[28]
    Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen Mai 2023 33,8 %[30] Frauenanteil im Landtag Nordrhein-Westfalen
    Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz Mai 2023 31,7 %[28]
    Saarland  Saarland Mai 2023 37,3 %[28]
    Sachsen  Sachsen Mai 2023 27,7 %[28]
    Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt Mai 2023 27,8 %[28]
    Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein Mai 2023 37,7 %[28]
    Thüringen  Thüringen Mai 2023 31,0 %[28]

    Alterspräsidentschaft Bearbeiten

    Der Alterspräsident ist der in der Regel an Lebensjahren älteste Teilnehmer einer Versammlung, insbesondere eines Parlaments. Seine hauptsächliche Funktion besteht darin, die erste Sitzung (Konstituierende Sitzung) des Gremiums so lange zu leiten, bis ein Vorsitzender oder Präsident gewählt worden ist. Abweichend vom lebensältesten Mitglied kann der Alterspräsident auch das dienstälteste Mitglied sein, also das Mitglied mit der längsten (ununterbrochenen) Mitgliedschaft; dies ist beispielsweise in den Landtagen von Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

    Liste der Alterspräsidenten (Stand: 18. Januar 2024)
    Volksvertretung Alterspräsident/-in Jahr Fraktion
    Landtag von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann 2021 Bündnis 90/Die Grünen
    Bayerischer Landtag Paul Knoblach 2023 Bündnis 90/Die Grünen
    Abgeordnetenhaus von Berlin Kurt Wansner 2021 CDU
    Landtag Brandenburg Marianne Spring-Räumschüssel 2019 AfD
    Bremische Bürgerschaft Frank Imhoffa 2023 CDU
    Hamburgische Bürgerschaft Dagmar Wiedemann 2020 SPD
    Hessischer Landtag Bernd-Erich Vohl 2024 AfD
    Landtag Mecklenburg-Vorpommern Horst Förster 2021 AfD
    Niedersächsischer Landtag Jozef Rakicky 2022 AfD
    Landtag Nordrhein-Westfalen Herbert Reul 2022 CDU
    Landtag Rheinland-Pfalz Cornelia Willius-Senzer 2016 FDP
    Landtag des Saarlandes Josef Dörr 2017 AfD
    Sächsischer Landtag Svend-Gunnar Kirmes 2014 CDU
    Landtag von Sachsen-Anhalt Detlef Gürthb 2016 CDU
    Schleswig-Holsteinischer Landtag Peter Lehnertb 2022 CDU
    Thüringer Landtag Karlheinz Frosch 2019 AfD
    a 
    Die konstituierende Sitzung wurde durch den scheidenden Präsidenten geleitet.
    b 
    Die konstituierende Sitzung wurde durch den dienstältesten Abgeordneten geleitet.

    Siehe auch Bearbeiten

    Literatur Bearbeiten

    Weblinks Bearbeiten

     Wikinews: Deutsche Landtagswahl – in den Nachrichten

    Einzelnachweise Bearbeiten

    1. Roland Sturm: Demokratie als „Leitgedanke“ des deutschen Föderalismus. Bundeszentrale für politische Bildung, 3. Mai 2013, abgerufen am 13. Januar 2022.
    2. Landesparlamente. Abgerufen am 30. November 2020.
    3. Wilko Zicht: Das Wahlrecht bei Landtagswahlen. In: Wahlen, Wahlrecht und Wahlsysteme. 27. Oktober 2019, abgerufen am 4. März 2020.
    4. Bürgerservice - LWG: Art. 42 Feststellung des Wahlergebnisses für den Wahlkreis. Abgerufen am 1. September 2023.
    5. REVOSax Landesrecht Sachsen - Sächsisches Wahlgesetz – SächsWahlG. Abgerufen am 1. September 2023.
    6. siehe: Deutscher Bundestag – Summe der Wählerstimmen der Länder (Wählerstimmenkonto) in Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016 (PDF; 132 kB); siehe auch Quelle: Komplette Liste der Wählerstimmen bei Landtagswahlen in Deutschland
    7. landtag-bw.de - Abgeordnetenprofile
    8. landtag-bw.de - Sitzplan
    9. bayern.landtag.de - Abgeordnete
    10. bayern.landtag.de - Fraktionen
    11. parlament-berlin.de - Fraktionen
    12. landtag.brandenburg.de - Plenarsitzordnung
    13. bremische-buergerschaft.de - Mitglieder
    14. bremische-buergerschaft.de - Sitzplan
    15. hamburgische-buergerschaft.de
    16. Abgeordnete des Hessischen Landtags
    17. landtag-mv.de
    18. Landtag Niedersachsen – Sitzverteilung 19. Wahlperiode
    19. Landtag Nordrhein-Westfalen – Die Fraktionen
    20. Landtag Nordrhein-Westfalen – Sitzplan
    21. landtag.rlp.de
    22. landtag-saar.de
    23. landtag.sachsen.de
    24. landtag.sachsen-anhalt.de
    25. landtag.ltsh.de
    26. thueringer-landtag.de
    27. Auswertung Stand 2023-05-01.pdf Landtag von Baden-Württemberg, 17. Wahlperiode: Altersstruktur und Geschlecht der Abgeordneten., landtag-bw.de. Abgerufen am 10. Mai 2023.
    28. a b c d e f g h i j k l m Frauenanteil in den Länderparlamenten, lpd-bw.de, abgerufen am 11. Mai 2023.
    29. Bremische Bürgerschaft: Frauenanteil in der Bremischen Bürgerschaft stagniert
    30. Landtag Nordrhein-Westfalen: Landtag NRW: Verteilung der Geschlechter im 18. Landtag NRW. Abgerufen am 7. April 2023.