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Landesparlament

Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland
Gesamtanzahl der Abgeordneten in den deutschen Landesparlamenten
CDU
  
507 (15)
SPD
  
475 (16)
Grüne
  
246 (14)
AfD
  
230 (15)
Linke
  
141 (10)
FDP
  
115 (10)
CSU
  
85 0(1)
FW
  
027 0(1)
BVB/FW
  
005 0(1)
SSW
  
003 0(1)
Magnitz, Runge, Felgenträger
  
003 0(1)
Fraktionslose*
  
029 (13)
Insgesamt 1.867 Mandate, in Klammern Anzahl der Landesparlamente.
Stand: 5. Oktober 2019
* parteilos 12, AfD 10, Blaue 4, BIW, Direkte, Linke, SPD je 1
Gesamtstimmenanteile der Parteien bei den jeweils letzten Landtagswahlen
Stand: 2. September 2019
 %
30
20
10
0
24,4
22,4
13,5
12,0
7,7
6,6
6,2
2,7
4,6

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Im Grundgesetz (Art. 28, Art. 54 Abs. 3 GG) werden die Landesparlamente allgemein als Volksvertretungen der Länder bezeichnet.

In den Flächenländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Wahlperiode liegt bei fünf Jahren (im Stadtstaat Bremen bei nur vier Jahren). In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus in Berlin und Bürgerschaft in Bremen und Hamburg. Der gewählte Abgeordnete eines Landesparlamentes wird als Mitglied des Landtages (MdL) bzw. Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA), der Bremischen Bürgerschaft (MdBB) oder der Hamburgischen Bürgerschaft (MdHB) bezeichnet.

Hierarchie und AufgabenBearbeiten

Konstitutionell ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bund der deutschen Länder, an den sie freiwillig Kompetenzen abgetreten haben. Die Landesparlamente sind daher Ausdruck des deutschen Föderalismus und bewahren die Tradition der regionalen Gesetzgebungskompetenz. Allerdings darf ein Landesparlament nicht in die Gesetzgebung des Bundes eingreifen.[1]

Hauptaufgaben des Landesparlaments sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Landesgesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes.

Landesparlamente in DeutschlandBearbeiten

Land Volksvertretung Letzte Wahl
Legislatur-
periode

Nächste Wahl
(voraussichtlich)
Baden-Württemberg  Land Baden-Württemberg Landtag von Baden-Württemberg 13.03.2016 16. Frühjahr 2021
Bayern  Freistaat Bayern Bayerischer Landtag 14.10.2018 18. Herbst 2023
Berlin  Land Berlin Abgeordnetenhaus von Berlin 18.09.2016 17. 3. Quartal 2021
Brandenburg  Land Brandenburg Landtag Brandenburg 01.09.2019 06. 3. Quartal 2024
Bremen  Freie Hansestadt Bremen Bremische Bürgerschaft 26.05.2019 20. 2. Quartal 2023
Hamburg  Freie und Hansestadt Hamburg Hamburgische Bürgerschaft 15.02.2015 21. 23. Februar 2020
Hessen  Land Hessen Hessischer Landtag 28.10.2018 20. Herbst 2023
Mecklenburg-Vorpommern  Land Mecklenburg-Vorpommern Landtag Mecklenburg-Vorpommern 04.09.2016 06. 3. Quartal 2021
Niedersachsen  Land Niedersachsen Niedersächsischer Landtag 15.10.2017 17. Herbst 2022
Nordrhein-Westfalen  Land Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen 14.05.2017 17. 2. Quartal 2022
Rheinland-Pfalz  Land Rheinland-Pfalz Landtag Rheinland-Pfalz 13.03.2016 17. Frühjahr 2021
Saarland  Saarland Landtag des Saarlandes 26.03.2017 16. 1. Quartal 2022
Sachsen  Freistaat Sachsen Sächsischer Landtag 01.09.2019 06. 3. Quartal 2024
Sachsen-Anhalt  Land Sachsen-Anhalt Landtag von Sachsen-Anhalt 13.03.2016 07. Frühjahr 2021
Schleswig-Holstein  Land Schleswig-Holstein Schleswig-Holsteinischer Landtag 07.05.2017 19. 2. Quartal 2022
Thüringen  Freistaat Thüringen Thüringer Landtag 14.09.2014 06. 27. Oktober 2019

Die Dauer einer Legislaturperiode beträgt in Bremen vier Jahre, in allen anderen Landesparlamenten fünf Jahre.

WahlenBearbeiten

WahlmodusBearbeiten

Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor.

Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet. In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.

Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat). In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entscheidet sich der Wähler mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wird. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden.

Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

Das Wahlrecht in Bremen sieht für die beiden Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven jeweils die Möglichkeit vor, fünf Stimmen auf die Listen für den Wahlbereich oder konkrete Kandidierende zu verteilen.

Wahlmodi in den deutschen Ländern[2]
Land Wahl-
periode
in Jahren
Wahlalter
aktiv/passiv
Wahlsystem Listenform Stimmen-
zahl
Mandate
(davon in
Wahlkreisen)
Sperr­klausel Grund-
mandats-
klausel
Ausgleichs-
mandate
Sitz-
zuteilungs-
verfahren
Baden-Württemberg  Baden-Württemberg 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl unterlegene Wahlkreiskandidaten 01 120 (70) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Sainte-Laguë
Bayern  Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 02 180 (90) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Hare/Niemeyer
Berlin  Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
Brandenburg  Brandenburg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
Bremen  Bremen 4 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 05 083 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
Hamburg  Hamburg 5 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Hessen  Hessen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 071 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Niedersachsen  Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Saarland  Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 01 051 (0) landesweit d’Hondt
Sachsen  Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 120 (60) landesweit zwei Mandate ja d’Hondt
Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 091 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 069 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
Thüringen  Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer


WahlergebnisseBearbeiten

 
Stärkste und zweitstärkste Parteien in den Landesparlamenten. Die Farbe des Landes entspricht jeweils der Farbe der stärksten Partei der letzten Wahl, die Farbe des Punktes der zweitstärksten (Stand 16. November 2018).
  • CDU
  • CSU
  • SPD
  • Grüne
  • Linke
  • AfD
  • Letzte LandtagswahlergebnisseBearbeiten

    Gelistet sind alle Ergebnisse, die 1 Prozent überschreiten sowie alle Ergebnisse von Parteien, die im Bundesdurchschnitt mindestens 0,5 Prozent oder in mindestens vier Ländern 1 Prozent erreichten. Wahlergebnisse, die zum Parlamentseinzug führten, sind fettgedruckt.

    Bundesland letzte
    Wahl
    CDU/
    CSUa
    SPD Grüne AfD FDP Linke Freie Wähler/
    BVB/FWb
    Piraten PARTEI Tier-
    schutz-
    partei
    weitere Parteiend sonst.
    Baden-Württemberg  Baden-Württemberg 2016 27,0 12,7 30,3 15,1 08,3 02,9 00,1 0,4 0,3 0,3 ALFA 1,0 1,9
    Bayern  Bayern 2018 a37,2a 09,7 17,6 10,2 05,1 03,2 11,6 0,4 0,4 0,3 BP 1,7; ÖDP 1,6 1,3
    Berlin  Berlin 2016 17,6 21,6 15,2 14,2 06,7 15,6 1,7 2,0 1,9 Graue 1,1 2,4
    Brandenburg  Brandenburg 2019 15,6 26,2 10,8 23,5 04,1 10,7 0b5,0b 0,7 2,6 0,8
    Bremen  Bremen 2019 26,7 24,9 17,4 06,1 05,9 11,3 01,0 1,0 1,7 BIW 2,4 1,6
    Hamburg  Hamburg 2015 15,9 45,6 12,3 06,1 07,4 08,5 1,6 0,9 2,6
    Hessen  Hessen 2018 27,0 19,8 19,8 13,1 07,5 06,3 03,0 0,4 0,6 1,0 1,5
    Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern 2016 19,0 30,6 04,8 20,8 03,0 13,2 00,6 0,5 0,6 1,2 NPD 3,0 3,3
    Niedersachsen  Niedersachsen 2017 33,6 36,9 08,7 06,2 07,5 04,6 00,3 0,2 0,6 0,7 1,0
    Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen 2017 33,0 31,2 06,4 07,4 12,6 04,9 00,4 1,0 0,6 3,1
    Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz 2016 31,8 36,2 05,3 12,6 06,2 02,8 02,3 0,8 2,0
    Saarland  Saarland 2017 40,7 29,6 04,0 06,2 03,3 12,8 00,4 0,7 2,3
    Sachsen  Sachsen 2019 32,1 07,7 08,6 27,5 04,5 10,4 03,4 0,3 1,6 1,5 2,4
    Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt 2016 29,8 10,6 05,2 24,3 04,9 16,3 02,2 0,5 1,5 NPD 1,9; Tierschutzallianz 1,0 2,3
    Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein 2017 32,0 27,3 12,9 05,9 11,5 03,8 00,6 1,2 0,6 SSW 3,3 1,5
    Thüringen  Thüringen 2014 33,5 12,4 05,7 10,6 02,5 28,2 01,7 1,0 0,6 NPD 3,6 0,8
    Gesamtc e30,6e 22,4 13,5 12,0 07,7 06,4 0f2,9f 0,6 0,6 0,5 2,7
    * Vorläufiges amtliches Endergebnis
    a CSU nur in Bayern
    b BVB/FW nur in Brandenburg
    c Stand: 2. September 2019 (einschließlich der vorläufigen Ergebnisse der Wahlen in Brandenburg und Sachsen). Anteil in Prozent an erhaltenen Wählerstimmen von allen gültig abgegebenen Stimmen der letzten 16 Wahlen zu Landtagen, Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern; bei Zwei-Stimmen-System wurde die Landes- bzw. Zweitstimme der Wählers gezählt; in Bayern werden beide Stimmen für die proportionale Sitzverteilung zusammengezählt, die Summe wurde durch zwei geteilt; in Bremen und Hamburg hat jeder Wähler fünf Stimmen für die Landesliste, hier wurde die Zahl der gültigen Wahlzettel proportional nach der Anzahl der Stimmen aufgeteilt.[3]
    d Andere Parteien mit mindestens 1 % bei der Wahl.
    e CDU 24,4 %, CSU 6,2 %
    f Freie Wähler 2,7 %, BVB/FW 0,2 %

    WahltermineBearbeiten

    Die Wahltermine werden vom Landtag oder vom Landesinnenministerium festgelegt. Dafür gibt es bei regulären Neuwahlen ein vorgegebenes Zeitfenster. Für vorgezogene Neuwahlen wird ein Beschluss des Landtages, des Landtagspräsidenten oder des Ministerpräsidenten auf Auflösung des Landtages bzw. vorzeitige Beendigung der Wahlperiode benötigt. Gewählt wird regelmäßig an einem Sonntag; häufig sehen die Wahlgesetze auch allgemeine Feiertage als Möglichkeit vor.

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    Kritik an WahlterminenBearbeiten

    Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem Dauerwahlkampf, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern mit Ausnahme Bremens eine fünfjährige Wahlperiode, lediglich dort wird alle vier Jahre gewählt. Ein anderer Vorschlag ist die Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Länder mit außerplanmäßigen Wahlterminen nur bei Koalitionsbrüchen. Dies würde zu verkürzten Wahlperioden in den betroffenen Ländern führen, die nur bis zum nächsten Takt reichen würden. Dazu müsste der verfassungsmäßige Status der Länder geändert werden. Man spricht hier von der horizontal simultanen Variante der Wahlterminierung innerhalb eines Mehrebenensystems, während derzeitig auf beiden Ebenen konsekutiv gewählt wird.

    Derzeit wird in folgenden Ländern zumindest annähernd gleichzeitig gewählt:

    • Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (März der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
    • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (September der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
    • Bayern und Hessen (September der durch fünf mit Rest drei teilbaren Jahre: 2008, 2013, …)
    • Brandenburg, Sachsen und Thüringen (August bzw. September der durch fünf mit Rest vier teilbaren Jahre: 2009, 2014, …)
    • Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (Frühjahr der durch fünf mit Rest zwei teilbaren Jahre: 2012, 2017, …)

    Statistiken deutscher LandesparlamenteBearbeiten

    Aktuelle SitzverteilungenBearbeiten

    Folgende Übersicht listet die Anzahl der Abgeordneten pro Fraktion bzw. Gruppe und die fraktionslosen Abgeordneten nach Partei auf.

    Landtag von letzte Wahl Sitze gesamt
    (abs. Mehrheit)
    Regierungs-fraktionen CDU SPD Grüne AfD Linke FDP CSU Andere Fraktionen/
    Gruppen
    Fraktionslose nächste
    Wahl*
    Sitze Prozent
    Baden-Württemberg  Baden-Württemberg[4] 2016 143 0(72) 089 62,2 43 19 47 20 12 2 (AfD, parteilos) 2021
    Bayern  Bayern[5] 2018 205 (103) 112 54,6 22 38 20 11 85 FW 27 2 (parteilos) 2023
    Berlin  Berlin[6] 2016 160 0(81) 092 57,5 31 38 27 22 27 12 3 (AfD) 2021
    Brandenburg  Brandenburg[7] 2019 088 0(45) 035 39,8 15 25 10 23 10 BVB/FW 5 2024
    Bremen  Bremen[8] 2019 084 0(43) 049 58,3 24 23 16 10 05 M,R,F 3G 3 (AfD 2, BIW 1) 2023
    Hamburg  Hamburg[9] 2015 121 0(61) 072 59,5 20 59 14 06 10 09 3 (SPD 1, parteilos 2) 2020
    Hessen  Hessen[10] 2018 137 0(69) 069 50,3 40 29 29 18 09 11 1 (AfD) 2023
    Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern[11] 2016 071 0(36) 042 59,2 18 26 14 11 2 (parteilos) 2021
    Niedersachsen  Niedersachsen[12] 2017 137 0(69) 105 76,6 50 55 12 09 11 2022
    Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen[13] 2017 199 (100) 100 50,3 72 69 14 13 28 3 (Blaue) 2022
    Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz[14] 2016 101 0(51) 052 51,5 35 39 06 12 07 2 (AfD) 2021
    Saarland  Saarland[15] 2017 051 0(26) 041 80,4 24 17 03 6 1 (Linke) 2022
    Sachsen  Sachsen[16] 2019 119 0(60) 055 46,2 45 10 12 38 14 2024
    Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt[17] 2016 087 0(44) 047 54,0 31 11 05 21 16 3 (AfD, Blaue, parteilos) 2021
    Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein[18] 2017 073 0(37) 044 60,3 25 21 10 04 09 SSW 3** 1 (parteilos) 2022
    Thüringen  Thüringen[19] 2014 091 0(46) 046 50,5 34 12 06 07 28 4 (Direkte 1, parteilos 3) 2019
    Gesamt 000000000001867.00000000001.867 507 475 246 230 141 115 85 38 30
    Anteil in % 100,0 27,0 25,4 13,2 12,3 7,6 6,2 4,6 2,2 1,6
    in wie vielen Landtagen vertreten 15 16 14 15 10 10 1 5 13
    davon in der Regierung 9 11 9 4 3 1 1
    davon als Partei des Ministerpräsidenten 6 7 1 1 1
    Die Sitzanzahl der Parteien mit den jeweils meisten Sitzen ist fett geschrieben. Parteien, die an der Landesregierung beteiligt sind, sind durch grauen Hintergrund hervorgehoben. Die Partei, die den Ministerpräsidenten stellt, ist dunkelgrau hervorgehoben.
    Geschäftsführende Regierungsparteien sind kursiv geschrieben.
    * Angegeben ist das Jahr der planmäßig nächsten Wahl. Die jeweilige Wahl könnte auch früher stattfinden, etwa aufgrund vorgezogener Neuwahlen.
    ** Die Abgeordneten des SSW haben als Vertreter der Dänischen Minderheit in Deutschland unabhängig von ihrer Anzahl die Rechte einer Fraktion und sind von der Sperrklausel ausgenommen.

    FrauenanteilBearbeiten

    Anteil der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten:

    Land Stand Anteil siehe auch:
    Abschnitt im Hauptartikel des Parlaments
    Baden-Württemberg  Baden-Württemberg August 2019 26,6 %[20]
    Bayern  Bayern November 2018 26,8 %[21] (31,6 %) Frauenanteil im Bayerischen Landtag
    Berlin  Berlin März 2017 32,5 %[22]
    Brandenburg  Brandenburg ab Oktober 2019 31,8 % Frauenanteil im Landtag Brandenburg
    Bremen  Bremen August 2019 36,9 %[23]
    Hamburg  Hamburg März 2017 (Mai 2010) 38,8 %[24] (33,9 %)
    Hessen  Hessen Januar 2019 33,6 %[25]
    Mecklenburg-Vorpommern  Mecklenburg-Vorpommern Juni 2019 25,4 %[26] Frauenanteil im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
    Niedersachsen  Niedersachsen April 2018 (Mai 2012) 27,7 % (29,2 %)[27]
    Nordrhein-Westfalen  Nordrhein-Westfalen ab Juni 2017 27,1 %[28] Frauenanteil im Landtag Nordrhein-Westfalen
    Rheinland-Pfalz  Rheinland-Pfalz ab April 2016 35,6 %[29]
    Saarland  Saarland ab April 2017 37,3 %
    Sachsen  Sachsen ab Oktober 2019 26,9 %
    Sachsen-Anhalt  Sachsen-Anhalt April 2018 21,8 %[30]
    Schleswig-Holstein  Schleswig-Holstein ab Juni 2017 30,1 %[31]
    Thüringen  Thüringen März 2017 (Januar 2003) 39,6 %[32] (34,1 %)

    Siehe auchBearbeiten

    LiteraturBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

      Wikinews: Deutsche Landtagswahl – in den Nachrichten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Demokratie als „Leitgedanke“ des deutschen Föderalismus. Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
    2. [1]
    3. siehe: Deutscher Bundestag – Summe der Wählerstimmen der Länder (Wählerstimmenkonto) in Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016 (PDF; 132 kB); siehe auch Quelle: Komplette Liste der Wählerstimmen bei Landtagswahlen in Deutschland
    4. landtag-bw.de
    5. bayern.landtag.de
    6. parlament-berlin.de
    7. landtag.brandenburg.de
    8. bremische-buergerschaft.de
    9. hamburgische-buergerschaft.de
    10. hessischer-landtag.de
    11. landtag-mv.de
    12. landtag-niedersachsen.de
    13. landtag.nrw.de
    14. landtag.rlp.de
    15. landtag-saar.de
    16. landtag.sachsen.de
    17. landtag.sachsen-anhalt.de
    18. landtag.ltsh.de
    19. thueringer-landtag.de
    20. Landtag von Baden-Württemberg: |wayback=20180425120357 |text=Landtag von Baden-Württemberg, 16. Wahlperiode: Altersstruktur und Geschlecht der Abgeordneten (Stand 1. August 2019)
    21. Volkshandbuch 18. Wahlperiode
    22. [2]
    23. Bremische Bürgerschaft: Statistiken zur 20. WP
    24. [3]. Abgerufen am 25. August 2017.
    25. Frauenstatistik Stand 14. Januar 2019. Abgerufen am 09. September 2019.
    26. Handbuch: Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern, 7. Wahlperiode 2016–2021 (PDF; 4,4 MB), 5. Auflage Juni 2019, S. 132.
    27. http://kuerschners.com/verlag/aktuelles/thema/news/frauenanteil-in-parlamenten.html Abgerufen am 26. April 2018.
    28. [4]
    29. [5]
    30. Landtagsdrucksache 7/2749
    31. http://www.bento.de/politik/wahl-in-schleswig-holstein-enttaeuschende-frauenquote-im-maenner-landtag-1355089/
    32. Frauenanteil in Parlamenten. Abgerufen am 25. August 2017.