Hauptmenü öffnen

Friedrich-Wilhelms-Hütte (Troisdorf)

Ortschaft von Troisdorf

Friedrich-Wilhelms-Hütte ist eine der zwölf Ortschaften von Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Friedrich-Wilhelms-Hütte
Stadt Troisdorf
Koordinaten: 50° 48′ 3″ N, 7° 9′ 3″ O
Höhe: ca. 50 m
Einwohner: 7176 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 53840
Vorwahl: 02241

GeschichteBearbeiten

 
Die Friedrich-Wilhelm-Hütte 1853

1825 begann Johann Wilhelm Windgassen (1779–1852) mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms-Hütte (später Mannstaedt-Werke), einer Eisenhütte, an der Agger.[2] Ab 1911 entstand auf Veranlassung von Louis Mannstaedt (1839–1913) in Friedrich-Wilhelms-Hütte eine Arbeitersiedlung. Sie wird auch heute noch als „Schwarze Kolonie“ bezeichnet.

Ähnlich entstand in Troisdorf-West als „Rote Kolonie“. Beide Namen beziehen sich auf die heute noch jeweils übliche Farbe der Dachziegel.

Die ersten Bewohner von Friedrich-Wilhelms-Hütte kamen aus dem heutigen Kölner Stadtteil Kalk. Bis zur kommunalen Neuordnung, die am 1. August 1969 in Kraft trat, gehörte Friedrich-Wilhelms-Hütte zur Gemeinde Menden (Rheinland) im Amt Menden, dessen Gebiet heute größtenteils mit den Stadtgrenzen von Sankt Augustin übereinstimmt.[3]

BevölkerungBearbeiten

Einzelne Teile von Friedrich-Wilhelms-Hütte sind durch sozialen Wohnungsbau dichter bebaut als andere Teile von Troisdorf. In Friedrich-Wilhelms-Hütte werden nicht zuletzt auf Grund dieser Gegebenheit einige Angebote im Bereich Jugendarbeit und Jugendhilfe seitens der Stadtverwaltung sowie auch anderen gemeinnützigen Vereinen angeboten. Neben einzelnen Hochhäusern gibt es zahlreiche attraktive Einfamilienhaussiedlungen in Friedrich-Wilhelms-Hütte, vor allem die Schwarze Kolonie, die Beamtenkolonie und die noch im Bau befindliche Grüne-Kolonie. Der Immobilienmarkt in Friedrich-Wilhelms-Hütte bleibt allerdings seit Jahren stabil. Laut Bodenrichtwertkarte Boris.NRW beträgt der Bodenrichtwert hier rund 195 Euro pro Quadratmeter (Stand: 2012) und liegt damit knapp unter dem Durchschnitt der benachbarten Ortsteile.

Der Ausländeranteil des Stadtteils beträgt 16,81 Prozent (Stand: 30. Juni 2014) und ist damit der dritthöchste nach Oberlar (19,25 Prozent) und Troisdorf-Mitte (17,05 Prozent). Der Ausländeranteil an der Grundschule Roncallistraße beträgt rund 50 Prozent, weshalb die Schule auch entsprechende Sonderförderungsmaßnahmen beschlossen hat. In den Jahren von 1970 bis 1975 wurden in Friedrich-Wilhelms-Hütte zahlreiche Wohnhochhäuser errichtet. Die meisten dieser Gebäude bilden bedingt durch die örtlichen Straßennamen die so genannte Blumensiedlung. Seit dem Fall der Kaiserbauruine auf der westlichen Seite der Autobahn 59 ist eines dieser Gebäude das Höchste der Stadt Troisdorf.

InfrastrukturBearbeiten

 
Bahnhof Friedrich-Wilhelms-Hütte

Eine Umgehungsstraße sichert den Anschluss an die Autobahn A 59.

Der Bahnhof Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Rechten Rheinstrecke liegt neben dem Gelände der Mannstaedt-Werke. Er wird stündlich durch die Rhein-Erft-Bahn (RB 27) bedient. Der Rhein-Erft-Express (RE 8) hält nur im morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Köln. Im Zuge der S-Bahn-Erweiterung nach Bonn-Oberkassel soll die bisherige Station durch einen neuen S-Bahn-Halt ersetzt werden.

Bekannte PersonenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Stadtportrait Stadt Troisdorf. Abgerufen am 14. September 2017 (Memento des Originals vom 2. Juli 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.troisdorf.de
  2. Webseite der Stadt Troisdorf, Ortsteil Friedrich-Wilhelms-Hütte, abgerufen am 21. November 2016
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 85.