Hauptmenü öffnen

Die EuroLeague ist ein unter dem Dach der Euroleague Basketball[1] ausgetragener Wettbewerb für europäische Basketball-Vereinsmannschaften der Männer. Er bildet im Rahmen des jährlich ausgetragenen Basketball-Europapokals vor dem EuroCup sowie dem Wettbewerb der FIBA Europa, dem FIBA Europe Cup, den bedeutendsten aller Wettbewerbe.

Turkish Airlines EuroLeague
Logo Turkish Airlines Euroleague

Aktuelle Saison EuroLeague 2018/19
Sportart Basketball
Verband ULEB
Ligagründung 2000
Mannschaften 16
Land/Länder EuropaEuropa Alle Mitglieder der ULEB
Titelträger SpanienSpanien Real Madrid
Rekordmeister GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen (4 Titel)
Website euroleague.net

Die EuroLeague heißt aus Sponsoringgründen seit der Saison 2010/11 offiziell Turkish Airlines EuroLeague.[2] Der Vertrag mit der Fluggesellschaft läuft bis 2020.[3]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Erstmals ausgetragen wurde die EuroLeague in der Saison 2000/01. 24 Teams kehrten in diesem Sommer der FIBA den Rücken und starteten in der neu gegründeten Liga. Dies hatte unweigerlich zur Folge, dass der bis dahin ausgetragene Wettbewerb Europapokal der Landesmeister unter der Schirmherrschaft der FIBA an Bedeutung verlor und schließlich nach dieser Saison – in welcher er unter dem neuen Namen Suproleague durchgeführt wurde – komplett eingestellt wurde. Als Sieger der ersten EuroLeague ging das italienische Team Kinder Bologna hervor, welches im Finale TAU Ceramica aus Spanien schlug.

In der Saison 2001/02 wurde die Liga auf 32 Mannschaften aufgestockt. Sieger wurde Panathinaikos Athen, die im Finale den Vorjahressieger aus Bologna schlugen. Da innerhalb der Liga ein großes Leistungsgefälle zu beklagen war, entschlossen sich die Verantwortlichen, in der Folgesaison die Zahl der Mannschaften wieder zu reduzieren. So starteten im Sommer 2002 lediglich 24 Teams in die neue Saison, welche in drei Achtergruppen unterteilt wurden. Das siegreiche Team kam in dieser Spielzeit aus Barcelona. In den beiden Folgejahren 2004 und 2005 konnte sich Maccabi Tel Aviv die begehrteste europäische Basketballauszeichnung sichern. In den Jahren 2006 und 2007 gewann ZSKA Moskau bzw. Panathinaikos Athen die Euroleague.

TeilnehmerBearbeiten

Bei der EuroLeague handelt es sich um eine sogenannte „geschlossene“ Liga. Zwar können sich die Teilnehmer von Jahr zu Jahr ändern, aber fest vergebene Startplätze an Verbände oder sogar einzelne Mannschaften verhindern eine große Fluktuation. In der Saison 2018/19 sind die 16 Startplätze wie folgt vergeben:

Bei der Vergabe der Startplätze operiert die Euroleague mit A- und B- Lizenzen sowie mit Wildcards. Die Kriterien für eine Lizenz sind sportlicher Erfolg national und international, die Größe der zur Verfügung stehenden Sporthalle sowie die mediale Präsenz des Klubs.

Mit FC Barcelona, Laboral Kutxa Vitoria, Žalgiris Kaunas und Olympiakos Piräus gibt es vier Mannschaften, die seit 2000 jedes Jahr in der EuroLeague vertreten sind und keine Saison verpasst haben.

SpielmodusBearbeiten

Der aktuelle Spielmodus sieht den Wettbewerb in drei Phasen unterteilt.

  • Gruppenphase – Reguläre Saison: In dieser ersten Phase treten die 16 Mannschaften in einer Gruppe in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Für die nächste Runde qualifizieren sich die acht besten der Gruppe.
  • Playoffs: In einem Modus „Best of Five“ treten die verbliebenen acht Teams in vier Mannschaftsbegegnungen gegeneinander an. Die Gruppenersten aus der zweiten Phase genießen dabei bei einem eventuell benötigten fünften Entscheidungsspiel Heimrecht. Die vier Mannschaften, welche diese Duelle für sich entscheiden können, qualifizieren sich für das Endturnier.
  • Final-Four-Turnier: In einem Turnier, das innerhalb eines Wochenendes stattfindet, treten je zwei Mannschaften in Halbfinals gegeneinander an und spielen in einem einzigen Ausscheidungsspiel den Sieger aus. Diese Sieger qualifizieren sich für das Finale aus dem der Gewinner der EuroLeague hervorgeht.

Alle EndspieleBearbeiten

 
Trophäe des Europapokals der Landesmeister (links) und der EuroLeague bis 2006 (rechts)
Saison Austragungsort Sieger Gegner Ergebnis
2000/01 * Italien  Kinder Bologna Spanien  TAU Cerámica 65:78, 94:73, 80:60
79:96, 82:74
2001/02 Bologna Griechenland  Panathinaikos Athen Italien  Kinder Bologna 89:83
2002/03 Barcelona Spanien  FC Barcelona Italien  Benetton Treviso 76:65
2003/04 Tel Aviv Israel  Maccabi Tel Aviv Italien  Skipper Bologna 118:74
2004/05 Moskau Israel  Maccabi Tel Aviv Spanien  TAU Cerámica 90:78
2005/06 Prag Russland  ZSKA Moskau Israel  Maccabi Tel Aviv 73:69
2006/07 Athen Griechenland  Panathinaikos Athen Russland  ZSKA Moskau 93:91
2007/08 Madrid Russland  ZSKA Moskau Israel  Maccabi Tel Aviv 91:77
2008/09 Berlin Griechenland  Panathinaikos Athen Russland  ZSKA Moskau 73:71
2009/10 Paris Spanien  FC Barcelona Griechenland  Olympiakos Piräus 86:68
2010/11 Barcelona Griechenland  Panathinaikos Athen Israel  Maccabi Tel Aviv 78:70
2011/12 Istanbul Griechenland  Olympiakos Piräus Russland  ZSKA Moskau 62:61
2012/13 London Griechenland  Olympiakos Piräus Spanien  Real Madrid 100:88
2013/14 Mailand Israel  Maccabi Tel Aviv Spanien  Real Madrid 98:86 n. V.
2014/15 Madrid Spanien  Real Madrid Griechenland  Olympiakos Piräus 78:59
2015/16 Berlin Russland  ZSKA Moskau Turkei  Fenerbahçe Istanbul 101:96 n. V.
2016/17 Istanbul Turkei  Fenerbahçe Istanbul Griechenland  Olympiakos Piräus 80:64
2017/18 Belgrad Spanien  Real Madrid Turkei  Fenerbahçe Istanbul 85:80
2018/19 Vitoria-Gasteiz --:--

* 2001 wurde noch kein Final-Four-Turnier ausgetragen. Die Entscheidung fiel in einer „Best of Five“-Serie.

Statistiken und AuszeichnungenBearbeiten

→ Genauere und mehr Daten zur EuroLeague finden sich auf EuroLeague/Namen und Zahlen.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: ULEB Euroleague – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. About - Welcome to EUROLEAGUE BASKETBALL. Abgerufen am 19. August 2018 (englisch).
  2. http://www.euroleague.net/news/i/74022/180
  3. http://www.spox.com/de/sport/mehrsport/basketball/1310/News/euroleague-turkish-airlines-partnerschaft-verlaengerung-jordi-bertomeu-hamdi-topcu-istanbul.html