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Siegburger Bahn
Strecke der Siegburger Bahn
Karte der Siegburger Bahn
Kursbuchstrecke (DB):467[1]
Streckenlänge:11,3 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Zweigleisigkeit:durchgehend
Stromsystem: 1000 V = (1911–1961)

600 V = (1961–1974)
750 V = (ab 1974)[2]

Eröffnung: 5. September 1911[2]
Stationen: 15
Fahrzeit: 25 Minuten
   
Stammstrecke 16 63 66
   
620,0 Bonn Hauptbahnhof 18
   
Rheinuferbahn 16 63, Vorgebirgsbahn 18
   
Stadtbahntunnel Bonn
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von Hbf/Dottendorf 61 62
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620,7 Stadthaus
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620,8
   
Landgericht
   
620,9 nach Auerberg 61
   
621,2 Bertha-von-Suttner-Platz/Beethovenhaus
   
621,8 Kennedybrücke
   
Konrad-Adenauer-Platz (alt)
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622,3
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622,4 Konrad-Adenauer-Platz
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Siebengebirgsbahn nach Oberkassel 62
   
623,4 Adelheidisstraße
   
623,9 Gartenstraße
   
623,9 Vilich
   
624,2 Rechte Rheinstrecke
   
624,8 A 59
   
625,2 Am Herrengarten
   
625,2 Vilich-Müldorf
   
625,7 Bundesgrenzschutzstraße
   
626,1 Hangelar West
   
626,1 Händelstraße
   
626,5 Richthofenstraße
   
626,7 Hangelar Mitte
   
626,7 Udetstraße
   
626,9 Graf-Zeppelin-Straße
   
627,2 Bruno-Werntgen-Straße
   
627,2 Hangelar Ost
   
628,2 Sankt Augustin Ort
   
628,2 Husarenstraße
   
628,8 Arnold-Janssen-Straße
   
628,9 Sankt Augustin Kloster
   
629,1 Ost-West-Spange
   
629,2 Sankt Augustin Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
   
629,5 Südstraße
   
630,0 Am Lindenhof
   
630,1 Mendener Straße
   
630,1 Sankt Augustin Mülldorf
   
630,2 Dammstraße
   
630,5 A 560
   
630,8 Sieg
   
630,9 Siegstraße
   
631,1 Siegburg-Zange
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(alte Trasse bis 2000)
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631,1 Hohenzollernstraße
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631,2 Bahnhofstunnel Siegburg
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631,3 Siegburg Bahnhof 66
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Siegstrecke & SFS von Frankfurt
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Siegburg Bahnhof (am Bahnhofsvorplatz)

Die Siegburger Bahn ist der Streckenabschnitt der Bonner Stadtbahn vom Bonner Hauptbahnhof nach Siegburg zum Bahnhof Siegburg/Bonn. Die Linie 66 verkehrt werktags im 10-Minuten-Takt, abends und an Wochenenden viertelstündlich und nächtens einmal die Stunde. Die Fahrzeit von Bonn Hbf bis zum Bahnhof Siegburg/Bonn beträgt 25 Minuten.

Die Siegburger Bahn gehört den Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises (SSB), die gesamte Betriebsführung obliegt jedoch seit 2004 der SWB Bus und Bahn (Tochter der Bonner Stadtwerke).

GeschichteBearbeiten

Am 18. September 1910 erhielt die SSB die Konzession zum Bau und Betrieb einer Kleinbahn (Siegburger Bahn) zwischen Bonn und Siegburg für eine Dauer von 100 Jahren. Die Eröffnung der Strecke fand am 5. September 1911 statt.

Während des Zweiten Weltkrieges erlitt die Bahn erhebliche Schäden. So waren unter anderem die Brücken über den Rhein und die Sieg von den deutschen Truppen gesprengt worden. Der Wiederaufbau der Brücke über die Sieg wurde im Dezember 1946 und der Brücke über den Rhein erst am 12. November 1949 beendet.

Die ursprünglich zwischen Vilich und Siegburg eingleisige Strecke wurde 1953 bis Hangelar zweigleisig ausgebaut. Im Jahre 1960 wurde die Strecke zusammen mit der Siebengebirgsbahn zur Straßenbahn umkonzessioniert, um Kosten zu sparen. Das zweite Gleis wurde 1967 bis Sankt Augustin-Mülldorf und 1980 über die neue Siegbrücke verlängert. In Bonn endete die Strecke lange Zeit auf der Rampe der Rheinbrücke, ab 1952 am Bertha-von-Suttner-Platz. Während des Stadtbahnbaus wurde ab 1975 in der Haltestelle Stadthaus gewendet. Seit der Eröffnung des neuen Stammstreckentunnels im Jahre 1979 wurde die Strecke als Stadtbahnlinie S (heute Linie 66) mit Stadtbahnwagen B betrieben, in den Stammstreckentunnel eingefädelt und weiter bis in die Rheinaue geführt.

Mit der Fertigstellung der Südbrücke im Jahr 1981 wurde die Stadtbahnlinie S verlängert, sie endete nun nach einer weiteren Querung des Rheines in Ramersdorf an der Siebengebirgsbahn.

In Siegburg wurde die Strecke ab 1998 verlegt: Die nun vollständig zweigleisige Strecke endet seit 2000 im Untergeschoss des neugebauten Bahnhofs an der Ende 2002 eröffneten Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Die Haltestelle Siegburg-Zange entfiel im Zuge der Streckenverlegung. Durch die Anbindung des ICE-Haltes Siegburg hat die Strecke einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren, da sie Bonn nun mit einem zweiten Fernbahnhof verbindet.

Wegen der höheren Frequentierung wurde der Takt im Jahr 2004 abends und an den Wochenenden verdichtet. Im Rahmen des Gesamtprojektes Umbau und Beschleunigung der Linie 66 zwischen Bonn Hauptbahnhof und Siegburg Bahnhof wurden die Fahrleitung in Beuel Mitte der 2000er-Jahre erneuert und die Haltestellen barrierefrei umgebaut (außer Stadthaus, Sankt Augustin Markt bis 2013/2015 und Vilich). Auf der Kennedybrücke erhielt die Stadtbahn im Zuge der Sanierung und Verbreiterung Ende August 2010 einen eigenen Gleiskörper, der sie vom Individualverkehr unabhängig macht.

Seit dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2013 wird auf der Strecke zwischen dem Bonner Hauptbahnhof und dem Siegburger Bahnhof am Wochenende nachts ein durchgehender Stundentakt angeboten.[3][4]

StreckenverlaufBearbeiten

 
Brücke über die Sieg

Von den Innengleisen des Hauptbahnhofs verläuft die Strecke ca. 800 m unterirdisch zum Alten Friedhof, bevor sie mit einer Rampe am Stadthaus an die Oberfläche tritt. Direkt hinter der Haltestelle trifft sie auf die Straßenbahnstrecke aus der Thomas-Mann-Straße. Wenige Meter weiter ist die Straßenbahnstrecke aus der Wilhelmstraße durch ein Gleisdreieck angeschlossen. Auf einer ÖPNV-Spur folgt die Strecke der Oxfordstraße, über den Bertha-von-Suttner-Platz und die Berliner Freiheit, bevor sie auf der Kennedybrücke den Rhein überquert. Am Konrad-Adenauer-Platz zweigt die Straßenbahn-Strecke zum Beueler Bahnhof ab, die Siegburger Bahn folgt der Sankt Augustiner Straße (B 56) weiterhin auf einen eigenen Gleiskörper, den sie mit Ausnahme einer etwa 200 Meter langen Engstelle zwischen Combahnstraße und Kreuzstraße bis zum Ende beibehält. Hinter der Haltestelle Adelheidisstraße wechselt die Strecke aus der Straßenmitte in Seitenlage. Im weiteren Verlauf bleibt die Strecke weitgehend parallel zur Bundesstraße. Die rechte Rheinstrecke und die Bundesautobahn 59 werden mit Brücken überquert, die jeweils nur wenige Meter von denen der Bundesstraße entfernt sind. Nach der Haltestelle Sankt Augustin Mülldorf steigt die Strecke auf einen Damm, bevor sie die Bundesautobahn 560 und die Sieg überquert. Hinter der Siegbrücke windet sich die Strecke in mehreren Kurven durch den Siegburger Ortsteil Zange, bevor sie im Tiefgeschoss des Bahnhofs endet.

StationenBearbeiten

StadthausBearbeiten

 
Haltestelle Stadthaus (2015)
 
Haltestelle Stadthaus, Situation vor dem Umbau (2013)

Die Haltestelle Stadthaus liegt am Fuß des 1978 eingeweihten neuen Stadthauses und wurde zeitgleich mit diesem gebaut. Der Zugang am westlichen Ende überquert die Gleise und die Straße „Am Alten Friedhof“ mit einer Brücke, die in der Zwischenebene des Stadthauses endet, auf der sich der Haupteingang und das Bürgeramt befinden. Die Haltestelle selbst war schlicht gestaltet, lediglich mit Pilzdächern als Wetterschutz; der Flachbahnsteig war durch Sichtbetonwände von der Fahrbahn getrennt. Von Anfang September 2014 – Vorarbeiten hatten bereits im Frühjahr begonnen – bis Anfang November 2015[5][6][7][8] wurde die Stadtbahn-Haltestelle bei Kosten von sechs Millionen Euro barrierefrei ausgebaut, indem sie mit zwei Aufzügen ausgestattet und nach Abbruch des vorhandenen Bahnsteigs in einen Hochbahnsteig für Stadtbahnwagen sowie einen Flachbahnsteig als Ersatzhalt für Straßenbahnwagen unterteilt wurde. Als neue Überdachung dient eine Glas-Stahl-Konstruktion.[9][10][11]

Wenige Meter östlich der Haltestelle befand sich zwischen der Einmündung der Dottendorfer und der Auerberger Strecke bis in die 1990er-Jahre die Haltestelle Landgericht, die nur von Straßenbahnen bedient wurde. Da haltende Straßenbahnen regelmäßig für Wartezeiten und verpasste Ampelphasen auf der Stadtbahnstrecke sorgten, wurde die Haltestelle aufgegeben und durch die Straßenbahnhaltestelle Stadthaus ersetzt, die sich in der Thomas-Mann-Straße befindet und von der gleichnamigen Stadtbahnhaltestelle etwa ebensoweit entfernt ist wie die alte Haltestelle Landgericht.

Bertha-von-Suttner-Platz/BeethovenhausBearbeiten

 
Bertha-von-Suttner-Platz/
Beethovenhaus, 2015
 
Bertha-von-Suttner-Platz/
Beethovenhaus (Situation vor dem Umbau), 2005

Der Bertha-von-Suttner-Platz ist als Kreuzung der Bundesstraßen Bundesstraße 9 und Bundesstraße 56 am Ende der Rampe zur Kennedybrücke einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Bonn. Von 1952 bis in die 1970er-Jahre war er westlicher Endpunkt der Siegburger Bahn. Die Haltestelle wird täglich von rund 20.000 Fahrgästen frequentiert, neben den vier Bahnlinien halten dort auch 14 Buslinien.

Von Oktober 2005 bis September 2006 wurde die Haltestelle einschließlich der Bushaltestellen komplett umgebaut, dabei wurden die Gleise auseinandergezogen und zwei hintereinander liegende Mittelbahnsteige errichtet: ein 90 Zentimeter hoher Bahnsteig für Stadtbahnwagen und ein Flachbahnsteig für Niederflurstraßenbahnen. Ersterer wird seit dem 22. September angefahren. Des Weiteren erhielt die Haltestelle ein neues, 100 m langes Glasdach. Im Juli 2006 wurde mit dem Ausbau des kompletten Platzes inklusive Straßen- und Leitungsbau begonnen, der Ende 2007 zur Vollendung kam. Der Umbau war Teil des Gesamtprojektes, das die Linie 66 zwischen Bonn und Siegburg beschleunigen sollte.

Konrad-Adenauer-PlatzBearbeiten

 
Konrad-Adenauer-Platz

Der Konrad-Adenauer-Platz bildet das Beueler Ende der Kennedybrücke. Die Haltestelle befand sich lange Jahre vor der Verzweigung der Siegburger- und der Siebengebirgsbahn. Wegen der beengten Platzverhältnisse und der unterschiedlichen Fahrzeuge auf den beiden Strecken war ein barrierefreier Ausbau lange Zeit nicht möglich. Im Januar 2004 wurde die bisherige Haltestelle aufgegeben und durch zwei wenig entfernte neue Haltestellen in der Sankt Augustiner Straße und der Friedrich-Breuer-Straße ersetzt. Beide neuen Haltestellen sind als Mittelbahnsteige ausgeführt – erstere als Hoch-, letztere als Flachbahnsteig. Der Ausbau wurde im Rahmen des Gesamtprojektes zur Beschleunigung der Linie 66 zwischen Bonn und Siegburg vorgenommen.

AdelheidisstraßeBearbeiten

 
Adelheidisstraße

Die Haltestelle Adelheidisstraße liegt auf Höhe des Beueler Friedhofs in der Sankt Augustiner Straße am Übergang der straßenbündigen Strecke auf den eigenen Gleiskörper nördlich der B 56. Lange Zeit hielt die Stadtbahn in beiden Fahrtrichtungen jeweils vor der Kreuzung in der Straßenmitte. Der Verkehr auf der äußeren Fahrspur wurde mit gesonderten Ampeln angehalten, während die Fahrgäste über Klappstufen und Schiebetritte ein- und ausstiegen. Ein barrierefreier Ausbau erschien wegen der Platzverhältnisse zu schwierig.

Schließlich wurde die Trasse der Sankt Augustiner Straße 2005 stadtauswärts der Kreuzung mit Stützwänden aufgeweitert, um Platz für einen Hochbahnsteig in Mittellage zu schaffen, der ähnlich dem am Konrad-Adenauer-Platz gestaltet wurde. Gleichzeitig erhielt die Siegburger Bahn ab der Kreuzung Niederkasseler Straße einen eigenen Bahnkörper in Straßenmitte. Die Ausfädelung aus der B 56 wurde zusätzlich durch eine Schranke gesichert.

VilichBearbeiten

 
Vilich

Die Haltestelle Vilich liegt an der Kreuzung der Strecke mit der Gartenstraße und gehört zu den bereits 1911 bei der Eröffnung vorhandenen Haltepunkten. Die Haltestelle ist mit provisorischen Hochbahnsteigen aus Holz und Wetterschutz aus Blech sehr einfach ausgestattet, da der derzeitige Standort in mittlerer Zukunft aufgegeben werden und die Haltestelle 200 Meter weiter stadtauswärts verlegt werden soll. Die Haltestelle ist mit dem angrenzenden Parkplatz für Park&Ride ausgewiesen.

Die neue Haltestelle Vilich soll 2026Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren in Betrieb gehen und als Kreuzungsbauwerk genau über der heutigen DB-Strecke liegen. Über Treppen und Aufzüge gelangt man dann nach unten zum neuen S-Bahn-Bahnsteig der DB mit zwei separaten S-Bahn-Gleisen. Von dort aus ist es dann möglich, mit der S13 Richtung Bonn-Beuel bzw. Troisdorf/Köln (via Flughafen) zu fahren. Der erste Spatenstich und damit Baubeginn fand am 29. November 2016 statt.[12]

Vilich-MüldorfBearbeiten

 
Vilich-Müldorf

Die Haltestelle Vilich-Müldorf gehört ebenfalls zu den Halten, die bereits bei der Streckeneröffnung vorhanden waren, wovon auch das noch heute erhaltene Bahnhofsgebäude zeugt. In der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre wurden stadtauswärts des Empfangsgebäudes neue Hochbahnsteige errichtet.

Hangelar WestBearbeiten

Die Haltestelle Hangelar West wurde um 1960 am westlichen Ortsrand von Hangelar eingerichtet.

Hangelar MitteBearbeiten

 
Hangelar Mitte

Die Haltestelle Hangelar Mitte besteht als Bahnhof Hangelar seit Eröffnung der Siegburger Bahn. Der Bahnhof war für den Betriebsablauf von erheblicher Bedeutung, weshalb er mit erfahrenem Personal besetzt wurde, für das ein Bahnhofsgebäude errichtet wurde, das groß genug war, um zwei Wohnungen aufzunehmen.

Hangelar OstBearbeiten

Die Haltestelle Hangelar Ost wurde 1967 im Zuge des zweigleisigen Ausbaus am östlichen Ortsrand von Hangelar in der Nähe des Flugplatzes eingerichtet.

Sankt Augustin-OrtBearbeiten

 
Sankt Augustin Ort

Die Haltestelle Sankt Augustin-Ort wurde um 1960 unter dem Namen Altersheim eingerichtet und Ende der 90er-Jahre umbenannt, später wurde der Aufbau von zwei versetzten flachen Bahnsteigen zu nebeneinanderliegenden Hochbahnsteigen verändert. Sie verfügt über einen beschrankten Bahnübergang, Fahrradboxen und eine Bushaltestelle.

Sankt Augustin KlosterBearbeiten

Die heutige Haltestelle Sankt Augustin Kloster bestand unter dem Namen Niederpleis-Menden bereits bei der Eröffnung der Siegburger Bahn, sie lag damals an einer kleinen Ortschaft, die aus einem Gasthaus und ein paar wenigen Wohnhäusern bestand, aus der sich der heutige Stadtteil Sankt Augustin-Ort entwickelte. Am 28. August 1930 wurde sie nach dem Missionshaus St. Augustin der Steyler Missionare in St. Augustin umbenannt.[13] Ihren heutigen Namen erhielt sie nach der Gründung der Stadt Sankt Augustin, um eine Unterscheidung von den anderen Haltestellen im Stadtgebiet zu ermöglichen.

Sankt Augustin Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-SiegBearbeiten

 
Sankt Augustin Markt (2006)
 
Umbau der Haltestelle (2014)

Der Bahnhof entstand um 1960 unter dem Namen Siegburg-Mülldorf West. Nachdem die Gemeinde Siegburg-Mülldorf durch die Gemeindereform Teil der neugegründeten Gemeinde Sankt Augustin wurde, benannte man die Haltestelle nach dem HUMA-Einkaufszentrum in Sankt Augustin Markt. Der von diesem abseitig gelegene Bahnsteig ist durch eine Fußgängerbrücke mit Radfahrerrampe mit ihm verbunden. Aufgrund der Parkplätze des Zentrums ist die Haltestelle für Park&Ride ausgewiesen. Von Dezember 2013[14][15] bis Oktober 2015[16] wurde die Haltestelle im Zuge des Neubaus des HUMA-Einkaufszentrums bei Kosten von etwa 5 Millionen Euro barrierefrei umgebaut. Bei dem Umbau wurden die vorhandenen Bahnsteige abgebrochen und neugebaut sowie die bisherige Brücke über die Bahngleise durch eine neue, auch für Radfahrer geeignete und durch Aufzüge angeschlossene ersetzt. Die neue Bahnsteigüberdachung bildet eine Stahl-Glas-Konstruktion in Form eines Schmetterlingsdachs.[17][18] Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 wurde die Haltestelle bereits in Sankt Augustin Zentrum/ Hochschule Bonn-Rhein-Sieg umbenannt.

Sankt Augustin MülldorfBearbeiten

 
Sankt Augustin Mülldorf

Die Haltestelle Sankt Augustin Mülldorf gehört zum ursprünglichen Bestand der Siegburger Bahn, hieß ursprünglich allerdings Siegburg-Mülldorf. Die Haltestelle wurde im August 1992 barrierefrei mit Hochbahnsteigen ausgestattet. Einige Technikräume wurden dabei in die Gestaltung einbezogen und erhielten optische Verlängerungen der Dachkonstruktion. Die zur Haltestelle gerichteten Wände wurden künstlerisch von Roger Suchy gestaltet, was sie lange Jahre vor Vandalismus bewahrte.

Siegburg BahnhofBearbeiten

 
Siegburg Bahnhof

Die Haltestelle Siegburg Bahnhof liegt seit 2000 im Tiefgeschoss des neugebauten Bahnhof Siegburg/Bonn. Von den Stadtbahnbahnsteigen bestehen direkte Zugänge zu allen anderen Bahnsteigen.

Ausbaupläne (Infrastruktur)Bearbeiten

Die Haltestelle Vilich soll beim Bau der S-Bahn S13 auf die Brücke über der rechten Rheinstrecke verlegt werden und dort mit dem neuen S-Bahn-Haltepunkt einen Turmbahnhof bilden. Insbesondere die Verbindung aus der Bonner Innenstadt und dem Bundesviertel zum Flughafen Köln/Bonn würde durch diese Verknüpfung deutlich beschleunigt.

In Beuel auf der Sankt Augustiner Straße ergeben sich durch die Mitnutzung der Fahrstreifen für den Autoverkehr durch die Stadtbahn regelmäßig Verspätungen. Eine eigene Trasse auf diesem Bereich wird daher angestrebt. Nach Auskunft der Stadt werde hierfür eine Verkleinerung der Fläche des Friedhofs St. Josef und Paulus und der Einbezug von Grundstücken zwischen Kreuzstraße und Combahnstraße untersucht. Ein Zeitplan für die Umsetzung existiere noch nicht (Stand: März 2017).[19]

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Georg Nolden: Die Straßenbahn Bonn–Siegburg. Rheinlandia Verlag, Siegburg 1995, ISBN 3-925551-99-9.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Siegburger Bahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kursbuch der Deutschen Bahn
  2. a b Dieter Höltge: Bergisches und Siegerland von Wuppertal bis Bonn. In: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland. Band 5. EK-Verlag, Freiburg 1996, ISBN 3-88255-333-2, S. 301.
  3. Rolf Kleinfeld: Linie 66 fährt bald die ganze Nacht durch. In: General-Anzeiger Bonn. 22. August 2013, abgerufen am 29. Januar 2014.
  4. Am 15. Dezember Fahrplanwechsel der SWB: Nachtverkehr der Linie 66 und etliche Zusatzfahrten. SWB, 22. November 2013, abgerufen am 29. Januar 2014.
  5. Viel Geld für den Umbau einer Bahnstation, General-Anzeiger, 12. Februar 2015
  6. Nächtliche Straßensperrungen an Stadthaus-Haltestelle: Stahlkonstruktionen für die Dächer werden per Kran eingehoben, Pressemitteilung der Stadt Bonn, 11. August 2015
  7. Glas, Stahl und glänzender Schotter, General-Anzeiger, 18. November 2015
  8. Stadtbahn-Haltestelle Stadthaus: Leicht und bequem in die Linie 66 (Memento vom 25. März 2015 im Webarchiv archive.today), Stadt Bonn
  9. Stadtbahn-Haltestelle Stadthaus: Künftig bequemer ein- und aussteigen. Stadt Bonn, 29. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014 (Pressemitteilung).
  10. Ausbau am Stadthaus kostet 6 Millionen Euro, General-Anzeiger, 12. August 2014
  11. Stadtbahnhaltestelle "Stadthaus" wird barrierefrei, Pressemitteilung der Bundesstadt Bonn, 26. August 2014
  12. Baubeginn des 3 bis 4-gleisigen Ausbaus der Bahnstrecke von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel. (Nicht mehr online verfügbar.) DB-Pressestelle, Düsseldorf, 29. November 2016, archiviert vom Original am 3. Dezember 2016; abgerufen am 22. März 2017.
  13. Dominik Pieper: 40 Jahre Sankt Augustin - Die Geschichte Sankt Augustins begann zwischen Kloster und Kneipe. In: General-Anzeiger Bonn. 24. Oktober 2017, abgerufen am 2. Mai 2019.
  14. Michael Lehnberg: Rasantes Tempo beim Huma-Neubau. In: General-Anzeiger. 27. August 2014, abgerufen am 17. August 2018.
  15. Michael Lehnberg: Längere Wege für kurze Zeit. In: General-Anzeiger. 23. Januar 2015, abgerufen am 17. August 2018.
  16. Matthias Hendorf: Stadt eröffnet Stadtbahnhaltestelle und Brücke im Zentrum. In: General-Anzeiger. 20. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  17. Startschuss für Umbau Stadtbahnhaltestelle Markt, Pressemitteilung der Stadt Sankt Augustin, 18. Dezember 2013
  18. Ralf Johnen: Haltestelle Markt wird abgerissen. In: Kölner Stadtanzeiger. 27. März 2014, abgerufen am 17. August 2018.
  19. Gabriele Immenkeppel: Alter Friedhof steht der Bahn im Weg. In: General-Anzeiger. 15. März 2017, abgerufen am 15. März 2017.