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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sollerup
Sollerup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sollerup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 34′ N, 9° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Eggebek
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 12,98 km2
Einwohner: 487 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24852, 24992
Vorwahlen: 04625, 04609, 04607
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 162
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 2
24852 Eggebek
Website: www.sollerup.de
Bürgermeister: Ingo Hansen (KWG)
Lage der Gemeinde Sollerup im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklungBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

Sollerup ist eine Gemeinde im Westen des Kreises Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Sollerup liegt an der Mündung der Jerrisbek in die Treene im Landschaftsbereich Schleswigsche Geest. Der Staatsforst Büschauer Holz befindet sich auf dem gegenüber liegenden linken Treeneufer im Gemeindegebiet von Silberstedt.

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem namengebenden Hauptort befinden sich auch Jerrisbek (dänisch: Jerrisbæk), Sollbrück (Solbro), Sollerupmühle (Sollerup Mølle)[2] und Wiesbüll (Visbøl)[3] im Gemeindegebiet.[4]

NachbargemeindenBearbeiten

Benachbarte Gemeinden von Sollerup sind:

Jörl Janneby Eggebek
Süderhackstedt   Langstedt
Bondelum Treia Silberstedt

GeologieBearbeiten

Die Schleswigsche Geest des Gemeindegebiets ist eine Grundmoränenlandschaft (Sander).[5] Diese entstand durch bis in diesen Raum vorgerückte Ausläufer des skandinavischen Festlandeisschelfs im Saale-Komplex. Die Landschaft ist äußerst flach reliefiert. Die Bodenübersichtskarte von Schleswig-Holstein weist den Oberboden als Reinsand aus.[6]

Innerhalb der Gemeinden mündet die Jerrisbek rechter Hand in den Hauptstrom Treene. Sie bilden den Grundstock für die Wasserwirtschaft des Gemeindegebiets.

Im Gemeindegebiet sind nur vereinzelt Waldflächen vorhanden.

GeschichteBearbeiten

Sollerup wurde 1406 erstmals als Soldorpe (Sumpfdorf) erwähnt. Der Ortsname geht auf den dänischen Begriff für Dorf (-rup, adän. thorp, mndt. dorp) und den Begriff *Sol in der Bedeutung sumpfige Stelle, Sumpf zurück. Letzterer Namensbestandteil tritt eventuell als Name eines Landstriches auf, da auch Sollbrück und Sollwitt nicht weit auseinanderliegen. Vermutet wird auch *Sola als alter Name für die Treene[7].

In Sollerup existierte schon immer eine wichtige Treenefurt. Deshalb gab es dort auch eine Zollstation an der später errichteten Treenebrücke nach Hünning/Esperstoft und Bollingstedt, über die der Altweg, einer der historischen Angelbowege, führte. Heute befindet sich bei Sollbrück eine weitere Straßenbrücke über die Treene.

Am 12. August 1410 kam es auf der Solleruper Heide zu einer großen Schlacht zwischen den Schauenburgern und den Dänen, denen der Rückzug durch die Flüsse versperrt wurde und die deswegen die Schlacht verloren haben.

Die Solleruper Wassermühle wurde 1500 erstmals erwähnt.

Auch im Zuge der Schlacht bei Idstedt gab es 1850 militärische Auseinandersetzung im Gemeindegebiet, nämlich zwischen schleswig-holsteinischen und dänischen Truppen. Kanonenkugeln aus der Schlacht sind noch immer im Landgasthof eingemauert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sollerup zum Amt Jörl, das 1968 im neu geschaffenen Amt Eggebek aufging.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Seit der Kommunalwahl 2018 gehören sieben Mitglieder der Wählergemeinschaft KWG an, der Südschleswigsche Wählerverband stellt zwei Mitglieder.[8]

In der Wahlperiode 2013–2018 schlossen sich alle neun Mitglieder in der Gemeindevertretung der KWG an.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün eine gesenkte goldene Wellendeichsel, bedeckt mit einem sechsmal von Silber und Rot gespalteten gesenkten Bogenbalken zum Schildhaupt, darüber ein aufrechtes goldenes Schwert, überdeckt von einem goldenen Mühlrad.“[9]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Im Ortsteil Sollerupmühle ist bis heute die Tradition eines Mühlenbetriebs erhalten geblieben. Dieser ist mittlerweile im Unternehmen ATR Landhandel aufgegangen. Die in der Gemeinde errichteten Siloanlagen sind gut aus dem Umland zu erkennen. Das anteilig namenstiftende Unternehmen Arp war vor Ort ansässig. Weitere Gewerbebetriebe in der Gemeinde sind in den Bereichen Bauhandwerk und Bustouristik tätig. Der historische Landgasthof Sollerup befindet sich seit den späten 1990er Jahren im Besitz der Gemeinde und wird durch einen Pächter betrieben.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt abseits des Bundesfernstraßennetzes. Durch das Gemeindegebiet führt eine Landstraße (L 29), die südlich im Nachbarort Treia an die Bundesstraße 201 und im Ortsteil Süderzollhaus von Janneby an die Bundesstraße 200 anbindet.

Im ÖPNV besteht Anschluss im Schulbusverkehr mit der Nachbargemeinde Eggebek (Linie 1555). Konzessionsnehmer ist aktuell (Stand: 2019) das Unternehmen Rohde Verkehrsbetriebe.[10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sollerup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Videnskabernes Selskab: Kaart over den sydlige del af Slesvig, 1864
  3. M. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, bind 2, Kjøbenhavn 1864, Seite 191
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (pdf) Abgerufen am 23. September 2019.
  5. Geologische Übersichtskarte von Schleswig-Holstein (1:250.000). (pdf) Abgerufen am 25. September 2019.
  6. Bodenübersichtskarte von Schleswig-Holstein (Teil A Bodentyp und Teil B Bodenart) (gerollt). (pdf) Abgerufen am 25. September 2019.
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 608
  8. Gemeindevertretung Sollerup – Mitglieder. Abgerufen am 23. September 2019.
  9. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  10. Kursbuch Bus 1555 (www.rohde-bus.de). Abgerufen am 23. September 2019.