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Felix Passlack (* 29. Mai 1998 in Bottrop) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit Juli 2019 als Leihspieler von Borussia Dortmund bei Fortuna Sittard unter Vertrag steht.

Felix Passlack
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Felix Passlack (2017)
Personalia
Geburtstag 29. Mai 1998
Geburtsort BottropDeutschland
Größe 170 cm
Position Außenverteidigung (rechts)
Junioren
Jahre Station
2002–2010 SV Fortuna Bottrop
2010–2012 Rot-Weiß Oberhausen
2012–2017 Borussia Dortmund
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2016–2017 Borussia Dortmund 14 (0)
2017–2018 → TSG 1899 Hoffenheim (Leihe) 2 (0)
2017–2018 → TSG 1899 Hoffenheim II (Leihe) 12 (2)
2018–2019 → Norwich City (Leihe) 1 (0)
2019 → Norwich City U23 (Leihe) 2 (0)
2019– → Fortuna Sittard (Leihe) 4 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2014 Deutschland U16 6 (0)
2014–2015 Deutschland U17 20 (7)
2016 Deutschland U18 2 (0)
2016–2017 Deutschland U19 5 (0)
2017 Deutschland U20 2 (0)
2017– Deutschland U21 2 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 31. August 2019

2 Stand: 7. Dezember 2017

Kindheit und AusbildungBearbeiten

Felix Passlack wurde als Sohn von Ralf und Birgit Passlack in Bottrop im Ruhrgebiet geboren.[1] Sein Vater arbeitet als Feuerwehrmann.[2] Passlack begann im Alter von vier Jahren mit dem Fußballspielen. Er besuchte die Gustav-Heinemann-Realschule in Bottrop und war in seiner Jugend Anhänger des FC Schalke 04.[2][3] Passlack zählt den ehemaligen englischen Fußballspieler David Beckham und seinen derzeitigen Mannschaftskollegen Mario Götze zu seinen Vorbildern.[4]

KarriereBearbeiten

Im VereinBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Nachdem er wie schon sein Vater für den SV Fortuna Bottrop gespielt hatte, wechselte er im Alter von zwölf Jahren in die Niederrheinliga zu Rot-Weiß Oberhausen.[5] Im Laufe seiner Zeit bei RWO hatte er Angebote, zu Bayer 04 Leverkusen, dem VfL Bochum, dem 1. FC Köln, dem FC Schalke 04 oder Borussia Dortmund zu gehen.[1] Er entschied sich schließlich, in das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund zu wechseln. Dort war er ab 2013 Teil der U-17-Mannschaft, die in der U-17-Bundesliga antritt. In seiner ersten Saison zog er sich in der Hinrunde eine Sprunggelenksverletzung zu.[1] Dennoch wurde er mit der Mannschaft in der Rückrunde Westfalenpokalsieger und Westdeutscher Meister, wodurch die Mannschaft an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teilnahm. Dort zog die Mannschaft ins Finale ein und wurde durch einen 2:1-Sieg gegen RB Leipzig deutscher Meister.

In der folgenden Saison wurde er nach Ende der Hinrunde Anfang 2015 vom damaligen Trainer der Profimannschaft, Jürgen Klopp, mit ins Wintertrainingslager der Profis in La Manga genommen.[6] Im April 2015 unterzeichnete er beim BVB einen bis Sommer 2018 laufenden Vertrag.[7] In der Rückrunde gelang ihm mit der U-17 die Titelverteidigung in der U-17-Bundesliga durch einen 4:0-Sieg im Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart; er erzielte dabei das 3:0. Der DFB zeichnete ihn für seine Leistungen im September 2015 mit der U-17-Fritz-Walter-Medaille in Gold aus.

Profi bei Borussia DortmundBearbeiten

Zu Beginn der Saison 2015/16 spielte er zunächst in der U-19-Bundesliga, ehe er zur Rückrunde der Saison in den Profikader aufrückte.[8] Am 2. März 2016 debütierte er beim 2:0-Auswärtssieg gegen den SV Darmstadt 98 in der Bundesliga und kam bis Saisonende dreimal zum Einsatz. Zudem spielte er gegen Saisonende mit der U-19 die Endrunde um die deutsche Meisterschaft und wurde durch einen 5:2-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim zum dritten Mal deutscher Meister im Juniorenbereich, wobei er an allen fünf Toren direkt beteiligt war. Im zweiten Jahr bei den Profis kam er wegen verletzten Spielern in der Dortmunder Mannschaft öfter zum Einsatz. So spielte er bei der 0:2-Niederlage im Supercup gegen den FC Bayern München über die gesamte Spielzeit und debütierte beim 2:1-Sieg gegen Sporting Lissabon in der Champions League. Als er am 22. November 2016 sein erstes Tor in der Champions League beim 8:4-Sieg gegen Legia Warschau erzielte, löste er mit seinen 18 Jahren und 177 Tagen Julian Draxler als jüngsten deutschen Champions-League-Torschützen ab.[9] In der Saison 2016/17 – seinem letzten Juniorenjahr – kam Passlack parallel zu einigen Einsätzen in der A-Jugend, mit der er den Meistertitel verteidigen konnte.

Auf Leihbasis durch EuropaBearbeiten

Am 30. August 2017 verlängerte Passlack seinen Vertrag beim BVB bis zum 30. Juni 2021 und wechselte bis zum 30. Juni 2019 auf Leihbasis zur TSG 1899 Hoffenheim.[10] Dort konnte sich unter dem Trainer Julian Nagelsmann in der Saison 2017/18 allerdings nicht durchsetzen. Neben zwei Bundesliga- und zwei Europa-League-Einsätzen kam Passlack zwölf Mal in der zweiten Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Südwest zum Einsatz.

Zur Saison 2018/19 wurde die Leihe mit der TSG 1899 Hoffenheim vorzeitig beendet und Passlack für ein Jahr an den vom deutschen Trainer Daniel Farke trainierten englischen Zweitligisten Norwich City weiterverliehen.[11] Der Verteidiger spielte fünfmal für die Ostengländer und stieg am Saisonende mit ihnen in die Premier League auf.

Nach Ablauf des Leihvertrages kehrte Passlack nicht nach Dortmund zurück, sondern wurde direkt für die Saison 2019/20 an den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard weiterverliehen.[12]

In der NationalmannschaftBearbeiten

Passlack absolvierte im ersten Halbjahr 2014 sechs Spiele in der U16-Nationalmannschaft. In der zweiten Hälfte des Jahres debütierte er in der U17-Nationalmannschaft und qualifizierte sich mit dieser für die EM 2015 in Bulgarien. Dort führte er die Mannschaft als Kapitän und bester Torschütze (drei Tore) bis ins Finale, das mit 1:4 gegen Frankreich verloren ging.[6] Im Oktober 2015 nahm er mit der U17 an der Weltmeisterschaft in Chile teil und war erneut Kapitän der Mannschaft.[6] Im Turnierverlauf schoss er zwei Tore und schied mit der Mannschaft im Achtelfinale gegen Kroatien aus. In der U18-Auswahl wurde Passlack nur im März 2016 zweimal eingesetzt. Im September 2016 wurde er von DFB-Trainer Frank Kramer erstmals in die U19-Mannschaft berufen und trat mit dieser in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2017 in Georgien an.[13]

ErfolgeBearbeiten

Borussia Dortmund

Norwich City

Auszeichnungen

WeblinksBearbeiten

  Commons: Felix Passlack – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Vanessa Vohs: Junge Talente: Felix Passlack in Götzes Fußstapfen. In: lokalkompass.de. Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft mbH, 6. Februar 2014, abgerufen am 15. Januar 2017.
  2. a b Matthias Dersch: Felix Passlack ist wie gemacht fürs Revierderby. In: ruhrnachrichten.de. Medienhaus Lensing, 29. Oktober 2016, abgerufen am 15. Januar 2017.
  3. Pausenliga. (Nicht mehr online verfügbar.) In: ghr-bottrop.de. Gustav-Heinemann-Realschule Bottrop, 2016, archiviert vom Original am 16. Januar 2017; abgerufen am 16. Januar 2017.
  4. Sascha Klaverkamp: Passlack: „Profi, darauf arbeite ich jeden Tag hin“. In: ruhrnachrichten.de. Medienhaus Lensing, 3. Februar 2016, abgerufen am 15. Januar 2017.
  5. Björn Goldmann: Felix Passlack – der Bottroper Borusse. In: waz.de. Funke Mediengruppe, 11. Juli 2014, abgerufen am 15. Januar 2017.
  6. a b c Björn Goldmann: Bottroper Felix Passlack ist „Nachwuchsspieler des Jahres“. In: derwesten.de. Funke Mediengruppe, 31. Juli 2017, abgerufen am 15. Januar 2017.
  7. BVB verlängert mit Jung-Nationalspielern. In: bvb.de. Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, 22. April 2015, abgerufen am 15. Januar 2017.
  8. Thomas Hennecke: Der nächste Schritt für Passlack und Pulisic. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 5. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2017.
  9. Jan Reinold: Passlack verewigt sich am Abend der Rekorde. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 23. November 2016, abgerufen am 15. Januar 2017.
  10. Borussia Dortmund: Felix Passlack: Verlängerung und Ausleihe, abgerufen am 30. August 2017
  11. Felix Passlack auf Leihbasis zu Norwich City, bvb.de, 2. Juli 2018, abgerufen am 2. Juli 2018.
  12. Felix Passlack auf Leihbasis zu Fortuna Sittard, bvb.de, abgerufen am 2. Juli 2019
  13. Thorsten Brüggemann: Mit Passlack zur U-19-EM? In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 27. September 2016, abgerufen am 16. Januar 2017.