Hauptmenü öffnen

Jusos

Jugendorganisation der SPD-Mitglieder (jünger als 36) und von Nichtmitgliedern
Logo des Juso-Bundesverbands
Basisdaten
Vorsitzender: Kevin Kühnert
stellvertretende
Vorsitzende:
Katharina Andres
Delara Burkhardt
Jan Dieren
Matthias Glomb
Almut Großmann
Josef Parzinger
Stephan Schumann
Laura Welsch
Bundes-
geschäftsführerin
Julie Rothe (kommissarisch)
Ausrichtung: Sozialdemokratie
Demokratischer Sozialismus
Feminismus
Internationalismus
kooptierte
Vorstands-
mitglieder:
Georg Fedorov (Juso-SchülerInnen)
Hannah Fischer
Michelle Rauschkolb (YES-Vizepräsidentin)
Mia Thiel (IUSY-Vizepräsidentin)
Philipp Türmer
Ann-Kathrin Zierau (Juso-Hochschulgruppen)[1]
Mitglieder: ca. 80.000
(2018)[2]
Gliederung: 16 Landesverbände und 6 Bezirke
Website: www.jusos.de

Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, Kurzbezeichnungen Jusos oder Jungsozialisten, ist die Jugendorganisation der SPD.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltliches ProfilBearbeiten

Die Jusos verstanden sich seit ihrer 1969 erfolgten „Linkswende“ nicht mehr als Jugendorganisation ihrer Partei, sondern als „sozialistischer, feministischer und internationalistischer Richtungsverband“ innerhalb der SPD. Obwohl sich auch die SPD in ihrer Grundsatzprogrammatik zu einem Demokratischen Sozialismus bekennt, gibt es seitdem vielfältige Konflikte mit der „Mutterpartei“. Innerverbandlich wurden die Jusos durch heftige Auseinandersetzungen zwischen den sich als „links“ verstehenden Flügeln beherrscht, die erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre abflauten. Mittlerweile bezeichnen sie sich wieder selbst als Jugendorganisation in der SPD.[3]

StrukturBearbeiten

MitgliedschaftBearbeiten

Jedes SPD-Mitglied unter 35 ist automatisch Juso, sogenanntes „geborenes“ Mitglied. 1994 wurde zusätzlich als Modellprojekt eine „Juso-Mitgliedschaft“ für Jugendliche und junge Erwachsene unter 35 Jahren außerhalb der SPD geschaffen. Seit 2014 kostet eine „Nur-Juso“-Mitgliedschaft jährlich 12 €, es genügt eine schriftliche Beitrittserklärung.

Anfang 2005 hatten die Jusos 49.400 SPD-Mitglieder, das waren acht Prozent der damaligen SPD-Mitgliedschaft. Hinzu kamen ca. 20.000 Juso-Mitglieder, die nicht der SPD angehörten. Insgesamt waren es 2005 rund 69.500 Mitglieder. Die Mitgliederzahl wurde im Juli 2013 (mit Jahresangabe 2011) mit rund 51.562 Mitgliedern angegeben, was den SPD-Mitgliedern im Juso-Alter entsprach.[4] Im November 2018 ist von knapp 80.000 Mitgliedern die Rede.[2] Zuvor lagen nach Eigenangaben seit etwa 1995 die Mitgliederzahlen bei konstant 70.000.[5]

StrömungenBearbeiten

 
Früheres Logo der Jusos, wird heute u. a. vom Bezirk Hessen-Nord verwendet, um die IUSY-Verbundenheit zu betonen.

Es gibt innerhalb der Jusos eine Vielzahl verschiedener Strömungen. Grob kann zwischen einem linken und einem pragmatischen Lager unterschieden werden. Diese Lager teilen sich erneut in zwei Gruppen auf.

So stehen auf der linken Seite das „Netzwerk Linkes Zentrum“ (NwlZ) und die „Traditionalisten“ (Tradis). Dem NwlZ werden gewöhnlich die Landesverbände Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bremen und die vier Bezirke Niedersachsens zugerechnet, während die Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern eher dem Lager der Tradis zugeordnet werden. Im eher pragmatischen bzw. konservativen Bereich der Jusos befindet sich die Pragmatische Linke (PL). Zu dieser Strömung zählen die Landesverbände Hamburg und Baden-Württemberg. Eine dritte Strömung, die der so genannten Reformsozialisten (Refos), nahm für sich den Anspruch, außerhalb der Links-Rechts-Schematik zu stehen. Diese Strömung wurde bis 2009 vom Bezirk Hessen-Nord getragen. Die Landesverbände Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie die Bezirke Hessen-Nord und Hessen-Süd werden derzeit keiner Strömung zugerechnet.

Zu beachten ist jedoch, dass die Landesverbände keineswegs homogen sind. So gibt es in allen Landesverbänden Unterbezirke/Kreisverbände, die sich anderen politischen Strömungen zugehörig fühlen. Die Zugehörigkeit zu einer Strömung gibt meist nur die aktuellen Mehrheitsverhältnisse in einem Landesverband wieder.

AufbauBearbeiten

Die Strukturen der Jusos folgen denen der SPD. Der Bundesverband ist aufgeteilt in 20 Bezirke, die zumeist den Bundesländern entsprechen und dort die Bezeichnung „Landesverband“ tragen. Nur in Hessen und Niedersachsen gibt es Bezirke auf regionaler Ebene, so dass der dortige Landesverband eine recht untergeordnete Rolle spielt, da er allein für landespolitische Fragen zuständig ist.

Unterhalb der Bezirke gibt es auf der Ebene der kreisfreien Städte, Landkreise oder Bundestagswahlkreise die Unterbezirke, die in einigen Regionen „Kreisverband“ heißen. Unterbezirke, die mehrere Landkreise umfassen, gliedern sich meist in Kreisverbände.

In den Stadtteilen oder den Gemeinden können Arbeitsgemeinschaften als unterste Basisgliederung gebildet werden. An den meisten größeren Hochschulen existieren Juso-Hochschulgruppen und in einer Reihe von Städten gibt es seit 2004 wieder Juso-SchülerInnengruppen, die auf Landes- und Bundesebene zusammenarbeiten.

Die rechtliche Stellung der Jusos ist im Vergleich zu anderen parteipolitischen Jugendorganisationen, wie der Jungen Union, die als selbständige Vereine organisiert sind, eher schwach. Als Arbeitsgemeinschaft der SPD unterliegen die Jusos der Organisationsgewalt der SPD, was bis hin zur Möglichkeit der Auflösung von Juso-Gliederungen bei einem sachgerechten Grund gehen kann.

ArbeitsgemeinschaftenBearbeiten

Arbeitsgemeinschaften sind die kleinste Gliederung der Jusos, entsprechen also den Ortsvereinen und Stadtverbänden der SPD. Sie sind oft basisdemokratisch organisiert und beschäftigen sich mit allen politischen Themen. Nicht selten stehen jedoch kommunalpolitische Themen im Vordergrund. Sie sind durch die Hauptsatzung der SPD geschützt und gleichzeitig Bestandteil des Juso-Verbandes und unabhängige Arbeitsgemeinschaften der Ortsvereine. Sie wählen zudem die Delegierten für die Unterbezirkskonferenzen, sofern diese nicht als Vollversammlung stattfinden.

Regionalverband bzw. KreisverbandBearbeiten

In einigen Bundesländern gibt es zwischen AGen und Unterbezirken die Regionalverbände bzw. Kreisverbände. Diese entsprechen meistens der Fläche eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt (Kreisverbände) oder in einigen Großstädten verschiedenen Stadtbezirken und beschäftigen sich insbesondere mit Kommunalpolitik. Die Benennung „Regionalverband“ bzw. „Kreisverband“ ist nicht immer eindeutig, da diese Gliederungsebene in den bundesweit gültigen Richtlinien zum Organisationsaufbau nicht vorgesehen ist. Insbesondere bezeichnen sich auch einige Unterbezirke als „Kreisverband“, weil sie einen Landkreis bzw. eine kreisfreie Stadt umfassen. Außerdem gibt es auch ehemalige Bezirke, die sich heute als „Regionalverband“ bezeichnen (zum Beispiel in Rheinland-Pfalz die Regionalverbände Pfalz, Rheinhessen und Rheinland).

UnterbezirkeBearbeiten

Wie auch in der SPD sind die Unterbezirke die bedeutendsten Gremien und werden vielerorts auch Kreisverbände genannt. Sie entsprechen normalerweise dem Gebiet einer kreisfreien Stadt, eines Landkreises oder eines Bundestagswahlkreises. Unterbezirke, die aus mehreren Landkreisen bestehen, untergliedern sich meistens in Kreisverbände.

Oberstes Organ der Unterbezirke ist die Unterbezirkskonferenz (UBK), die in größeren Unterbezirken als Delegiertenversammlung, sonst als Mitgliederversammlung stattfindet. Die Konferenz wählt einen Vorstand, der üblicherweise die Organisationsarbeit übernimmt.

Die Unterbezirke übernehmen im Regelfall die Betreuung der regionalen und kommunalen Politik, beschäftigen sich aber auch mit Bundes- und Landespolitik. In vielen Gebieten ist die Unterbezirksebene die unterste Gliederungsebene.

BezirkeBearbeiten

In Hessen und Niedersachsen gibt es noch die traditionellen Bezirksstrukturen der SPD. In allen anderen Bundesländern wurden die Bezirke zu Landesverbänden fusioniert (die den Namen „Landesbezirk“ tragen), welche sich mit dem jeweiligen Bundesland decken. In Hessen gibt es zwei Bezirke (Nord und Süd) und in Niedersachsen vier (Braunschweig, Hannover, Nord-Niedersachsen und Weser-Ems). Die Bezirke verfügen über eigene Vorstände und halten üblicherweise einmal im Jahr eine Bezirkskonferenz (BeKo) als Delegiertenversammlung ab. Ihre politische Aufgabe besteht meist in der Bundespolitik, in der Bündnispolitik auf Bundesverbandsebene sowie der Arbeit mit der SPD.

Bezirk Vorsitz
Hessen-Süd Natalie Pawlik
Hessen-Nord René Petzold[6]
Bezirk Braunschweig Manon Luther[7]
Bezirk Hannover Silke Hansmann
Weser-Ems Andre Goldenstein
Nord-Niedersachsen Lasse Rebbin

In Bayern untergliedert sich der Landesverband in Bezirke („Regionalbezirke“), die den Regierungsbezirken entsprechen: Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz. Diese verfügen aber nicht über die Kompetenzen der „eigentlichen“ Bezirksverbände der Jusos, die in Bayern beim Landesverband liegen.

In Nordrhein-Westfalen gliedert sich der Landesverband in die Regionalverbände Westliches Westfalen (entspricht dem Gebiet der Regierungsbezirke Münster und Arnsberg), Niederrhein (Regierungsbezirk Düsseldorf), Mittelrhein (Regierungsbezirk Köln) und Ostwestfalen-Lippe (Regierungsbezirk Detmold). Diese spiegeln die bis 2001 bestehenden Bezirksverbände wider, haben aber nicht deren Kompetenzen; diese liegen beim Landesverband. Sie sind inzwischen weitgehend bedeutungslos.

In Rheinland-Pfalz gliedert sich der Landesverband in die Regionalverbände Rheinland, Rheinhessen und Pfalz. Die Kompetenzen der ursprünglichen Bezirksverbände liegen allerdings auf Landesebene.

LandesverbändeBearbeiten

In allen Bundesländern gibt es Landesverbände der Jusos. Das oberste Beschlussorgan auf Landesebene, welches üblicherweise einmal im Jahr tagt und den Landesvorstand wählt, ist in den Landesverbänden

  • Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt die Landesdelegiertenkonferenz (LDK)
  • Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saar, Schleswig-Holstein und Thüringen die Landeskonferenz (LaKo)
  • Brandenburg und Bremen die Landesmitgliederversammlung (LMV)

Daneben existieren in verschiedenen Landesverbänden Gremien wie „Landesausschuss“, „erweiterter Landesausschuss“ oder „kleine Landeskonferenz“, die zwischen den Landeskonferenzen als Beschluss- und Kontrollorgan für den Landesvorstand tagen.

In Hessen und Niedersachsen haben die Landesverbände hauptsächlich landespolitische Aufgaben und verschiedene Bezirksverbände kümmern sich um die Arbeit im Juso-Bundesverband. In allen anderen Bundesländern sind die Landesverbände auch für Bundespolitik und für die Arbeit im Juso-Bundesverband zuständig.

Landesverband Vorsitz
Baden-Württemberg Pavlos Wacker[8]
Bayern Anna Tanzer[9]
Berlin Annika Klose[10]
Brandenburg Rica Eller / Annemarie Wolff[11]
Bremen Sebastian Schmugler[12]
Hamburg Alexander Mohrenberg[13]
Hessen Kaweh Mansoori
Mecklenburg-Vorpommern Johannes Barsch[14]
Niedersachsen Johanna Kuipers / Jakob Blankenburg[15][16]
Nordrhein-Westfalen Jessica Rosenthal[17]
Rheinland-Pfalz Umut Kurt[18]
Saar Kira Braun[19]
Sachsen Stefan Engel[20]
Sachsen-Anhalt Franca Meye[21]
Schleswig-Holstein Sophia Schiebe[22]
Thüringen Oleg Shevchenko[23]

BundesverbandBearbeiten

 
Kevin Kühnert, amtierender Juso-Bundesvorsitzender

Der Bundesverband ist die oberste Ebene der Jusos. Höchstes beschlussfassendes Organ ist der Bundeskongress, der einmal im Jahr als Delegiertenversammlung tagt. Er wählt den Bundesvorstand. Zwischen den Bundeskongressen tagt der Bundesausschuss, der aus gewählten Vertretern der Bezirke bzw. Landesbezirke besteht und die Arbeit des Bundesvorstands kontrolliert. Amtierender Bundesvorsitzender ist seit November 2017 Kevin Kühnert. Seine Amtsvorgängerin war Johanna Uekermann, die dieses Amt von Sascha Vogt übernahm.[24]

Mitgliedschaft in internationalen VerbändenBearbeiten

Die Jusos sind Mitglied des europäischen politischen Jugendverbandes Young European Socialists[25] sowie der internationalen Dachorganisation International Union of Socialist Youth.[26]

GeschichteBearbeiten

Bis 1904Bearbeiten

Bis zum Jahre 1904 gab es in der deutschen Arbeiterbewegung keine Organisation für jugendliche Mitglieder. Es herrschte die Meinung vor, dass es dafür keine Notwendigkeit gebe, da die Lebenssituation allein durch die Klassenzugehörigkeit bestimmt sei.

Zwar kam es innerhalb der Sozialdemokratischen Partei durchaus zu einem wahrnehmbaren Konflikt zwischen „Alten“ und „Jungen“, als letztere eine radikalere Vorgehensweise der Partei zugunsten der Verfolgung einer revolutionären statt parlamentarischen Politik einforderten und sich zudem für die Demokratisierung der Partei einsetzten. Dieser Konflikt eskalierte zum Erfurter Parteitag 1891, als die „Jungen“ dazu aufriefen, dass zum 1. Mai landesweit die Arbeit niedergelegt werden müsse, woraufhin die Wortführer der „Jungen“ aus der Partei ausgeschlossen wurden.[27] Nichtsdestoweniger erlangten die beteiligten Gruppierungen der „Jungen“ keine organisatorische Strukturen. Auch ab den 1890er Jahren erstarkende Organisationsformen jugendlicher Arbeiter im Nachbarland Österreich fanden in der deutschen Sozialdemokratie zunächst keine Nachahmer.[28]

Im Gegenteil zeigte sich die Sozialdemokratische Partei zunächst sehr skeptisch an einer Verselbständigung der Jugend. Diese sollte Lohnarbeit und damit verbundene Ausbeutung erfahren, um ein proletarisches Klassenbewusstsein zu entwickeln, sodass sie sich in die Parteilinie einfügt. Ansätze für eigenständige Jugendangebote wurden daher zu Anfang abgelehnt; so wurde etwa ein Antrag zur Schaffung einer Jugendzeitschrift vom Dresdner Parteitag 1903 zurückgewiesen, genauso die Forderung Karl Liebknechts auf dem Parteitag 1904 in Bremen nach Schaffung einer antimilitaristischen Jugendorganisation, der vom Parteivorstand entgegnet wurde, damit werde die Einheitlichkeit der Partei gefährdet.[29]

1904–1918 – Entstehen der Arbeiterjugendbewegung und Verhältnis zum WeltkriegBearbeiten

Zur Formierung tatsächlicher Organisationsformen kam es seitens der deutschen Arbeiterjugend erst nach dem Suizid des 15-jährigen Berliner Lehrlings Paul Nähring vom 3. Juni 1904. Nähring konnte die Qualen und Demütigungen seines Meisters nicht mehr ertragen. Sein Tod führte zu Empörung in der sozialdemokratischen Öffentlichkeit und schließlich zum Entstehen von Lehrlingsvereinen, auf die sich auch die Jusos als ihre Gründungswurzeln beziehen. 1906 gründete sich als Dachverband norddeutscher Arbeiterjugendvereine die „Vereinigung der freien Jugendorganisationen in Deutschland“. Die aufkeimende Arbeiterjugendbewegung wurde von der preußischen Obrigkeit kritisch beäugt, insbesondere war ihren Vereinen das Erheben politischer Forderungen gesetzlich verboten. Im liberaleren Süddeutschland gründete sich als Dachverband 1906 der „Verband junger Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands“.[30]

1906 und 1907 beschlossen SPD-Parteitage die Einrichtung sozialdemokratischer Lehrlingsvereine und einer eigenständigen sozialdemokratischen Jugendorganisation, jedoch folgte diesen Beschlüssen in der Praxis zunächst nur wenig. Dies begründete sich in der ablehnenden Haltung von Partei- und Gewerkschaftsführung, aber auch in der repressiven Neufassung der Vereinsgesetzgebung im Reich, die gegen die Stimmen der SPD-Fraktion in § 17 Reichsvereinsgesetz die Mitgliedschaft von Unter-18-Jährigen in politischen Vereinen und deren Teilnahme an politischen Vereinsversammlungen verbot.[31]

In der Folge kam es zu einer Existenzkrise der Arbeiterjugendvereine, die sowohl den bürgerlichen Staat als auch Vorstände von Partei und Gewerkschaften gegen sich sahen. Zu einer zunächst vereinbarten Fortführung ihrer Arbeit innerhalb der Strukturen der Gewerkschaftsorganisationen kam es letztlich nicht. Stattdessen beschloss der Nürnberger Parteitag 1908 als Kompromisslösung die Einrichtung örtlicher Jugendausschüsse, drittelparitätisch besetzt mit den zuständigen Vertretern der Parteiführung, der Gewerkschaften und mit Jugendlichen, die über 18 Jahre alt waren. Diese verdrängten aufgrund ihrer besseren Arbeitsressourcen schnell die fortbestehenden Arbeiterjugendvereine und wurden beim Parteivorstand über die „Zentralstelle für die arbeitende Jugend“ in ihrer Arbeit lose koordiniert. Vorsitzender der Zentralstelle war bis 1918 der spätere Reichspräsident Friedrich Ebert. Aufgabe der Jugendausschüsse war die Bildungs- und Kulturarbeit, politische Einmischungen waren untersagt.[32]

Die Beschränktheit der Arbeit der Jugendausschüsse ließ viele vor allem der älteren Vertreter der Arbeiterjugend unbefriedigt zurück, die für sich eine eigene Organisation forderten. Der Chemnitzer Parteitag beschloss daher 1912, dass die Jugendausschüsse die 18- bis 21-jährigen Arbeiterinnen und Arbeiter stärker in den Blick nehmen sollten, um diese für die Partei zu gewinnen. Dies führte zur Entstehung einzelner neuer Strukturen, die eine unabhängige Arbeit von Jugendlichen erleichterten.[33]

Ein historisch bedeutender Fall solcher neuer Strukturen war die Gründung der „Jugend-Sektion“ des „Sozialdemokratischen Vereins München“, die am 3. Februar 1914 bei einer Versammlung im kleinen Saal des Münchner Gewerkschaftshauses erfolgte. Bei dieser Versammlung wurde das Einführungsreferat von Felix Fechenbach gehalten, dem späteren Sekretär Kurt Eisners.[34] Er war es auch, der in einem Artikel erstmals das Wort „Jungsozialisten“ verwendete. Hauptaufgabe der neuen Organisation sollte die Bildung der jungen Arbeiterinnen und Arbeiter sein, Fechenbach hielt jedoch fest, dass sich die „Jugend-Sektion“ durch „starkes geistiges und politisches Eigenleben“ ausgezeichnet habe.[35] Den Antrag, den Namen „Jungsozialisten“ offiziell zu verwenden, lehnte ein Parteitag aber noch ab.[36]

Die Entscheidung über eine Unterstützung des Ersten Weltkriegs und die damit einhergehende Spaltung der Sozialdemokratie in Mehrheits- und Unabhängige Sozialdemokraten spaltete auch die Arbeiterjugendbewegung. Während die Zentralstelle für die arbeitende Jugend beim Parteivorstand auf der offiziellen Parteilinie lag und die Unterstützung der Kriegsanleihen propagierte, versuchten verschiedene vor allem ältere Vertreter der Arbeiterjugendbewegung ihre Gruppierungen und Vereine von der SPD zu distanzieren und sich in Opposition zu deren Kriegspolitik zu positionieren.[37] 1916 kam es in Jena im „Vegetarischen Speisehaus“ zu einer Konferenz von 62 Delegierten von Arbeiterjugendvereinen, das zur Tarnung vor der Obrigkeit als Treffen von Naturfreunden ausgegeben wurde. Auf Vorschlag von Karl Liebknecht verabschiedete die Konferenz eine Resolution mit politischen Forderungen ähnlich des Spartakusbunds und beschloss die Gründung einer landesweiten Zentrale und die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift, die dann „Freie Jugend“ heißen sollte. Nach der zweiten Ausgabe wurde sie bereits verboten. Leiter der Zentrale war zunächst Wilhelm Rodominsky, der jedoch schon im August desselben Jahres zum Militärdienst eingezogen wurde.[38] Zu Ostern 1917 versammelten sich die Delegierten zu einer zweiten Reichskonferenz und wählten zu Leitern der Zentrale Karl Plättner und Karl Albin Becker aus dem Umfeld der Bremer Linksradikalen. Damit einherging auch eine Verschärfung im agitativen Auftreten der Organisation, jedoch zog diese keine Wirkungen mit sich. Die Polizei konnte im September 1917 Karl Plättner verhaften und umfangreiche Bestände an Adressen beschlagnahmen, mit deren Hilfe es gelang, die linke Opposition noch weiter in Bedrängnis zu bringen. Auf einer parteitreuen Konferenz der SPD-Jugendausschüsse im Juni 1917 hingegen wurde unterstrichen, dass für politische Beschlüsse einzig die Gremien der SPD zuständig seien, während die Aufgabe der Jugendausschüsse in der Freizeit- und Bildungsarbeit für Jugendliche liege.[39]

In der jugendlichen Opposition gründete sich kurz vor Ende des Krieges 1918 die Freie Sozialistische Jugend (FSJ), die sich aber offiziell keiner Partei anschloss, wobei sie USPD und Spartakusbund nahestand.[40]

Die Jugendausschüsse der Mehrheits-SPD setzten sich nach der parteipolitischen Spaltung der Arbeiterbewegung nun nur noch aus Vertretern der zuständigen Parteivorstände und der Jugendlichen zusammen, da die Gewerkschaften keine Vertreter mehr entsandten, wollten diese doch nun Neutralität zwischen den Arbeiterparteien walten lassen.[41]

1919–1931 – Anerkennung, Arbeit und Auflösung der Jusos in der Weimarer RepublikBearbeiten

Nach Ausrufung der Weimarer Republik und der Wahl Friedrich Eberts zu deren Reichspräsidenten wurde neuer Leiter der Zentralstelle für die arbeitende Jugend Heinrich Schulze. Die mit der Weimarer Reichsverfassung eingeführte Vereinigungsfreiheit führte zu einem Ende der obrigkeitlichen Repression gegen politische Arbeitervereine und auch solche der Arbeiterjugend, was die sozialdemokratische Jugendarbeit vor neue Voraussetzungen stellte. Im Frühjahr 1919 wurde die Zentralstelle umgewandelt in den Verband der Arbeiterjugendvereine Deutschlands (VAJV) mit ca. 70.000 Mitgliedern. Daneben gründeten sich autonom auch anderweitig jungsozialistische Gruppierungen. Die Ausgestaltung dessen, was eine Jugendgruppe vor Ort von der SPD unabhängig entscheiden dürfen sollte und was nicht, blieb strittig und wurde vor Ort unterschiedlich gelöst. Teils hatten die Jugendgruppen eine große Selbstständigkeit in ihrer politischen Arbeit, teils wurde ihre Arbeit auf reine Bildungsaufgaben beschränkt. In letzterem Sinne beschloss auch der Weimarer Parteitag 1919, dass die sozialistische Jugendbewegung Aufgaben „vorwiegend erzieherischer Natur“ im Sinne sozialistisch-politischer Bildung und des Jugendschutzes habe, sie sei „keine Kampforganisation mit parteipolitischen Zielen“. Als Altersgrenze wurde das 18. Lebensjahr festgelegt, entgegen Forderungen auch bis zu 20-Jährige zuzulassen.[42]

Nichtsdestoweniger gründeten sich selbstständig über das Land verteilt immer mehr jungsozialistische Gruppierungen mit Mitgliedern über das 18. Lebensjahr hinaus. Der Kasseler Parteitag 1920 erkannte diese endgültig und offiziell an und verpflichtete „die Parteiorganisationen, die Bestrebungen der Jungsozialisten tatkräftig zu unterstützen“ und beschloss, wo möglich lokale Gruppen von Jungsozialisten einzurichten. Damit einherging die Anerkennung eines weitgehenden Selbstverwaltungsrechts, den Ortsvorständen der Jungsozialisten gehörte nur ein Funktionär der Partei an.[43]

Auf dem Reichsjugendtag der mehrheitssozialdemokratischen Arbeiterjugend in Weimar 1920, an dem rund 1000 Jugendliche teilnahmen, lag der Fokus auf der Beschäftigung mit Natur, Kunst und Kultur und weniger politischen Fragestellungen. Hauptredner war der Sprecher der Magdeburger Arbeiterjugend, der 19-jährige Erich Ollenhauer, der die Gründung der Republik als notwendige Bedingung für das Erstarken der Arbeiterjugendbewegung ausmachte. Hier wurde zudem den Teilnehmern das spätere Parteilied der SPD Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ vorgestellt. Insgesamt nahm der Arbeiterjugendtag eine positive Haltung zur Politik der Mutterpartei M-SPD ein. Im Anschluss zum Arbeiterjugendtag veranstaltete der VAJV seine erste Reichskonferenz.[44]

Die Jungsozialisten versammelten sich zu einer ersten Reichskonferenz im Juli 1921 in Bielefeld. Hauptgegenstand der Debatte war das Verhältnis der Jungsozialisten zur SPD; mehrheitlicher Wunsch war es, die Jungsozialisten zu einem eigenständigen Verband innerhalb der SPD zu entwickeln, der „im unmittelbaren Meinungsaustausch mit Gleichgesinnten eine Bereicherung ihres persönlichen Lebensgefühls und Bewusstsein [sucht], wovon [die Jungsozialisten] in weiterer Auswirkung eine Bereicherung des Sozialismus erhoffen.“[45] In den die Organisation leitenden Reichsausschuss wurden mit Bach, Wegner, Wissel, Gustav Dahrendorf, Schmidt und Lösche in erster Linie Jungsozialisten gewählt, die der Jugendbewegung nahestanden. Zudem wurde Karl Bröger zum Schriftleiter der neuen Verbandszeitschrift Jungsozialistische Blätter (JB) bestimmt. Obwohl die Bedrohung der Republik von Rechts und Auseinandersetzungen der Sozialdemokratie über die Vereinigung der beiden Parteien MSPD und USPD die Tagespolitik dominierten, beschäftigte sich die Arbeit der Jungsozialisten eher mit abstrakt-idealistischen Fragen menschlicher Tugend und sah sich in der Jugendbewegung verortet.[46]

Gegenstand der verbandsinternen Debatte war zudem das Verhältnis zur Nation. So wurde vertreten, es sei Aufgabe Deutschlands als Nation, der Welt den Sozialismus zu bringen; nur wer diesen wolle sei Mitglied der „Volksgemeinschaft“. Andere sahen bei den Jusos die Aufgabe, die geistigen Voraussetzungen für die Erreichung eines wahrhaften Sozialismus über materielle und bloße machtpolitische Forderungen hinaus zu schaffen. Während die politische Arbeit für eine sozialistische Gesellschaftsordnung bei der Partei zu liegen habe, so die damals verbreitete Rollenauffassung, sei es an den Jungsozialisten den sozialistischen Geist unter den Menschen zu verbreiten.[47]

Nach der Vereinigung der beiden großen Arbeiterparteien im September 1922 sollte es auch zur Vereinigung der sozialdemokratischen Jugendverbände kommen. VAJV und die Sozialistische Proletarierjugend (SPJ), die Dezember 1919 aus der Freien Sozialistischen Jugend hervorging und sich zur USPD bekannte[48], vereinigten sich fünf Wochen später nach nicht reibungslosen Verhandlungen zur Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). Die SAJ füllte inhaltlich teils die Lücke, die die eher unpolitischen Jungsozialisten in ihrer Arbeit ließen. Dies führte zu Spannungen zwischen den beiden Jugendorganisationen, obwohl diese eigentlich unterschiedliche Zielgruppen hatten. Die SAJ zielte auf die 14- bis 17-Jährigen, die Jungsozialisten auf die 18- bis 25-Jährigen. Die SAJ blieb meist stärker der Position des Parteivorstands verhaftet, während sich die Jungsozialisten zunehmend von dieser emanzipierten. Jungsozialisten waren in der Bildungsarbeit der SAJ eingebunden. 1923 gründete sich als Studentenorganisation der Verband sozialistischer Studentengruppen Deutschlands und Österreichs.[49]

Zunehmend kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen linkem und rechten Flügel bei den Jungsozialisten, die sich an weiteren Debatten zu Volk und Nation festmachte. In diesem Rahmen luden Vertreter des rechten Flügels, vor allem aus dem Ruhrgebiet, Ostern 1923 nach Hofgeismar ein, wo sich in der Folge des Zusammentreffens der nationale Hofgeismarer Kreis als Strömung zusammenfand, wobei sich nicht alle Teilnehmer den nationalistischen Positionen anschlossen.[50] Demgegenüber standen auf der linken Seite die Strömungen des Internationalen Jugendbunds oder der „Nelsonianer“, die sich um den neu-kantianischen Gelehrten Leonard Nelson zusammenfanden, sowie marxistisch orientierte Gruppierungen. Die „Nelsonianer“ waren zahlenmäßig unbedeutend, konnten jedoch aufgrund ihrer Einheitlichkeit wichtige Positionen in einigen Bezirken des Verbands besetzen. Der linke Flügel schloss auf einer Tagung in Hannoversch Münden zu Pfingsten 1924 seinerseits ein Bündnis, den Hannoveraner Kreis.[51]

Nach der Wiedervereinigung der beiden sozialdemokratischen Parteien entstanden neben SAJ und Jungsozialisten weitere sozialdemokratische (oder sozialdemokratisch dominierte) Jugendorganisationen. Zu nennen sind die Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, die auf die Altersgruppe unterhalb der SAJ zielte, die Naturfreundejugend, das Jungbanner sowie Jugendgruppen des Arbeiter-Turn- und Sportbunds (ATSB), der Esperanto-Freunde, der Freidenker, des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) oder der Gewerkschaften, wobei letztere seit der Spaltung der Arbeiterbewegung Distanz hielten.[52]

Bei der Reichskonferenz der Jungsozialisten am 12. und 13. April 1925 in Jena waren Thema der zentralen Auseinandersetzung erneut Fragen vom Verhältnis zu Nation, Volk und Staat. Referent des Hofgeismarer Kreises war der Verfassungsjurist Hermann Heller, der dafür eintrat, den Staat nicht zu verneinen, sondern die Republik als wichtigen Schritt hin zur Verwirklichung des Sozialismus zu erkennen. Dagegen sprach für die Hannoveraner der Jurist Max Adler, der darauf hinwies, dass ein Staat stets eine notwendige Zwangsordnung sei und es zu deren Beurteilung auf deren solidarische oder unsolidarische Beschaffenheit ankomme. Die Republik sei noch eine unsolidarische Gesellschaft. Wer von der Abschaffung des Staates spreche, der meine die Abschaffung des Klassenstaates, nicht des Staates überhaupt. In der folgenden Aussprache wurde dem Hofgeismarer Kreis vorgeworfen, den Marxismus und die Überwindung der Klassengesellschaft zugunsten einer Überhöhung der Nation zu missachten. Schließlich beschloss die Konferenz eine Resolution, wonach der Verband die „nationale Romantik in jeder Form entschieden“ ablehne und die Weimarer Demokratie nur auf formaler, nicht aber auf ökonomischer Gleichheit der Menschen aufbaue und so die Klassengegensätze verschleiere. Zudem dürfe das Proletariat im bürgerlichen Klassenstaat keine staatspolitische Verantwortung übernehmen, wenn dies dem internationalen Klassenkampf zuwiderlaufe.[53]

Der auf der Konferenz vorgestellte Geschäftsbericht bezifferte 179 Ortsgruppen mit insgesamt rund 4.000 Mitgliedern. Des Weiteren beschloss die Konferenz entsprechend einer vorangegangenen Absprache der beiden Flügel, organisatorische Änderungen im Verband. Mit der Verbandsleitung wurde fortan eine siebenköpfige Reichsleitung betraut, informell besetzt mit zwei „Hofgeismarern“, zwei „Hannoveranern“ und drei Vertretern aus Berlin. In diese wurden einstimmig gewählt Scholz, Gustav Dahrendorf, Franz Osterroth, Otto Lamm, Franz Lepinski, Keller und Maria Hodann. Zum Redakteur der Jungsozialistischen Blätter wurde Georg Engelbert Graf gewählt. Der Reichsausschuss hatte fortan die Aufgabe, zusammengesetzt aus Vertretern der Bezirke, die Reichsleitung zu kontrollieren.[54]

Das Wirken der „Nelsonianer“ im Internationalen Jugendbund wurden in der Folge verbands- wie parteiintern zunehmend kritisch beäugt. Ihnen wurde vorgeworfen, einen Geheimbund zu bilden. Zwar konnte deren Vertreterin Maria Hodann in der Reichsleitung noch knapp als deutsche Vertreterin für das Exekutiv-Komitee der Sozialistischen Jugendinternationale nominiert werden, jedoch wurde seitens des SPD-Parteivorstands bald eine Mitgliedschaft im Nelson-Bund für unvereinbar mit der SPD-Mitgliedschaft erklärt. Ein Teil der Nelsonianer verließ daraufhin den Bund und verblieb in der SPD, die meisten jedoch gaben ihre SPD-Mitgliedschaft auf und gründeten den Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK). Die jungsozialistische Reichsleitung erklärte diesen daraufhin zum politischen Gegner, der sich gegen eine starke Arbeiterpartei stelle.[55]

Nachdem der Verband den rechtsstehenden nationalrevolutionären Jungsozialisten Ernst Niekisch 1926 ausschloss, traten die Hofgeismarer Vertreter in der Reichsleitung von ihren Ämtern zurück, obwohl der Hofgeismarer Kreis im Vorhinein Distanz zu Niekisch zeigte. Auch warfen Hannoveraner den Hofgeismarern vor, durch ihren Politischen Rundbrief die Verbandszeitschrift JB unter Druck zu setzen, die mit sinkenden Auflagen (1926 3.030 Exemplare) kämpfte, der wiederum von den Hofgeismarern eine zu linke Gewichtung unterstellt wurde. Die Auseinandersetzung führte dazu, dass die Hofgeismarer sich aus der aktiven Arbeit bei den Jungsozialisten zurückzogen und fortan unmittelbar in der Partei tätig wurden. Konfliktträchtig war auch die Forderung der SAJ, ihre Altersgrenze auf 20 Jahre zu erhöhen, was die Jungsozialisten ablehnten. Den Jungsozialisten wurde vorgeworfen, fehlende Parteidisziplin zu zeigen und sich auf Strömungskämpfe zu konzentrieren. Die Jungsozialisten wiederum beklagten, die Partei unterstütze sie nicht genug und das Jungbanner greife ihnen die Mitglieder ab.[56]

Themen innerhalb des Verbands dieser Zeit, die sich auch in der JB niederschlugen, betrafen eine Bandbreite von Gegenständen wie „die Entwicklung des modernen Imperialismus, Parlamentarismus und Demokratie, Sozialisierung, Sozialistische Wirtschaft, Betriebsräte und Sozialisierung, [...] England, de[n] Kolonialismus und das beginnende Ende des englischen Weltreichs, de[n] Kampf um das Arbeitstempo, Maschine und Mensch“, Krieg in der Dichtung sowie die Liebe.[57]

Am 5. Juni 1927 fand die Reichskonferenz der Jungsozialisten in Dresden statt. Wie viele Delegierte eine Ortsgruppe entsenden durfte, bestimmte sich nach der Zahl der örtlichen JB-Abonnenten. Auf 12 Abonnenten kam ein Grund-Delegierter, für je 50 weitere Abonnenten ein weiterer Delegierter. Nach einer Umfrage der Dresdner Jungsozialisten hatten 1927 die Berliner Jungsozialisten in zwölf Ortsgruppen insgesamt 249 Mitglieder, davon 158 Männer und 91 Frauen, 201 im Alter von 18 bis 25 Jahren. 74 % waren Mitglied einer Gewerkschaft.[58]

An der Konferenz nahmen 81 Stimmberechtigte teil, außer den Delegierten darunter sieben Mitglieder der Reichsleitung und ein Vertreter des Parteivorstands. Die Reichskonferenz verlief ohne großen Konflikt; Reichsleiter Franz Lipinski machte in seinem Rechenschaftsbericht mit dem Ausscheiden der Hofgeismarer und Nelsonianer eine positive Entwicklung aus. In die Reichsleitung einstimmig gewählt wurden Franz Lipinski, Ott, Gentz, Wiechert und Eisner; auch einstimmig wurde Graf als Redakteur der JB wiedergewählt.[59]

Mit dem Lauf der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zunehmende Bedeutung erhielten die „Roten Kämpfer“, eine überschaubare linkskommunistische Gruppierung im Verband, von der sich örtliche Gruppen in Sachsen, Berlin und im Rhein- und Ruhrgebiet bildeten. Sie standen unter dem ideellen Einfluss von Karl Schröder, beteiligte Personen waren unter anderem Helmut Wagner und Heinz Kühn. Die Roten Kämpfer propagierten eine Verschärfung des Klassenkampfs und hatten zudem teils Einfluss in der SAJ wie auch in SPD-Gremien im Westlichen Westfalen. Als Zeitschrift gaben sie von 1930 bis 1931 Der Rote Kämpfer heraus.[60]

Bei der Reichskonferenz am 19. Mai 1929 wurden in die Reichsleitung Wendt (Dresden), Gentz (Bremen), Seifart (München), Fritz Lewy (Breslau) und die Berliner Lepinski, Seigewasser und Dora Fabian gewählt; als Redakteur der JB wurde Graf wiedergewählt.[61]

Der Reichsleiter der Jungsozialisten Lepinski versuchte auf der SAJ-Reichskonferenz am 18./19. April 1930 auch Vorsitzender der SAJ zu werden, um damit den SAJ-Hauptvorstand zu übernehmen, der als parteivorstandstreu galt. Der amtierende SAJ-Vorsitzende, Erich Ollenhauer, behauptete sich aber mit 93 zu 50 Stimmen. Mehrere politisch linkere Anträge aus Reihen eigentlich bei den Jungsozialisten Aktiver wurden gestellt, die zwar allesamt abgelehnt wurden, jedoch deutlich machten, dass auch die SAJ eine zunehmend linke Opposition besaß. Das auf der Konferenz errechnete Durchschnittsalter der SAJ-Delegierten lag mit 25 Jahren oberhalb der eigentlichen Verbandszielgruppe.[62]

1930 kam es im SPD-Bezirk von Groß-Berlin zu einem Konflikt zwischen der Berliner Jungsozialistischen Vereinigung und dem SPD-Bezirksvorstand. Bei einer Parteiveranstaltung am 21. November gerieten im Saalschutz tätige Mitglieder des Jungbanners und einige jüngere Sozialdemokraten aneinander. Der Bezirksvorstand machte aus, dass es sich bei letzteren um einen Jungordnerdienst der Jungsozialisten handele, der parteibeschlusswidrig gebildet worden sei und zeige, dass die Jungsozialisten sich als „Partei in der Partei“ gerierten. In der Folge löste der Bezirksvorstand die Berliner Jungsozialistische Vereinigung auf. Die Führung der Berliner Jungsozialisten bestritt derweil, dass es in Berlin einen „Jungproletarischen Ordnerdienst“ mit ihrer Billigung gegeben habe.[63]

Der SPD-Reichsausschuss billigte die Auflösung der Berliner Jungsozialisten-Vereinigung und beschloss den Parteivorstand aufzufordern, auch auf Reichsebene die jungsozialistische Bewegung zu reorganisieren, um „die Werbungs- und Schulungsarbeit der jungen Parteigenossen auf breitere Grundlage durchzuführen und eine engere Verbindung zwischen dieser Arbeit und der allgemeinen Tätigkeit der Partei herzustellen.“ Der Reichsvorstand der Jungsozialisten erklärte daraufhin, bereit zu sein, an einer solchen Reorganisation mitzuwirken.[64]

In verschiedenen Bezirken der Partei wurde nun gegen die Jungsozialisten gearbeitet. Ortsgruppen wurden seitens der Partei zusammengelegt oder als parteinahe Konkurrenzorganisation eine „Arbeitsgemeinschaft junger Sozialdemokraten“ gegründet. Der Jungsozialisten-Reichsausschuss beschloss am 15. Februar 1931 eigene Vorschläge für eine Reorganisation des Verbands. In jedem SPD-Ortsverein sollte demnach eine jungsozialistische Gruppe aller Genossen bis zum 25. Lebensjahr gegründet werden, deren Obmann der Ortsleitung angehören sollte. Für die Bezirksorganisation wurde entsprechendes vorgeschlagen. Auf Reichsebene sollte alle zwei Jahre ein Reichsjugendtag zusammentreten und anstelle der Reichsleitung ein Beirat der Jungsozialisten beim Parteivorstand eingerichtet werden.

Die mögliche Reorganisation war großes Thema der Reichskonferenz zu Ostern 1931. Der Reichsvorsitzende Lepinski setzte sich für die Vorschläge des Reichsausschusses ein, während der Breslauer Jungsozialist ein Referat zugunsten der Beibehaltung der bestehenden Strukturen hielt, in der er bessere Wirkungsmöglichkeiten für die Jungsozialisten in der Partei ausmachte. Der Reichsausschuss-Vorschlag wurde mit 73 zu 31 Stimmen abgelehnt. Ein Antrag Brandenburg und Breslau hingegen fand mit 37 zu 31 Stimmen Zustimmung. Diesem nach sei die aktuelle Situation der Jungsozialisten gekennzeichnet durch die Zuspitzung der Klassengegensätze und eine politische und programmatische Krise der SPD. Zur Vorantreibung einer revolutionären marxistischen Politik müsse die sozialistische Jugend daher in der Arbeit der Partei selbst vollen Einsatz zeigen. Eine Reorganisation der Jungsozialisten mit dem Ziel, ihre Selbstbestimmung in der politischen Willensbildung zu unterdrücken, werde daher abgelehnt. Nichtsdestoweniger beschloss die Reichskonferenz im Anschluss hieran auf Antrag der Jungsozialisten Düsseldorf mit wenigen Änderungen den ursprünglichen Reorganisations-Antrag des Reichsausschusses und setzte sich damit in Widerspruch zu sich selbst. In die Reichsleitung gewählt wurden die Berliner Seigewasser, Kreßmann und Breitbach, aus Düsseldorf Suchan, aus Breslau Schuler und aus Plochingen Löffler gewählt.[65]

Einen Dialog mit der neuen Reichsleitung lehnte der Parteivorstand ab. Auf dem Leipziger Parteitag 1931 wurde den Jungsozialisten das Recht entzogen, einen beratenden Delegierten zu entsenden. Erich Ollenhauer hielt für den Parteivorstand ein Referat zum Thema „Partei und Jugend“, in der er die Jungsozialisten damit angriff, sie kämen der Aufgabe nicht nach, zwischen Partei und Jugend zu vermitteln und seien öffentlich zu kritisch. Der Parteitag beschloss daraufhin, ohne Vertretern der Jungsozialisten vorher das Wort zu erteilen, die Auflösung des Verbands.[66]

Um sozialistische Jugendarbeit fortzuführen gründete der vormalige JB-Redakteur Graf die Sozialistische Jugend als Nachfolgezeitschrift, die jedoch bereits nach fünf Ausgaben eingestellt wurde. Einige Jungsozialisten wechselten zur im Oktober 1931 gegründeten SPD-Abspaltung Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, viele lehnten diese aber weiterhin als spalterisch ab.[67]

1933–1945 – Verbot der Organisationen der ArbeiterjugendBearbeiten

Nach der Auflösung der Jungsozialisten verblieb der SPD als Parteijugendverband die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ). Diese versuchte ihre Arbeit auch nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 fortzusetzen. Einzelne SAJ-Gruppierungen begannen jedoch, sich auf ein mögliches Verbot der SAJ und eine Arbeit im Geheimen vorzubereiten, was seitens der Partei aber unterbunden wurde. Am 22. Februar 1933 ermordeten zwei SA-Männer ein SAJ-Mitglied, das auf der Straße Flugblätter verteilte. Es folgten Verbote der SAJ-Zeitschrift Arbeiter-Jugend und regionaler SAJ-Gliederungen, etwa am 11. März in Bayern. April 1933 begaben sich neben anderen Parteivorstandsmitgliedern auch der SAJ-Vorsitzende Ollenhauer ins Exil, am 22. Juni 1933 folgte das Verbot der SPD. Im Untergrund versuchten einige Parteimitglieder trotz der Verfolgung durch die Nazis weiterzuarbeiten, auch solche aus den Reihen der ehemaligen Jungsozialisten. So konnten etwa die Roten Kämpfer bis Ende der 1930er Jahre im Deutschen Reich tätig bleiben. Angehörige der Arbeiterjugendbewegung organisierten sich außerdem in vermeintlich unpolitischen Wander- und Alpenvereinen, wo jedoch oft antinazistische Gedanken verbreitet wurden. Ehemalige Mitglieder der Jungsozialisten wurden von den Nazis teilweise ermordet oder inhaftiert, darunter auch ehemals führende Köpfe, die nunmehr auf unterschiedliche Weise im Widerstand aktiv waren.[68]

Bei der von der Deutschen Studentenschaft durchgeführten Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 fanden sich unter den zerstörten Werken neben vielen anderen sozialistischen Texten auch solche aus dem Umfeld der Jungsozialisten, so von Georg Engelbert Graf, Franz Lepinskis Die Jungsozialistische Bewegung und weitere.[69]

1945–1969 – Wiedergründung und Entwicklung bis zur APOBearbeiten

Zeitgleich mit der Reorganisation der SPD im Nachkriegsdeutschland fanden sich 1945 auch Vertreter der Arbeiterjugend wieder zusammen. Es bildeten sich im Jahr 1945 Zusammenschlüsse junger Sozialdemokraten und Kommunisten als Freie Deutsche Jugend, etwas später gingen viele Jüngere zu den Falken, Ältere fanden sich in örtlichen Gruppen als „Jungsozialisten“ zusammen.[70]

Die sich so neuerlich formierende jungsozialistische Bewegung wurde vom SPD-Parteitag in Hannover 1946 anerkannt. Er beschloss, in jedem Ortsverein für Parteimitglieder zwischen 18 und 35 Jungsozialistische Arbeitsgemeinschaften zu gründen, die sich mit der Erziehung der Parteijugend „zu sozialistischen Aktivisten“ befassen sollten. Hierzu müsse das „wissenschaftliche Rüstzeug“ vermittelt werden sowie die „Kleinarbeit“ der einzelnen Mitglieder in der Partei gewährleistet werden. Die Anhebung der Altersgrenze auf 35 sollte ermöglichen, auch die Masse der Kriegsteilnehmer in die Arbeit einzubeziehen. Eine Mitarbeit war auch ohne Parteibuch zulässig.[71]

An die Stelle des nicht reibungsfreien Dualismus von Jungsozialisten und SAJ aus der Weimarer Zeit trat nun ein Dualismus aus Jungsozialisten und Falken. Der erste Zentralsekretär der Jusos, der vom Parteivorstand ernannt wurde und den Verband leitete, Hans Hermsdorf, rief nach dem Parteibeschluss in einem Rundschreiben die SPD-Bezirke zur Einrichtung von Jungsozialisten-Arbeitsgemeinschaften auf. Derweil versuchte Klaus Schütz, selber auch Jungsozialist, die Etablierung der Falken als Jugendverband der SPD voranzutreiben. Zudem gründete sich als Studentenorganisation unter dem Gründungsvorsitzenden Helmut Schmidt der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS).[72]

Der Jahresbericht der Jungsozialisten wies 1947 480 Ortsgruppen aus, im Folgejahr bereits 900. Von den SPD-Mitgliedern waren etwa 80.000 unter 30, 15 % davon arbeiteten aktiv bei den Jusos mit, laut Jahresbericht ein Drittel Frauen.[73]

Die erste Delegiertenkonferenz der Jungsozialisten im Nachkriegsdeutschlands traf sich im Mai 1947 in Gelsenkirchen. Die Verbandsarbeit stellte sich noch sehr parteinah dar, im Zentralausschuss referierten vor allem Funktionäre der Parteiführung. 1948 fand der Verband Aufnahme in die Sozialistische Jugendinternationale.[74] Bei der zentralen Konferenz der Jungsozialisten vom 12. bis 14. Mai 1948 in Hof, an der auch noch Delegierte aus der Sowjetischen Besatzungszone teilnahmen, beantragte Heinz Kühn, der die Eigenschaft der Jungsozialisten als „Bildungsgemeinschaft junger Sozialisten“ ohne „von der Partei unabhängigen politischen Aktionsaufgaben“ betonte, das Amt eines gewählten Vorsitzenden zu schaffen. Dies wurde jedoch abgelehnt wurde. Inhaltliche Debatten sind nur wenig überliefert.[75]

1949 wurde neuer Zentralsekretär Werner Buchstaller. Die Obergrenze beim Alter der Mitgliedschaft wurde auf bis zu 30 Jahre herabgesetzt und die Jusos in ihren Arbeits- und Organisationsrichtlinien ausdrücklich beauftragt, zu jugendpolitischen Fragen Stellung zu beziehen. Die Jusos wählten neben dem ernannten Zentralsekretär als Verbandsleitung einen Zentralen Arbeitsausschuss. Den einzelnen Juso-Arbeitsgemeinschaften wurde vor Ort häufig keine eigenständige politische Arbeit, erst recht nicht nach außen hin, erlaubt. Die Unterordnung der Jungsozialisten als bloße „Arbeitsgemeinschaft“ innerhalb der SPD fand oft Betonung. Jedoch beschloss die SPD 1949 die Einrichtung eines Ausschusses für Jugendfragen beim Parteiausschuss, zu dem u. a. Falken, SDS und Jusos Vertreter entsandten. Für die Jungsozialisten nahmen Buchstaller, Heinz Pöhler und Walter Haas teil.[76]

Anfang der 50er Jahre agitierten die Jungsozialisten aus antimilitaristischen und antikolonialen Gründen gegen Rekrutierungsbemühungen der französischen Fremdenlegion. So rissen sie Propagandaplakate der Legion ab und hängten eigene auf. 1951 gründeten die Jungsozialisten den Ring politischer Jugend (RPJ) mit.[77]

1953 begannen die Jungsozialisten, die Zeitschrift Klarer Kurs im Monatsturnus herauszugeben. Noch immer stand die Bildungsarbeit im Fokus, 1952 veranstalteten die Jusos 361 Schulungen mit 14.000 Teilnehmern.[78] Mitte der 1950er Jahre begannen die Jusos ihre internationalen Kontakte zu intensivieren. So kam es zu Reisen von Delegationen nach Jugoslawien mit einem Zusammentreffen mit Josip Tito mit späterem jugoslawischem Gegenbesuch, nach Indien, nach Israel und zu Kontakten zur FDJ in der DDR oder zu tunesischen Sozialisten. Vom 1. bis zum 10. Juli fand in Berlin das Festival der Arbeiterjugend-Internationale statt.[79] An den innerparteilichen Diskussionen zum Godesberger Programm im Vorfeld des Parteitags 1959 beteiligten sich die Jungsozialisten kaum.[80]

1959 kam es zu einer Organisationsreform bei den Jungsozialisten durch den Parteivorstand. Die Altersgrenze wurde wieder auf 35 angehoben. Alle zwei Jahre sollte ein Bundeskongress veranstaltet werden. Außerdem sollte es nunmehr einen Bundesausschuss der Jungsozialisten geben, der sich aus den Juso-Bezirksvorsitzenden zusammensetzte. Dieser wählte aus seiner Mitte einen Juso-Bundesvorsitzenden und einen Stellvertreter. Die Wahl bedurfte der Bestätigung durch den Parteivorstand. Der Bundessekretär wurde zukünftig in Einvernehmen mit dem Bundesausschuss ernannt. Erster Bundesvorsitzender wurde so Hans-Jürgen Wischnewski, sein Stellvertreter Horst Seefeld. Bundessekretär blieb Werner Buchstaller.[81]

Der erste Juso-Bundeskongress tagte vom 8. bis zum 10. Mai 1959 in Karlsruhe und fasste Beschlüsse zum Zweiten Bildungsweg, Wohnungen für junge Familien, Zusammenarbeit mit Angehörigen der Bundeswehr und Bildungsarbeit; er sprach sich gegen Atomwaffen für die Bundeswehr und die Kampagne der Fremdenlegion und für die Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus Algerien in Deutschland. Außerdem lehnte er jede Zusammenarbeit mit kommunistischen Organisationen ab.[82]

Der zweite Juso-Bundeskongress fand 1961 statt. Zum Bundesvorsitzenden wurde Holger Börner gewählt, zu seinem Stellvertreter Günther Müller. Zum Bundessekretär wurde Horst Seefeld bestimmt. Im selben Jahr erklärte der Parteivorstand, die Mitgliedschaft im SDS, mit dem dieser große Auseinandersetzungen hatte, sei unvereinbar mit der in der SPD. Stattdessen wurde als parteinahe Hochschulorganisation der Sozialdemokratische Hochschulbund (SHB) gegründet.[83]

Der Bundeskongress 1963 in Berlin, der nunmehr erstmal den Vorsitzenden selber wählen konnte, bestimmte zum Vorsitzenden Günther Müller, zum Stellvertreter Peter Corterier. 1965 in Hamburg befasste sich der Bundeskongress mit den Ostermärschen, der Hallstein-Doktrin und den Notstandsgesetzen. Der Kongress zeichnete sich durch ungewohnten Debattenreichtum aus, was auf die Bezirke Hessen-Süd und Schleswig-Holstein zurückzuführen ist, die dezidiert linke Delegationen zum Bundeskongress entsandten. Aus Zeitgründen wurde der Kongress unterbrochen und im März 1966 in Bad Godesberg fortgesetzt.[84]

Gegenüber der FDJ behielten die Jusos Distanz und brachen 1964 sogar die Beziehungen zum Nationalkomitee der belgischen Jungsozialisten ab, als dieses offizielle Kontakte zur FDJ herstellte.[85]

Zwischen 1963 und 1967 war jedes zweite SPD-Mitglied Mitglied der Jusos, gleichzeitig politisiere sich die Jugend in Richtung links. Die wirkte auch auf die Jungsozialisten aus. So kam es auf dem Bundeskongress 1967 in Mainz zu einer Kampfkandidatur um den Vorsitzendenposten, die Peter Corterier jedoch mit 110 zu 78 Stimmen gegen den linksstehenden Christian Richter für sich entscheiden konnte. Der Kongress forderte die Anerkennung der DDR als gleichberechtigten Verhandlungspartner der Bundesrepublik und lehnte einen Antrag des Bezirks Nord-Niedersachsen ab, den Verband in „Junge Sozialdemokraten“ umzubenennen.[86]

Der Bundesausschuss der Jusos forderte 1967 den Rücktritt von Verantwortlichen des West-Berliner Senats, nachdem bei Protesten der Studentenaktivist Benno Ohnesorg angeschossen wurde. Corterier nahm für die SPD an Ohnesorgs Begräbnis teil und schrieb im Auftrag des Bundesausschusses einen Protestbrief an den Axel-Springer-Verlag.[87]

Der SHB, der personell vielfach mit den Jusos verbunden war, bewegte sich in Anschluss vieler Diskussionen im SDS bald ebenfalls nach links. Die berühmte Protestaktion bei der Rektoratsübergabe an der Universität Hamburg 1967 mit dem Banner „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ wurde von SHB-Mitgliedern organisiert.[88]

Ein bestimmendes Thema im Verband war der Umgang mit der Unzufriedenheit vieler Jungsozialisten mit den bestehenden Verhältnissen und der Rolle der Sozialdemokratie. So hielt das „Haushamer Manifest“ des bayrischen Juso-Bezirks fest, dass es einen Widerspruch zwischen demokratischer Theorie von freier und gleicher Entfaltung und demokratischer Praxis von u. a. wirtschaftlicher Abhängigkeit, Manipulationen, Statusdenken und Unterdrückung von Minderheiten gebe. Aussagen führender Politiker seien ob der Verhältnisse unaufrichtig, die repräsentative Demokratie sei zur Fassade verkommen. Die SPD enttäusche in sie gesetzte Hoffnungen junger Menschen, da sie sich von ihre Anspruch, die Gesellschaft grundlegend zu verändern und nicht nur bestehende kapitalistische Verhältnisse zu verwalten, verabschiedet habe.[89] Von zunehmend vielen abgelehnt wurde auch der Begriff der Volkspartei, der die bestehenden Klassenverhältnisse verschleiere.[90]

Der Mainzer Bundeskongress im Mai 1968 beschloss eine Resolution, wonach er sich wegen sich steigernder Mängel bei der demokratischen Willensbildung in der SPD besorgt zeige. Er kritisierte eine Machtverlagerung von der Parteibasis weg hin zum Parteivorstand und der Bundestagsfraktion.[91] Zudem erkannte er an, dass die Außerparlamentarische Opposition aufgrund einer „Erstarrung des politischen Lebens“ notwendig sei und verurteilte den Parteiausschluss der SPD-Linken Harry Ristock und Erwin Beck auf das Schärfste.[92] Im selben Jahr forderte der Bundesvorstand, dass die Konzentration der Presse, insbesondere des Springer-Verlags, gesetzlich geregelt werden müsse. Zudem forderte er eine Hochschulreform mit effektiver Mitbestimmung von Studenten, Assistenten und Nichtordinarien sowie die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Großunternehmen.[93]

Linkswende im Jahr 1969Bearbeiten

Im Dezember des Jahres 1969 vollzog sich die geschichtsträchtige, „schon fast mystisch verklärte[]“[94] „Linkswende“ der Jusos. Der Kongress begann mit dem Eklat, dass der als Gast angereiste SPD-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Wischnewski von den Delegierten ausgebuht, als nicht kompetent bezeichnet und sein angedachtes Referat von der Tagesordnung gestimmt wurde. Corteriers Rechenschaftsbericht wurde ebenfalls von der Tagesordnung gestimmt, der daraufhin seinen sofortigen Rücktritt anbot, was der Kongress jedoch ablehnte. Stattdessen wurde Corterier mit 146 zu 11 Stimmen bei 15 Enthaltungen abgewählt. In einer Pressemitteilung bezeichnete Corterier daraufhin die Kongressmehrheit als linksextrem und befand, man wolle die SPD zu einer extremistischen Partei umformen; ein Vorwurf, den 15 Juso-Bezirke in einer darauf folgenden Pressemitteilung scharf zurückwiesen.[95]

Der Kongress beschloss, das die Jusos nicht „falsch verstandenen Pragmatismus“ „Erkenntnis der gesellschaftlichen Widersprüche und Konflikte“ anstrebten, während die Bundes-SPD sich an die Verhältnisse unter Preisgabe sozialistischer Konzeption anpasse und durch das Modell der Volkspartei schon innerparteilich zu Kompromissen mit den Bürgerlichen gezwungen sei. Dies hindere die SPD daran, die eigentlichen Interessen der Lohnabhängigen zu vertreten. Ziel der Sozialdemokratie müsse aber die Demokratisierung aller Lebensbereiche sein, was beinhalte, Produktionsmittel in eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu überführen. Zum neuen Vorsitzenden wählte der Bundeskongress mit 155 der 190 abgegebenen Stimmen Karten Voigt, zu Stellvertretern Thomas von der Vring und Norbert Gansel.[96]

Im selben Jahr beschloss der Parteivorstand, dass der Juso-Bundessekretär den Weisungen des Juso-Bundesvorstands unterliegen solle.[97]

1969 bis 1989Bearbeiten

 
Heidemarie Wieczorek-Zeul, zwischen 1974 und 1977 Juso-Bundesvorsitzende

Seit den siebziger Jahren nutzen die Jusos die traditionelle „Faust mit Rose“ der Sozialistischen Internationale als ihr Logo.

1973 gelang es den links der SPD positionierten Jusos, im Rahmen der 68er-Bewegung mit mehr als 300.000 Mitgliedern ihren bisherigen Höchststand zu erreichen und viele SPD-Gremien zu „übernehmen“; zu nennen sind etwa die Übernahme des Unterbezirks München in Auseinandersetzung mit Hans-Jochen Vogel oder die erfolgreiche Aufstellung des 28-jährigen Herbert Schmalstieg als Oberbürgermeister-Kandidat Hannovers[98]. Die Jusos stellten zu diesem Zeitpunkt etwa 30 % der SPD-Mitgliedschaft.

Inhaltlich traten die Jungsozialisten ab 1969 ein für die Demokratisierung aller Lebensbereiche, insbesondere der Wirtschaft und des Staates. Dies sollte bedeuten: die Vergesellschaftung der strukturbestimmten Bereiche der Wirtschaft (so genannte Schlüsselindustrien), gesamtgesellschaftliche Planung der Investitions-, Forschungs- und Entwicklungsprioritäten bei relativer Autonomie der einzelnen Unternehmen im Rahmen dieser zentralen Rahmensetzung (so genannter „zentraler Rahmenplan bei dezentraler Feinsteuerung“). Auch nahmen die Jusos immer häufiger feministische Positionen ein.

Die zahlenmäßige Größe der Jusos und ihre offensiven sozialistischen Forderungen führten zu einem kritischen Beäugen durch die Parteivorstand, der sich intensiv mit den Beschlüssen der Bundeskongresse 1969 und 1970 auseinandersetzte und darin geäußerte Kritik scharf zurückwies. Erwogen wurde sogar, den Jusos die Selbstständigkeit zu entziehen. Gleichzeitig erachtete der Parteivorstand Juso-Positionen in der Bildungs- und Ausbildungspolitik, der Kommunalpolitik und der Mitbestimmung für diskutabel.[99]

Weiteres Reizthema war die Zusammenarbeit mit Kommunisten, insbesondere der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Während die SPD-Führung diese auf das Schärfste ablehnte bis hin zum Erlass eines offiziellen Zusammenarbeitsverbots im November 1970, wollten sich die Jusos eine stellenweise Kooperation mit kommunistischen Organisationen offen lassen, schon um selber in politisch breit aufgestellten Bündnissen teilnehmen zu können, an denen u. a. auch Kommunisten beteiligt waren. Dies führte zu einer Reihe von Parteiordnungsverfahren und auch Parteiausschlüssen, so etwa auch gegen den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Wolfgang Roth, der von der Hamburger SPD-Schiedskommission für seine Beteiligung an der Protestaktion „Roter Punkt“ aus der SPD ausgeschlossen wurde. Die Bundesschiedskommission setzte die Sanktion nach großer öffentlicher Anteilnahme jedoch auf eine Rüge herab.[100] Auch ein informelles Treffen einer Delegation der Juso-Führung mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht im Juni 1970 führte zu einer scharfen Reaktion des Parteivorstands.[101]

Im März 1971 trennte sich die SPD vom Sozialdemokratischen Hochschulbund, der sich daraufhin in Sozialistischer Hochschulbund umbenannte.[102] Als Gegenpol zu den sozialistischen Jusos gründete der Parteivorstand 1973 die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA).[103][104] 1974 verbot der Parteivorstand den Jusos zudem Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen, die im Widerspruch zu Parteibeschlüssen standen; in sämtliche Öffentlichkeitsarbeit musste vom zuständigen SPD-Vorstand eingewilligt werden.[105]

Die Jungsozialisten begannen, die sogenannte „Doppelstrategie“ zu verfolgen. Dies bedeutet einerseits, mit dem „Standbein“ in der SPD zu agieren und dort Machtpositionen zu besetzen, um inhaltliche Positionen durchzusetzen, und andererseits mit dem „Spielbein“ in gesellschaftlichen Bewegungen präsent zu sein und mit diesen gemeinsam Druck auf die SPD hin zu den von den Jusos auch in der Partei vertretenen Inhalten zu entfalten.

Zerfallserscheinungen folgten mit der aufkommenden Strategiedebatte und den stärker werdenden Grabenkämpfen zwischen den drei Flügeln, die alle einen antikapitalistischen Anspruch hatten. Neben der undogmatischen „reformsozialistischen“ Strömung („Refos“) bildeten sich zwei dezidiert marxistische Richtungen. Die „Stamokaps“ übernahmen die von Lenin entwickelte Theorie des „staatsmonopolistischen Kapitalismus“ und entwickelten auf dieser Basis eine „antimonopolistische Bündnispolitik“, die auch die Zusammenarbeit mit der DKP, nicht aber die so genannten „K-Gruppen“ einschloss. Ihre regionalen Schwerpunkte waren Hamburg und Berlin.[106] Ihre wichtigste programmatische Veröffentlichung waren die 1980 erschienenen Herforder Thesen.[107] Daneben gab es die eher spontaneistisch oder rätesozialistisch orientierten „Antirevisionisten“.

Der Stamokap-Flügel wurde vom Hannoveraner Kreis bundesweit koordiniert. Besonderes stark war er in Hamburg, Berlin und Ostwestfalen-Lippe. Seit 1978 erscheint die „Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft“.

Die „antirevisionistische“ Strömung gründete 1975 den Göttinger Kreis. Ab 1976 begann sie mit Herausgabe der Zeitschrift Sozialist. Obwohl den Stamokaplern und Refos zahlenmäßig unterlegen, gelang es dem Göttinger Kreis 1978, sein Mitglied Gerhard Schröder zum Vorsitzenden der Jusos wählen zu lassen. Allerdings wurde Schröder bald darauf wegen Zusammenarbeit mit der Refo-Strömung (anstatt wie erwartet mit den Stamokaplern) aus dem Göttinger Kreis ausgeschlossen.

Die reformistische Mehrheit gründete 1977 den Malenter Kreis, der die Zeitschrift Sozialistische Praxis herausgab.

Die theoretische Diskussion auf hohem Niveau band die praktischen Kräfte. Der Ausschluss des damaligen Vorsitzenden und Angehörigen des Stamokap-Flügels Klaus Uwe Benneter aus der SPD markiert den Höhepunkt der Auseinandersetzungen.

1989 bis 2005 – FlügelkämpfeBearbeiten

Nach 1989 wurde dem Theoriestreit zwischen den Strömungen faktisch die Grundlage entzogen, weil durch den Zusammenbruch der Systeme des „real existierenden Sozialismus“ in Osteuropa wie auch der DDR marxistische Ideen an Bedeutung verloren bzw. diskreditiert waren. Trotzdem bestimmten immer noch Flügelkämpfe zwischen verschiedenen, inzwischen häufig neu gegründeten und umbenannten Strömungen das Verbandsleben auf Bundesebene. 1997 gab sich der Verband ein modernisiertes Logo, das allerdings von einigen Bezirken zum Teil aus Traditionsbewusstsein, zum Teil als Ergebnis von Strömungsstreitigkeiten abgelehnt wird. Auf dem Bundeskongress 2004 in München lösten sich die bisherigen drei Strömungen zu Gunsten dreier neuer endgültig auf: Das Netzwerk Linkes Zentrum (NWLZ) und die TraditionalistInnen (Tradis) verstehen sich als „links“ und üben massive Kritik am Kurs der SPD; die dritte Strömung hieß zunächst Ypsilon und verstand sich als der pragmatische Teil der Jusos.

Der ehemalige Bundesvorsitzende Björn Böhning setzte den Kurs seiner Vorgänger Benjamin Mikfeld, Niels Annen und Andrea Nahles fort. Die unter Agenda 2010 firmierenden Reformen der SPD-geführten Bundesregierung werden als „neoliberal“ abgelehnt. Auf dem Juso-Bundeskongress in Leipzig (10.–12. Juni 2005) sprachen sich die Jusos für die Einführung einer Bürgerversicherung, gegen Studiengebühren, für eine flächendeckende Kinderbetreuung sowie für den Beitritt der Türkei zur EU aus. Sie sagten ausdrücklich Nein zur Aufhebung des Waffenembargos gegen die Volksrepublik China und widersprachen damit den außenpolitischen Wünschen des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Ebenso kritisierten die Jungsozialisten massiv die Entscheidung der Bundesregierung, die Neuwahl des Bundestages im Herbst 2005 anzusetzen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Jusos während der Zeit der Regierung Schröder vor allem die innerparteiliche Opposition gesucht haben.

2005 bis 2009 – Jusos in der zweiten Großen KoalitionBearbeiten

 
Franziska Drohsel auf dem Juso-Bundeskongress 2009 in München

Durch den stark polarisierenden Bundestagswahlkampf 2005 konnten die Jusos zahlreiche Neumitglieder gewinnen. Inhaltlich blieben die Jusos jedoch ihrer Linie treu, was durch das Festhalten an alten Beschlüssen wie der Bürgerversicherung oder der Ablehnung von Senkungen der Unternehmenssteuern, Mindestlohn von 7,50 Euro/Std auf dem Bundeskongress in Saarbrücken deutlich wurde. Auch forderte der damalige Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning unter anderem den Rücktritt des früheren Verteidigungsministers Franz Josef Jung, da er dessen sicherheitspolitische Ansichten für nicht weiter hinnehmbar hielt.

Im Oktober 2007 gründete sich die Strömung „Pragmatische Linke“ und gab den sich selbst als pragmatisch definierenden Jusos eine neue Plattform. Sie bekennen sich zu sozialer Marktwirtschaft und Realpolitik und lehnen die Forderung nach einem „Systemwechsel“ mit dem Verweis auf historisch gescheiterte staatliche Alternativmodelle ab. Sie sind in weiten Teilen für die Agenda-Politik und stehen damit den beiden anderen Flügeln entgegen. Im Juso-Bundesvorstand sind seither jedoch mit großer Mehrheit Mitglieder der beiden großen Strömungen Tradis und NwlZ vertreten, so dass die inhaltlichen Positionen der Pragmatischen Linken auf Bundesebene kaum eine Rolle spielen.

Im November 2007 wurde Franziska Drohsel mit der größten Mehrheit seit 1969 zur Juso-Vorsitzenden gewählt. Drohsel bemühte sich, das linke und eigenständige Profil der Jusos mehr zu schärfen und veröffentlichte dazu 63 Thesen zur jungsozialistischen Politik,[108] die auf dem Bundeskongress 2008 der Jusos bestätigt wurden. Drohsel wurde 2009 ohne Gegenkandidat mit 69 % wiedergewählt.

Seit 2010Bearbeiten

 
Sascha Vogt auf dem Juso-Bundeskongress 2010 in Essen

Auf dem Bundeskongress in Essen vom 18. bis 20. Juni 2010 wurde Sascha Vogt mit 68,1 Prozent der Stimmen zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt, Bundesgeschäftsführer wurde Jan Böning. Die Jusos bekräftigten ihre Rolle als inhaltliche Triebfeder innerhalb der SPD und wollen gleichzeitig den Weg der Doppelstrategie fortsetzen. Hierzu gehört die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Bündnispartnern wie den Jugendorganisationen der Gewerkschaften, dem Bündnis Gelöbnix und Initiativen zur Verhinderung von Naziaufmärschen.

Am 25. November 2011 wurde Sascha Vogt als Bundesvorsitzender auf dem Bundeskongress in Lübeck bestätigt. Er erhielt 72,9 Prozent der Stimmen, und gewann damit gegen Frederic Striegler (Pragmatische Linke), der 21,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Als Bundesgeschäftsführer wurde Jan Böning bestätigt.[109]

Im Vorfeld des Bundeskongress 2013 in Nürnberg erklärten Sascha Vogt und Jan Böning, dass sie nicht erneut antreten werden.[110][111] Für den Posten des Vorsitzes gab es zwei Kandidaturen. Die bisherige Stellvertreterin Johanna Uekermann[112] aus Bayern (Tradis) und Hauke Wagner,[113] ehemaliger Juso-Landesvorsitzender aus Hamburg (Pragmatische Linke), bewarben sich. Für die vakante Position der Geschäftsführung bewarb sich die Berlinerin Julia Maas.[114] Bei den Vorsitzwahlen setzte sich Johanna Uekermann mit einer Mehrheit von 69,69 Prozent durch.[115] Ferner beschlossen die Jusos auf dem Bundeskongress einen Initiativantrag mehrerer Landesverbände, der die Jusos gegen das Eintreten in eine Große Koalition mit CDU und CSU positioniert.[116]

Auf dem Juso-Bundeskongress 2015 in Bremen wurde Johanna Uekermann ohne Gegenkandidaten mit 72,3 Prozent der Stimmen auf zwei weitere Jahre wiedergewählt.[117]

Am 24. November 2017 wählte der Bundeskongress in Saarbrücken den Berliner Kevin Kühnert mit 75,8 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden.[118]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Juso-Bundesvorstand (Stand 2018). Jusos in der SPD, abgerufen am 11. Juni 2018 (deutsch).
  2. a b Dorothee Torebko, Mathias Puddig: „Frau Karliczek ist überfordert“. In: MOZ. Abgerufen am 4. Dezember 2018.
  3. jusos.de
  4. rp-online.de: „Analyse: Parteien sind überaltert und erstarrt“, vom 26. Juli 2013, Abruf: 26. Juli 2013.
  5. Die Jusos fetzen sich mit dem „Tagesspiegel“. In: Huffington Post. 29. September 2015, abgerufen am 2. Februar 2016.
  6. René Petzold aus Schenklengsfeld zum Juso-Bezirksvorsitzenden gewählt. In: Osthessen|News. 20. April 2018 (osthessen-news.de [abgerufen am 24. April 2018]).
  7. Jusos Bezirk Braunschweig Weil der Mensch ein Mensch ist! - Bezirksvorstand. Abgerufen am 8. Dezember 2017.
  8. Pavlos Wacker ist neuer Landeschef. 22. Juni 2019, abgerufen am 24. Juni 2018.
  9. n-tv NACHRICHTEN: Bayerische Jusos wählen Anna Tanzer zur neuen Vorsitzenden. Abgerufen am 18. April 2019.
  10. Annika Klose aus Mitte ist neue Juso-Landesvorsitzende. 27. Oktober 2015, abgerufen am 28. Mai 2016.
  11. Wir über uns. Jusos Brandenburg, abgerufen am 10. Juli 2019.
  12. Landesvorstand. Abgerufen am 30. März 2018.
  13. Jusos Hamburg. Abgerufen am 18. September 2018.
  14. Jusos Mecklenburg - Vorpommern auf Twitter. Abgerufen am 29. Juni 2019 (deutsch).
  15. Jusos Niedersachsen: Jusos Niedersachsen wählen neuen Vorstand. (Nicht mehr online verfügbar.) 19. Juni 2017, archiviert vom Original am 4. Oktober 2017; abgerufen am 4. Oktober 2017.
  16. Landesvorstand der Jusos Niedersachsen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 4. Oktober 2017; abgerufen am 4. Oktober 2017.
  17. Neue Juso-Landeschefin: Rosenthal mit knapp 80 Prozent gewählt. 6. Oktober 2018, abgerufen am 6. Oktober 2018.
  18. Jung, vernetzt, links - Juso-Landeschef Umut Kurt im Porträt
  19. Kira Braun neue Juso-Vorsitzende. Saarländischer Rundfunk, 27. Oktober 2018, abgerufen am 28. Oktober 2018.
  20. Stefan Engel neuer Landesvorsitzender der Jusos Sachsen. Jusos Sachsen, 29. Oktober 2017, abgerufen am 29. Oktober 2017.
  21. Volksstimme Magdeburg: Jura-Studentin aus Halle führt künftig Jusos an. Abgerufen am 6. Juni 2019.
  22. Sophia Schiebe ist neue Landesvorsitzende der Jusos Schleswig-Holstein. 28. Februar 2016, abgerufen am 28. Mai 2016.
  23. HCS-Content GmbH: Jenaer Student ist neuer Landeschef der Jusos. In: inSüdthüringen.de. (insuedthueringen.de [abgerufen am 8. Juli 2017]).
  24. Juso-Chefin kritisiert Koalitionsvertrag: "So groß die Koalition auch sein mag, ihre Konzepte sind zu klein", stern.de, 7. Dezember 2013
  25. Website der YES: Mitglieder. In: youngsocialists.eu. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  26. Website der IUSY: About Us. (Memento vom 20. März 2016 im Internet Archive) In: iusy.org. Abgerufen am 2. Februar 2016.
  27. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 26.
  28. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 27 f.
  29. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 31.
  30. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 30 ff.
  31. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 35 f.
  32. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 36 f.
  33. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 38 f.
  34. jusos-muenchen.de (Memento vom 19. Januar 2012 im Internet Archive)
  35. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 39 (dort zitiert nach Reinhard Lüpke: Zwischen Marx und Wandervogel. Marburg 1984, S. 13).
  36. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 39.
  37. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 46.
  38. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 47.
  39. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 47.
  40. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 48.
  41. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 48.
  42. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 51.
  43. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 51.
  44. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 54–57.
  45. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 59 (dort zitiert nach Reinhard Lüpke: Zwischen Marx und Wandervogel. Marburg 1984, S. 33 f.).
  46. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 59 ff.
  47. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 62.
  48. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 48.
  49. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 63 f.
  50. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 66–70.
  51. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 76.
  52. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 79.
  53. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 83–86.
  54. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 80, 86.
  55. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 89.
  56. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 92–94.
  57. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 94.
  58. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 95.
  59. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 96.
  60. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 101 f.
  61. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 102 f.
  62. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 105.
  63. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 107.
  64. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 107 (dort zitiert nach: Franz Lepinski: Vor einem Jung-Sozialistengesetz, in: Jungsozialistische Blätter (1931)11, S. 232 ff.).
  65. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 111 f.
  66. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 113 ff.
  67. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 116 f.
  68. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 118–123.
  69. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 125.
  70. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 126.
  71. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 126 (dort zitiert nach Zentralsekretariat der Jungsozialisten (Hrsg.): Berichte 1950. Bonn o. J., S. 1).
  72. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 127.
  73. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 127.
  74. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 127 f.
  75. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 129.
  76. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 130 ff.
  77. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 131 f.
  78. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 133.
  79. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 134.
  80. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 138.
  81. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 138 f.
  82. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 139.
  83. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 140.
  84. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 142 f.
  85. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 143.
  86. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 144.
  87. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 144 f.
  88. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 145.
  89. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 149.
  90. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 149.
  91. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 146.
  92. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 147.
  93. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 147.
  94. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 151.
  95. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 152 f.
  96. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 154 f.
  97. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 155.
  98. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 163.
  99. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 157 f.
  100. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 158 f.
  101. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 160.
  102. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 161.
  103. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 161.
  104. Timo Grunden, Maximilian Janetzki, Julian Salandi: Die SPD - Anamnese einer Partei. Hrsg.: Karl-Rudolf Korte. 1. Auflage. Nomos Verlag, Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8329-5362-1, S. 59.
  105. Thilo Scholle, Jan Schwarz: »Wessen Welt ist die Welt?« Geschichte der Jusos. 2. Auflage. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2019, ISBN 978-3-8012-0564-5, S. 161 f.
  106. Joachim Raschke: Innerparteiliche Opposition. Die Linke in der Berliner SPD. Hoffmann und Campe, Hamburg 1974, ISBN 3-455-09116-4.
  107. Bezirksvorstand der Jungsozialisten in der SPD Ostwestfalen-Lippe: Herforder Thesen. Zur Arbeit von Marxisten in der SPD. Spw-Verlag, Berlin 1980, ISBN 3-922489-00-1.
  108. Franziska Drohsel (Hrsg.): Was ist heute links? Thesen für eine Politik der Zukunft. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-38928-8.
  109. Sascha Vogt zum Juso-Bundesvorsitzenden gewählt. 25. November 2011, archiviert vom Original am 8. Februar 2013; abgerufen am 8. Februar 2013.
  110. Erklärung Sascha Vogt. (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive) In: jusos.de. Abgerufen am 19. Januar 2017 (PDF).
  111. Erklärung Jan Böning. (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive) In: jusos.de. Abgerufen am 19. Januar 2017 (PDF).
  112. jusos.de (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  113. jusos.de (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  114. jusos.de (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  115. jusos.de (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  116. jusos.de (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  117. Archivlink (Memento vom 2. Februar 2016 im Internet Archive)
  118. http://www.tagesspiegel.de/politik/neuer-juso-vorsitzender-wir-sind-bollwerk-gegen-groko/20630298.html