Wahl zur 23. Hamburgischen Bürgerschaft

Die Wahl zur 23. Hamburgischen Bürgerschaft findet voraussichtlich im Winter/Frühjahr 2025 statt.[1]

Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft

WahlrechtBearbeiten

Die in der Regel 121 Bürgerschaftsabgeordneten werden nach dem seit 2013 geltenden Wahlrecht gewählt. 71 Mandate werden direkt in den 17 Mehrmandatswahlkreisen (3–5 Sitze) über offene Wahlkreislisten, die restlichen 50 über offene Landeslisten vergeben.

Jeder Wähler hat insgesamt zehn Stimmen, fünf Wahlkreisstimmen für die Direktkandidaten im Wahlkreis und fünf Landesstimmen für Kandidaten auf den Landeslisten oder für Landeslisten in ihrer Gesamtheit. Die fünf Stimmen können bei einer Person (oder Partei bei Landesliste) angehäuft (Kumulieren) oder beliebig verteilt (Panaschieren) werden. Passiv wahlberechtigt, also wählbar, ist jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und zur Wahl zugelassen ist.

AusgangslageBearbeiten

Vorherige Wahl 2020Bearbeiten

Wahl zur Bürgerschaft 2020
 %
40
30
20
10
0
39,2
24,2
11,2
9,1
5,3
4,96
6,1

Die SPD wurde 2020 mit über 39 Prozent mit großem Abstand vor den Grünen (24,2 Prozent) stärkste Partei, verlor aber vier Mandate. Die Grünen konnten ihren Stimmanteil nahezu verdoppeln. Die CDU erreichte mit 11,2 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei einer Bürgerschaftswahl, die Linke mit 9,1 Prozent ihr bestes. Die AfD musste am Wahlabend lange um den Wiedereinzug ins Parlament bangen, erreichte schlussendlich aber 5,3 Prozent der Stimmen. Die FDP scheiterte mit 4,96 Prozent knapp an der Fünfprozenthürde und verpasste erstmals seit 2008 den Einzug in die Bürgerschaft. Wegen eines Direktmandats ihrer Spitzenkandidatin Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein im Wahlkreis Blankenese ist die FDP jedoch mit einer fraktionslosen Abgeordneten im Parlament vertreten. Die Wahlbeteiligung betrug 63,2 Prozent.

Die SPD kündigte nach der Wahl an, mit den Grünen sowie mit der CDU über mögliche Regierungskoalitionen zu sondieren. Der Spitzenkandidat und bisherige Erste Bürgermeister Peter Tschentscher bezeichnete eine Fortführung der rot-grünen Koalition als „naheliegende Option“ zur Bildung einer neuen Landesregierung unter seiner Führung (Senat Tschentscher II).[2]

Bürgerschaftsfraktionen der 22. WahlperiodeBearbeiten

Fraktion / Landesverband Kurzbe-
zeichnung
Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 54
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 33
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 15
DIE LINKE DIE LINKE 13
Alternative für Deutschland AfD 7
Freie Demokratische Partei (fraktionslos) FDP 1

KandidaturenBearbeiten

Landeslisten (Parteien und Wählervereinigungen) sind bis zu einer noch nicht festgelegten Frist beim Landeswahlamt einzureichen. Parteien oder Wählergruppen, die nicht seit der jeweils letzten Wahl im Bundestag oder in einem Landtag vertreten sind, müssen zur Zulassung 1000 Unterstützungsunterschriften für die Landesliste sowie je 100 Unterstützungsunterschriften pro Wahlkreisliste vorlegen. Vereinigungen, deren Parteieigenschaft nicht bei der letzten Bundestagswahl festgestellt war, müssen zudem ihre Beteiligung bis zu einer noch nicht festgelegten Frist beim Landeswahlleiter anzeigen.

UmfragenBearbeiten

Aktuelle UmfragenBearbeiten

policy matters-Umfrage vom 25. Juni 2020
im Vergleich zur Bürgerschaftswahl 2020
 %
40
30
20
10
0
39
23
13
10
6
5
4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
(auf halbe %-Punkte gerundet)
 %p
   2
   0
  -2
  -4
± 0
-1
+2
+1
+0,5
± 0
-1,5
Institut Datum SPD Grüne CDU Linke AfD FDP Sonst.
policy matters[3] 25.06.2020 39 % 23 % 13 % 10 % 6 % 5 % 4 %
Bürgerschaftswahl 2020 23.02.2020 39,2 % 24,2 % 11,2 % 9,1 % 5,3 % 4,9 % 6,1 %

VerlaufBearbeiten

 
Umfragewerte auf monatliche Umfrageergebnisse gemittelt, von der Wahl 2020 bis 25. Juni 2020

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten