Hauptmenü öffnen

Der Große Preis von Japan 1992 fand am 25. Oktober in Suzuka statt und war das 15. Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1992.

Flag of Japan.svg Großer Preis von Japan 1992
Renndaten
15. von 16 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1992
Streckenprofil
Name: Fuji Television Japanese Grand Prix
Datum: 25. Oktober 1992
Ort: Suzuka
Kurs: Suzuka International Racing Course
Länge: 310,792 km in 53 Runden à 5,864 km

Wetter: bewölkt und windig
Zuschauer: ~ 150.000
Pole-Position
Fahrer: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Mansell Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault
Zeit: 1:37,360 min
Schnellste Runde
Fahrer: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Mansell Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault
Zeit: 1:40,646 min
Podium
Erster: ItalienItalien Riccardo Patrese Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault
Zweiter: OsterreichÖsterreich Gerhard Berger Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Honda
Dritter: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martin Brundle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Benetton-Ford

Inhaltsverzeichnis

BerichteBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Für die beiden letzten Rennen des Jahres wurde Ivan Capelli bei Ferrari durch Nicola Larini ersetzt. Jan Lammers kehrte mehr als zehn Jahre nach seinem letzten Formel-1-Auftritt beim Großen Preis von Frankreich 1982 in die Grand-Prix-Szene zurück, um den Platz von Karl Wendlinger bei March zu übernehmen. Vom Team dringend benötigte Sponsorengelder, die Lammers mitbrachte, hatten zu diesem Wechsel geführt.

TrainingBearbeiten

Nigel Mansell absolvierte zum 13. Mal in der laufenden Saison die schnellste Trainingsrunde. Sein Teamkollege Riccardo Patrese qualifizierte sich für den zweiten Startplatz vor den beiden McLaren-Piloten Ayrton Senna und Gerhard Berger sowie Michael Schumacher auf Benetton und den beiden Lotus-Teamkollegen Johnny Herbert und Mika Häkkinen.[1]

Wegen starken Regens waren während des zweiten Qualifikationstrainings am Samstag keine Zeitverbesserungen möglich. Die meisten Piloten verzichteten daher auf eine Teilnahme an diesem Durchgang.

RennenBearbeiten

Die erste Runde des Rennens beendete Mansell bereits mit rund 3,1 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Patrese. Senna, der zunächst auf dem dritten Rang lag, schied nach zwei Umläufen wegen eines Motorschadens aus. Sein Teamkollege Berger fiel nach zehn Runden durch einen unplanmäßigen Boxenstopp hinter Schumacher, Herbert und Häkkinen zurück. Innerhalb von zwei Umläufen mussten sowohl Schumacher als auch der ihm zuvor direkt folgende Herbert aufgrund von Getriebeschäden aufgeben.

Nachdem er durch Trümmerteile gefahren war, die nach einem Unfall von Maurício Gugelmin auf der Strecke lagen, legte Mansell einen Boxenstopp ein, um seine Reifen wechseln zu lassen. Dennoch lag er danach weiterhin mit rund 20 Sekunden Vorsprung in Führung vor Patrese und Berger, die bereits früher planmäßig gestoppt hatten. Martin Brundle, der sich nur für den 13. Startplatz qualifiziert hatte, lag zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem fünften Rang hinter Mika Häkkinen. Auf dem sechsten Platz folgte Érik Comas vor Andrea de Cesaris.

In der 36. Runde verlangsamte Mansell absichtlich, um seinen Teamkollegen überholen zu lassen und diesen anschließend unter Druck zu setzen. Ebenso wie bereits beim Großen Preis von Italien sechs Wochen zuvor wollte er dadurch offenbar demonstrieren, dass er der überlegene Fahrer des Teams sei. In der 45. Runde schied er aufgrund eines Motorschadens aus.

Patrese gewann das Rennen vor Berger und Brundle, der vom technisch bedingten Ausfall Häkkinens profitierte. Andrea de Cesaris belegte den vierten Platz vor Jean Alesi und Christian Fittipaldi.[2]

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes Konigreich  Honda Marlboro McLaren 1 Brasilien 1968  Ayrton Senna McLaren MP4/7A Honda RA122E 3.5 V12 G
2 Osterreich  Gerhard Berger
Vereinigtes Konigreich  Tyrrell Racing Organisation 3 Frankreich  Olivier Grouillard Tyrrell 020B Ilmor 2175A 3.5 V10 G
4 Italien  Andrea de Cesaris
Vereinigtes Konigreich  Canon Williams Team 5 Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Williams FW14B Renault RS3C 3.5 V10 G
6 Italien  Riccardo Patrese
Vereinigtes Konigreich  Footwork Mugen Honda 9 Italien  Michele Alboreto Footwork FA13 Mugen-Honda MF-351H 3.5 V10 G
10 Japan  Aguri Suzuki
Vereinigtes Konigreich  Team Lotus 11 Finnland  Mika Häkkinen Lotus 107 Ford Cosworth HB 3.5 V8 G
12 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert
Vereinigtes Konigreich  March F1 16 Niederlande  Jan Lammers March CG911 Ilmor 2175A 3.5 V10 G
17 Italien  Emanuele Naspetti
Vereinigtes Konigreich  Camel Benetton Ford 19 Deutschland  Michael Schumacher Benetton B192 Ford Cosworth HB 3.5 V8 G
20 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle
Italien  BMS Scuderia Italia 21 Finnland  JJ Lehto Dallara 192 Ferrari 037 3.5 V12 G
22 Italien  Pierluigi Martini
Italien  Minardi Team 23 Brasilien 1968  Christian Fittipaldi Minardi M192 Lamborghini 3512 3.5 V12 G
24 Italien  Gianni Morbidelli
Frankreich  Ligier Gitanes Blondes 25 Belgien  Thierry Boutsen Ligier JS37 Renault RS3C 3.5 V10 G
26 Frankreich  Érik Comas
Italien  Scuderia Ferrari 27 Frankreich  Jean Alesi Ferrari F92AT Ferrari 040 3.5 V12 G
28 Italien  Nicola Larini Ferrari F92A
Frankreich  Central Park Venturi Larrousse 29 Belgien  Bertrand Gachot Venturi LC92 Lamborghini 3512 3.5 V12 G
30 Japan  Ukyō Katayama
Irland  Sasol Jordan Yamaha 32 Italien  Stefano Modena Jordan 192 Yamaha OX99 3.5 V12 G
33 Brasilien 1968  Maurício Gugelmin

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur 1. Qualifikationstraining 2. Qualifikationstraining Start
Zeit Ø-Geschwindigkeit Zeit Ø-Geschwindigkeit
01 Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:37,360 216,828 km/h 2:07,703 165,309 km/h 01
02 Italien  Riccardo Patrese Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:38,219 214,932 km/h 2:13,971 157,574 km/h 02
03 Brasilien 1968  Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich  McLaren-Honda 1:38,375 214,591 km/h 03
04 Osterreich  Gerhard Berger Vereinigtes Konigreich  McLaren-Honda 1:40,296 210,481 km/h 04
05 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:40,922 209,175 km/h 05
06 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:41,030 208,952 km/h 06
07 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:41,415 208,159 km/h 07
08 Frankreich  Érik Comas Frankreich  Ligier-Renault 1:42,187 206,586 km/h 08
09 Italien  Andrea de Cesaris Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ilmor 1:42,361 206,235 km/h 2:13,715 157,876 km/h 09
10 Belgien  Thierry Boutsen Frankreich  Ligier-Renault 1:42,428 206,100 km/h 10
11 Italien  Nicola Larini Italien  Ferrari 1:42,488 205,979 km/h 11
12 Brasilien 1968  Christian Fittipaldi Italien  Minardi-Lamborghini 1:42,617 205,720 km/h 12
13 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:42,626 205,702 km/h 13
14 Italien  Gianni Morbidelli Italien  Minardi-Lamborghini 1:42,627 205,700 km/h 2:10,260 162,064 km/h 14
15 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari 1:42,824 205,306 km/h 15
16 Japan  Aguri Suzuki Vereinigtes Konigreich  Footwork-Mugen-Honda 1:43,029 204,898 km/h 16
17 Italien  Stefano Modena Irland  Jordan-Yamaha 1:43,117 204,723 km/h 2:19,944 150,849 km/h 17
18 Belgien  Bertrand Gachot Frankreich  Venturi-Lamborghini 1:43,156 204,645 km/h 18
19 Italien  Pierluigi Martini Italien  Dallara-Ferrari 1:43,251 204,457 km/h 19
20 Japan  Ukyō Katayama Frankreich  Venturi-Lamborghini 1:43,488 203,989 km/h 20
21 Frankreich  Olivier Grouillard Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ilmor 1:43,941 203,100 km/h 21
22 Finnland  JJ Lehto Italien  Dallara-Ferrari 1:44,037 202,912 km/h 22
23 Niederlande  Jan Lammers Vereinigtes Konigreich  March-Ilmor 1:44,075 202,838 km/h 23
24 Italien  Michele Alboreto Vereinigtes Konigreich  Footwork-Mugen-Honda 1:44,149 202,694 km/h 2:25,413 145,175 km/h 24
25 Brasilien 1968  Maurício Gugelmin Irland  Jordan-Yamaha 1:44,253 202,492 km/h 25
26 Italien  Emanuele Naspetti Vereinigtes Konigreich  March-Ilmor 1:47,303 196,736 km/h 26

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Italien  Riccardo Patrese Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 53 1 1:33:09,553 02 1:40,910
02 Osterreich  Gerhard Berger Vereinigtes Konigreich  McLaren-Honda 53 2 + 13,729 04 1:42,180
03 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 53 2 + 1:15,503 13 1:43,105
04 Italien  Andrea de Cesaris Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ilmor 52 0 + 1 Runde 09 1:44,760
05 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari 52 1 + 1 Runde 15 1:45,455
06 Brasilien 1968  Christian Fittipaldi Italien  Minardi-Lamborghini 52 0 + 1 Runde 12 1:45,638
07 Italien  Stefano Modena Irland  Jordan-Yamaha 52 0 + 1 Runde 17 1:45,413
08 Japan  Aguri Suzuki Vereinigtes Konigreich  Footwork-Mugen-Honda 52 1 + 1 Runde 16 1:45,928
09 Finnland  JJ Lehto Italien  Dallara-Ferrari 52 0 + 1 Runde 22 1:45,846
10 Italien  Pierluigi Martini Italien  Dallara-Ferrari 52 0 + 1 Runde 19 1:45,650
11 Japan  Ukyō Katayama Frankreich  Venturi-Lamborghini 52 2 + 1 Runde 20 1:43,233
12 Italien  Nicola Larini Italien  Ferrari 52 1 + 1 Runde 11 1:45,661
13 Italien  Emanuele Naspetti Vereinigtes Konigreich  March-Ilmor 51 0 + 2 Runden 26 1:45,613
14 Italien  Gianni Morbidelli Italien  Minardi-Lamborghini 51 0 + 2 Runden 14 1:45,827
15 Italien  Michele Alboreto Vereinigtes Konigreich  Footwork-Mugen-Honda 51 0 + 2 Runden 24 1:46,560
Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 44 1 DNF 01 1:40,646 Motorschaden
Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 44 1 DNF 07 1:43,288 Motorschaden
Belgien  Bertrand Gachot Frankreich  Venturi-Lamborghini 39 0 DNF 18 1:44,960 Kollision
Frankreich  Érik Comas Frankreich  Ligier-Renault 36 0 DNF 08 1:45,340 Motorschaden
Niederlande  Jan Lammers Vereinigtes Konigreich  March-Ilmor 27 0 DNF 23 1:48,218 Getriebeschaden
Brasilien 1968  Maurício Gugelmin Irland  Jordan-Yamaha 22 0 DNF 25 1:47,633 Unfall
Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 15 0 DNF 06 1:45,028 Getriebeschaden
Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 13 0 DNF 05 1:46,218 Getriebeschaden
Frankreich  Olivier Grouillard Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ilmor 06 0 DNF 21 1:48,225 Unfall
Belgien  Thierry Boutsen Frankreich  Ligier-Renault 03 0 DNF 10 2:00,768 Getriebeschaden
Brasilien 1968  Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich  McLaren-Honda 02 0 DNF 03 1:46,229 Motorschaden

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten sechs des Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Williams-Renault 108
02 Italien  Riccardo Patrese Williams-Renault 56
03 Brasilien 1968  Ayrton Senna McLaren-Honda 50
04 Deutschland  Michael Schumacher Benetton-Ford 47
05 Osterreich  Gerhard Berger McLaren-Honda 39
06 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle Benetton-Ford 34
07 Frankreich  Jean Alesi Ferrari 15
08 Finnland  Mika Häkkinen Lotus-Ford 11
09 Italien  Andrea de Cesaris Tyrrell-Ilmor 8
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
10 Italien  Michele Alboreto Footwork-Mugen-Honda 6
11 Frankreich  Érik Comas Ligier-Renault 4
12 Osterreich  Karl Wendlinger March-Ilmor 3
13 Italien  Ivan Capelli Ferrari 3
14 Italien  Pierluigi Martini Dallara-Ferrari 2
15 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Lotus-Ford 2
16 Belgien  Bertrand Gachot Venturi-Lamborghini 1
17 Brasilien 1968  Christian Fittipaldi Minardi-Lamborghini 1

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 164
02 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Honda 89
03 Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 81
04 Italien  Ferrari 18
05 Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 13
06 Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ilmor 8
Pos. Konstrukteur Punkte
07 Vereinigtes Konigreich  Footwork-Mugen-Honda 6
08 Frankreich  Ligier-Renault 4
09 Vereinigtes Konigreich  March-Ilmor 3
10 Italien  Dallara-Ferrari 2
11 Vereinigtes Konigreich  Venturi-Lamborghini 1
12 Italien  Minardi-Lamborghini 1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Training“ (Memento des Originals vom 1. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 22. Februar 2014)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 22. Februar 2014)
  3. „WM-Stände“ (Memento des Originals vom 1. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 22. Februar 2014)

WeblinksBearbeiten