Hauptmenü öffnen

Der Bahnhof Rhöndorf ist ein Bahnhof an der Rechten Rheinstrecke in Rhöndorf, einem Ortsteil der Stadt Bad Honnef im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Er wurde am 11. Juli 1870 im Zuge der Verlängerung der rechtsrheinischen Eisenbahnstrecke von Neuwied bis Oberkassel eröffnet.

Rhöndorf
Bahnhof Rhöndorf
Bahnhof Rhöndorf (2015)
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung KRHD
IBNR 8005074
Kategorie 5
Eröffnung 1870
Profil auf Bahnhof.de Rhoendorf
Lage
Stadt/Gemeinde Bad Honnef
Ort/Ortsteil Rhöndorf
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 39′ 29″ N, 7° 12′ 37″ OKoordinaten: 50° 39′ 29″ N, 7° 12′ 37″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

Lage und AusstattungBearbeiten

Der Bahnhof liegt am westlichen Rand von Rhöndorf knapp unterhalb der durch eine Böschung und Betonmauer abgegrenzten, östlich verlaufenden Bundesstraße 42 in Nähe des Rheinufers. Er umfasst zwei Bahnsteige und wird von der DB Station&Service AG in der Kategorie 5 geführt.[2] Der Bahnsteigzugang befindet sich unterhalb der südlich anschließenden Brücke/Eisenbahnüberführung Karl-Broel-Straße (erbaut 1906). Westlich unterhalb des Bahnhofs leitet ein Park-and-Ride-Parkplatz zur Stadtbahn-Haltestelle Rhöndorf der Siebengebirgsbahn über, die einen schnellen Umstieg ermöglicht.

EmpfangsgebäudeBearbeiten

 
ursprüngliches Bahnhofs- und Empfangsgebäude

Das ursprüngliche Bahnhofs- und Empfangsgebäude war in Backstein und Fachwerk mit einer Bahnsteighalle ausgeführt. Im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke und des Neubaus der Bundesstraße 42 in den 1950er Jahren sowie der damit verbundenen Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wurde es abgerissen und 1962 in veränderter und deutlich reduzierter Form neugebaut.[3]

Heutige SituationBearbeiten

Um 2000 frequentierten täglich 500 Fahrgäste den Bahnhof.[4] 2005 erfuhr das Umfeld des Bahnsteigzugangs mit dem Neubau der Brücke über die Karl-Broel-Straße eine Erneuerung.[5] In jüngerer Zeit verlor der Bahnhof an betrieblicher Bedeutung: 2008 wurde der Fahrkartenschalter geschlossen,[6] 2010 ein von Behinderten nutzbarer provisorischer Gleis-Übergang entfernt und Ende 2011 bei der Umstellung auf ein elektronisches Stellwerk auch der örtliche Fahrdienstleiter abgezogen.[7] Als Konsequenz dieser Entwicklung verschloss die Deutsche Bahn AG im Frühjahr 2012 die bisherige Wartehalle mit Stahlplatten. Ein Abriss des Bahnhofsgebäudes wird in Betracht gezogen; inzwischen (Stand: 2016) wurde es verkauft.[8][9] Ein barrierefreier Ausbau des Bahnhofs wird von der Stadt Bad Honnef derzeit verstärkt angestrebt, die dafür der Bahn ein Grundstück neben dem rheinseitigen Bahngleis[10] zur Verfügung stellt. Er war aber zunächst in keinem Bau- und Förderprogramm des Bundes enthalten und daher erst mittelfristig auf dem Wege einer Förderung durch den Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) zu erwarten.[11][12][13] Im März 2017 wurde der Bahnhof schließlich durch einen Beschluss des NVR in die „Modernisierungsoffensive 3“ der Bahn aufgenommen; die Ausbauplanungen sollten im selben Jahr beginnen.[14]

BedienungBearbeiten

Der Bahnhof Rhöndorf wird im Schienenpersonnahverkehr von den Linien RE8 und RB27 bedient. Darüber hinaus besteht ein Umstieg zur Linie 66 der Stadtbahn Bonn.

Linie Verlauf Takt
RE 8 Rhein-Erft-Express:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte (Mo–Fr einzelne Züge) – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) (Mo–Fr einzelne Züge) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) (Mo–Fr je zwei Züge) – Bad Hönningen – Rheinbrohl (Mo–Fr einzelne Züge) – Leutesdorf (Rhein) (Mo–Fr einzelne Züge) – Neuwied – Engers – Vallendar – Koblenz-Ehrenbreitstein – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
RB 27 Rhein-Erft-Bahn:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Porz (Rhein) – Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) – Bad Hönningen – Rheinbrohl – Leutesdorf (Rhein) – Neuwied – Urmitz Rheinbrücke – Koblenz-Lützel – Koblenz Stadtmitte – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
66 Siegburg/Bonn Bf – Sankt Augustin-Mülldorf – Sankt Augustin Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – Sankt Augustin Kloster – Sankt Augustin Ort – Hangelar Ost – Hangelar Mitte – Hangelar West – Vilich-Müldorf – Vilich – Adelheidisstraße – Konrad-Adenauer-Platz – Bertha-von-Suttner-Platz/Beethovenhaus – Stadthaus – Bonn Hbf – Universität/Markt – Juridicum – Bundesrechnungshof/Auswärtiges Amt – Museum Koenig – Heussallee/Museumsmeile – Ollenhauerstraße – Olof-Palme-Allee – Robert-Schuman-Platz – Rheinaue – Ramersdorf – Oberkassel Nord – Oberkassel Mitte – Oberkassel Süd/Römlinghoven – Oberdollendorf Nord – Oberdollendorf – Longenburg/CJD Königswinter – Königswinter Clemens-August-Straße – Königswinter Fähre – Königswinter Denkmal – Rhöndorf – Bad Honnef Am Spitzenbach – Bad Honnef 10 min

SchallschutzBearbeiten

Im Frühjahr 2012 wurde an der Westseite des Bahnhofs auf einer Länge von 270 Metern eine neuartige Schallschutzwand eingerichtet, die hier weltweit erstmals getestet wird. Sie ist vergleichsweise niedrig, besteht aus Aluminium- und Stahlelementen und ist hydraulisch hochklappbar.[15]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Rhöndorf – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten