Wanderup

Gemeinde in Deutschland

Wanderup (dänisch: Vanderup) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Birkwang (Birkvang), Friesik (Frøsig[2]), Grünberg (Grønbjerg), Kellerholm, Kieracker (Kærager), Kragstedt (Kragsted), Osterkjer (Østerkær) und Westerkjer (Vesterkær) liegen im Gemeindegebiet.[3]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wanderup
Wanderup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wanderup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 41′ N, 9° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Eggebek
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 28,64 km2
Einwohner: 2480 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24997
Vorwahl: 04606
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 174
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 2
24852 Eggebek
Website: www.wanderup.de
Bürgermeisterin: Ulrike Carstens (CDU)
Lage der Gemeinde Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt als Straßendorf an der Bundesstraße 200 in der Schleswigschen Geest. Unweit der Gemeinde findet sich die Düne am Rimmelsberg, ein Naturschutzgebiet, das zur Natura 2000 zählt. Über die Landesstraße 12 besteht Anschluss zur Bundesstraße 5 in Bredstedt. Im Ortsteil Kragstedt geht die Landesstraße 14 von der B 200 ab und führt von dort weiter bis zur Bundesstraße 199 in Wallsbüll. Die Landesstraße 15 verbindet die B 200 in Wanderup mit der Bundesautobahn 7.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Wanderup wurde erstmals 1377–1484 (Dipl. Flensb.) erwähnt. Das Präfix Wander- leitet sich vom Personennamen *Wambi ab, der sich wieder vom altnordischen vǫmb (entsprechend im Dt. umgangssprachlich Wampe, vgl. älteres Dänisch vom) ableitet, von der Bedeutung her gleicht der Name dem Ortsnamen Vamdrup bei Kolding[4][5]. Nach einer anderen Deutung kann der Name auf Wasser (dän. vand) hinweisen[6]. Friesik, schriftlich dokumentiert 1801, setzt sich aus dän. frøkorn für Samen oder frø für Frosch und -sig bzw. siek für eine sumpfige Niederung zusammen[7][8].

Wanderup wurde im 14. Jahrhundert erstmals als Wompsdorf erwähnt. Die romanische Feldsteinkirche in Wanderup wurde um 1180 errichtet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Wanderup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2018 sechs Sitze, der SSW hat drei, die Wählergemeinschaft DGW zwei und die SPD zwei Sitze.

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 22. Oktober 1964 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Grün. Oben eine stehende schwarzbunte Kuh, unten eine goldene Kette von acht Gliedern.“[9]

Wanderup entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem der Zentren der „Schwarz-bunten-Zucht“ in Schleswig-Holstein. Die in schwarz-silberner Tinktur lebhaft gezeichnete Kuh im Wappen gibt ein Bild dieser beliebten Rinderrasse, die für ihre hohe Milchleistung bekannt ist und im Sommer die Agrarlandschaft sichtlich belebt. Das im Ort besonders gepflegte landwirtschaftliche Genossenschaftswesen wird durch die andere heraldische Figur, die goldene Kette, versinnbildlicht. Die acht Kettenglieder stehen für die acht Ortsteile Birkwang, Friesik, Grünberg, Kellerholm, Kieracker, Kragstedt, Osterkjer und Westerkjer. Zugleich spricht dieses Symbol für die Zusammenarbeit der Genossenschaften mit der Gemeinde, dem Amt und den Verbänden. Die ausschließlich agrarwirtschaftliche Prägung des Ortes wird durch die Schildfarben Gold und Grün noch einmal hervorgehoben. Ein Bildsiegel mit einer schwarzbunten Kuh wurde bereits 1946 von der britischen Militärregierung genehmigt.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge wurde am 19. Oktober 2004 genehmigt.

Auf dem waagerecht geteilten, grün-gelben Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tinktur.[9]

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei die aktiven Betriebe jedoch nicht im Dorf liegen, sondern in den Randgebieten.

DorfmuseumBearbeiten

Im alten Schulgebäude ist ein Dorfmuseum eingerichtet, das zeigt, wie in den letzten zwei Jahrhunderten in der Geest gelebt wurde und wie sich die Gemeinde entwickelt hat.

BildergalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Wanderup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Anders Bjerrum: Sydslesvigs Stednavne, Bd. 4, 1979–1986, S. 279
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 10: Timmaspe - Ziethen. 1. Aufl. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2008, ISBN 978-3-926055-92-7, S. 143 (dnb.de [abgerufen am 9. August 2020]).
  4. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 279
  5. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 676
  6. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Bd. 2, Kopenhagen 1867, S. 430
  7. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 279 und 283
  8. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 260
  9. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein