Nathanael Liminski

deutscher Politiker (CDU), Leiter der NRW-Staatskanzlei

Nathanael Liminski (* 19. September 1985 in Bonn) ist ein deutscher Ministerialbeamter und Politiker (CDU) in Nordrhein-Westfalen. Seit dem 30. Juni 2017 ist er Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (CdS). Liminski ist ein enger Vertrauter, langjähriger Mitarbeiter und „Vordenker“ des gescheiterten CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet und gilt heute als enger Vertrauter von Ministerpräsident Hendrik Wüst.[1] Liminski ist CDU-Direktkandidat für die Landtagswahl 2022 für den Wahlkreis Köln III.

Nathanael Liminski (2018)

LebenBearbeiten

Herkunft, Familie, ReligionBearbeiten

Der gebürtige Bonner Nathanael Liminski stammt aus einem römisch-katholischen, eng mit der Laienorganisation Opus Dei verbundenen Elternhaus. Sein Vater war der im Juni 2021 verstorbene Journalist und Publizist Jürgen Liminski. Seine Mutter Martine Liminski geb. Le Noxaïc (* 1951) ist eine ehemalige Volksschullehrerin und stammt aus der französischen Bretagne. Er wurde nach Nathanael, einer Gestalt aus dem Johannesevangelium, benannt.[2] Nathanael Liminski wuchs mit sieben älteren und zwei jüngeren Geschwistern im Sankt Augustiner Stadtteil Hangelar auf.[3][4][5] Er wurde in der Familie „Momo“ genannt und war eine Art Privatsekretär seines Vaters.[6] Nathanael Liminski las die Aufsätze seines Vaters Korrektur, archivierte dessen Rundfunk- und Zeitungsbeiträge und kümmerte sich um Gehaltsabrechnungen.[7]

Aufmerksamkeit erlangte er als Stimme eines im Gefolge des Weltjugendtags 2005 von ihm mitgegründeten innerkirchlichen Netzwerkes namens Generation Benedikt, das eine an den Positionen von Papst Benedikt XVI. orientierte papsttreu-konservative Kirchlichkeit für junge Katholiken propagierte und sich nach dem Amtsantritt von Papst Franziskus 2013 in Initiative Pontifex umbenannte.[8][9][10] In dieser Funktion war er mehrfach Gast in Talkshows, unter anderem bei Maischberger und Hart aber fair.[11][12] Bei einem Auftritt bei Maischberger bezog Liminski zum Thema "Keuschheit statt Porno - brauchen wir eine neue Sexualmoral?" Stellung zur Sexualethik der katholischen Kirche.[13][14] Nathanael Liminski verteidigte in der Sendung von Maischberger die Sexualmoral der römisch-katholischen Kirche, indem er auf Nachfrage seine persönliche Motivation dazu beschrieb. Verschiedene Medien betonten im Nachgang das souveräne und gelassene Auftreten Liminskis.[15][16][17][18]

Eine Mitgliedschaft in der Organisation Opus Dei und auch eine behauptete Nähe zu der Bewegung wies Nathanael Liminski im November 2021 für sich zurück.[19] "Ich bin weder Mitglied dieser Gruppierung noch pflege ich irgendeine Nähe", sagte Liminski gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.[20]

Seit 2012 ist Liminski mit einer Wirtschaftspsychologin verheiratet, mit der er vier Kinder hat.[2] Die Familie lebt in Düsseldorf-Benrath.[6]

Schulbildung und StudiumBearbeiten

Sein Abitur machte Liminski 2005 am Collegium Josephinum in Bonn[8] mit einem Schnitt von 1,1.[21] Bereits während seiner Schulzeit machte er ein Praktikum bei Helmut Stahl, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen.[22]

Von 2006 bis 2010 studierte er Mittelalterliche und Neuere Geschichte im Hauptfach mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Staatsrechtslehre in Bonn und verbrachte ein Auslandssemester an der Pariser Universität Sorbonne.[8][23][24][25] Sein Studium schloss Liminski als "Magister Artium" ab.[26]

PolitikBearbeiten

Politischer WerdegangBearbeiten

Nach dem Abitur war Liminski für einige Monate Mitarbeiter der Abgeordneten Christa Reichard (CDU) im Deutschen Bundestag. 2005/06 machte er ein mehrmonatiges Praktikum im Kongress der Vereinigten Staaten in Washington als Mitarbeiter des republikanischen Abgeordneten Mark Souder.[8][22] 2009 war Liminski für einige Monate parlamentarischer Assistent von Martin Kastler (CSU) im EU-Parlament.[22]

Liminski hatte verschiedene Positionen im Landesvorstand NRW der Schüler Union und der Jungen Union (JU) inne.[8] Im Jahr 2004 kandidierte er für das Amt des Bundesvorsitzenden der Schüler Union, unterlag in einer Kampfabstimmung allerdings der durch den Landesverband NRW nominierten Karolina Swiderski.[27] Von Sommer 2011 bis Sommer 2017 war Nathanael Liminski Chefredakteur des JU-Mitgliedermagazins Entscheidung,[28][29] das er bis heute zusammen mit dem Bundesvorsitzenden der JU, zurzeit Tilman Kuban, herausgibt.[30]

Seine Ministeriallaufbahn begann Liminski 2010 als Redenschreiber für Roland Koch (CDU) in der Hessischen Staatskanzlei.[31] Im Januar 2011 wechselte er in das Bundesverteidigungsministerium zu Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der aber nur einen Monat später wegen der Affäre um seine plagiierte Doktorarbeit zurücktrat. Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) holte Liminski aus dem Planungsstab in sein Ministerbüro. Als de Maizière nach der Bundestagswahl 2013 ins Innenressort wechselte, folgte ihm Liminski Anfang 2014 dorthin.[32] De Maizière sagte über Liminski: "Ich habe ihn als loyalen, verschwiegenen und blitzgescheiten Mitarbeiter erlebt."[33]

Armin Laschet, der gerade Oppositionsführer im Landtag Nordrhein-Westfalens geworden war, warb seit Ende 2013 intensiv um Liminski und holte ihn im August 2014 als seinen Stabschef in die CDU-Landtagsfraktion nach Düsseldorf.[6][34][35]

Politische Ämter in NRWBearbeiten

Von August 2014[28] bis zu seiner Berufung zum Chef der Staatskanzlei NRW im Juni 2017 war Liminski Fraktionsgeschäftsführer während Laschets Amtszeit als Vorsitzender der CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.[36] Medien schrieben den Sieg Armin Laschets bei der Landtagswahl 2017 wie auch 2021 bei der Wahl zum CDU-Vorsitzenden maßgeblich Liminski zu.[37] Anlässlich von Liminskis Berufung in sein Kabinett lobte Laschet seine Erfahrung in Verwaltung und Politik.[38] Politische Beobachter sahen Liminski zudem als Architekt des Koalitionsvertrages[39] zwischen CDU und FDP und die eine ordnende und strukturierende Kraft in der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei an.[40] Nathanael Liminski soll dabei auch die wesentlichen politischen Entscheidungen unter der Regierung Laschets begleitet haben, so etwa die Bekämpfung der Corona-Pandemie und den Ausstieg aus der Braunkohle-Förderung.[41][42]

Nach dem Rücktritt Armin Laschets blieb Liminski auch unter dessen Nachfolger Hendrik Wüst Chef der Staatskanzlei.[43] Bei der Aufstellung der CDU-Liste für die Landtagswahl 2022 lobte Wüst Liminskis Arbeit und plädierte für seine Aufstellung auf der Landesliste. Wüst nannte Liminski als wesentlichen Grund dafür, dass in Nordrhein-Westfalen geräuschlos regiert werden kann.[44] "Diese Reibungslosigkeit ist durch seine tolle Arbeit möglich", sagte Wüst. Die Regierung aus CDU und FDP regiert seit 2017 mit nur einer Stimme Mehrheit. Die gute Arbeitsatmosphäre zwischen den Parteien und der Zusammenhalt in der Regierung wird häufig als Verdienst Liminskis gesehen.[45]

Seit dem 31. August 2017 ist er als Medienstaatssekretär in der Landesregierung auch für den Bereich Medienpolitik zuständig, nachdem dieses Ressort im Kabinett Laschet von dem ursprünglich zuständigen Ministerium für Bundesangelegenheiten unmittelbar an den Ministerpräsidenten übergegangen und von diesem an die Staatskanzlei delegiert worden war. Hintergrund waren Bedenken hinsichtlich einer möglichen Befangenheit des für das Ministeramt vorgesehenen früheren WAZ-Gesellschafters Stephan Holthoff-Pförtner. Liminski behielt seine Positionen auch unter Laschets Amtsnachfolger Hendrik Wüst.

Zur Landtagswahl 2022 beabsichtigte Liminski, als Direktkandidat im neuen Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis V zu kandidieren, zu dem unter anderem sein Heimatort Sankt Augustin gehört. Am 1. Dezember 2021 scheiterte er jedoch bei der Aufstellungsversammlung des CDU-Kreisverbandes Rhein-Sieg mit 65:78 Stimmen an Sascha Lienesch, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden von Sankt Augustin.[46][47][48] Liminski hatte bei seiner Bewerbung angegeben, neue Impulse für Familienpolitik, Infrastruktur, Sicherheit, Klima- und Umweltschutz geben zu wollen.[49]

Am 25. Januar 2022 wurde er schließlich vom CDU-Kreisverband Köln, wo er keinen Gegenkandidaten hatte, mit rund 80 Prozent Mehrheit als Kandidat im Wahlkreis Köln III nominiert.[50] Liminski belegte zudem auf der Landesliste der CDU Platz 12.[51] Den Einzug in den Landtag verpasste er jedoch, da er in seinem Wahlkreis mit 13,8 % nur Dritter wurde und die CDU-Landesliste nicht zog.[52]

Stellung innerhalb der CDUBearbeiten

Liminski wird dem wertkonservativen Flügel der Union zugerechnet.[8] In der JU galt er als konservativer Vordenker. Für Armin Laschet, der dem christlich-liberalen Flügel der Partei angehört und als Anhänger Angela Merkels gilt, hielt Liminski die Kontakte in das merkelskeptische Lager der Union.[35] Aufgrund seiner christlichen Prägung wird er allerdings auch zu den Befürwortern der Flüchtlingspolitik Merkels gerechnet, obwohl er sich zu kritischen Themen öffentlich kaum exponiert.[6]

Liminski gilt als Architekt von Laschets Wahlsieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 sowie des anschließend geschlossenen Koalitionsvertrags von CDU und FDP[34][35] und allgemein als unersetzliches „Mastermind“, wichtigster Vertrauter und „rechte Hand“ von Armin Laschet.[34][35] WAZ und Rheinische Post betitelten ihn als „Laschets Schattenmann“.[6][24] Seine innerparteilichen Netzwerke sind stark durch persönliche Bekanntschaften und kirchliche Verflechtungen geprägt. So machte Liminski CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zum Taufpaten seines jüngsten Kindes und fädelte das Zusammengehen von Jens Spahn, mit dem er seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Jungen Union befreundet ist, mit Armin Laschet bei der schließlich erfolgreichen Bewerbung um den CDU-Vorsitz 2020/21 ein.[35] Als Armin Laschet nach der verlorenen Bundestagswahl 2021 nach Berlin ging, um sein Bundestagsmandat anzutreten, blieb Liminski – anders als für den Fall eines Wahlsieges allgemein vorausgesagt worden war[53] – in Nordrhein-Westfalen. Für einen Wahlsieg Laschets war erwartet worden, Liminski würde unter Armin Laschet als Bundeskanzler Kanzleramtsminister werden.[54][55][56]

MedienpolitikBearbeiten

 
Nathanael Liminski (ganz links) im April 2018 bei der Verleihung der Grimme-Preise in Marl

Im Oktober 2017 entsandte die Landesregierung Liminski in den ZDF-Fernsehrat.[57]

Als Medienstaatssekretär befürwortet Liminski eine Neuaufstellung des nordrhein-westfälischen Lokalhörfunks,[58] die im Rahmen der angekündigten „Radiostrategie 2022“[59] verwirklicht werden soll.[60] Kritiker der Reform befürchteten anfänglich Beschränkungen der lokalen Medienvielfalt im Interesse der großen Verlage und die Abwendung vom nordrhein-westfälischen Zwei-Säulen-Modell.[58] Die von Liminski 2017 im Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichten medienpolitischen Positionen zur Reduzierung presseähnlicher Onlineangebote des WDR, zur Aussetzung der Werbezeitenbeschränkung im WDR-Hörfunk und zur Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wurden vom Verband Privater Rundfunk- und Telemedien kritisiert, der die Interessen der privaten Medienanbieter nicht genügend berücksichtigt fand.

Weitere Akzente setzte Liminski mit der Schaffung des Medien-Digital-Beirats für NRW, der die Entwicklung des Bundeslands zu einem „Medien-Digital-Land“ unterstützen soll. Liminski möchte neben den in NRW ansässigen großen Medienkonzernen vermehrt auch kleine und mittelständische Kreative in den Blick nehmen. Neben einer flexibleren Filmförderung und dem Bemühen, die langjährige Spitzenposition Nordrhein-Westfalens als wichtigster Fernsehproduktionsstandort Deutschlands durch flankierende Maßnahmen zu erhalten, plant er auch die medienübergreifende Förderung digitaler und neuartiger Formate wie Games und den KI-Einsatz in Medienunternehmen.[61]

Die Medienzeitschrift Kress pro platzierte ihn 2020 hinter EU-Kommissarin Margrethe Vestager auf Platz zwei im Ranking der 20 „mächtigsten Strippenzieher in den Medien“.[62]

NebeneinkünfteBearbeiten

Im September 2018 teilte die Landesregierung Nordrhein-Westfalens mit, dass er pro Jahr mehr als 11.000 Euro an sogenannten vorläufigen Nebeneinkünften erzielt.[63]

KontroversenBearbeiten

Liminski äußerte sich 2007 in einem Gespräch mit dem Spiegel auch zu gesellschaftlichen Themen. So gab er an, dass er viele Homosexuelle kenne, einige täten ihm leid.[64] Er sprach sich dafür aus, dass der Staat die „natürliche Form der Ehe und Familie“ fördern müsse.[64] Später relativierte Liminski seine Aussage zur Homosexualität und sagte: "Für die soziale Stabilität einer Gesellschaft ist wichtig, dass Menschen in einer Partnerschaft verbindlich und verlässlich füreinander Verantwortung übernehmen - das gilt selbstverständlich unabhängig von ihrem Geschlecht."[65] Bei einer Veranstaltung der "Lesben und Schwulen in der Union" sagte Liminski 2021: "Ich habe ja bereits öffentlich gesagt, dass ich in den letzten 15 Jahren dazugelernt habe und manches so nicht mehr sagen würde."[66] Gegenüber der "ZEIT" sagte Liminski, auch in homosexuellen Beziehungen würden "Werte gelebt, die auch konservative Werte sind."[67] Dem "Kölner Stadtanzeiger" sagte Liminski, sein Glaube als Christ sei "Quelle für meinen ernsthaften Respekt gegenüber anderen Menschen und ihren Meinungen."[68]

Abtreibungen hielt er in den meisten Fällen für ethisch nicht vertretbar.[64] Liminski hat 2009 verschiedene Artikel für das Portal Die Freie Welt verfasst, das Teil des Vereinsnetzwerks Zivile Koalition der AfD-Politiker Beatrix und Sven von Storch ist.[22][69][70][71] Mehrere Medien kritisierten Positionen von Liminski als „fundamentalistisch“.[2][72]

Im Juli 2021 geriet Liminski im Zusammenhang mit der vom nordrhein-westfälischen Landtag auf Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion mit Zweidrittelmehrheit beschlossenen Berufung des Verbands kinderreicher Familien Deutschland in den Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks ins Gespräch. Die Berufung stieß bei der Landtagsopposition im Nachhinein auf Kritik, da der Verband, zu dessen Beirat u. a. der Opus-Dei-nahe Philosoph Manfred Spieker und der migrationskritische Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg gehören, durch die Verbindungen und Positionierungen seiner Beiratsmitglieder diskreditiert erschien. Liminskis Büro äußerte sich nicht zu Vermutungen, er könnte als Drahtzieher in die Berufung involviert gewesen sein.[73]

Die SPD verwendete im Bundestagswahlkampf 2021 einen Wahlwerbespot der Werbeagentur „BrinkertLück Creatives“, der die oben dargestellten Positionen Liminskis thematisierte. Wer CDU wähle, wähle „erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist“, heißt es darin. Parteienforscher Uwe Jun sieht darin „eine ziemlich drastische Form des ,Negative Campaigning’“; er sagte, ihm seien sonst „keine solch angreifenden Statements mit Blick auf religiöse Inhalte durch die etablierten Parteien bekannt“. Benjamin Höhne vom Berliner Institut für Parlamentarismusforschung urteilt dagegen, es gehe nicht um eine religiöse Frage, sondern mehr darum, „den politischen Gegner ,alt aussehen‘ zu lassen“.[74] Der Staats- und Kirchenrechtler Hans Michael Heinig bewertete den Werbespot als Negativkampagne und Paradigmenwechsel.[75] Kritisiert wurde dabei vor allem, die Religionszugehörigkeit eines Politikers in den Vordergrund zu stellen und negativ zu bewerten; so sprach sich etwa Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) auf Twitter gegen den Werbespot aus.[76] Kritisch äußerten sich unter anderem der ehemalige Sprecher von SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bela Anda,[77] Armin Laschet und die Deutsche Bischofskonferenz.[78]

Liminski wurde bei einer Landtagskandidatenwahl der CDU am 1. Dezember 2021 von einem CDU-Mitglied gefragt, wie er zu seinem Spiegel-Zitat stehen würde. Liminski sagte, dass es ein „falsch wiedergegebenes Zitat“ gewesen sei. Der damalige E-Mail-Verkehr des Spiegel-Reporters und Liminski belegt aber, dass es ein korrektes Zitat war. Auf eine Anfrage des Spiegels antwortete Liminski am 9. Dezember 2021 und bedauerte das Fehlen des damaligen Kontexts des Zitats, der durch „den fehlenden Kontext entstandene Eindruck eines gar mitleidigen Herabschauens auf homosexuelle Mitmenschen“ sei schon damals „nicht zutreffend“ gewesen. „Das Gegenteil ist richtig: Nicht zuletzt aufgrund meines christlichen Glaubens liegt es mir fern, über Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ein Urteil zu treffen.“[48] Liminski gab weiter an, das vom Spiegel gedruckte Zitat habe sich auf Freunde und Bekannte bezogen, die mit Blick auf ihre Homosexualität und eine Berufung zum katholischen Priesteramt haderten; es sei nicht generell um alle Homosexuellen gegangen.[79]

PublikationenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Nathanael Liminski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gerhard Voogt: Streit um NRW-Umweltministerin: Bei Schwarz-Grün soll Heinen-Esser draußen bleiben. In: Kölner Stadtanzeiger. Abgerufen am 22. April 2022.
  2. a b c Patricia Hecht, Andreas Wyputta: Nathanael Liminski in NRW: Die rechte Hand Laschets. In: taz.de. 1. März 2021, abgerufen am 19. April 2021.
  3. Michael Lehnberg: Ein Abenteuer Familie mit zehn Kindern. In: General-Anzeiger, 7. April 2004, abgerufen am 19. Januar 2021.
  4. Profilseite von Martine Liminski beim Forum Deutscher Katholiken, abgerufen am 19. Januar 2021.
  5. Brigitte Haertel, Thilo Schmülgen: Wie hast du das eigentlich überlebt? Homestory im Theo-Magazin 1/2019, S. 30–33 (online), abgerufen am 21. Januar 2021.
  6. a b c d e Thomas Reisener: Wer ist Armin Laschets Schattenmann? In: Rheinische Post, 4. September 2018, abgerufen am 19. Januar 2021.
  7. Martin Lau: Der Laschetmacher. Zeit Online, 11. April 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  8. a b c d e f Michael Kotulla: Generation Benedikt. In: Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (Hrsg.): Akademische Monatsblätter. Band 119, Nr. 4. Marl Mai 2007, S. 9 (kartellverband.de [PDF; abgerufen am 29. September 2018]).
  9. Nina Trentmann: „Wir, die Generation Benedikt“. In: Die Welt. 18. Februar 2007, abgerufen am 19. Januar 2012.
  10. Daniel Kastner: 21 unter 21: Nathanael Liminski, flammender Papst-Fan. In: Spiegel Online. 5. November 2007, abgerufen am 26. September 2018.
  11. Moritz Schwarz: In der Löwengrube. In: Junge Freiheit. 27. August 2010, abgerufen am 26. September 2018.
  12. Gordon Repinski: Late Night: Maischberger gefangen zwischen Gier und Glaube. In: Die Welt. 8. April 2009, abgerufen am 26. September 2018.
  13. Christoph Scholz: Nathanael Liminski:Laschet-Helfer gerät zwischen Wahlkampffronten. In: Kirche und Leben. 10. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  14. Tobias Blasius, Moritz Küpper: Der Machtmenschliche. Armin Laschet. Die Biografie. 2. Auflage. Klartext, Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2335-5, S. 274.
  15. Patricia Hecht, Andreas Wyputta: Nathanael Liminski in NRW: Die rechte Hand Laschets. In: TAZ. 1. März 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  16. Moritz Küpper: Chef der NRW-Staatskanzlei: Laschets neue rechte Hand. In: Deutschlandfunk. 2. Juli 2017, abgerufen am 22. April 2022.
  17. Steffen Zimmermann: Nathanael Liminski: Von der "Generation Benedikt" zu Armin Laschet. In: katholisch.de. 9. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  18. Stefan Küpper: Der Mann hinter Armin Laschet: Wer ist Nathanael Liminski? In: Augsburger Allgemeine. 24. September 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  19. NRW-Staatskanzleichef Liminski weist Nähe zum Opus Dei zurück. Vertrauter von Armin Laschet spricht über seinen Glauben. In: katholisch.de. 30. November 2021, abgerufen am 30. November 2021.
  20. NRW-Staatskanzleichef Liminski weist Nähe zum Opus Dei zurück. In: RP Online. 30. November 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  21. Moritz Küpper: Chef der NRW-Staatskanzlei: Laschets neue rehcte Hand. In: Deutschlandfunk. 20. Juli 2017, abgerufen am 22. April 2022.
  22. a b c d Autorenprofil von Nathanael Liminski bei Die Freie Welt (Stand 2009).
  23. Profil von Nathanael Liminski beim Campfire-Festival 2019, abgerufen am 19. Januar 2021.
  24. a b Tobias Blasius: Laschets Schattenmann. In: WAZ, 7. Juli 2017, abgerufen am 19. Januar 2021.
  25. Jörg Manhold: Staatssekretäre aus der Region – Ernennungsurkunden für Andrea Milz und Nathanael Liminski. In: General-Anzeiger. 30. Juni 2017, abgerufen am 26. September 2018.
  26. Nathanael Liminski. In: CDU NRW. Abgerufen am 22. April 2022.
  27. Schüler Union wählt mit Karolina Swiderski aus dem Rhein-Kreis Neuss erstmals weibliche Bundesvorsitzende. Pressemitteilung der CDU im Rhein-Kreis Neuss, 6. Juli 2004, abgerufen am 16. Oktober 2021 (Liminski unerwähnt).
  28. a b Maximilian Plück: Nathanael Liminski führt Geschäfte der CDU-Fraktion. In: Rheinische Post. 14. Juli 2014, abgerufen am 20. Januar 2021.
  29. Entscheidung, 59. Jg., Heft 9/10 (September/Oktober 2011), S. 3 (Editorial); Mitteilung der JU vom 12. Juli 2017, online konsultiert am 20. Januar 2021:
    Florian Müller wird neuer Chefredakteur d. #ENTSCHEIDUNG und folgt damit Nathanael Liminski. Wir wünschen einen guten Start und viel Erfolg!
  30. Entscheidung, 66. Jg., Heft 1/2 (Januar/Februar 2018), S. 43; Entscheidung 3/20 (Oktober–Dezember 2020), S. 57.
  31. Tobias Blasius, Moritz Küpper: Der Machtmenschliche. Armin Laschet. Die Biografie. 2. Auflage. Klartext, Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2335-5, S. 273.
  32. Liminski ist Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen. In: Politik & Kommunikation. 3. Juli 2017, abgerufen am 21. Januar 2021.
  33. Raoul Löbbert: Wie rechts ist Laschets rechte Hand? In: Zeit online. 28. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  34. a b c Moritz Küpper: Chef der NRW-Staatskanzlei – Laschets neue rechte Hand. In: Deutschlandfunk. 20. Juli 2020, abgerufen am 21. Januar 2021.
  35. a b c d e Reiner Burger: Der Mann hinter Laschet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 19. Januar 2021, abgerufen am 19. Januar 2021.
  36. Peter Kurz, Olaf Kupfer: NRW nach der Landtagswahl: Das sind die neun CDU-Minister in Laschets NRW-Kabinett. In: Westdeutsche Zeitung. 29. Juni 2019, abgerufen am 26. September 2018.
  37. Patricia Hecht, Andreas Wyputta: Die rechte Hand Laschets. In: TAZ. 1. März 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  38. Moritz Küpper: Laschets neue rechte Hand. In: Deutschlandfunk. 20. Juli 2017, abgerufen am 22. April 2022.
  39. Tobias Blasius, Moritz Küpper: Der Machtmenschliche. Armin Laschet. Die Biografie. 2. Auflage. Klartext, Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2335-5, S. 279.
  40. Jochen Trum: Laschets Leute. In: Tagesschau. 11. Juli 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  41. Jochen Trum: Laschets Leute. In: Tagesschau. 11. Juli 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  42. Tobias Blasius, Moritz Küpper: Der Machtmenschliche. Armin Laschet. Die Biografie. 2. Auflage. Klartext, Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2335-5, S. 281.
  43. Maximilian Plück: Liminski scheitert mit Landtagskandidatur. In: RP Online. 1. Dezember 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  44. Maximilian Plück: Mit 99,1 Prozent den Unterschied machen. In: RP Online. 19. Februar 2022, abgerufen am 22. April 2022.
  45. Patricia Hecht, Andreas Wyputta: Die rechte Hand Laschets. In: TAZ. 1. März 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  46. Andrea Ziech: CDU-Landtagskandidat im Rhein-Sieg-Kreis: Sascha Lienesch gewinnt gegen NRW-Staatskanzlei-Chef Liminski, ga.de, 2. Dezember 2021
  47. Tobias Blasius: Liminski-Kandidatur gescheitert: Absturz eines Überfliegers. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 2. Dezember 2021, abgerufen am 4. Dezember 2021.
  48. a b Lukas Eberle: (S+) Nathanael Liminski: Wie der Laschet-Vertraute ein umstrittenes Zitat loswerden will. In: Der Spiegel. 11. Dezember 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Dezember 2021]).
  49. Statskanzleichef Liminski bewirbt sich um Landtagsmandat. In: ZEIT online. 15. November 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  50. Staatskanzleichef Liminski tritt in Köln für CDU an. In: Zeit online. 26. Januar 2022, abgerufen am 29. Januar 2022.
  51. Maximilian Plück: Mit 99,1 Prozent den Unterschied machen. In: RP Online. 19. Februar 2022, abgerufen am 22. April 2022.
  52. Staatskanzleichef Liminski scheitert als CDU-Direktkandidat. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 16. Mai 2022]).
  53. Hansjörg Friedrich Müller: Armin Laschets Team: Wer sind die wichtigsten Leute im Umfeld des neuen CDU-Chefs, und wer prägte ihn? In: Neue Zürcher Zeitung. 23. Januar 2021, abgerufen am 27. Oktober 2021.
  54. Steffen Zimmermann: Nathanael Liminski: Von der "Generation Benedikt" zu Armin Laschet. In: katholisch.de. 9. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  55. Stefan Küpper: Der Mann hinter Armin Laschet: Wer ist Nathanael Liminski? In: Augsburger Allgemeine. 24. September 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  56. Jochen Trum: Laschets Leute. In: Tagesschau. 11. Juli 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  57. NRW-Staatssekretär Liminski im Fernsehrat des ZDF. In: new-business.de. 23. Oktober 2017, abgerufen am 26. September 2018.
  58. a b Es knirscht im System. Im Lokalfunk drohen Zusammenlegungen. In: djv-Journal 6/2018 (PDF; 5,5 MB), S. 9.
  59. Plenarprotokoll 17/73 des Landtags Nordrhein-Westfalen vom 27. November 2019 (PDF; 1,6 MB), S. 74.
  60. Tom Sprenger, Stephan Munder: In Planung: UKW-Kette in NRW könnte ein Viertel der Einwohner erreichen. In: Radiowoche, 29. November 2019, abgerufen am 19. Januar 2021.
  61. „Das Potenzial von NRW ist riesig“. In: Film und Medien NRW 2/2019 (PDF; 5,9 MB), S. 18–19 (Interview mit Liminski).
  62. Ranking: Die 20 mächtigsten Strippenzieher in den Medien. 16. April 2020, abgerufen am 21. Januar 2021.
  63. Thomas Reisener: Kabinettsmitglieder melden 220 Tätigkeiten: NRW-Minister haben zahlreiche Nebenjobs. In: Kölnische Rundschau. 10. September 2018, abgerufen am 22. Januar 2021.
  64. a b c Daniel Kastner: 21 unter 21: Nathanael Liminski, flammender Papst-Fan. In: spiegel.de. 5. November 2007, abgerufen am 22. April 2021.
  65. Sebastian Weidemann: Laschets ordnende Hand. In: nd. 24. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  66. Andreas Pütmann: Der Fall Liminski: Wie der Glaube in der Politik Debatten aufheizt. In: katholisch.de. 11. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  67. Mariam Lau: Der Laschetmacher. In: ZEIT online. 11. April 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  68. NRW-Saatskanzleichef Liminski weist Nähe zum Opus Die zurück. In: RP online. 30. November 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  69. RNZ: Der Mann hinter Armin Laschet, vom 9. Februar 2021
  70. AfD-Politikerin sorgt für Aufsehen – Für Beatrix von Storch sind andere Meinungen oft „irre“. RP Online, 25. Januar 2016
  71. Martin Benninghoff, Opinion Club: Strammer Rechtsausleger. Kolumne des Manager Magazin, 12. Juni 2014
  72. Die Zeit: Dieses Deutschland wird es nie geben, vom 7. Juli 2021
  73. Gerhard Voogt: WDR-Rundfunkrat: SPD kritisiert CDU wegen erzkonservativem Kandidaten In: Kölner Stadt-Anzeiger, 14. Juli 2021, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  74. Hans Monath: Laschet als Ziel von „Negative Campaigning“ Die SPD bricht ein Tabu im Wahlkampf. In: tagesspiegel.de. 7. August 2021, abgerufen am 9. August 2021.
  75. Hans Monath: Die SPD bricht ein Tabu im Wahlkampf. In: Der Tagesspiegel. 7. August 2021, abgerufen am 11. April 2022.
  76. SPD greift in Wahlspot katholischen Mitarbeiter Laschets an – und wird dafür heftig kritisiert. In: Stern. 9. August 2021, abgerufen am 11. April 2022.
  77. Stefan Küpper: Der Mann hinter Armin Laschet: Wer ist Nathanael Liminski? In: Augsburger Allgemeine. 24. September 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  78. CDU fordert von SPD Zurückziehen von umstrittenem Werbespot. In: ZEIT online. 10. August 2021, abgerufen am 22. April 2022.
  79. Lukas Eberle: Wie der Laschet-Vertraute ein umstrittenes Zitat loswerden will. In: Der Spiegel. 11. Dezember 2021, abgerufen am 22. April 2022.