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Nathanael Liminski

deutscher Politiker, Leiter der NRW-Staatskanzlei

Nathanael Liminski (* 19. September 1985 in Bonn) ist ein deutscher Ministerialbeamter und Politiker (CDU). Seit dem 30. Juni 2017 fungiert er als Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (CdS) im Kabinett Laschet.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

LebenBearbeiten

Der gebürtige Bonner stammt aus einem katholischen Elternhaus und hat neun Geschwister. Er wuchs im Sankt Augustiner Stadtteil Hangelar auf. Sein Vater ist der Journalist und Publizist Jürgen Liminski.[1] Sein Abitur machte er 2005 am Collegium Josephinum in Bonn. Er studierte ab 2006 Geschichte und Politikwissenschaft in Bonn und Paris.[2] Für Aufsehen sorgte er, als er im Rahmen des Weltjugendtags 2005 die Gruppe Generation Benedikt mitgründete, die sich 2013 in Initiative Pontifex umbenannte.[3][4] In dieser Funktion war er mehrfacher Gast in Talkshow-Runden, unter anderem bei Maischberger und bei Hart aber fair.[5][6] Liminski ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Düsseldorf-Benrath.

Beruflicher WerdegangBearbeiten

Nach seinem Abitur war Liminski für einige Monate wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abgeordneten Christa Reichard im Deutschen Bundestag. Er machte außerdem ein mehrmonatiges Praktikum im US-Kongress.[3] Seine Ministeriallaufbahn begann Liminski als Redenschreiber in der Hessischen Staatskanzlei unter Roland Koch (CDU). Es folgte 2011 der Wechsel in das Bundesverteidigungsministerium zu Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der aber nur einen Monat später über die Affäre um seine plagiierte Doktorarbeit stolperte. Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) holte Liminski aus dem Planungsstab in sein Ministerbüro. Als de Maizière nach der Bundestagswahl 2013 ins Innenressort wechselte, wechselte Liminski ebenfalls dorthin.

ParteiBearbeiten

Liminski ist Mitglied der CDU und wird dem wertkonservativen Flügel der Union zugerechnet. Er war zeitweise Chefredakteur eines Magazins der Jungen Union mit dem Titel Entscheidung und hatte mehrere Positionen im Landesvorstand NRW der Schüler Union und der Jungen Union.[7][3]

Politische Ämter in NRWBearbeiten

 
Nathanael Liminski (1. v.l) im April 2018 bei der Verleihung der Grimme-Preise in Marl

Von 2014 bis zu seiner Berufung zum Chef der Staatskanzlei NRW im Juni 2017 war Liminski Fraktionsgeschäftsführer und Büroleiter Armin Laschets während dessen Amtszeit als Vorsitzender der CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.[8] Seit dem 31. August 2017 ist er als Staatssekretär in der Landesregierung auch zuständig für den Bereich Medien, nachdem dieser von dem eigentlich zuständigen Ministerium aufgrund von Befangenheitsvorwürfen gegen den Minister Stephan Holthoff-Pförtner an die Staatskanzlei übertragen wurde. Im Oktober 2017 entsandte die Landesregierung Liminski in den ZDF-Fernsehrat.[9]

Im September 2018 teilte die Landesregierung Nordrhein-Westfalens mit, dass er pro Jahr mehr als 11.000 Euro an sogenannten vorläufigen Nebeneinkünften erziele.[10]

PublikationenBearbeiten

  • Nathanael Liminski (Hrsg.): Generation Benedikt : Lebensfragen junger Menschen - Antworten im Geiste des Papstes. Gütersloher Verlags-Haus, Gütersloh 2007, ISBN 978-3-579-06453-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Lehnberg: Ein Abenteuer Familie mit zehn Kindern. In: General-Anzeiger Bonn. 7. April 2004 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 26. September 2018]).
  2. Jörg Manhold: Staatssekretäre aus der Region - Ernennungsurkunden für Andrea Milz und Nathanael Liminski. In: General-Anzeiger Bonn. 30. Juni 2017 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 26. September 2018]).
  3. a b c Generation Benedikt. In: Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (Hrsg.): Akademische Monatsblätter. Band 119, Nr. 4. Marl Mai 2007, S. 9 (kartellverband.de [PDF; abgerufen am 29. September 2018]).
  4. Daniel Kastner: 21 unter 21: Nathanael Liminski, flammender Papst-Fan. In: Spiegel Online. 5. November 2007 (spiegel.de [abgerufen am 26. September 2018]).
  5. jungefreiheit.de: Archiv. In: JUNGE FREIHEIT. (jungefreiheit.de [abgerufen am 26. September 2018]).
  6. Gordon Repinski: Late Night: Maischberger gefangen zwischen Gier und Glaube. In: DIE WELT. 8. April 2009 (welt.de [abgerufen am 26. September 2018]).
  7. Nathanael Liminski führt Geschäfte der CDU-Fraktion, abgerufen am 29. Mai 2017
  8. Westdeutsche Zeitung: NRW nach der Landtagswahl: Das sind die neun CDU-Minister in Laschets NRW-Kabinett. Abgerufen am 26. September 2018.
  9. NRW-Staatssekretär Liminski im Fernsehrat des ZDF. In: new-business.de. 23. Oktober 2017, abgerufen am 26. September 2018.
  10. Thomas Reisener: Kabinettsmitglieder melden 220 Tätigkeiten: NRW-Minister haben zahlreiche Nebenjobs. In: Kölnische Rundschau. (rundschau-online.de [abgerufen am 26. September 2018]).