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Basketballspieler
Bogdan Bogdanović
Bogdanović im Nationaltrikot bei der EM 2013
Spielerinformationen
Geburtstag 18. August 1992 (27 Jahre und 94 Tage)
Geburtsort Belgrad, BR Jugoslawien
Größe 197 cm
Position Shooting Guard /
Point Guard
NBA Draft 2014, 27. Pick Phoenix Suns
Vereinsinformationen
Verein Sacramento Kings
Liga NBA
Trikotnummer 8
Vereine als Aktiver
2010–2014 SerbienSerbien KK Partizan Belgrad
2014–2017 TurkeiTürkei Fenerbahçe Ülker
Seit 0 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sacramento Kings
Nationalmannschaft
Seit 0 2013 SerbienSerbien Serbien
Bogdan Bogdanović (Basketballspieler)
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

SerbienSerbien Serbien
Olympische Spiele
0Silber0 BrasilienBrasilien 2016 Rio de Janeiro
Basketball-Weltmeisterschaft
0Silber0 SpanienSpanien 2014 Spanien
Basketball-Europameisterschaft
0Silber0 TurkeiTürkei 2017 Türkei {{{3}}}

Bogdan Bogdanović (serbisch-kyrillisch Богдан Богдановић; * 18. August 1992 in Belgrad) ist ein serbischer Basketballspieler. Der serbische Nationalspieler spielte von 2014 bis 2017 in der Türkei bei Fenerbahçe Ülker, mit denen er 2017 die Euroleague gewann. Anschließend ging der Vizeweltmeister 2014 in die NBA und spielt seitdem bei den Sacramento Kings.

KarriereBearbeiten

Bogdanović wechselte in seiner Jugend 2008 vom KK Zvezdara zum KK Žitko, mit deren Juniorenmannschaft er 2010 den Lokalrivalen KK Partizan, dessen Herrenmannschaft damals die nationale Meisterschaft dominierte, im Viertelfinale der serbischen Meisterschaft besiegte. Nach dem am Ende dritten Platz spielte Bogdanović für eine Belgrader Auswahl im Trikot von KK FMP Železnik beim Next Generation Tournament der ULEB Euroleague, bei dem die Mannschaft als Titelverteidiger nach der Finalniederlage gegen de Heimmannschaft INSEP in Paris den zweiten Platz belegte.[1] Mit der serbischen Jugendnationalmannschaft als Titelverteidiger verlor er bei der U18-Europameisterschafts-Endrunde 2010 das Halbfinale nach einer deutlichen Führung im Schlussviertel gegen den Gastgeber und späteren Titelgewinner Litauen mit einem Punkt Unterschied.[2] Nachdem man eine Medaille nach der deutlichen Niederlage im Spiel um den dritten Platz gegen Lettland hergeschenkt hatte, zog man ein Jahr später bei der U19-Weltmeisterschaft in Lettland bis ins Finale ein, in dem man diesmal dem U18-Europameister und neuen Junioren-Weltmeister Litauen um MVP Jonas Valančiūnas diesmal deutlich unterlag.

Zu dieser Zeit spielte Bogdanović bereits bei Partizan, nachdem er 2010 nach der U18-EM-Endrunde zum Serienmeister der Herren gewechselt war. Nachdem Partizan im höchstrangigen europäischen Vereinswettbewerb ULEB Euroleague 2010/11 nach nur einem Sieg in sechs Spielen der Zwischenrunde ausgeschieden war, konnte die Mannschaft am Saisonende das Triple aus nationaler Meisterschaft und Pokalwettbewerb sowie supranationaler Adriatischen Basketballliga (ABA-Liga) verteidigen. In der folgenden Saison 2011/12 holte sich jedoch Gastmannschaft Maccabi Tel Aviv den Titel der „Adria-Liga“, als Partizan bereits im Halbfinale am sechsten Titel in Folge gescheitert war. Nachdem man in der ULEB Euroleague 2011/12 bereits nach der Vorrunde gescheitert war, reichte es national noch einmal zum Double. Mit der Juniorenauswahl verpasste Bogdanović bei der U20-EM-Endrunde 2012 erneut eine Medaille, als man ohne Niederlage ins Halbfinale einzog, aber erneut Litauen, diesmal ohne Valančiūnas, und auch Spanien mit einem Punkt Unterschied im Spiel um den dritten Platz unterlag.[3] Eine weiter stark verjüngte Mannschaft von Partizan verlor unter Trainer-Rückkehrer Duško Vujošević das entscheidende letzte Gruppenspiel um den Einzug in die Zwischenrunde der ULEB Euroleague 2012/13 erst nach Verlängerung gegen den deutschen Meister Brose Baskets.[4][5] In der ABA-Liga 2012/13 ohne Titelträger Maccabi konnte sich Partizan als Hauptrundenvierter beim Final Four-Turnier den Titel zurückholen und gewann auch die Finalserie der Meisterschaft gegen den Lokalrivalen KK Roter Stern Belgrad. Nach der Niederlage im Pokalfinale gegen den gleichen Gegner, bei der Partizan den sechsten Double-Erfolg in Serie verpasste, deutete sich jedoch an, dass mit Roter Stern dem Serienmeister auch auf nationaler Ebene wieder ein ernsthafter Konkurrent erwachsen war.

Bei der EM-Endrunde 2013 gehörte Bogdanović nunmehr auch einem Endrundenkader der Herren-Nationalmannschaft an, mit der er den Gruppensieg in der Zwischenrunde erreichen konnte, als der gerade 21-Jährige in allen Zwischenrundenspielen zweistellig punkten konnte. Im Viertelfinale blieb Bogdanović jedoch blass und erziele nur zwei Punkte durch Freiwürfe, als man dem schwach ins Turnier gestarteten Titelverteidiger Spanien mit 30 Punkten Unterschied deutlich unterlag. In den Platzierungsspielen rettete die serbische Auswahl den siebten Platz, der der letzte europäische Startplatz bei der WM-Endrunde im folgenden Jahr war, nachdem WM-Gastgeber Spanien die Bronzemedaille gewann. In der ULEB Euroleague 2013/14 reichte es diesmal wieder knapp zur Qualifikation für die Zwischenrunde der 16 besten Mannschaften. In dieser zweiten Gruppenphase erzielte Partizan in den auf acht Teilnehmer erweiterten Gruppen noch vier Siege in 14 Spielen, darunter unter anderem ein Heimsieg gegen den deutschen Vertreter FC Bayern München. Nachdem Mannschaftskapitän Dragan Milosavljević nach Knieverletzung die komplette zweite Saisonhälfte ausfiel, konnte sich Bogdanović jedoch besonders auszeichnen und erhielt auch die „Rising Star Trophy“ der Euroleague für den besten Nachwuchsspieler.[6] In der supranationalen ABA-Liga 2013/14 musste Partizan den zurück eroberten Titel aus dem Vorjahr nach der Halbfinalniederlage gegen den neuen Titelgewinner KK Cibona Zagreb wieder abgeben. In der nationalen Meisterschafts-Finalserie reichte es gegen den neuerlichen Pokalsieger und Erzrivalen Roter Stern dank eines furios aufspielenden Bogdanović, der mehr als 30 Punkte pro Spiel in der Finalserie erzielte und als Most Valuable Player ausgezeichnet wurde, zur 13. Titelverteidigung in Serie. Nach der verpassten ABA-Liga-Finalteilnahme durfte Partizan jedoch im Unterschied zu Roter Stern an der folgenden ULEB Euroleague 2014/15 nicht mehr teilnehmen. Bogdanović wurde im Entry Draft der am höchsten dotierten Profiliga NBA von den Phoenix Suns an 27. Position bereits in der ersten Runde ausgewählt. Trotzdem einigte er sich mit dem türkischen Meister Fenerbahçe Ülker im Sommer 2014 auf einen Vierjahresvertrag,[7] bei dem er unter der serbischen Trainerlegende Željko Obradović zusammen mit unter anderem Jan Veselý, bereits in der ersten Partizan-Saison sein Mannschaftskamerad, und zunächst auch Landsmann Nemanja Bjelica spielte.

Beim ersten Endrundenturnier des neuen Nationaltrainers Aleksandar Đorđević, wie Vereinstrainer Obradović ein früherer Point Guard von Partizan, erreichte Bogdanović mit der serbischen Auswahl bei der WM-Endrunde 2014 in Spanien das Finale, in dem man dem überlegenen Titelverteidiger Vereinigte Staaten, der kein Spiel mit weniger als 20 Punkten gewann, schließlich mit 92:129 unterlag. Nachdem Serbien mit nur zwei Siegen in fünf Vorrundenspielen ins Turnier gestartet war, war Bogdanović Topscorer im Achtelfinale mit 21 Punkten beim 90:72-Erfolg gegen die in der Vorrunde unbesiegten Griechen. In den Viertelfinal-Play-offs der ULEB Euroleague 2014/15 konnte Fenerbahçe Titelverteidiger Maccabi Tel Aviv glatt in drei Spielen bezwingen, verlor jedoch beide Spiele beim Final Four und erreichte mit dem vierten Platz trotzdem die bislang beste Platzierung in diesem Wettbewerb. Bogdanović wurde zum zweiten Mal in Folge mit der Rising Star Trophy ausgezeichnet.[8] Nachdem Fenerbahçe bereits das Pokalfinale gegen den Lokalrivalen Anadolu Efes SK verloren hatte, verlor man auch recht überraschend als Titelverteidiger die Play-off-Halbfinalserie der türkischen Meisterschaft gegen den späteren erstmaligen Titelgewinner Pınar Karşıyaka. Bei der EM-Endrunde 2015 blieb Serbien bei der turnierinternen Vorrunde in Berlin unbesiegt, doch in den K.-o.-Runden in Lille verlor man schließlich das Halbfinale gegen Litauen und anschließend auch gegen Gastgeber Frankreich, so dass Bogdanović auch im Herren-Bereich den ihm wohl bekannten vierten Platz in einer EM-Endrunde erzielte.

Im Anschluss an seine Debüt-Saison 2017/18 wurde Bogdanović ins NBA All-Rookie Second Team gewählt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bogdan Bogdanović (basketball) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Yarone Arbel: IJT FMP vs. IJT INSEP. ULEB Euroleague, 9. Mai 2010, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  2. Lithuania Escape With Win In Semi-Final Thriller. FIBA Europa, 31. Juli 2010, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  3. Abrines Trey Lifts Spain Over Serbia. FIBA Europa, 22. Juli 2012, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  4. David Hein: Bamberg prevails in OT thriller to reach Top 16. Euroleague, 13. Dezember 2012, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  5. Benjamin Strüh: Brose Baskets schaffen TOP16-Einzug. Nürnberger Nachrichten: nordbayern.de, 14. Dezember 2012, abgerufen am 21. Januar 2016.
  6. Euroleague coaches choose Partizan's Bogdanovic for Rising Star Trophy. Euroleague, 7. Mai 2014, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  7. Kevin Zimmerman: Bogdan Bogdanovic signs 4-year deal with Fenerbahce. FanSided.com: ValleyOfTheSuns.com, 7. Juli 2014, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  8. Euroleague Rising Star Trophy: Bogdan Bogdanovic, Fenerbahce Ulker Istanbul. Euroleague, 7. Mai 2015, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).