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Kropp

Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kropp
Kropp
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kropp hervorgehoben

Koordinaten: 54° 25′ N, 9° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Kropp-Stapelholm
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 31,94 km2
Einwohner: 6612 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24848
Vorwahl: 04624
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 053
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 10
24848 Kropp
Website: www.kropp.de
Bürgermeister: Stefan Ploog (parteilos)
Lage der Gemeinde Kropp im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklungBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

Kropp (dänisch: Krop) ist eine Gemeinde am Ochsenweg im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Der Ort ist seit 1986 ein Unterzentrum und wurde 2002 als kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnet.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Kropp liegt etwa 12 km südlich von Schleswig an der Bundesstraße 77. Weiter östlich verläuft die Bundesautobahn 7. Nordöstlich des Ortes besitzt der Aero-Club Kropp mit dem Flugplatz Schleswig-Kropp einen eigenen Sonderlandeplatz.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1285 erstmals als Croop (Kropf) erwähnt. Der Ortsname bezieht sich auf die flache Wölbung des Sanders, auf dem der Ort liegt.

Kropp gehörte zur Gemeinde Friedrichswiese, bis diese am 1. April 1938 aufgelöst wurde. Kropp war eine der drei Nachfolgegemeinden.[2]

PolitikBearbeiten

Kropp hat eine hauptamtliche Verwaltung, die die Verwaltungsgeschäfte für das Amt Kropp-Stapelholm führt.

GemeindevertretungBearbeiten

Von den 19 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 neun Sitze, die SPD sechs und die Wählergemeinschaft AWK vier. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 49,2 Prozent und acht Sitze. Die SPD kam auf 36,6 Prozent und sieben Sitze. Die AWK erreichte 19,2 Prozent und vier Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 44,1 Prozent. Bei den Kommunalwahlen 2018 erreichte die CDU zehn, die SPD sechs und die AWK fünf Sitze.[3]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Klaus Lorenzen (CDU) erneut zum Bürgervorsteher gewählt. Nach der Kommunalwahl 2018 wurde er in diesem Amt bestätigt. Er ist bereits seit 2003 im Amt.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Gold und Grün schräglinks geteilt. Oben ein frontal gestellter roter Ochsenkopf, unten drei silberne Eichenblätter nebeneinander.“[4]

Durch den roten Ochsenkopf deutet das Wappen an, dass die Gemeinde Kropp unweit des alten Heerweges liegt, über den früher die im Herzogtum Schleswig und in Jütland gemästeten Ochsen jährlich in großen Wanderzügen auf die südlich gelegenen Märkte getrieben wurden. Deshalb wird der Heerweg im populären Sprachgebrauch gern als Ochsenweg bezeichnet. Die silbernen, in der Flagge goldenen Eichenblätter erinnern daran, dass das Gemeindegebiet und die angrenzenden Flächen der so genannten Kropper Heide in historischer Zeit mit Eichenwäldern bewachsen waren. Es wird behauptet, dass das frühneuzeitliche Amsterdam auf Pfählen errichtet worden sei, die aus den Kropper Eichenbeständen stammten.

FlaggeBearbeiten

Blasonierung: „Im Liek das Gemeindewappen ohne Schild, mit gelben Eichenblättern; das fliegende Ende ist in elf abwechselnd grüne und gelbe Streifen waagerecht geteilt.“[4]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Ort befindet sich die Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne, sie gehört zum Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel, ursprünglich Marinefliegergeschwader 1.

Der Pastor Johannes Paulsen gründete bereits im 19. Jahrhundert das Diakoniewerk Kropp.

In Kropp gibt es eine Reihe von klein- und mittelständischen Betrieben.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Kropp stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Hamburger FriedhofBearbeiten

Auf dem 1974 geschlossenen sogenannten „Hamburger Friedhof“ am südlichen Ortsrand liegen 649 Tote. 1942 lebten in den „Heil- und Pflegeanstalten mbH in Kropp“ (heute „Stiftung Diakoniewerk Kropp“) 519 Personen. Die Anstalten wurden beschlagnahmt, die Bewohner in andere Heil- und Pflegeanstalten abtransportiert, um für Kranke aus den Hamburger Wohlfahrtsanstalten Platz zu schaffen, die danach wiederum als Unterkünfte für ausländische Arbeiter dienten.[5]

Die Versorgung der Menschen war schwierig, die Sterblichkeitsrate hoch. Die Kropper Friedhöfe konnten die vielen Toten nicht aufnehmen. Rund 400 Bewohner der Anstalten wurden auf dem Dorffriedhof beerdigt, für weitere wurde der „Hamburger Friedhof“ am südlichen Ortsrand eingerichtet.[6]

Der „Hamburger Friedhof“ soll als Erinnerungspark bestehen bleiben.[7]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kropp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 237.
  3. Mitglieder der Gemeindevertretung der Gemeinde Kropp. Amt Kropp-Stapelholm, abgerufen am 13. März 2019.
  4. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Hamburger Friedhof in Kropp. Amt Kropp-Stapelholm, 29. Mai 2012, abgerufen am 13. März 2019.
  6. Hamburger Friedhof: Ein Platz zum Verweilen und Gedenken. In: shz.de. 5. November 2012, abgerufen am 13. März 2019.
  7. Erinnerungspark Hamburger Friedhof. In: cdu-kropp.de. 30. Mai 2018, abgerufen am 13. März 2019.