Wiebke Esdar

deutsche Politikerin (SPD), MdB
Wiebke Esdar, 2020

Wiebke Esdar (* 11. Februar 1984 in Bielefeld[1]) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie wurde im Bundestagswahlkreis Bielefeld – Gütersloh II zur Bundestagswahl 2017 als Direktkandidatin in den Bundestag gewählt, wo sie im linken Parteiflügel der SPD-Bundestagsfraktion vertreten ist[2].

LebenBearbeiten

Wiebke Esdar ist verheiratet und wurde 1984 in Bielefeld geboren. 2003 schloss sie das Abitur am Helmholtz-Gymnasium ab. Danach studierte sie von 2003 bis 2010 an der Universität Bielefeld. Das Studium der Psychologie schloss sie mit Diplom ab, Sozialwissenschaften und Geschichte mit Bachelor. Anschließend arbeitete sie am Forschungsprojekt ConGo – Conflicting Goals @univiersities, wonach sie ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung und eine Stelle am Lehrstuhl für pädagogische Psychologie bekam. 2015 promovierte sie zu dem Thema „Eine quantitative und qualitative Untersuchung zu Zielkonflikten und Lehrmotivation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern an deutschen Universitäten“. Von 2015 bis 2017 leitete sie das Projekt HeLGA – Heterogenitätsorientierte Lehre – Gelingensbedingungen und Anforderungen.

PolitikBearbeiten

2005 trat Esdar in die SPD ein. Als Mitglied der Juso-Hochschulgruppe war sie als Vertreterin in diversen Hochschulgruppen aktiv. 2011 übernahm sie das Amt der Vorsitzenden der Bielefelder Jusos, welches sie bis 2014 innehatte. Von 2014 bis 2017 war sie direkt gewähltes Bielefelder Ratsmitglied für den Wahlkreis Sudbrack. Dort war sie jugendpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion und Mitglied im Finanz- und Personalausschuss. Seit März 2016 ist sie Vorsitzende der SPD Bielefeld.

Nachdem sie im September 2017 als direkt gewähltes Mitglied in den Bundestag einzog, wurde Esdar auf dem SPD-Parteitag im Dezember 2017 in den SPD-Parteivorstand gewählt und im Dezember 2019 in diesem Amt bestätigt.[3]

Im Bundestag ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung und seit Juli 2018 zusätzlich ordentliches Mitglied im Finanzausschuss. Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss sowie im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement. Sie gehört zudem dem Leitungskreis der Parlamentarischen Linken an.

Seit Juli 2018 leitet Esdar als Vorsitzende das Wissenschaftsforum der SPD. Seit Februar 2019 ist sie außerdem Mitglied des SPD-Geschichtsforums.

MitgliedschaftenBearbeiten

Bereits seit 1986 ist Esdar im 1. Bielefelder Schwimmverein 02[4] in verschiedenen Funktionen und als Wettkampfschwimmerin ehrenamtlich engagiert. Von 2014 bis 2019 gehörte sie den Aufsichtsräten der moBiel GmbH und der BITel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, sowie seit 2019 den Aufsichtsräten der Stadtwerke Bielefeld und der Stadtwerke Gütersloh an. Sie ist Mitglied der IG-Metall und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, wo sie seit einigen Jahren in der Projektgruppe „Wege zum Traumjob Wissenschaft“ auf Bundesebene mitarbeitet. Beim Bielefelder Bündnis gegen Rechts ist sie Mitinitiatorin und Sprecherin. Seit 2010 ist sie Mitglied im Kuratorium der Universitätsgesellschaft Bielefeld. Sie ist zudem Mitglied der Gesellschaft für Hochschulforschung.

WeblinksBearbeiten

Commons: Wiebke Esdar – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Wiebke Esdar, SPD. Deutscher Bundestag, abgerufen am 13. Januar 2018.
  2. https://www.parlamentarische-linke.de/unsere-mitglieder/
  3. Wiebke Esdar im SPD-Parteivorstand. Radio Bielefeld, 8. Dezember 2017, archiviert vom Original am 13. Dezember 2017; abgerufen am 13. Januar 2018.
  4. 20 Fragen an Dr. Wiebke Esdar. Bielefelds SPD-Vorsitzende will in den Bundestag. In: Westfalen-Blatt. Abgerufen am 13. Februar 2020.