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Sankt Augustin

Stadt in Nordrhein-Westfalen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sankt Augustin
Sankt Augustin
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sankt Augustin hervorgehoben
Koordinaten: 50° 46′ N, 7° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 34,22 km2
Einwohner: 55.873 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1633 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53757
Vorwahl: 02241
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindeschlüssel: 05 3 82 056
Stadtgliederung: 8 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
53757 Sankt Augustin
Website: www.sankt-augustin.de
Bürgermeister: Klaus Schumacher (CDU)
Lage der Stadt Sankt Augustin im Rhein-Sieg-Kreis
Rheinland-PfalzBonnKölnKreis EuskirchenOberbergischer KreisRheinisch-Bergischer KreisRhein-Erft-KreisAlfterBad HonnefBornheim (Rheinland)EitorfHennef (Sieg)KönigswinterLohmarMeckenheim (Rheinland)MuchNeunkirchen-SeelscheidNiederkasselRheinbachRuppichterothSankt AugustinSiegburgSwisttalTroisdorfWachtbergWindeckKarte
Über dieses Bild

Sankt Augustin ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie entstand bei der nordrhein-westfälischen Gebietsreform 1969 und liegt im Verdichtungsraum Bonn. Namensgeber ist der Schutzpatron der ansässigen Steyler Missionare, der heilige Augustinus (354–430).

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Sankt Augustin liegt im Südosten der Kölner Bucht, genauer in der Siegniederung, einem weitgehend ebenen Bereich zwischen dem Rhein und den Ausläufern des Bergischen Landes sowie des Pleiser Hügellands. Im Westen grenzt es ohne geographische Trennung an den Bonner Stadtbezirk Beuel an, im Norden bildet der Unterlauf der Sieg eine natürliche Grenze zu Troisdorf und Siegburg, und der Beginn des Hügellandes markiert grob die Grenzen zu Hennef im Osten, Königswinter im Südosten und Bonn im Südwesten. Seinen höchsten Punkt erreicht das Stadtgebiet mit gut 151 m ü. NHN im Birlinghovener Wald nahe Schloss Birlinghoven, seinen niedrigsten mit gut 48 m ü. NHN[2] am Siegufer beim Ortsteil Meindorf.[3]

Die Ortsteile Hangelar mit Niederberg, Sankt Augustin-Ort, Niederpleis mit Schmerbroich und Mülldorf liegen entlang der Verbindungslinie Bonn–Siegburg. Sie bilden den bis auf kleinere Freiflächen durchgängig bebauten Hauptteil der Stadt. Nur Menden und Meindorf im Norden, Buisdorf im Osten und Birlinghoven im Süden sind durch größere Wiesen, Felder und im Falle Birlinghovens einen Wald abgesetzt. In Niederpleis erhält die Sieg ihren letzten linken Zufluss, den Pleisbach.

StadtgliederungBearbeiten

Sankt Augustin besteht aus acht Stadtbezirken, die nach der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung über einen eigenen Ortsvorsteher verfügen.

Stadtbezirk Einwohner(1) Fläche
in km²
Birlinghoven 01.952 3,2
Buisdorf 03.275 3,5
Hangelar (mit Niederberg) 09.195 6,7
Meindorf 02.929 2,1
Menden 10.229 7,2
Mülldorf 09.386 2,1
Niederpleis (mit Schmerbroich) 12.315 6,9
Sankt Augustin-Ort 06.556 2,6
(1) laut Stadtverwaltung im Juli 2007

GeologieBearbeiten

Der Untergrund besteht im Großteil des Stadtgebietes aus geologisch jungen (erst im Quartär entstandenen) Kies- und Sandablagerungen. Die Oberfläche bildet eine 0,5 bis 2 m dicke Hochflutlehmschicht, die in der Nähe der Flüsse und Bäche abgewaschen ist, die Aueböden sind somit nährstoffärmer. In den höheren Lagen im Südosten dominieren Sande, Tone und Tuffe mit einer bis zu 15 m dicken, für die Landwirtschaft sehr gut geeigneten Lößdecke.

GeschichteBearbeiten

In der Zeit vom 6. bis zum 9. Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebiete Franken in sogenannte Gaue (Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Das heutige Sankt Augustiner Stadtgebiet zählte zum Auelgau, der 722/723 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Der Sitz des Comes/Grafen war die Burg auf dem Michaelsberg in Siegburg. Mitte des 11. Jahrhunderts kam es zu einem Machtkampf zwischen Pfalzgraf Heinrich und Erzbischof Anno II. von Köln. Als Anno den Pfalzgrafen besiegte, gründete er auf dem Michaelsberg das Benediktinerkloster, die heutige Abtei Michaelsberg.

Das heutige Stadtgebiet war im Mittelalter ein ständiger Zankapfel zwischen den jeweils herrschenden Fürsten. Die Streitigkeiten zwischen dem Grafen von Sayn (Westerwald) und dem Grafen von Berg (Stammsitz bei Altenberg, später Burg an der Wupper) mündeten in der Tatsache, dass 1363 nach ursprünglicher Verpfändung die Herrschaft Blankenberg durch Nichteinlösung an den Grafen Wilhelm II. von Berg fiel.

Ende des 15. Jahrhunderts gehörte annähernd der gesamte heutige rechtsrheinische Rhein-Sieg-Kreis zum Herzogtum Berg. Dieses Herzogtum war verwaltungsmäßig in Ämter eingeteilt. Die Ämter waren ihrerseits in Honnschaften aufgeteilt.

Die Honnschaften Buisdorf, Mülldorf und Niederpleis waren dem Kirchspiel Niederpleis zugehörig. Meindorf, Obermenden und Niedermenden dem Kirchspiel Menden, Holzlar und Hangelar dem Kirchspiel Vilich und die Honnschaft Birlinghoven dem Kirchspiel Stieldorf. Sie alle zählten zum Amt Blankenberg.

Im Rahmen der Bildung des Rheinbundes kam das Herzogtum Berg 1806 unter französische Herrschaft. 1808 erfolgte eine einschneidende territoriale Neuordnung durch Napoleon. Die sogenannte Munizipalverwaltung wurde eingeführt. An der Spitze stand nunmehr ein Maire, ein Bürgermeister, der die kommunalen Geschäfte leitete. Nach dem Rückzug der französischen Truppen 1813 existierte für zwei Jahre lang eine provisorische Führung.

Im Jahre 1815 wurde das heutige Stadtgebiet vom Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugesprochen. Es zählte innerhalb der Rheinlande zur Provinz Jülich-Kleve-Berg und zum Kreis Siegburg (Zusammenlegung mit dem Kreis Uckerath 1825 zum Siegkreis) und nannte sich nunmehr Bürgermeisterei Menden (ab 1927 Amt Menden (Rheinland)).

Das 20. Jahrhundert hat für das heutige Sankt Augustiner Stadtgebiet mehrere kommunale Gebietsänderungen aufzuweisen.

Am 1. Juli 1906 wechselte der Ort Zange von der Gemeinde Mülldorf zur Stadt Siegburg. 1927 wird der Ortsteil Deichhaus, der bis dahin zur Gemeinde Buisdorf gehörte, auch der Stadt Siegburg übergeben. Beide Gemeinden erhalten von der Stadt Siegburg finanzielle Entschädigungen für den Gebietsverlust.

1935 werden die Gemeinden Ober- und Niedermenden zu Menden (Rheinland) zusammengelegt.

Folgende Gemeinden zählten nun zum Amt Menden: Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Menden, Mülldorf, Niederpleis und Holzlar. Friedrich-Wilhelms-Hütte, das zur Gemeinde Menden gehörte, fiel bei der letzten kommunalen Neugliederung 1969 an Troisdorf und Holzlar an Bonn. Birlinghoven gehörte bis 1969 zur Gemeinde Stieldorf.

Die Siegburger Bahn der Bonner Stadtbahn wurde 1911 in Betrieb genommen. Das Missionshaus St. Augustin gibt es seit 1913.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das heutige Stadtgebiet von Sankt Augustin durch Fliegerbomben und später durch Artillerie schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein beträchtlicher Teil der Zerstörung entstand in den letzten Kriegswochen durch deutsche Artillerie, als die Sieg südliche Frontlinie des Ruhrkessels war.[4]

In den 30er und 50er Jahren gab es bereits erfolglose Versuche, die Gemeinden des Amtes Menden zu einer Gemeinde zusammenzulegen. Im Zuge der Gebietsreform 1969 (Bonn-Gesetz) wurde diskutiert, das Gebiet des Amtes Menden auf die Städte Bonn, Siegburg und Troisdorf aufzuteilen. Man bevorzugte jedoch die Neugründung der Gemeinde Sankt Augustin am 1. August 1969 aus den bisher selbständigen Gemeinden Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Menden (Rheinland) und Siegburg-Mülldorf. Gebietsteile von Beuel (Landkreis Bonn), Holzlar und Stieldorf kamen hinzu.[5]

 
Stadtzentrum 2007

In den 1970er Jahren wurde auf dem Gebiet des Stadtteils Sankt Augustin-Ort ein Stadtzentrum mit Rathaus, Marktplatte, Einkaufszentrum und zahlreichen weiteren Büro- und Gewerbegebäuden gebaut. In den 80er Jahren wurde dem Stadtzentrum noch ein Hotel und ein Ärztehaus hinzugefügt. Außerhalb des Marktplatten-Ringes befinden sich noch das Postgebäude, das Finanzamt Sankt Augustin, das Rhein-Sieg-Gymnasium mit Aula, die Kinderklinik mit Herzzentrum und ein Altenheim.

In den 70er Jahren wurde das Schulzentrum Niederpleis gebaut mit einer Sechsfachsporthalle, einem Hallenbad, einer Haupt- und Realschule sowie dem Albert-Einstein-Gymnasium.

Am 6. September 1977 erhielt die Gemeinde Sankt Augustin die Stadtrechte.[6]

Mitte der 80er Jahre entstand die Autobahn A 560 entlang des alten Siegdammes. Sie verbindet seit 1988 die A 3 mit der A 59.[7]

Als weiteres großes Bauprojekt wurde die Zweigstelle der 1995 gegründeten Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Betrieb genommen. Das Hauptgebäude wurde 1999 eröffnet, ein Erweiterungsbau 2005.

ReligionBearbeiten

 
Luftaufnahme des Missionshauses der Steyler Missionare

In Sankt Augustin-Ort steht das Missionshaus St. Augustin der Steyler Missionare (SVD). Seit 1932 gehört zum Kloster eine Philosophisch-Theologische Hochschule. Während des Nationalsozialismus wurden die Steyler enteignet und vertrieben, kehrten aber 1945 wieder zurück und bauten die im Krieg beschädigten Gebäude wieder auf. Seitdem kamen viele weitere Gebäude und Institute hinzu, insbesondere 1973 das Ethnologische Museum „Haus Völker und Kulturen“, die Steyler Missionsprokur und die Steyler Bank.

Nach dem Missionshaus benannte sich zunächst die Siedlung, aus der der heutige Stadtteil Sankt Augustin-Ort hervorging, in St. Augustin. Bei Gründung der Gemeinde Sankt Augustin 1969 übernahm die Gemeinde und heutige Stadt diesen Namen.

Die katholische Pfarrkirche St. Martinus im Stadtteil Niederpleis gilt als ältestes Gebäude im Stadtgebiet.

Im Stadtgebiet gibt es mehrere katholische und evangelische Kirchengemeinden. Seit 1989 besteht auch eine Neuapostolische Kirche in der Stadt; das Kirchengebäude im Stadtteil Hangelar wurde 1995 geweiht. Die Kirche wurde inzwischen geschlossen, Gottesdienste finden in der Gemeinde Troisdorf statt.

Ursprünglich war geplant, die Abschlussmesse des Weltjugendtages 2005 mit Auftritt des Papstes auf den Wiesen des Hangelarer Flugplatzes stattfinden zu lassen, diese wurde letztlich auf das Marienfeld zwischen Kerpen und Frechen verlegt.

Im Stadtteil Niederpleis gibt es seit 2003 die Masjid-Salam-Moschee, die von einem marokkanischen Kulturverein unterhalten wird.[8]

PolitikBearbeiten

 
Das Sankt Augustiner Rathaus

StadtdirektorenBearbeiten

  • 1969–1977: Ulrich Syttkus (SPD)
  • 1977–1996: Walter Quasten (CDU)

BürgermeisterBearbeiten

Von März bis Mai 1995 war die Stadt ohne Rat und Bürgermeister, da bei der Kommunalwahl am 16. Oktober 1994 Unregelmäßigkeiten in mehr als der Hälfte der Wahlbezirke festgestellt worden waren und der Stadtrat die Wahl daher am 1. Februar 1995 für ungültig erklärt hatte. Bis zur Neuwahl am 14. Mai führte der vom Innenministerium berufene SPD-Landtagsabgeordnete Hans Jaax aus Troisdorf die Stadt kommissarisch.[9][10]

1996 wurde in Sankt Augustin die Doppelspitze abgeschafft. Anke Riefers (vorher ehrenamtliche Bürgermeisterin) wurde vom Rat der Stadt zur ersten hauptamtlichen Bürgermeisterin gewählt und damit Nachfolger von Stadtdirektor Quasten als Verwaltungschef.

  1. 1969–1989: Karl Gatzweiler (CDU) (Erster Ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin)
  2. 1989–1994: Wilfried Wessel (CDU) (Letzter Ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin)
  3. 1994–1995: Anke Riefers (SPD)
  4. 1995: Hans Jaax (SPD) (kommissarisch)
  5. 1995–1999: Anke Riefers (SPD)
  6. seit 1999: Klaus Schumacher (CDU)
Sitzverteilung im Stadtrat
       
Insgesamt 50 Sitze
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,87 % (2009: 54,57 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,17 %
32,17 %
11,19 %
5,25 %
3,83 %
1,75 %
3,65 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,17 %p
+4,64 %p
-0,28 %p
-5,66 %p
-0,02 %p
+0,03 %p
+2,64 %p

StadtratBearbeiten

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Sankt Augustin. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt[11].

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Das Stadtwappen zeigt im Schildhaupt in Silber (Weiß) einen schreitenden, doppeltgeschwänzten, blau bewehrten, blau bezungten und blau gekrönten roten Löwen; darunter ein von blau nach silber (weiß) 16-fach geschachtes Feld.“
Wappenbegründung: Durch kommunale Neugliederung (Bonn-Gesetz vom 10. Juni 1969) wurden die Gemeinden Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Menden (Rheinland), Niederpleis, Siegburg-Mülldorf sowie die Ortschaft Birlinghoven zur Gemeinde Sankt Augustin zusammengeschlossen. Die neu entstandene Gemeinde übernahm das Wappen, das 1936 der Oberpräsident dem Amt Menden verliehen hatte. Es zeigt den Bergischen Löwen als Hinweis auf den alten Landesherrn, den Herzog von Berg; das Schachmuster entstammt dem Wappen der Ortsherren von Menden.

Kinder- und Jugendparlament / JugendstadtratBearbeiten

Das Kinder- und Jugendparlament besteht seit 1991.

Im Jahr 2010 wurde der erste Jugendstadtrat gewählt, für den Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren stimmberechtigt sind. Derzeit (2015 [veraltet]) ruht die Arbeit des Jugendstadtrates, da sich zur Wahl 2014 nicht genügend Kandidaten gemeldet hatten.[12]

Am 17. November 2011 feierte das Kinder- und Jugendparlament sein 20-jähriges Bestehen und seine 40. Sitzung im Rahmen einer Jubiläumssitzung.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Sankt Augustin unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Sankt Martinus
 
Schloss Birlinghoven

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Stieleiche im Birlinghovener Wald[13]

BauwerkeBearbeiten

Erhaltene Altstadtteile mit rheinischen Fachwerkhäusern gibt es in Birlinghoven, Buisdorf, Hangelar, Menden und Niederpleis. Das älteste Gebäude der Stadt ist die Pfarrkirche Sankt Martinus in Niederpleis, die in Teilen bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht; in diesem Ortsteil finden sich auch ein Rittersitz und eine historische Mühle. Das Schloss Birlinghoven wurde von 1901 bis 1903 im Stil englischer Landschlösser erbaut, zu ihm gehören eine Orangerie und eine in den Birlinghovener Wald übergehende Parkanlage. Momentan gehört das Schloss zum Campus des Fraunhofer Institutszentrums Birlinghoven und ist nicht ohne vorherige Ankündigung zu besichtigen.

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

Sankt Augustin liegt am Ostrand des „Grünen C“, einem lose zusammenhängenden Grünflächenverbund, dessen unkonventionelle, aber teure Beschilderung und Ausgestaltung etliche Kritik auf sich gezogen hat.

MuseenBearbeiten

Über die Stadt hinaus bekannt ist das Haus Völker und Kulturen der Steyler Missionare, seine Schwerpunkte liegen auf Exponaten aus Schwarzafrika, Papua-Neuguinea, China und Äthiopien.

Kulturelles AngebotBearbeiten

Theater-, Kabarett- und Musikveranstaltungen finden im Schloss Birlinghoven, dem Haus Menden, den Aulen der Schulen und diversen kleineren Einrichtungen statt.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Wie überall im Rheinland wird in Sankt Augustin Karneval gefeiert. Die Tollitäten sind das Prinzenpaar der Stadt Sankt Augustin, das Prinzenpaar von Menden und das Kinderprinzenpaar von Meindorf (Prinz und Prinzessin). Es gibt einen Hauptzug in Sankt Augustin am Karnevalssonntag, der von Niederpleis über Mülldorf nach Sankt Augustin-Ort verläuft, sowie Stadtteilzüge in Birlinghoven (Sonntagmorgen), Hangelar (Sonntagmorgen), Meindorf (Rosenmontag) und Menden (Rosenmontag).

Zusätzlich finden sich jedes Jahr an Weiberfastnacht (Donnerstag) mehrere tausend Jugendliche zur großen Weiberfastnachtsparty auf der Marktplatte (Karl-Gatzweiler-Platz) zusammen. Traditionell finden an diesem Tag auch die Weibersitzungen in den Ortsteilen Menden, Meindorf und Hangelar statt. Jedes Jahr am Karnevalsfreitag ist die Rathauserstürmung. Ansonsten findet der Karneval natürlich auch in den Kneipen und Veranstaltungsstätten statt.

Zu Frühlingsbeginn veranstaltet der Hangelarer Werbekreis die Hangelarer Lichternacht[14] zu der die Kölnerstrasse gesperrt und extra beleuchtet wird, damit man die längeren Öffnungszeiten der Geschäfte genießen kann.

Im Frühsommer veranstaltet der TV Hangelar seit 2010 ein Familiensportfest unter dem Motto „Familien in Bewegung“ auf dem Sportplatz im Ortsteil Hangelar.

Regelmäßig im Juni veranstalten die Biker der in Sankt Augustin ansässigen Bundespolizei das „Bikercamp“.[15] Motorradfahrer aus der Umgebung treffen sich für ein Wochenende auf dem Gelände des Flugplatzes in Sankt Augustin Hangelar zu „Benzingesprächen“, zu Musik und zum Feiern. Dieses Treffen findet seit 2005 statt und hat seinen Höhepunkt jeweils am Samstag mit einem gemeinsamen Motorradkorso durch Sankt Augustin. Das Bikerfest 2015 wurde aus „terminlichen“ Gründen abgesagt. 2016 fand das Bikercamp wieder statt.

Im September findet das überregional bekannte Straßenfest „Hangelarer Spektakel“ auf der Kölnstraße im Ortsteil Hangelar statt.

Im Oktober findet seit 1981 ein Volkslauf „Rund um den Flugplatz“ (Bonn/Hangelar – BNJ) mit Strecken über 400 m, 800 m, 5 km sowie dem 10-km-Volkslauf statt. Veranstalter ist der TV Hangelar. Start und Ziel ist der Sportplatz im Ortsteil Hangelar.

Im November findet jährlich in den Sporthallen am Rhein-Sieg-Gymnasium eine kostenlose Schauturnveranstaltung des TV Hangelar statt.

Die DLRG Sankt Augustin e. V. veranstaltet seit 2010 regelmäßig einmal im Jahr ein 24-Stunden-Schwimmen im Freibad, zu dem auch Schwimmer aus anderen Regionen anreisen.

In den Ortsteilen gibt es zudem zahlreiche weitere Feste wie Kirmes, Pfarrfeste, Schützenfeste, Vereinsfeste und Feuerwehrfeste.

2014 findet im Frühjahr zum dritten Mal die Legoausstellung „ABSolut Steinchen“ in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Campus Sankt Augustin statt. Nationale und internationale Legobauer stellen an einem Wochenende ihre eigenen Creationen (MOCs) aus.

Alle 3 Jahre findet zudem das Sankt Augustiner Klosterfest im Missionshaus St. Augustin der Steyler Missionare statt. Dies ist das größte Missionsfest Deutschlands.[16]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

Die B 56 verbindet Sankt Augustin mit Bonn und Siegburg. Drei Autobahnanbindungen an die A 560 gibt es in Menden, Mülldorf und Niederpleis, eine an die A 59 nahe Hangelar in Bonn. Im Osten tangiert die A 3 Sankt Augustin und ist über die Anschlussstelle zur A 560 in Niederpleis unmittelbar angebunden.

In der Stadt waren am 1. Januar 2015 33.573 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 29.782 Pkw.[17]

StadtbahnBearbeiten

Die Strecke der Siegburger Bahn verbindet die Stadt Sankt Augustin mit der Kreisstadt Siegburg sowie mit der Bundesstadt Bonn und im weiteren Streckenverlauf mit Königswinter und Bad Honnef über die Linie 66. An Schultagen verkehrt außerdem die Linie 67 in Richtung Bonn-Bad Godesberg. Haltestellen im Stadtgebiet sind Sankt Augustin Mülldorf, Sankt Augustin Zentrum, Sankt Augustin Kloster, Sankt Augustin Ort, Hangelar Ost, Hangelar Mitte und Hangelar West.

EisenbahnBearbeiten

Die rechte Rheinstrecke führt ebenfalls durch Sankt Augustin, an dieser liegt im Stadtgebiet der Haltepunkt Menden (Rheinland). Des Weiteren führt die eingleisige Kleinbahn Beuel–Großenbusch der Rhein-Sieg-Eisenbahn von Bonn-Beuel in den Stadtteil Hangelar, auf der Strecke findet zu Pützchens Markt Personenverkehr statt. In unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt und über die Stadtbahn angeschlossen befindet sich der ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn.

Am Haltepunkt Menden (Rheinl) halten folgende Bahnlinien:

Linie Linienverlauf Takt
RB 27 Rhein-Erft-Bahn:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Porz (Rhein) – Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) – Bad Hönningen – Rheinbrohl – Leutesdorf (Rhein) – Neuwied – Urmitz Rheinbrücke – Koblenz-Lützel – Koblenz Stadtmitte – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
RE 8 Rhein-Erft-Express:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte (Mo–Fr einzelne Züge) – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) (Mo–Fr einzelne Züge) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) (Mo–Fr je zwei Züge) – Bad Hönningen – Rheinbrohl (Mo–Fr einzelne Züge) – Leutesdorf (Rhein) (Mo–Fr einzelne Züge) – Neuwied – Engers – Vallendar – Koblenz-Ehrenbreitstein – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min

BusBearbeiten

Folgende Buslinien bedienen Sankt Augustin:

Linie Linienverlauf
508 Troisdorf – Menden – Sankt Augustin-Zentrum
512 Siegburg Bhf – Niederpleis – Birlinghoven – Ittenbach
513 Siegburg Bhf – Niederpleis – Birlinghoven – Oberpleis
516 Hennef – Birlinghoven – Vilich-Müldorf
517 St. Augustin Bus: Meindorf – Menden – Zentrum – Niederpleis – Hangelar
527 Hennef – Buisdorf – Siegburg
529 Bonn – Sankt Augustin – Hennef
535 Siegburg Bhf – Zentrum – Oberpleis
635 (SWB Bus) Ramersdorf – Hangelar
636 (SWB Bus) Konrad-Adenauer-Platz – Schloss Birlinghoven – Hangelar
640 (SWB Bus) Siegburg – Mülldorf – Menden – Meindorf – Bonn

Wichtige Umsteigestationen sind Sankt-Augustin-Zentrum, Menden-Markt und Niederpleis Schulzentrum.

Wichtigste interkommunale Busverbindung ist die Linie 640 von Siegburg über Sankt Augustin bis Bonn Hauptbahnhof.

LuftverkehrBearbeiten

In Sankt Augustin befindet sich der Flugplatz Hangelar, der älteste noch betriebene Flugplatz in Deutschland.[18]

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Köln/Bonn.

SonstigesBearbeiten

 
Blick über die Marktplatte

Sankt Augustin ist Teil des Tarifgebiets im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Am 11. Dezember 2014 unterschrieben das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Bahn AG und der Zweckverband Nahverkehr Rheinland einen Vertrag, dass Bonn direkt an den Flughafen Köln/Bonn und den Kölner Hauptbahnhof über die rechtsrheinische Schiene angeschlossen wird. Die S-Bahn-Linie 13, welche jetzt (2016) in Troisdorf endet, soll damit u. a. um Haltestellen in Sankt Augustin-Menden und Bonn-Beuel erweitert werden und in Bonn-Oberkassel enden. Eine Anbindung an den Bonner Hauptbahnhof ist nicht möglich, da Bonn keine Eisenbahnbrücke besitzt. Das Projekt wird derzeit (2015 [veraltet]) mit 434 Mio. Euro beziffert. Erste Bauarbeiten haben unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung begonnen und sollen 2030Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren abgeschlossen sein.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In Sankt Augustin existieren mehrere Gewerbegebiete mit Industriebetrieben, im Maschinenbausektor zum Beispiel die Kuhne GmbH. Das Sägewerk Füssenich, das Eicheschnittholz produziert, sowie die Sägewerk Buchen GmbH, die sich verstärkt dem Thema erneuerbare Energie widmet (Pellets, Kaminholz, Briketts), gehören zur holzverarbeitenden Industrie. Der HUMA Einkaufspark ist eines der größten Einkaufszentren der Region, größte Mieter sind Real, Saturn und Intersport. Mit Fahrrad Feld ist in Sankt Augustin der derzeit (2015 [veraltet]) größte Fahrradhändler Nordrhein-Westfalens in Sankt Augustin beheimatet. Der Flugplatz Bonn/Hangelar ist der größte Segelflugplatz der Region und gilt als einer der ältesten Flugplätze Deutschlands. Die einzige Missionsbank in Deutschland, die Steyler Bank, hat ihren Unternehmenssitz in der Stadt.

 
HUMA-Einkaufspark

ForschungBearbeiten

Sankt Augustin ist Sitz des Instituts für Arbeitsschutz (IFA), eines Forschungs- und Prüfinstituts der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Auf dem Campus von Schloss Birlinghoven sind drei Fraunhofer-Institute (ehemals Institute der GMD) angesiedelt:

BildungBearbeiten

Seit 1932 ist Sankt Augustin Sitz der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD der Steyler Missionare. Seit 1995 hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit den vier Fachbereichen „Wirtschaftswissenschaften“, „Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus“, "Sozialpolitik und Soziale Sicherung" sowie „Informatik“ ihren Sitz in der Stadt.

Darüber hinaus weist Sankt Augustin folgende Schulen auf:

  • Albert-Einstein-Gymnasium
  • Rhein-Sieg-Gymnasium
  • Fritz-Bauer-Gesamtschule Sankt Augustin
  • Realschule Niederpleis
  • Hauptschule Niederpleis
  • Heinrich-Hanselmann-Schule (Förderschule für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
  • Gutenbergschule (Förderschule für den Förderschwerpunkt Lernen)
  • Astrid-Lindgren-Schule (Schule für Kranke)
  • Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Sankt Augustin
  • Freie Waldorfschule Sankt Augustin

sowie acht Grundschulen:

  • Katholische Grundschule Buisdorf
  • Evangelische Grundschule Hangelar
  • Katholische Grundschule Hangelar
  • Katholische Grundschule Meindorf
  • Gemeinschaftsgrundschule Menden (Max & Moritz Schule)
  • Katholische Grundschule Sankt Augustin Mülldorf
  • GGS Niederpleis, Am Pleiser Wald
  • Gemeinschaftsgrundschule Sankt Augustin-Ort (Hans-Christian-Andersen-Schule)

Bis 2014 gab es die GGS „Freie Buschstraße“ in Niederpleis. Diese Schule wurde aufgrund zu geringer Schülerzahlen geschlossen.

Außerdem gibt es verschiedene Einrichtungen der Berufsbildung und sonstigen Weiterbildung:

Verbände, Körperschaften und sonstige VereinigungenBearbeiten

Insbesondere aufgrund der Nähe zum früheren Regierungssitz und zur heutigen Bundesstadt Bonn ist Sankt Augustin Standort mehrerer bundesweit tätiger Vereinigungen und Standort von Bundesbehörden selbst. Die bekannteste Einrichtung ist der Hauptstandort der Bundespolizei im Stadtteil Hangelar. Nur eine Einrichtung der Bundeswehr befindet sich noch in der Stadt. Sankt Augustin war bis 2017 außerdem Sitz des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, der das älteste Umweltzeichen der Welt verleiht, den Blauen Engel[19].

Die Kinderklinik in Sankt Augustin-Ort genießt in der Region ein großes Ansehen. In ihr ist außerdem eines der vier deutschen Kinderherzzentren untergebracht.

Brand- und BevölkerungsschutzBearbeiten

Die Freiwillige Feuerwehr hat 243 Mitglieder (Stand: Oktober 2016), die in sechs Standorten organisiert sind

  • Löschzug Mülldorf
  • Löschgruppe Hangelar
  • Löschzug Menden
  • Löschgruppe Meindorf
  • Löschgruppe Niederpleis
  • Löschgruppe Buisdorf

Ebenfalls unterhält die Feuerwehr in jedem Standort eine eigene Jugendfeuerwehr. Die besondere Gefahrenlagen durch Chemieunternehmen, ein großes Einkaufszentrum, Seniorenheime, Krankenhäuser, kleine sowie große Gewerbebetriebe und Verkehrsobjekte wie den Hangelarer Flugplatz, die ICE-Strecke Rhein-Main, mehrere Zugstrecken und Autobahnen sowie Wohngebiete und weitläufige Wald- und Naturlandschaften bilden ein großes Spektrum für potenzielle Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin.[20]

BundeseinrichtungenBearbeiten

Vereinigungen und VerbändeBearbeiten

Sankt Augustin ist Sitz nachstehender bundesweit tätiger Einrichtungen:

Kirchliche GemeinschaftenBearbeiten

Nachstehende kirchliche Einrichtungen finden sich in Sankt Augustin[23]

  • Katholischer Seelsorgebereich Sankt Augustin (umfasst alle katholischen Kirchen)
  • Evangelische Kirchengemeinde Sankt Augustin Niederpleis und Mülldorf
  • Evangelische Kirchengemeinde Menden und Meindorf[24]
  • Evangelische Kirchengemeinde Sankt Augustin
  • Evangelische Kirchengemeinde Hangelar
  • Freie evangelische Gemeinde Rhein-Sieg
  • Evangeliums-Christen-Baptistengemeinde Sankt Augustin

PersönlichkeitenBearbeiten

In Sankt Augustin geborenBearbeiten

  • Theodor Peters (1841–1908), Ingenieur, geboren in Menden
  • Wendelin Hinterkeuser (1851–1921), Ordensgeistlicher der Franziskaner, geboren in Menden
  • Hans Gronewald (1893–1972), Politiker (NSDAP), Reichstags- und Landtagsmitglied, geboren in Buisdorf
  • Gabriel Saal (1901–1966), Politiker (NSDAP) und Reichstagsabgeordneter, geboren in Niederpleis
  • Albert Falderbaum (1913–1961), Kunstflieger, geboren in Niederpleis
  • Franz Huhn (* 1951), Bürgermeister von Siegburg, geboren in Niederpleis

Mit Sankt Augustin verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hermann Buschmann (1886–1979), Bergmann und Gewerkschafter, gestorben in Sankt Augustin
  • Hans Schmauch (1887–1966), Philologe, Landeshistoriker des Ermlands und Westpreußens, gestorben in Sankt Augustin
  • Erich Hampe (1889–1978), Offizier, Herausgeber und Fachbuchautor, gestorben in Hangelar
  • Josef Butz (1891–1989), Musikverleger, Komponist und Musikwissenschaftler, betrieb den Musikverlag Dr. J. Butz in Meindorf
  • Friedrich Gramsch (1894–1955), Ministerialdirektor zur Zeit des Nationalsozialismus, gestorben in Sankt Augustin
  • Curt Englaender (1902–1983), Jurist und NS-Funktionär, 1939 bis 1945 Bürgermeister des Amtes Menden
  • Friedrich Deisenroth (1903–1997), Dirigent, Komponist und Musikoffizier der Bundeswehr, lebte in Sankt Augustin
  • Heinrich Otto Schröder (1906–1987), Philologe, gestorben in Sankt Augustin
  • Joseph Henninger(1906–1991), römisch-katholischer Priester, gestorben in Sankt Augustin
  • Peter Josef Breuer (1908–1991), Grafiker, gestorben in Sankt Augustin
  • Arnold Norbert Burgmann (1909–1987), römisch-katholischer Priester, Rektor des Missionspriesterseminars der Steyler Missionare
  • Wilhelm Saake (1910–1983), römisch-katholischer Priester und Ethnologe, Direktor des Anthropos-Institutes
  • Johannes Fleckner (1911–2003), römisch-katholischer Theologe, gestorben in Sankt Augustin
  • Yrsa von Leistner (1917–2008), Künstlerin, lebte und arbeitete mehr als vierzig Jahre in Sankt Augustin
  • Karl Müller (1918–2001), Missionswissenschaftler, gestorben in Sankt Augustin
  • Paul Kieras (1918–1997), Oberkreisdirektor des Siegkreises und des Rhein-Sieg-Kreises, gestorben in Sankt Augustin
  • Franz Hoenen (1919–1997), römisch-katholischer Bischof, gestorben in Sankt Augustin
  • Wolfgang Rutschke (1919–1996), Politiker (FDP/DVP), Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Bundesinnenministerium, gestorben in Sankt Augustin
  • Gerhard Fritz (1921–1984), Politiker (CDU), Bundestagsabgeordneter, gestorben in Sankt Augustin
  • Manfred Klein (1925–1981), politischer Häftling in der DDR, gestorben in Sankt Augustin
  • Helmut Rohde (1925–2016), Politiker (SPD), Bundesbildungsminister, gestorben in Sankt Augustin
  • Carl Adam Petri (1926–2010), Informatiker, leitete von 1968 bis 1991 ein Institut im GMD-Forschungszentrum Informationstechnik
  • Gábor Benedek (* 1927), ungarischer Olympiasieger im Modernen Fünfkampf, lebt in Sankt Augustin
  • Karl Heinz Hansen (1928–1970), Chemiker, gestorben in Sankt Augustin
  • Sieghardt von Köckritz (1928–1996), Ministerialbeamter, gestorben in Sankt Augustin
  • Franz Möller (1930–2018), Politiker (CDU), Bundestagsabgeordneter und Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, lebte viele Jahre in Hangelar
  • Hannes Sautter (1931–2012), Generalstabsarzt der Bundeswehr, gestorben in Sankt Augustin
  • Uwe Lüthje (1931–2003), langjähriger Bevollmächtigter der CDU-Schatzmeisterei, Schlüsselperson der CDU-Spendenaffäre, gestorben in Sankt Augustin[25]
  • Klaus Förster (1933–2009), Steuerfahnder beim Finanzamt Sankt Augustin, deckte die Flick-Affäre auf
  • Klaus Kinkel (1936–2019), Politiker, ehemaliger Justiz- und Außenminister, lebte in Schmerbroich
  • Heinrich Wamhoff (1937–2014), Biochemiker, gestorben in Sankt Augustin
  • Klaus Schlaich (1937–2005), Rechtswissenschaftler, gestorben in Sankt Augustin
  • Giovanni Früh (1937–2003), Schweizer Schauspieler, gestorben in Sankt Augustin
  • Heribert Bettscheider (1938–2007), römisch-katholischer Theologe, gestorben in Sankt Augustin
  • Manfred Overhaus (* 1939), ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, lebt in Sankt Augustin
  • Karl Lennartz (1940–2014), Sporthistoriker, 1972 bis 2009 Kommunalpolitiker der SPD im Stadtrat und Vize-Bürgermeister
  • Hein Mück (* 1940), ehemaliger Boxer, lebt in Mülldorf
  • Anke Riefers (* 1940), ehemalige Bürgermeisterin
  • Ulrich Nonn (* 1942), Historiker, ehemaliger Lehrer des Albert-Einstein-Gymnasiums
  • Dieter Dowe (* 1943), Historiker, lebt in Sankt Augustin
  • Frithjof Kühn (* 1943), ehemaliger Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, lebt in Hangelar
  • Manfred Schell (* 1944), Journalist, lebt in Sankt Augustin
  • Ingrid Matthäus-Maier (* 1945), Politikerin und Bankmanagerin, lebt in Birlinghoven
  • Hans-Heinrich Dieter (* 1947), ehemaliger Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, lebt in Sankt Augustin
  • Hans Fröhlich (1947–2016), Geodät und Hochschullehrer, lebte in Meindorf
  • Rudolf Kowalski (* 1948), Schauspieler, lebt in Sankt Augustin
  • Jürgen Liminski (* 1950), Journalist, lebt in Hangelar
  • Roderich Egeler (* 1950), ehemaliger Präsident des Statistischen Bundesamtes, lebt in Sankt Augustin
  • Rumjana Zacharieva (* 1950), Schriftstellerin, lebt in Sankt Augustin
  • Gerd Brockmann (* 1951), Politiker (SPD), ehemaliger Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Sankt Augustin
  • Walther Otremba (* 1951), Politiker (CDU), ehemaliger Staatssekretär in mehreren Bundesministerien, lebt in Sankt Augustin
  • Ute Wessel (* 1953), Olympia-Goldmedaillengewinnerin im Fechten, Lehrerin am Rhein-Sieg-Gymnasium
  • Bernd Werle (* 1955), Theologe und Ordensgeistlicher der Steyler Missionare, Pfarrvikar in Mülldorf[26]
  • Christopher Metz (* 1955), Direktor des Sächsischen Landtages, von 1989 bis 1997 Pressesprecher der Stadt Sankt Augustin
  • Jiří Nečas (1955–2018), Künstler, lebte in Sankt Augustin
  • Gabriele Heider (* 1956), Künstlerin, lebt und arbeitet in Sankt Augustin
  • Klaus Schumacher (* 1957), Bürgermeister
  • Eva Scheurer (* 1958), Schauspielerin, lebt in Sankt Augustin
  • Ursula Nothelle-Wildfeuer (* 1960), römisch-katholische Theologin, Mitglied des Pfarrgemeinderats in Sankt Augustin
  • Jacqueline Kraege (* 1960), ehemalige Staatssekretärin in Rheinland-Pfalz, machte in Sankt Augustin ihr Abitur
  • Bernd Schumacher (* 1960), Medienunternehmer, in Sankt Augustin aufgewachsen
  • Jörg Kuhn (* 1961), Kunsthistoriker, lebte von 1964 bis 1984 in Sankt Augustin
  • Axel Werner (* 1964), römisch-katholischer Theologe, ehemaliger Kaplan in Hangelar und Sankt Augustin-Ort
  • Georg Schwikart (* 1964), Theologe und Autor, lebt in Hangelar
  • Andrea Stullich (* 1965), Landtagsabgeordnete (CDU), in Hangelar aufgewachsen
  • Bettina Bähr-Losse (* 1967), Politikerin (SPD), ehemalige Bundestagsabgeordnete und Ratsmitglied
  • Sven Plöger (* 1967), Meteorologe und Moderator, in Menden aufgewachsen
  • Luciana Diniz (* 1970), brasilianische Springreiterin, lebt in Sankt Augustin
  • Simone Luedtke (* 1971), Politikerin (Die Linke), in Sankt Augustin aufgewachsen
  • Christoph Danne (* 1976), Lyriker, Herausgeber und Verleger, machte sein Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium
  • Judith Merchant (* 1976), Autorin, in Sankt Augustin aufgewachsen
  • Sameena Jehanzeb (* 1981), Schriftstellerin und Illustratorin, in Sankt Augustin aufgewachsen
  • Ali Dogan (* 1982), Politiker (SPD) und Dezernent der Stadt Sankt Augustin
  • Benedikt Fernandez (* 1985), ehemaliger Fußballtorwart, spielte beim TuS Buisdorf
  • Nathanael Liminski (* 1985), Politiker (CDU) und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, in Hangelar aufgewachsen
  • Patricia Hanebeck (* 1986), Fußballspielerin, spielte beim ASV Sankt Augustin und ist in Mülldorf aufgewachsen
  • Barbara Knauf (* 1987), mehrfache deutsche Meisterin im Brettspiel Go, lebt in Sankt Augustin
  • Lukas Kübler (* 1992), Fußballspieler, spielte in der Jugend beim VfR Hangelar

SportvereineBearbeiten

In Sankt Augustin gibt es 62 Sportvereine und mehrere kommerzielle Sportstudios. 14.100 Sportler sind in den Sportvereinen organisiert. Dachverband ist der seit 2002[27] bestehende Stadtsportverband Sankt Augustin e. V. Die größten Sportvereine sind der ASV Sankt Augustin mit 1.650 Mitgliedern und der TV Hangelar mit 1056 Mitgliedern. Die ältesten Sportvereine wurden um die Jahrhundertwende gegründet: TuS Buisdorf 1900, TuS Niederpleis 1901 und VfL Sankt Augustin 1902. Sportangebote in den Vereinen sind Fußball, Handball, Leichtathletik, Turnen, Gymnastik, Schwimmen, Tischtennis, Judo, Tennis, Fechten, Tanzen, Reiten, Golf, Schützen, Luftsport, Schach und Sport für Behinderte.

Sankt Augustin war einmal eine Hochburg des Handballs mit dem TuS Niederpleis in der Regionalliga-West. Heute (2015 [veraltet]) sind es die Frauen des FC Sankt Augustin, die in der Regionalliga-West Fußball spielen. Die Tennisspieler von Rot-Weiß Hangelar sind in der Regionalliga-West vertreten. Der 1. PBC Sankt Augustin spielt in der 1. Poolbillard-Bundesliga und wurde 2019 erstmals Deutscher Meister.[28] Alle anderen Wettkampfmannschaften der Stadt spielen nur in den unteren Klassen. Aus Sankt Augustin kommen einige auch international bekannte Sportler:

Literatur und QuellenBearbeiten

  • Hans Luhmer: Von der Bürgermeisterei Menden zur Gemeinde Sankt Augustin. In: Stadtarchiv Sankt Augustin (Hrsg.): Beiträge zur Stadtgeschichte. Heft 20, Sankt Augustin 1994, ISSN 0936-3483.
  • Martin H. W. Möllers: Neue Mittelstädte im suburbanen Raum. Kommunale Neugliederung, wirtschaftlicher Wandel und politisch-administrative Stadtentwicklungssteuerung – untersucht am Beispiel von Erftstadt und Sankt Augustin. Dortmund 1996, ISBN 3-929797-26-7.
  • Martin H. W. Möllers: 20 Jahre Stadtrechte und Stadtzentrum Sankt Augustin. In: Stadtarchiv Sankt Augustin (Hrsg.): Beiträge zur Stadtgeschichte. Heft 27, Rheinlandia Verlag Klaus Walterscheid, Siegburg 1997, ISSN 0936-3483, ISBN 3-931509-35-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2017 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Angabe gemäß Deutscher Grundkarte 1:5.000
  3. Zahlen - Daten - Fakten, Stadt Sankt Augustin
  4. Stadtarchiv Sankt Augustin: Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Amt Menden/Rheinland. In: Beiträge zur Stadtgeschichte, Heft 43, Siegburg 2005, ISSN 0936-3483, ISBN 3-935005-89-X
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, DNB 107824388, S. 85.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 303.
  7. Landschaftsverband Rheinland – Rheinisches Autobahnamt Köln: A 560 Bundesautobahn St. Augustin–Hennef, Köln 1988
  8. Moschee in Sankt Augustin
  9. Achim Hermes: Eine Stadt ohne Rat. In: Die Zeit. 24. März 1995, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 29. März 2019]).
  10. Dominik Pieper: Wiederholung der Kommunalwahl vor 20 Jahren - Als ein Troisdorfer in Sankt Augustin regierte. In: General-Anzeiger Bonn. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, Bonn 31. März 2015 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 29. März 2019]).
  11. Stadt Sankt Augustin. Ratswahl – Gesamtergebnis. 25. Mai 2014, abgerufen am 27. Oktober 2014.
  12. Jugendstadtrat. Stadt Sankt Augustin, abgerufen am 24. Februar 2015.
  13. Naturdenkmäler (Memento vom 22. April 2012 im Internet Archive) (Liste des Rhein-Sieg-Kreises)
  14. Homepage des Werbekreises Hangelar. Hangelarer Lichternacht
  15. Bundespolizeibiker Camp. Biker in der Bundespolizei, abgerufen am 24. Februar 2015.
  16. Franziska Bähr: Steyler Missionare in Sankt Augustin – „De Räuber“ spielen beim Klosterfest. In: General-Anzeiger (Bonn). 9. Juni 2016, abgerufen am 26. März 2018.
  17. Mobilität in Nordrhein-Westfalen – Daten und Fakten 2015/2016. In: Straßenverkehr. Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, S. 66; abgerufen am 31. März 2018 (PDF; 14 MB, Bestände am 1. Januar 2015).
  18. Stadt Sankt Augustin: Sehensw. Flugplatz Hangelar. 13. November 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  19. Blauer Engel aus Sankt Augustin. In: General-Anzeiger (Bonn). Abgerufen am 5. Januar 2012.
  20. Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin. Abgerufen am 31. Oktober 2016.
  21. Bundeswehramt für Logistik verabschiedet sich mit großem Appell, General-Anzeiger, 26. Oktober 2012
  22. Michael Lehnberg: Medienzentrale der Bundeswehr in Sankt Augustin. Interview mit Leiter Matthias Boehnke: „Ich bin traurig“. In: General-Anzeiger (Bonn). 31. Dezember 2014, abgerufen am 24. Februar 2015.
  23. Stadt Sankt Augustin: Herzlich willkommen. In: www.sankt-augustin.de. 7. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.
  24. Ev. Kirchengemeinde – Menden und Meindorf. In: Ev. Kirchengemeinde. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  25. Edgar Bauer: Der treue Mann für dunkle CDU-Kassen - Uwe Lüthje tot. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 3. März 2003, abgerufen am 2. März 2019 (deutsch).
  26. Martina Welt: Pater Bernd Werle wird Vikar in Mülldorf. In: General-Anzeiger (Bonn). Abgerufen am 26. September 2018.
  27. Stadtsportverband Sankt Augustin e. V. – Wir über uns. Abgerufen am 8. September 2010.
  28. BillardArea: PBC St. Augustin Deutscher Meister. Abgerufen am 20. April 2019.
  29. FOCUS Online: Poolbillard: Youngster Filler überraschend Weltmeister. Abgerufen am 21. Dezember 2018.