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Lagny (früher: Laigny-les-Chataigniers[1]) ist eine französische Gemeinde mit 530 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Oise in der Region Hauts-de-France; sie gehört zum Arrondissement Compiègne und zum Kanton Thourotte.

Lagny
Lagny (Frankreich)
Lagny
Region Hauts-de-France
Département Oise
Arrondissement Compiègne
Kanton Thourotte
Gemeindeverband Pays des Sources
Koordinaten 49° 37′ N, 2° 55′ OKoordinaten: 49° 37′ N, 2° 55′ O
Höhe 59–163 m
Fläche 10,77 km2
Einwohner 530 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 49 Einw./km2
Postleitzahl 60310
INSEE-Code

LageBearbeiten

Lagny liegt als langgezogenes Straßendorf etwa acht Kilometer nordöstlich von Noyon auf 80 bis 90 Meter Seehöhe. Im Nordosten wird es von einem bewaldeten Hügel (160 m) überragt. Schon in der Römerzeit führte in der Nähe eine befestigte Straße – Teil einer Via Agrippa – vorbei. Heute ist Lagny durch die Departementstraße D934 mit Noyon und Roye verbunden.

GeschichteBearbeiten

Der Name des Dorfes kann aus den Worten lanon (weite Sicht über die Ebene) und gny, vom lateinischen ignis (Feuer), abgeleitet werden (Schmiede, Ort der Gewinnung von Eisenerz).

Auf eine vorgeschichtliche Besiedlung lassen Funde von Steinwerkzeugen und polierten Steinen schließen. Am Osthang des Hügels (in der Nähe eines Wasserturms) verbirgt sich ein alter Friedhof mit steinernen Sarkophagen aus der Zeit der Templer (Kopie im Museum von Noyon).

Am östlichen Ende des Hügels, in der Nähe des geodätischen Punkts (163 m), lag die Mühle "Ch'moulin d'heu". Eine zweite Mühle wurde auf Karten des achtzehnten Jahrhunderts am Standort der Farm namens "Du Moulin de Bas" gefunden.[2] Im neunzehnten Jahrhundert war eine dritte Mühle in Betrieb an einem Ort namens "Penchemont", in der Nähe der alten Römerstraße.

Das mittelalterliche Dorf hatte eine befestigte Burg, die ein erstes Mal am 2. Dezember 1430 von den Burgundern zerstört wurde, die die Belagerung von Compiègne aufgehoben hatte. Bis ins 19. Jahrhundert wurde sie mehrfach wieder aufgebaut und zerstört. In der Nähe der Kirche blieben einige Spuren.

Das Dorf hatte eine traditionelle Landwirtschaft mit Viehzucht und viele Berufe rund um die Waldwirtschaft. Insbesondere wurde die Kastanie für die Herstellung von Leitern für die Obsternte verwendet. Man produzierte auch Fässer und Schuhe sowie Holzkohle: die Reste von Öfen blieben auf der nordöstlichen Seite des Hügels erhalten an einem Ort namens "ché fours".

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

  • 1962: 470
  • 1968: 500
  • 1975: 469
  • 1982: 479
  • 1990: 478
  • 1999: 465
  • 2007: 491

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. François-Alexandre Aubert de La Chenaye-Desbois: Dictionnaire de la noblesse, contenant les généalogies, l'histoire & la chronologie des familles nobles de France, l'explication de leur armes, & l'état des grandes terres du royaume... La veuve Duchesne, 1772, S. 377. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. Karten des 18. Jahrhunderts (Memento des Originals vom 29. November 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.notrefamille.com