Freienwill

Gemeinde in Deutschland

Freienwill ist eine Gemeinde bei Flensburg im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet liegen die Ortsteile Kleinsolt (dänisch: Lille Solt), Kleinsolt-Heidefeld, Kleinsoltholz (Lillesoltskov), Kleinwolstrup (Lille Volstrup) und Wielenberg (Vilbjerg).[3]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freienwill
Freienwill
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freienwill hervorgehoben

Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Hürup
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 15,3 km2
Einwohner: 1586 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24991
Vorwahl: 04602
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 182
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 1
24975 Hürup
Website: www.freienwill.de
Bürgermeister: Dirk Richelsen[2] (CDU)
Lage der Gemeinde Freienwill im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklundBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Freienwill liegt in der Landschaft Angeln. Die Siedlungsstruktur der einzelnen Dörfer im Gemeindegebiet ist unterschiedlich. Während Freienwill ein Straßendorf ist, ist Kleinwolstrup ein Haufendorf.

GeschichteBearbeiten

Im Gemeindegebiet sind Hünengräber aus der Bronzezeit erhalten. Bis 1936 war Freienwill an eine nach Flensburg und Angeln (Halbinsel) führende Kleinbahnstrecke angeschlossen.

Am 24. März 1974 wurde Freienwill als Zusammenschluss der Gemeinden Kleinsolt und Kleinwolstrup gebildet.[4] Die Gemeinde hat ihren Namen von einem traditionellen Wohnplatz in Kleinwolstrup.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung besteht aus 12 Sitzen. Seit der Kommunalwahl 2018 hat die CDU hat dabei fünf Sitze, die Wählergemeinschaft KWG vier und die SPD drei.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold. Oben ein aus einem Blatt und zwei Früchten bestehender Eichenzweig zwischen zwei begrannten Getreideähren, unten eine aus Granitquadern gemauerte, oben mit einem schwarzen eisernen Geländer versehene Brücke in verwechselten Farben.“[5]

Die Teilung des Gemeindewappens in zwei gleich große Hälften nimmt Bezug auf den 1974 erfolgten Zusammenschluss der Dörfer Kleinsolt und Kleinwolstrup zu einer Gemeinde mit dem Namen Freienwill. Die neue Gemeinde nennt sich damit nicht nach einer der Ursprungsgemeinden, sondern hat sich den traditionellen Namen eines im Ortsteil Kleinwolstrup gelegenen Wohnplatzes beigelegt. Durch die Ähren wird die Landwirtschaft vertreten. Sie bildet bis heute die wesentliche wirtschaftliche Grundlage für die Gemeinde. Der Ortsteil Kleinsolt liegt an der Kielstau, über welche die im Wappen unten abgebildete historische Granitquaderbrücke im Ortsbereich führt. Der Eichenzweig charakterisiert den Ortsteil Kleinwolstrup als das Waldgebiet der Gemeinde. Die Schildfarben Gold und Blau stehen nicht nur für die Getreideernte und das Wasser der Au, sondern sind auch die traditionellen Farben des Landesteils Schleswig.

WirtschaftBearbeiten

 
Mitfahrbank in Freienwill

Die Gemeinde hat sich von einer landwirtschaftlichen Prägung hin zu einem Gewerbe- und Dienstleistungszentrum entwickelt. Außerdem bestehen großflächige Wohngebiete.

VerkehrBearbeiten

Freienwill zählt zu den Gemeinden, in denen zur Verbesserung der Mobilität von Personen ohne Auto (wie Ältere, Jugendliche) als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr eine Mitfahrbank aufgestellt wurde. Durch das Platznehmen auf der Mitfahrbank an der Eckernförder Landstraße werden kostenlose Mitfahrten in privaten Fahrzeugen ermöglicht; die gewünschte Richtung kann durch herausklappbare Schilder angezeigt werden.

Die Landesstraße 23 verbindet Flensburg an der Bundesstraße 199 über Wielenberg und Freienwill mit Brebel an der Bundesstraße 201.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Freienwill stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Höckeberg ist mit über 82 Metern die höchste Erhebung der Angelns.

Der Fernmeldeturm Freienwill (auch als Fernmeldeturm Flensburg-Freienwill bezeichnet) ist ein in den Jahren 1974/1975 errichteter Fernmeldeturm der Deutschen Telekom in Stahlbetonbauweise Der als Typenturm vom Typ FMT 2/73 ausgeführte Turm ist mit 174 Metern Gesamthöhe einer der höchsten Typentürme überhaupt. Der Turm ist weithin sichtbar und ist sogar vom hohen Flensburger Rathaus, am Rande der Flensburger Innenstadt, noch zu erkennen.

In Kleinsoltfeld ist mit der Grühbrücke die einzige Granitquader-Einbogenbrücke in Angeln erhalten. Sie steht heute unter Denkmalschutz.

Freizeit- und SportanlagenBearbeiten

Der nahe Holmark-See ist im Sommer als Freibad unter Aufsicht der DLRG nutzbar.

WeblinksBearbeiten

Commons: Freienwill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinde Freienwill: Gemeindevertretung. Gemeinde Freienwill, abgerufen am 9. Februar 2020.
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 3: Ellerbek - Groß Rönnau. 1. Aufl. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2003, ISBN 978-3-926055-73-6, S. 141 (dnb.de [abgerufen am 22. April 2020]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein