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Svenja Schulze

deutsche Politikerin, Bundesumweltministerin, MdB
Svenja Schulze (2013)

Svenja Schulze (* 29. September 1968 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Seit dem 14. März 2018 ist sie Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Kabinett Merkel IV.

Vom 15. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2017 war sie Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

WirkenBearbeiten

Ihr Abitur absolvierte Schulze 1988 am Gymnasium Norf in Neuss. Anschließend belegte sie an der Ruhr-Universität Bochum ein Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft, das sie 1996 mit dem Magistra Artium abschloss. Von 1993 bis 1997 war sie freiberuflich im Werbe- und PR-Bereich tätig und von 2000 bis 2004 arbeitete sie als Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Sektor, zuletzt bei Booz Allen Hamilton.

Der SPD trat sie 1988 bei. Von 1988 bis 1989 war sie Landesschülersprecherin von Nordrhein-Westfalen und von 1990 bis 1991 als Mitglied des Sozialistischen Hochschulbundes Vorsitzende des AStA der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen ihres Studiums machte sie auch ein Praktikum am Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum. Von 1993 bis 1997 war Schulze Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen Jusos und von 1996 bis 2002 sowie von 2006 bis 2018 Mitglied im Vorstand der SPD Nordrhein-Westfalen.

Vom 3. Juni 1997 bis zum 1. Juni 2000 und vom 22. Oktober 2004 bis zum 16. März 2018 war sie Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen. Sie rückte 2004 für Frank Baranowski nach, der zum Oberbürgermeister von Gelsenkirchen gewählt worden war. Bei den Landtagswahlen 2005 und 2010 wurde sie über die Landesliste in den Landtag gewählt. 2012 errang sie im Wahlkreis Münster II das Direktmandat und 2017 wurde sie erneut über die Landesliste in den Landtag gewählt. 2007 übernahm Schulze den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Münster von Christoph Strässer und hatte ihn bis zum 21. Mai 2011 inne.

Nach der Landtagswahl 2010 wurde sie von Hannelore Kraft als Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in das Kabinett Kraft I berufen. Mit der Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen brachte Schulze eines der politischen Großprojekte der Regierung auf den Weg. In ihren Verantwortungsbereich fiel aber auch 2011 die sogenannte „Atomkugelaffäre“. Am 21. Juni 2012 wurde sie in ihrem bisherigen Ministeramt in das Kabinett Kraft II berufen.

Von Juni 2017 bis März 2018 war Schulze Generalsekretärin der SPD Nordrhein-Westfalen.[1] Am 8. Dezember 2017 wurde sie als Beisitzerin in den SPD-Parteivorstand gewählt.[2] Am Folgetag wurde sie auch in das Parteipräsidium gewählt.[3]

Am 9. März 2018 wurde Schulze vom SPD-Parteivorstand als neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für das Kabinett Merkel IV nominiert.[4]

Schulze ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“.

PrivatesBearbeiten

2011 heiratete Schulze ihren Lebensgefährten Andrea Arcais.[5]

KabinetteBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Svenja Schulze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Svenja Schulze nrwspd.de
  2. Wahlergebnisse Parteivorstand 2017
  3. BeisitzerInnen des SPD-Präsidiums gewählt. spd.de, 9. Dezember 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  4. https://www.spd.de/partei/personen/unserteam/
  5. Westfälische Nachrichten: SPD-Chefin Schulze heiratet in Münster ihren Lebensgefährten. Westfälische Nachrichten, 10. April 2011, abgerufen am 12. Februar 2019.