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Hans-Böckler-Stiftung
Hans Böckler Stiftung Logo.svg
Rechtsform: Gemeinnützig
Zweck: Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Vorsitz: Reiner Hoffmann
Kuratorium: Elke Hannack (Vorsitz)
Geschäftsführung: Michael Guggemos
Bestehen: Seit 1977 (auf Beschluss des DGB aus der Fusion der 1954 gegründeten Vorläuferin Stiftung Mitbestimmung mit der Hans-Böckler-Gesellschaft)
Bilanzsumme: 60 Mio. Euro (laut Jahresbericht 2011)
Sitz: Düsseldorf
Website: boeckler.de

Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die gemeinnützige Stiftung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist benannt nach dem ersten DGB-Vorsitzenden Hans Böckler. In allen ihren Aufgabenfeldern ist die Hans-Böckler-Stiftung der Mitbestimmung als Gestaltungsprinzip verpflichtet und wirbt für diese Idee. Sie unterstützt Mandatsträger in Mitbestimmungsfunktionen und tritt für erweiterte Mitbestimmungsrechte ein.

Inhaltsverzeichnis

OrganisationBearbeiten

Die Stiftung entstand 1977 auf Beschluss des DGB aus der Fusion ihrer 1954 gegründeten Vorläuferin Stiftung Mitbestimmung, die das Studium begabter Arbeiterkinder gefördert hat, mit der Hans-Böckler-Gesellschaft.

1995 wurde mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) eine erste Forschungseinrichtung eingegliedert. Ebenfalls in der Hans-Böckler-Stiftung beheimatet ist das Anfang 2005 gegründete Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), das eine Reihe von Publikationen veröffentlicht.[1]

Zwecke der Stiftung sind die Förderung der Mitbestimmung und der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung sowie die Studien- und Promotionsförderung in Form von Stipendien; auch der Zweite Bildungsweg kann von der HBS gefördert werden.

Finanziert wird die Stiftung aus Zuwendungen von gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmervertretern, die Mandate in einem Aufsichtsrat innehaben und Teile der dabei erworbenen Tantiemen abführen, sowie durch Spenden und zweckgebundene Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ihr Haushalt betrug 60 Millionen Euro laut Jahresbericht 2011. Die Stiftung ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.

Sprecher der Geschäftsführung ist Michael Guggemos.

Hugo-Sinzheimer-Institut ab 1. Januar 2018 Teil der Stiftung Bearbeiten

Zum 1. Januar 2018 verstärkt sich die Hans-Böckler-Stiftung um ein weiteres wissenschaftliches Institut: Das Hugo-Sinzheimer-Institut für Arbeitsrecht (HSI) wird Teil der Stiftung. Das 2010 in Frankfurt am Main gegründete HSI widmet sich der nationalen und internationalen Forschung zum Arbeits- und Sozialrecht. Zu seinen Themen gehören unter anderem Fragen des IT-Arbeitsrechts, des Tarif- und Arbeitskampfrechts sowie der Mitbestimmung. Besonders intensiv verfolgt das HSI zudem die Entwicklung des europäischen Arbeitsrechts in Form der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.[2]

Hans-Böckler-PreisBearbeiten

Der Hans-Böckler-Preis ist die höchste Auszeichnung, welche die Hans-Böckler-Stiftung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften vergeben.

Der Preis wurde an Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmer/innen und ihren Familien, die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Bildung und Weiterbildung, den sozialen Zusammenhalt und das solidarische Miteinander der Menschen sowie die Mitbestimmung und die Mitwirkung in Wirtschaft und Gesellschaft verdient gemacht haben.

PreisträgerBearbeiten

Der Preis ist seit 2002 ausgesetzt.[3] 2003 beschloss die Stadt Köln im Gedenken an ihren Ehrenbürger (seit 1951), ab 2005 den Hans-Böckler-Preis der Stadt Köln in zweijährigem Rhythmus zu verleihen.

EinzelnachweiseBearbeiten